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Wchfais Jaffanapatam, und hat eine trefliche festunq, welchevrereckigt, und mit starcken thürmen und mauren versehen ist. DieHolländer haben sie samt dem gantzen lande/ an. 1658 den Porlu.ssssss"r)^ck>e 40 jähr davon Herren gewesen, abgenommen.
^ Iagello/ Großhertzog von Litthauen nnd nachmals König vonPolen , unter den, «amen Uladlslai V. Sein großvatcr, Gedemi«mis, war erst Rittmeister, und an des Lilthauischen Großhertzogs,Vtlhenes, Hofe gewesen, hatte aber mit dessen gemahlin wider ihnLviMnrl, ihn gelobtet, jene geheyralhet, und sich zu anfange des14 secuu zum Groß'Hertzvge erklären lassen. Vor seinem rode hat«te er leine Herrschafften unter seine 7 söhne getheilt / unter welchenendlich Olgerduü den Großhertzoglichen titul, nebst den meistenlandschafften, behauptete. Dieses letzter» söhn war Iagello, wel«eher an. i;i8,nach seines vatecs todedie regierung antrat.Er nahmnicht lange hernach einen schlechten menschen, der erst ein besser ge«Wesen zu seinem vornehmstenMinister an,gab ihm seine schwester zurehe, und ließ durch denselben sich bereden, seines vaters brnder,Keystulum, feindlich anzufallen, den er auch endlich in seine ge«wall bekam/linb in dem gefängnisse stranguliren ließ. Dessen söhn,Vlkoldus,entstehe zu den Teutschen ordens.Rittern,unbda ihm die«selbe bestunden, machte er sich durch einen nachdrücklichen einfallm Litthauen so formidabel, daß Iagello vor rathsam befand, ihndurch heimliche iractaten zurück zu beruffen ; da er denn feine vä»terlrche landschafften wieder bekam, hingegen sich verpflichtete,Jagelloni allezeit getreu zu seyn. Indessen daß dieses vorgieng, waran. i;8rLudovlcus, König von Ungarn und Polen , ohnemänn»Elche erben mit tode abgegangen, und feine jüngste tochter, Heb«wig, von denHolen als Königin angenommen worden. Ihre neueUnterthanen verlangten,daß sie sich vermählen möchte, und es gabensich beyzeiten unterschiedene an, welche nach solcher ehre strebten.Die vornehmsten waren Ziemovitus, Hertzog von Mafovien, Wil»heimus, Hertzog von Oesterreich und Iagello. Der erste kam inkeine betrachtung. Der andre gefiel der Königin, aber nicht denPolen . Der dritte, ob ihn gleich seine etwas unansehnliche ge«stall bey der haupt'pcrson nicht recht recommendirte, behielt den«noch endlich die oberhand, weil er eine immerwährende vereint»gung des Großhertzogthums Litthauen mit dem Königreich Polenversprach, auch sich verbindlich machte, nicht nur vor seine per«son den Christlichen glauben anzunehmen, sondern gleichergestaltdenselben in gantz Litthauen einzuführen. Unter diesen bedmgun«gen (von welchen er diejenige, so feine eigene taufst antraff, alsbalderfüllete, und sich dabey Uladislaum nennen ließ) gieng an. i;86die Vermählung vor sich, und ward er zugleich durch den Ertz'Bi«schaff Bozenta von Gnesen als König von Polen gecrönet- Nichtlange hernach begab er sich mit einigen Priestern in Litthauen, zer»störte daselbst die Heydnische tempel, vertilgte ihre abgöttische oncula, löschte das sogenannte heilige feuer aus, und brachte binnenjahres'frist, theils durch der mitgenommenen geistlichen fleiß, theilsdurch seinen eigenen exemplarischenjeifer und durch sein beweglicheszureden,diese gantze uation zu dem Christenlhum.Nachgehends stiff»tete er die Universität zu Cracau, worzu der König Casimirus aübe»reit einigen ansang gemacht hatte, und ließ zum besten der studie-renden fugend unterschiedene gelehrte ieute aus Böhmen holen.Die Litthauerhuldigten zwar demKönige und der Königin Hedwig,sowohl, alsdiePoylen; indessen aber gab ihnen dennoch Iagello,mit vorbehält der treue, absonderliche Heryoge, anfänglich zwarfeinen bruder, Skirgclo, und hernach an. i;yr seinen obgedach»ten Vetter, Vitoldum, welcher bis an. 1440 mit grosser autoritätund gejchickiichkeit regierte, auch dem Jagelloni zum öfftern garwichtige dienste leistete. An. 1414 ward der Lithauische Adel glei«cher Privilegien mit dem Polnischen theilhaffcig gemacht. Nichts«destoweniger hat die vollkommene Vereinigung beyder nalionen nichteher, als an. i;6s, zur richtigkeic gebracht werden können. Dasrnerssivürdigste, so unter Jagellonis regierung vorgegangen, sinddie blutigen kriege, so derselbe mit den Teutschen orbcns-Ritlern inPreussen und Liefland geführet. Anfangs verhetzten sie Jagellonisbruder, Andream, und setzten ihn mit gemalt in, die provintzReussen ein. Doch unter Skirgelons und Vüoldi anführung wardAndreä parthey überwältiget,und er selbst gefangen nach Polen ge«schickl.Unlerdessen liessen die gedachtenRitter nicht nach,auf vielfal«tige art das Polnische und Lithauische gebiete zu beunruhigen; ja siebrachten endlich eine armee vnn 8;oc>o, oder, wie die Polnischen scribenten melden, von 140020 mann zusammen, und vermeynlendainit Iagellonem gäntziich zu unterdrücken. Dieser aber hatte vonPolen,Lithauen , Reussen und Tartacn eine sehr grosse macht, wel-che, von einigen auf i;oc>c>o mann geschätzt wird, zusammenge-bracht, womit er ihnen an. 1410 nicht weit von Marienburg inPreussen eine so blutige Wacht liefferte, daß 60000 von den semi«gen, hingegen zoooo biß 40000 von der feindlichen armee aufdemplatze blieben, worunter sich zugleich der Großmeister Ulrich vonJungingen in eigner Person befand. Den sieg nebst i;ooo gefan.genen erhielt Iagello, welcher daraufDantzlg, Elbingen, Thorn,Culm, Königsberg und andere Preußische stadle einnahm, auchnoch in eben demselbigen jähre einen neuen sieg über die Ritter da-von trug; da denn endlich diese letzter» sich zu einem frieden be-quemten, welcher durch des Kayscrs Sigismundi Vermittelungnoch vortheilhafftig genug vor sie ausschlug. Sie handelten nachdiesem zwar öffters wider denselben, kunteii aber nichts gegen Ja«aellonem ausrichten. An. -4- r reifere dieser zu dem Ungarischen Könige Sigismunbo, und empfing von demselben die PolnischeReichs«in1iM>L, welche durch der Königin Hedwig groß-mutter,Elisabeth, nach Ungarn waren transferirt worden. An. 1412 ver«pfändete ihm jetzlgedachter SigismunduS gegen em darlehn von«ooooBöhmischen gülden.einen theil des Zipserlandeö,welcher noch
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heutigestages zu Polen gerechnet wird. An. 1422 trugen ihm dieStanden von Böhme» ihre crone an; allein er wegerte sich dieselbeanzunehmen, und recommendirte ihnen seinen Vetter Coributh. Eehat 4 gemahlinncn gehabt, welche er insgesamt iolennirer crönenlassen. Die erste war die eingangs erwehrte Hedwig. Wider die«selbe fassele er, gleich in dem andern jähre nach seiner Vermählungmit ihr, auf angeben eines, mit »amen Gmevvsz, einen argwohn,als ob sie bey seiner abwesenhcit in Litthauen von ihrem ehemaligenliebhader, dem Hertzoge von Oesterreich Wilhelms, einen heim.liehen besuch angenommen. Allein der ankläger würbe zu schändengemacht,und sie behielt den ruhm emcr sehr lugendbafftenFürstüi bißan ihren tvd,welcher an. i zyy mkindesnöthen erfolgte.Nachgehendäheyralhete erAnnam,welche Wilhelmus, Graf von Wy, mildesKönigs Casimiri m tochter Anna gezeuget hatte.Nachdem diese an.1416 gestorben, vermählte er sich mit Elisabeth , einer tochter beSWoywoden vvn Sendomir, Ottonis Pileczy, und einer wittwe ei»nes Castellanen, Iohannis Laczy. Weil sie vorher zweymahl ent-führet worden, und in eine sehr üble nachrede gerathen war,so miß-fiel den meisten Polen diese Königin, und viele beschuldigten sie, daßsie Jagelloni etwas von einem liebes.traucke muste beygebracht ha»ben. 'Sie starb an. 141Y, und z jähr hernach nahm er zur vtervtmgemahlin Sophiam, Andreä, Fürsten von Kiow, tochter. Dieseward von Vttoldo, dem Hcrtzoge von Litthauen, einer untreue an-geklagt, und da man einige aus ihrem ftaucnzimmer deswegen aufdie solter brachte, nenneten dieselbe 6 Mannspersonen, welche ihrerliebe sollen genossen haben. Doch Iagello hielt sie, nachdem sieeinen solennen eib geschworen, vor unschuldig, und zeugte mit ihr2 söhne, Uladislaum und Caffmirum, welche beyde nach einanderKönige in Pvhlen, der erste aber auch zugleich König in Ungarn ,worden. Er selbst starb m einem hoben alter, den letzten May an.,414. Seine letzte kranckheit soll davon entstanden seyn, daß erallzuspät in die nacht hinein dem gesange der Nachtigallen zugehöret.Der männliche Jagelionische stamm ist an. 1572 mit dem Königevon Pvlen/Sigismundo Augusts, ausgegangen. oW
k-ictm-m. /ksrtösocL «ie red. kolon»I. i c. 2. l'olon. lle reb. Lolon. tta-
te ok kolanck?. i lerc. 2 ler. 6. I. i; p. 207.
'Fagodna oder Iagniero, eine kleine aber wohlgebaute stadkin dem Königreiche Servien, zwischen N>ssa und Griechischweis-senburg. Sie gehört den Türcken,und hat ein schönes bad. L-sc--
rv-tr besckreibunA von Ongsrn.
"Jagos/ sind einwohnerdes Königreichs Ansico in Nicder-Ae»
thtopieu, oder wie andere sagen,in Congo. Sie sind starcke und sehrhurtige, aber dabey auch grausame leute, welche öffentliche fleisch,bäncke haben, worinnen sie menschen-fleisch zur speise andern leistenverkauffen. Man sagt, daß bey ihnen ein vater seine söhne, vnddiese wiederum ihres vaters fleisch ohne graue» und entsetzen auffres-sen. Sie wandern wie die Araber von einem vrt zu dem andern,gewaffnet mit einer axt, bogen und pfeilen,und leben bloß von raubenund lodlschlagen. Sie beten die sonne, den mond und viele anderegötzen an, und sind fast durch gantz Africa ausgebreitet; die mei-sten aber von ihnen pflegen offters in das Königreich Ansico einzufal-len. ^krics.
'Jaguana/oder 8 swLK 4 Lris äel>?uerw,eine kleine ffadt nufderinsin 8. Domingo, nebst einem bequemen Hafen, so von den Engel»und Holländern sehr vfft besucht wurde biß endlich die Spamer al-len Handel verboten. Sie wurde von den Eugeiändern an. izgrunter dem Grafen von Newporc eingenommen, und fast gantz rui»niret. sse llescr. nov. orb. >. I. c. 7.
^ahorlick/ ein kleiner fluß, welcher in der Polnischen Woywod«schasst Braclaw, in klein Reussen, von norden gegen süben fliest,und an. 170; zur gräntze zwischen dem Königreich Polen und derTürckey erklärt worden.
'Zarcza/ siehe Iaycza.
"Jair / ein Richter in Israel, war in Gilead gebohren aus demstamm Manasse, uud succebirte Thola dem sechsten Richter H. ivl.2827, und also ohngefehr 1227 jähr vor Christi geburr. Unter ihmwurde das volck wegen seiner abgöttcrey -8 jähr lang von ben Phi.listern und Ammonirern gefangen gehalten. Jair richtete die Kin-der Israel 22 jähr lang, die zeit ihrer gefangenschafft mit darzu ge-rechnet, starb im jähr der weit 2848, und hatte ;o söhne, die überso viel städte Herren waren. Dieser Jair ist von des iLegub söhnunterschieden, c. 10. 1.; anri-zu. »n. 28; x
2. 27^2827». i.
^sajus/ sonst le Jay/ ( Claudius) ein berühmter Jesilit, waraus Genevvis in Savvyen gebürtig, und einer aus den zehen erstenmitgesellen des Jqnakii Lviölä. Er stund bey dem Kayser Ferdi»nando I in solchem ansehen, baß er ihm das Bißthnm Tr iefte an-both, welches er aber anzunehmen bedencken trug. Auf dem Lon-oilio zu Dient vertratt er die stelle des Cardmals und Bischoffs vonAugspurg, Ottonis von Truchseß, als dessen Deputtrter, und wüstesich durch seine unvergleichliche gemülhs. gaben bei Massen zu re-commendiren, baß er von freunden sowohl als feinden welchgehalten ward. Sein eiffer die Catholrsche lehre auszubreiten, wariingemein; zu dem religions.gespräch aber,dazu ihn die Sachsiftbenlchrer einluden, tonte er sich nicht rcsoiviren, weil er eben bemühetwar, in Wien ein coilegium zu staube zu bringen. Er starb an.i;z2in der jetztbesagtcn stadtunb hinterließ 8xecwum pr-rswi; ex8. 8cripkurs Lec. 8'.,^/,,,,, bitt. koc. )eku.cko toript. too )oka» bibl» 800. )osu» ^
'Fakotin/ ei» flecken in Nieder-Volhynicn an dem flusse Supoi-hak clN festes schloß,Uick> gehöret dem Czaar. kolonisp.
n theil. Uuuuu