waaren i^rben allhier aufcamecle gctabcn, und zulande nach A-üiam aebrachk, welches die am weitesten gegen luden zu an demNilö gelegene stadt in Egvvten, und von Ialac ohngcfehr i r tagrel»stn entfernet ist. p«8. > 7 .
(alofes / sind gewisse einwohner in der Afticanifchen ProvintzNiaritien, zwischen den deyden armen desflusses Nigri, Senegaund Gambea. Ihr land heist glrichfals das Komgrerch Senega,und erstrecket sich m der lange von osten gegen Westen zucmfn;, mder breite aber längst der see>küste auf60 Meilen- Ihr Komg nennetsich den grossen Jalvff, und schreibet sich einen Herrn von r; oder14 Königreichen. Die Könige von Baool, Cayor, Jiiala unb Alk/- sind seine Vasallen, und es .crstrecket sich feine Herrichastt von demgrüne» vorgeblirge an biß nach Cassa». In diclein gantze» Reicheist keine einige m>k Mauren umgebeiie stadk, sondern nichts als ostmeflecken und dörffer. Der vornehinste ort in dem Königreiche E>e»nega, allwo der grosse Jaloff feine Hofhaltung hat/ wird Tubaca»tum genenuet. Es ist darinnen eine so unmäßige Hitze, daß der Ja.Miamis daselbst so heiß, als bey uns der May ist. Weil das landkeine Weintrauben hervor bringet, so machen sie wem aus dalteln.Ihr körn- welches sie May; nennen, ist eine art von Hirsen. Ta«back wächst darinnen sehr wohl; allein sie wissen ihn nicht recht an«jubauen und zu gebrauchen. Es gibt auch daselbst viel groiieö viel).Die cinwohncr des nördlichen theils sind nur schwartzbraun, die a«ber gegen lüden zu gantz kohl-schwartz. Lie sind alle mit einanderder zaüberey ergeben. Die meisten unter ihnen sind ackerleme, si«scher oder ichäfer; sehr wenig aber kauff»odcr hanbwcrcks»Ieute.Ibrevornehmste waaren sind ochlen-häute, helffenbem, wachs, Arablichhartz,amdra, gold und silber. Der gröste gewinn, den sie von aus»ländlichen kaufleuten ziehen, bestehet in eisen, kupster, corallen, cry»stallen, spitzen und drandewein. Ihre ordentliche Waffen lind einTmckifcher febcl, bogen und pfeile. Einige hallen eine zaquaye o»ber lantze 1» ber rechten,einen grossen schild aber in der linckcn Hand,und tragen an der feite einen sebel. Ihre renkcr sind sehr hurtigund geschickt, können auf dem falte! stehen, wenn ihre pferke iinvollen lauffen sind, und in einem angenblicke vor. und hinterwärtsschieffe». Sie verlieren keine zeit mit bclagerung der städte, svn»dem stecken alfobald ihrer feinde dörffer in den brand. Wenn siedie Königl. trommel, Omblümbe genannt, verlieren, die sie 10 sorg.fällig verwahren, als die alten Römer mit ihren adlcrn zu thunpflegten, si, ist es ein zeichen, daß sie gäntzlich geschlagen worden.Die crone ist erblich, jedoch mit dieser besondern weist, daß allebrüdcr des Königs erst sticcedlre», ehe seine söhne darauf prätcnsionmachen können. Der grosse Ialof tarirct niemand, als nur auS»ländifche kaufflcure. Seine gröste einkünffte sind die geschencke, dieer von andern Fürsten empfängt,nebst den stlavc»,die er in den krie.gen wider feine Nachbarn gefangen bekommt,und so dann verkaufst.Allein derKönig vonIuala nimmt von jeglichem Unterthan lährlichein klein kvpff-gelb.Diests volck trägt grossen rcfpect gegen ihreObcr»Herren. Wie aber ber grosse Ialof der mächtigste ist, also wieder,fähret ihm auch die gröste ehre. Seine Unterthanen komme» nichtanders vor ihn, als mit staub auf ihre» köpffen, mit »ackeren lei«dem,und anfdcn knien krichend Ihre religion bestehet 1» Haltungdes Mahomckaiiischcn gcsetzcs; allem der gröste theil unter ihnenhat weder tcmpcl »schaudern öffentliche» golleSdicnst, gestalt siedurch die Marabonls oder Mahometanischen Priester in »»wissen'heil erhalten werben, damit sie glauben, was diesen beliebet. Des»gleichen wird auch unter ihnen die gcrechligkcit sehr übel verwaltet,denn diejenigen, welche die gröste» geschencke bringen, haben auchgemeiniglich das beste recht.Untcr ander» haben sie diese» leltlämcngebrauch,baß der verstorbenen brüder und schwcstern alle ihre verlas-fenschasst erden,und hingege ihre kindcr davon gäntzlich auSgeichlof.se» sind,und zwar solches,weil sie bemcldtc Personen vor ihre nächstcubluls.freundc daltenzwas aber die kmder anlanget, es noch ungewißzu seyn glauben,ob sie den verstorbene» angehören. !),>/>/>--,« Eies.
Iamagorot / Gam/ lat. eine wichtige scstung in In»germaiinland, ; meilen von Narva , an einem sehr fischrcicpendach, welcher inSgemeui die Iamischc Bcck genannt wird. Sie istNicht groß, aber mit starckcn steinernen mauren und 8 rondclenumgeben. Es ist dabey eine vorstadt,so ehmals von den Russe» be-wohnt ward,welche unter Schwedischem fchutze stunden. Sie wur.be sonst vor den fchlüsscl beSMofcowitischc» Reichs,und vor unüber»windlich gehalten,biß sie der König GnstavAbolph an. iüi7erober«1 e.An. 170; ist sie von den Russen wieder eingenommen und daraufauss neue forlisiciret worden. 6/«.^,, l?ars reiieb. p. > z.
»»^clefcr. Lueci«: P.4Ü9. IttifclieeiblMA 8cbvellen ?. r p. isv.
"IMnaica- eine -liord-Amcricanische instil. Sie liegt zwischenden Iropicir, a» dem lVlsr stel lgorr, ohngefchr r4v Meilen nord-wärts von dem festen lande, 1 ineilen südwärts von der grossen in«sul Cuba, 20 westwärts von Hifpaniola, von Porto Bcllo nord«wärts 160, und von Carthageng 140 meilen entfernet. Sie crstre»cket sich in die länge auf 170, und i» der breite auf?« Englische mei»len, und hat ohngcfehr 4 biß z milionen morgen acker, deren 900000au. 167«; mit einwohnern besitzt und angebauet worden. In dermitten liegt eine gantze reihe von bergen, welche die instün vonosten gegen Westen zu unterscheiden. Ausser diesen sind darinnennoch einige andere berge und hdltzcr mit grossensavanern odcr cbe.nen silbern untermischet, worvon man glaubet, daß sie ehemahlsIndianilche weitzen'felder gewesen, welche hernach die Spanier,
jam
nachdem sie in die 60000 einwohner darnieder gemacht .trifflen verwandelt, und mit Pferden, kühcn und fchweinenhaben, die daselbst wohl gedeyhen, daß niiiiinehro grM »eÄPferde und andere vieh gantz wilde in dem qehölne herum iss, E?Die lufft ist hier ,o temperirt, als sie an ein«» orte ftyL !sie fort und fort von frischen ost-winden gekühlet, und duchÄge regen und nacht'thaue erft.jcher wird. Sonst ist diese mwenig den sturm-wlnden und beffligen ungewittern umccwo Rwormit die Caribes und andere orter mehr,n dieser qcaendmobirel werden. Die ost-winde fangen allhierdes mvraens muhr an zu wehen,und contmmren biß gegen ü oder 7uhr nachmibMworauf sie die west.winde ablösen, welche die eunvohnec land.«de nennew Man hat allhier keinen rechten minier, ohne da??»den winter-inonaten etwas mehr regen und donner ist als m anderer zeit. sind auch die tage und »ächte allhier fast das a«jähr durch immer von einer länge. Die besten städte darinnen lindS.Iago, Port Royal und Passage.Die gantze instil wird in 14Ü cd-spiele eingetheilet, deren 7 aufder südlichen feite liegen, nen«Port Royal, 8. Catharina, 8. Johannes, 8. Andreas, 8. Davi^8. Thomas und 8. Clarendon, in welchen 500s familien und vdn.gesihr 45000 einwohner sind. Aufder »ord-feiie liegen8.Geme.8. Maria, 8. Anna, und 8.Jacob. Aufder ost.si,reist8. EU,,tha nebst andern r kirchfpielen, welche durchgehends sehr volckreichzu werden anfangen , und bey nahe üooo einwohner haben sollenAusser dem volckc in den gedachten 14 kirch-spiele» sind daselbst nochin die 4000 sie-rauber, und wasser-Icuie, die um die insuln herumkreutzen , und hin und her fahren. Die früchle und waaren derinstil sind guter zucker, cacao in grosser menge, indigo, daunnvolle,lvback, fchncckcn.fchalen, häute, holtz, faltz,i„gber, Pfeffer, PimentsoderJamaischer Pfeffer, LuLjacum.China'wultzessLckLpLrU^cMMula, tamarmd, vinello, achiat, aloc, beiijoui, cochenille. Ihrekühe und schaff sind sehr groß. Sie haben auch maul-efel bendeSwilde und zahme m grosser menge. Über dieses hat auch die msnlviel ziegen, fchweinc und canmichen, aber weder Hasen noch Hirsche.In allen ihren flüsscn, niccrbusen und ander» wassern, gidt eseineunzehlige menge von fischen. So hat man darinnen auch keinenMangel weder an zahmen noch wilden gcflügcl. Unter andern holman hier ein gewiß thier sllißskor genannt,welches m vielen von ih-ren flüsscn und wichen zu finden, und von dem raube derjenigenlhicrc und vögcl lebet, die dabin kommen und lcinckc» wollen. Die-se können sie gar leichte fangen, weil sie an dem Usir der ßüffe langausgestreckt liegen, und m solcher postrur wie ei» stück dürre holtzausleben; sie sind 10 biß > einige auch 20 schuhe lang, und haben4 süssc oder vielmehr floß-federn, womit sie beydes gehen und schwim-men. Vorwärts können sie sehr geschwinde und starck gehen, abersich ohne viele mühe nicht bald umwende». Ihr rücken ist mithal-ten schuppen oder schalen bedecket, baß man sie schwerlich todtenkan, wofcrnc man sie nicht durch ein äuge oder den bauch sticht Je-doch hat man selten erfahren, daß sie eine» menschen angefallen.<Lie brüten ihre Hingen aus, wie ein vogel durch euer, die nicht grös-ser sind,als die cycr derCalekutsch-hüiier. Diese legen sie mchlnMvon dein wasser tu den fand, da sie durch die sonnen - strahlen vol-lends ausgebrütet werden. So bald nun die lungen durch die scha-le durchgebrochen, kriechen sie ins wasser, und sorge» vor sich selbst.Dieles thicres seit ist ein vortrefflicher dalfam, der die innerlichenfchmertzen in den gclencken und deinen heilet. Sie haben auch in-fam in sich, der weil stärcker riechet, als der Ost - Indianische,woran sie erkannt werden. Die Wassersucht, desgleichen HWund kalte fieber sind der cinwohncr gewöhnlichste kranckheilen. Ingesttze deS iaiides kommen, so niest es die umstände der ömr We-ben wolle», mit bcn Engcländiicheii übcrcm. Nachdem die Lpa'nier diese mslil unter Chrisiophoro Colnmbo eindecket, so liessen stesich in der südlichen gcgend davon nieder, allwo sie an. izz>o 8.In-ga erbaucten, und darinnen ruhig fassen, biß der orr von cinw!,Jackson genannt, nebst einer flotte Englischer stc-räuber an. iDüberrumpelt wurvc, welche aber gleichwohl, nachdem sie diese Mgeplündert, selbige den Spaniern zum besitz wiederum uberllcW.Nachdem den Engcländcrn ihr anschlug aufHispaniola mMW,landeten sie hieran. ,6sz mit 20000 man» unter Pens und Vene»dies commando, so von Cromwel» h,eher gesandt worden, an. nmsich an dem König von Spamen zu rächen, welcher CarollmsUMterhielt. Weil nnn die Spai-icr iniveriiiögciid ivaren, einer jogrossen macht z» widcrsicbrii, so rclinrien sie sich in ihre mloerund festen örter, i» bossnung, dasicmge wieder eiiijiihckonniien,was sie icncn durch etncn vergleich überlassen; aUcinIer auWvgbewieß es anders. Demi einige von den E»geläiidmi ncngen anliV1» der msiil niederzulassen, und darinnen ihre wohnung ausiilW'gen, die andern aber trieben capercy ausdie Spanier, ww ss'Mlen dadurch grossen reichlhuin. Nachdem nun daS gerückte Mvon weit lind breit erschollen, gierigen viel Icutczu ihnengeschahe es also, daß diese insul nincrhald wenig jähre»mächtigen colomc der Engcländcr wiirdc.Di.c ü^lPorbssWNiMdieser insnl wurde an. 1692 durch ein erschrecklich erdhcdcii gan»lia- zerstöret. Ausser dieser sind allhier noch unlerjchiedliche amgute Hafen.Öe bilfona novi orbir. -
'Iamaifoit/ ei» grosses theil von Japan an der westlichen ks-
ste der msnl Niphon. Diese landschaftt wird sclm>li>gllch ngrosse Provintze» odcrKönigreichc enigccheiict,
Vingo, Bitio oder Bitcon, Fogui, Jüuigalo, Tome, rc. mollgen städten gleiches namens.
Iamba / eine Indianische stadt und Königreich Es^ ^inst» diffelt des flusscü Ganges,in der herrschafft des grossii.. l 1 <zwischen Parna oft- Nabgracat nord- Labor wcst-wss -)aWerts. Die stadt liegt nahe bey einem fluffe, zwilchr» rcl 0