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Zweyter Theil
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bell der allst,', oder koch, die abwesenden bemercken, daß sie gestraftfel werden, wenn sie nicht nrlaub gehabt, oder zum wenigsten be»weisen können, daß sie durch einen ausserordentlichen fall an ihrer»urückkunfft gebindert worden. Ein jeder ist verbunden zur friedens»reit in die gemeine büchse seiner kammer, oder in den gemeinenschab der Ianitscharen anderthalb pro ccnr von allem gelde, waser an sold empfanget, in kriegcs.zeitcn aber 7 zu geben. Davorbat er in seiner kammer einen platz, so; schuh breit und 6 lang ist,ru seiner matratze, und übcrdiß zu seiner mittaqs-und abend, mahl«reit eine schüssel voll reiß, ein stück schöpsen.fleisch, brod und wasserzu genicsscn, und also kan er stets etwas von seiner besoldung hinke»gen. Ihre kleibung ist ein äoliman, oder langer rock mit kurtzenermcln, welcher in der mitten des leibeS mit einem coustsc oder lei»neu gürte! umgürtet ist, so mit vielen färbe» gestreiffet, und an denenden goldene und silberne frantzen hat. Über ihren cloiimsn tra.gen sie'eine spski oder blaue weste, die säst ein solch ansehen hat,wie unsere campagne-röcke. An statt eines turbans tragen sie einrarcola oder seid. kappe, so auf beyden schultern herabhänget. Anhohe» fest-tagen zieren sie ihre» rsrcoia mir einem röhre voll langerfedern, so an das vordere theil ihrer kappen geduudcn ist. I» Con»stantinovei haben sie selten etwas anders in der Hand, als einen lan-gen stecken oder ein Indianisch röhr. Ihre krieges.waffen aber sindein sebel und robr oder musqucte, worden sie auch eine pulver.vdervatron-tasche auf der lincken feite an einem ledernen riemen hängenhaben. Um ihren rechten arni pflegen sie luntc zu wickeln. In A»sien gebrauchen sie aus Mangel des pulvers bogen und »feile, undhaben allezeit einen dolch oder Messer bey sich, womit sie denjenigendräuen, die ihnen zuwider sind. Diese bogen und Pfeile muß ihnender oder Unter'Generai'Schatzmeister schaffe». Die

Iamlicharen pflegen selten zu heyrathen, weil sie davor halten, daßein vereblichier nicht so hcrtzhasstig und tapffer seyn könne, als einsolcher, der allcine vor sich zu sorgen hat. Jedoch frischet sie ihr ge»fetze mehr darzu an, als daß es ihnen dasselbe verbieten solle. Dennwenn sie es mit ihrer Off>cierer bewillig»ng thun, dürsten sie nichtin den gemeinen kammcrn logiren, ohne daß sie alle freykage er«scheinen, und sich ihrem V Veclcclva^ oder Kammer>Schatzmeisterzeigen müssen, widrigen fals aber ihres soldes verlustig seyn. Wennsie ein Und bekommen, lässet ihnen der Kaystr des tages über etlichewenige aspcrs mehr geben. Anjetzo sind sie nicht mehr in so grossemansehen,als vor diesem. Gestalt sie in solcher autorität stunden,daßsie an. «648 den Kayscr Ibrahim absetzten, und ihn in dem tastestder sieben thürme strauguiirteii. Allein nach der zeit haben die Groß»Vczicrs, um so wohl ihrer Principalen als ihre eigene autorität zuerhalten, sie zu demüthigen sich beflissen, indem sie die verwegen-sten unter ihnen bey der belagcrung der insnl Candia aufopfferten,und denen andern zu heyrathen, oder einige handthierung zu treuden, wider ihre alle gewohnheil und disciplin, vcrgvnneten; so daß»hr corpo anjetzo meist auS faulen und unerfahriien leisten bestehet.Nichts destoweniger waren sie doch an. 1687 so kühne, daß sie sichzu denen Spahies schlugen, und Mahomet ben l V von dem throneherab stürtzttcn, seinen bruder aber Solymann den st ll zum Kaysermachen halsten. Binnen welchen troudlen sie auch die vornehm«sien bedienten des Reichs darnieder machten, die reichsten bürgeeplünderten, und einen theil der stadt verbrannten, /kstc«, lle st'em-

pire Ottomann. lslemoireL liiKorigu«.

^aiiitscharen.Aga, ist der General über das gantze corpo derIa»stschacen,dcr oderzie unter allen Agas oder Officierer» der Tür»ckischcn infanterie. Der name kommet her von dem TürckischenWortes, ein Meister, Herr, oder stab, welches das comman-clo zeichen ist, so dieser Aga an ausscrordeiitlichcn tagen in der Handhat. Dieser General wurde vorzeiten aus den Ianitscharen erwäh»lct; allein, weil man verspürte, daß dieses bey den andern allezeitviel Verdruß erweckte, so erwählet ihn der Sultan anjetzo aus denenseines 8'ersglio. Er bekömmt eine ziemliche gase, undwird öfftcrs von dem Sultan beschencket, sonderlich wen» sich dieIanitscharen tapffer gehalten haben. Desgleichen bekömmt erauch viel gcschencke von solchen, welche sich um krieges'dieuste be»werben, oder nur den tstul der Ianitscharen suchen, um sich da»durch ein ansehen in ihrem heymalh zu machen, und von dem tri»Hut frey zu seyn. Wann er durch Constanlinopel gehet, begleitet»hu allezeit eine grosse menge von Ianitscharen, sonderlich bey em»poriiiigen, wie a». 1687 geschahe. Denn bey dergleichen qeleqenheitfordern sie ihre , oder begehren sie vermehret zu haben, oderplünderen die stadt, wie sie an vielen entern in dem TürckischenReiche gethan haben, und ermorden alle, die sich ihnen widerse-tzen. Wenn dieser Aga eine cmpöruna stillen will, so nimmt er 0oder 40 Klangi; oderIauilscharcn.Ofstcierer, nebst 5 oder ü-x> manvon dergleichen militz nist sich, um der schuldigen sich zu bemächti»gen, und sie in, das gefangniß zu führen. Jedoch ist der Aga nebstden Officirern offtcr» von der militz verlassen worden, welche steh

sckien Christen bewohnet wird.

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Die

Lmour L>c»> em dorff der ungläubigen, wie sie den! 2 ^

heissen, wo keine mosquecn sind, und den nahmenChristen geben. Dleienigen, so dahin gerciset, haben 2Mittel um einen sehr wohlfeilen preiß angetroffen, als 22 ??eher, rebbuner, reiß, dutter und vortreflich obst. ObnÄ?"^Meile davon findet man guten mnscatcller>wei„, aus der ins ^nebos, den eymer vor ohngefehrgroschen. Man kan ausdvorgedurge die gantze schone gegend um Troia nebst den Küss n Nthus oder Scamander und Simvis sehen, welche beyde s?. .'dem berühmten berge Jda, so 2 meilen von dem grossen Tm?»?scrnet, herab kommen. Diese zwey in der Historie soberühinll 2sind nicht breiter, als etwa« der Gobelinemfluß zu Pariö ^im sommer sind sie bißweilen gar ausgetrocknet. Unter Lei» ^ten Troja kommen sie zusammen, lausten daselbst unter ei» ,,z'tzernen brücke, so von steinernen »feilen getragen wird, und m Lsich ohngefehr bey einer halben meile jenseit des vvrgebüraesTzari, nahe bey dem tastet Wa, in die meer.enge. a-

t.'c>nstkanünvple. ^ °

Janna/ oder Iannina, eine an den Mutzen von EM»,.he bey dem berge Pmdus, in der Griechischen landschaffilien gelegene stadt, weiche ziemlich groß und wohl bewodnl «Gantz Thessalien wird bißweilen von ihr Janna oder Iamnu-i ^nennet. ^

Mannes und Iambres sind die nahmen, welche der HMPaulus zweyen Personen giebt, die dem Moses widerstanden; undmit welchen die Juden auch von ,chr langer zeit her die Zaubererdes Egoistischen Königs Pharao benennet haben. Die gelehrtenhaben verschiedene gedancken darüber, ob diese nahmen aus derEgyplischen oder Edräischen spräche müssen hergeleitet werden.Dann daß einige sonderlich aus dem letzten haben Ambrvßus ma.chen wollen, ist sehr alber und lächerlich. So sind sie auch hierübernicht einig, woher seidige der Apostel genommen. Einige meynen,sie wären in einem damahls befindlichen buche vorhanden geive«sen. Andere glauben, daß ihm selbige durch die tradilion bekanntworden, welche er aber nach der ihme beywohnenden gaabbrsheiligen Geistes von ander» falschen tradilioncn habe Merscheideakönnen- Wiederum andere halten dafür, daß dem Apostel mchr«gedachte nahmen Iannes und Jamdrcs durch eine besondere göil»liche offenbahrung bekannt gemacht worden. Wovon sie zweyteMeynung am meisten Wahrscheinlichkeit hat, da auch so gar Wnius deS Iannes, als eines berühmten Zauberers Meldung lhul, undseidigen neben Mosen setzet. l. ;o c.1«. M-inull. p. 4; kcgg. Dr,^/,Hn snnorsr. scl dstum. ir, 1 Le 28. obkerv. in gua-llsrn 8.8. ioc^c. /es äe

en§LÜrim)ssko c. 20. in clubiir vexrr. *

ist eine art von Päbstlichcn Cantzeley.bcbicM,denen obliegt, die Päbstlichcn bullen zu übersehen und zu ändern.Man nennet sie auch t'Lnicipsmes, weil ihnen ihre einkünffie mfdie annaren und andere ausferligungcu der Pädfllichc» Mtzeleyangewiesen sind.

Ianoez, (Bartholomälis) ein Spanier, lebte zur zeit beiPapst Urdani V.und schrieb ein buch, worinnen diese; Irrthümerenthalten waren, nemlich, daß der Widcr.Christ noch in ebendeliistlblgen jähre, da er dasselbe buch schrieb, nemlich an.nso uudzwar an dem pfingst.tage kommen würde; daß alle erwachsenegläubige würden verführt werden ohne einige Hoffnung der beleb,rung; und daß hingegen alle von dem Wider«Christ verführte Dden, Heyden und Mahometancr sich bekehren würden. Der tzeß«Bischofs von Toledo ließ dieses buch verbrennen, und dersuüo, ivi>derricfendltch stiiic Irrthümer. /trsrEsüLunumiz;-

n-9. ck/ss,^ro«sib,ll. n. 4.

^anoueky von Janowiz, eine Adeliche familie in Böhmen ,deren stamm-schloß gleiches nahmens in dem Czaslaucr-creyse, imellc von Kutlcnberg, gelegen. I» dem -s leculo Hai sich eine li«nie davon in dem Hcrtzoglhum Wurteinderg niedergelassci!, und da«selbst das Erbschencken>amt erhalten. An. i;sr starb WllbelmnSJanovSky, bcygenannt der Böhme, Würkembergsschei EcncrOFeld.Zengmelsicr und Hauptmann zu Al'chberg, em valer Her.manns, der an. i;8y Fürstlicher Würlembcrgischcr HopM.lchall gewesen. Dieses letzten cnckel, Friedrich Ludwig, Wurkcni'bergischcr Rath, Obcr.Amtmaiin zu Brackcnheim midl^-.'äottecSchwäbischen Rllterschafft aur Kocher, lebte noch an. iü7o.o«-ktcmmsr. p. I.

^ansenius/ (Cornelius) B'schoff zu Gent- Er war zu HEin Flandern gedohrcn, und tractirte aujanglich stme studicii um rdem Eligio Houchario. Hierauf begab er sich nach Loren,er a iahr die Philosophie studirte, auch sich m Lcr Lalcmnchcm<»i,ii>s,sn „nv Ulrich? rismiieb feste setzte. Aaen rchtiu

Dtt Iaullss!"rcu ^bc^ die bcntMetheiltt! clüscden und Hebräischen spräche zienilich feste setzte.

- - ^ siae in des Ianitscharen» ^stc er sich gantz auf die theologie, welche er auch zu LnMrlo, m

.... ^ ^ f» i» die ir jähr erlMss

Aga gemalt. Jedoch werden sie allezeit bey der nacht Hingerich»tet, damit nicht etwa» ihre cameradcn, um sie zu erlösen, einenaufstand machen mögen. Die k-llsca oder die strafe des prügelnauf die fußsshlen ist nur aufdic geringen verbrechen geseyel. Wennsie aber den tod verdienet haben, so lässet sie der Aga strangulire»,oder in einen lack nähen, und in einen sce schmeiße». Wenn derIanitscharen. Aga stirbt^, so fällt alles das scinige der Ianitscharentssco , und Nichts dem < 2 UltaN zu. kolemoire, Nittorigue;.

^anizari, ist ein Asiatisches vorgebürge in der gegcnd, wo sichdie meer.ciige von Gallipoli ober der DardancUen ansänget, so vorzeitcii p,omcmro,iurn 8,A«UM genannt wurde. Es ist darbey einborff mit nahmen Lrvjaki oder klein Troja, so von den Gricchi»

dm m Brabaut in die . ..

nack iEn ^ Pf-ichcrr zu Cottrych, und als er zuM

^ ^ über düs colleZium rkeolo^orum düDjk

livvö OecbLiiczu 8. Jacob, Mid von dem Könige W'

fclio°nack° 2 r^n»Michaelc Bajo und Johanne Hebneu »ach stiiierrückkuusstan. izL/zumm

starby!?.^. ' ernennet, und von lV bestätiget. Er16 apw au.i;7ö, und es that ihm Petrus Simonis, her

' e, die Icichwcde, welcher auch des

tzernach Bsschoff zu Ivcrii wurdeIanseiiii schrissten zustimmen druckencoinmenksrii in conaorciiam ac eoism

laye». Dieselbenlülloriam

xaraptirsfiz Le snnoiLiianez in omner pft>mo5 , eom

meucsm in xroverbi» -Homomr z snnoriujoaer i« liooum IV^