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§Llornv!i'i 5 ! breviz conkeüio 66ci. äs fcripc. kec. lL.
^--e-e bikl. 8e!§. ckeilluttr. Lanäi». 6t-«ss^--Hkrc>»ic'
(jalliL ckrllk. r. 2.
^ausenius, (Cornelius) Bischoffvon Wem, von welchemder bekannte nähme der Jansenisten herrühret. Er war den r8oct. an. i?8s zu Accoy, einem dorffe ohnfern Lecrdam in Holland gelegen, gebohren- Sein vater hieß Ian Ottje, ein schmibl, diemmler Lyntje Gysberls, er aber wurde Cornelius Janstn genen.net. DenZrund seiner studier, legte er zu Utrecht , wurde aber vondarnach Loven geschickt, und daselbst von den Jesuiten informirt,da er dann in der Philosophie dergestalt zunahm, daß er nach verlaufzweyer jähre m XlsMrum promovirte. Nachmahls legte er sichmit ernst auf die theologie, und nahm unter seines velrers, JacobiJansenii, anführung auch darinnen wohl zu. Weil er sich aberdurch allzufleißiges studieren fast die schwurdsucht an den hals gezo.gen, wurde ihm von den rneäic; gerathen, die lufft zu verändern, daer sich denn gantze 12 jähr in Franckreich aufhielt, und daselbstziemlich hervor that, auch brachte ihm Johannes cku Verger cle Ha.vranne, der sonsten unter dem nahmen bes^KKeckc 8. Cyran be»kannt ist, mir welchem er zu Lyon genaue freundschafft gemacht,zu Pariß eine prLcepcoramr zuwege. Wenige zeit darauf gteng ernach Bajonne, um mit dem berührten Vergerio fernere freund,schafft zu pflegen, allwo er auch des Bisthoffs gewogenheit erhielt,welcher ihn zum Principal in einem colieZlo machte. Als aberselbiger zu dem Ertz-Bißchum Tours erhaben wurde, gieng 6»Verger nach Pariß, und Jansenius wieder zurück nach Lösen, all.W0 Man ihn in dem colleZio 8. kulcken-c zum krmclpsl Machte.Weil er aber zu der Philosophie keine lust halte, wurde er an. 1617voüor rveoiogise, und bald darauf k'rotelior, auch von der acade.mie an den König Philippum l! zweymahl als Gesandter in Spa«nien geschickt. An. i6;o wurde er von dem Könige zum krotöllorder heiligen schrifft ernennet, und p jähr darauf eben au seinem ge-burts.tage zum Blschoffvon Wem gemacht, und an eben demsel.bigen tage das folgende jähr darzu eingeweyhet. Er soll aber diesesBlßthum durch das buch »Vlars SMcus verdienet haben, darinnener an. iü;c> vie bündnüffen, welche der König l» Franckreich Lu»dovicus Xtli mit den Protestirenden unterhielte, und.alle hülstewelche er selbigen in denen damahligen kriegen leistete, überausscharst durch die Hechel zöge, und dessen sich seither die Jesuiten meisterlich zu bedienen gewust haben, um den Frantzösischcn Hoffwider den nahmen Jansenii uno aller Jansenrsten zu verbitteren.Doch er starb bald oarauf den 6 may an. iü;6 an der pest. Erwar simsten ein gelehrter mann, der sein Mißvergnügen an der ge»meinen pllilolopllie gar zeitig blicken lassen, auch auf anderer ertn.»erungden Marcum Antonium cke OoininK nicht wiederlegen wol.len. Welches ihn hernach desto mehr graviret, als er sich den Je-suiten überall widersetzte. Sonderlich hat er lange zeit in lesungDer kirchenwäter zugebracht, und darunter am meisten denAugu.stinum hoch gehalten, dessen schrifften er zehen mahl gantz, und diebücher cke grgcla mehr als ;c> mahlburchgelesen. Er hat einigeschrifften hinterlassen, als da sind: orsciockeinrei-ioriz Komin,; re-
Lirmskione; slexipksrmscum pro civibus 8^lv-e ckuLenükus;tpongiam norarum, guiku; slexipksrwscum alperkll Voeriu;; le-trsreuckus leu ccrmmenrariu; in 4 evanZeüs; comment. in ; li-dro 5 ^065; lAsr; Lsllicu; teu cle juüiriria arrnorum Lc köellerurn
R.eZi; SalliL, welches buch er unter den nahmen Alexandri PatriciiArmacaui schrieb. Er hinterließ auch das berühmte buch, worübernachmahls so grosser lern, worden, unter dem titul Augusttttus,weiler aber solches nicht zum druck befördern tonte, übergab er solchesseinem vertrauten freunde Liberto Fromondo zur Publication. Die»ser edirte eS an. 1640, worüber nachmahls der bekannte Janseni»stische streit entstand. Denn weil die sogenannte Molinistsiche lehrvon dem freyen willen des menschen, deren damahls der gröste theildesJesuiler-Ordens beypflichtete, in selbigem buche überall ange.griffen war, so fiengen sie an den Jansenium m östentlichen schriff.ten zu wiederlegen,wiewohl dessen lehre grossen anyang bekam. Je.doch brachtet» es die Jesuiten dahin, daß er sammt seinem anhangezu ketzern gemacht, und aus dem bemeloien buche e haupl.sätze ge.zogen wurden, welche der Pabst Urbanus Viu an. 1641, hernachJnnocentius X an. l6s?, auch zuletzt Alexander Vll l an. ,6;7ver.dämmt. Sein leben hat Libertus f,eomondus beschrieben, unddem berührten buche vorgesetzt. bwi. Le>§.
kiss. kaparus. Kilt. )an 5 eri>smi. Ort» or. cke cauka )an-
lenirics. ilireociubk, Kilt. eccles. Lscxer-Kilb. k. 2.
1.17 c.14 ^
'Jansenius (Jacobus) voÄor rkeoloZi^ und Oecksnr von 8.Peter zu Löoen, war an. 1547 zu Amsterdam von Catholischen ei-tern gedohren Als ihm aber der vater frühzeitig abqieng, wurdeer von der Mutter an. 1564 nach Löven geschickt, woselbst er die pki-lolopkis in dem Poreensischen Mmnalio, die ckeoloZie aber in desPabsts Adriant VI colieZio erlernte. Er wurde hierauf l-icenriarin der rkeologie, an. i;?s der erste kr«les in dem nemanfgerich.teten Augustiner collegio, und an. 1189 ?rseler in dem PäbstlichencolleZio. Dann wurde er an. I z 80 krotellor kKeoIoZi^, den 2Yaug. an. i;84OoKor und XkaZilier, und kam an. I? 9 ; an desTbomä Stapletoni stelle. An. 1614 wurde er Dechant bey dercolleZiac-kirche zu 8. Peter. Weil er aber schon sehr alt, und darzumit dem ckil-agra hefftig befallen war, muste er seine profeßion in-dessen durch andere verwalten lasse». Er starb endlich den zo jul.an. 162s. Seine schrifften sind: inkirmio cmkolici eccleksüse;m lacrom millöe sLnoncm z lirur^iaa ; commsniAnn; in OannsL(tLNUcol'um ^ commsnrarw; öc sxpollno ,n plaimo; D2v,ll,co;zexpolicioin k'iopkemm )ob; expolitio in evanZ. 8. )oksnnir; vic-
tL aoLainoak. onartakio pallioniz. ^em leben hat Johannes dKa«fius beschrieben. cls Lripr. kec. 17. bibl. LeIZ.
^ ^ ian 89z
vm AwaMn v^V/'". Mahler, gebürtig von Anttver.
seldiaen ,eck als ^ berühmt, und zwar eben zu der.
iewlgm zeit, als Paul Rubens aus eben selbiger stadt sicki dureb ül.» schone wercke beruhn,t machte. Jns«elt wüste er schönekillongu« mahlen, und waren seine färben vvrtreflich. x-leinoiie-,
ausdemordcn-lels Trapc.waran.i6Lezu ssariß gedohren, und nennte sich, ehe er den aelstlieben st,i»aergriffen, den Grafen von Rofcnberg. Weil er der weltliche»Verrichtungen, die er bißher m krtegs-übungen mit gutem rühmgetrieben, uberdruhig war, begab er sich in den gemeldten orbenste Is Traps. An. 1704 muste er nebst andern stllieil ordcns-brü»^oß'Hertzoglich .zlorentinischen läusser gehen, mirdie Verbesserung des ordens daselbst zu besorgen. Erstarb bar.aufan. 171° i» der Abtey Buon. Sollazo, die ihnen der Groß-Her.tzog eingeräumt. Sem leben ist in Italiänischer spräche in irherausgekommen.
^ ^anson, sonst Jenson, (Nicolaus) ein Frantzofe und benihm-tcr Buchdrucker. Er gie ng an. 1486 nachVenedig und anderwärts,bastldst seine kunst in bessern stand zu bringen- Seme schöne buchsta»den behielten vor allen andern den preiß,wiewohlcn er auch vmchie.denes mit curstv > buchstaben,die nichtj onberlich schön sind,gedrucktharzund dieVenetianer haben ihm den rühm,so sie nach der zeit durchdie Manutlos erhalten, grossen theils zu dancken. Einige haben ihngar unter die ersten ecfindcr der dnicker-kunst gefttzet; vermuthlichweil sie die ältere und eigentliche Urheber derselben nicht kanuten-Massen sonsten klar genug, daß nicht nur schon mehrere jähre vorJanson bucher gedruckt worden , sondern aüch er nicht einmahl dererste gewesen/ welcher die erstndung in Italien gebracht. 0«^//«,,kilk. Vener. ge oriZ. arsts rvpogr. innoclukk.
aä nor. rei literarire c. il §. 12. *
Issnthe / ist der Name, welchen die Poeten einer Nymphe desOccaui gegeben, ingleichen einem andern frauenzimmer aus der zudem Königreich Crcta gehörigen stadt Phestos. Von dieser lestteruhat man gedichtet, daß, sie an Jphkn, welche jcderman vor den",ohndes Lvgdi und der Theletusa gehalten, da sie doch gletchfalS einwelbs-bild gewesen, versprochen worden, und man die Hochzeit all.bereit angesetzt, die göttinJsis den tag vorher die Jphis meinemanns-person verwandelt; woraufbiezwey göttinnen Venus undJuno, nebst dem gott Hymenäo, sich in eignen Personen bey denvermählungs-ceremvmen dieser zwey liedhabcr eingefunden.
lib. 4 inekLiri.
i^xv/tLil 78 der nähme desjenigen monats, mit welchemfast durchgehends baS jähr angefangen wird. Das Wort wird vondem Heydnischen gott Jano hergeleitet (weil derselbe zu erst denfeldbau erfunden, und mit seinem gedoppelten gesteht, sowohl ver.gangene als zukünfflige dinge gesehen haben soll) oder von lanua ,weil er gleichsam eine thüre des jahrs sey. -Longinus hat ihn aufGriechisch oder d. i. einen jährlichen
vater der zeiten, verbollmetschet. Numa Pompilius hat diese» wo«nat, zugleich mit dem lksbrusno. den übrigen Monaten, welcheRomulus eingesetzt gehabt, beygefügt, und ihm-9 tage gegeben, zuwelchen hernach Julius Cäsar noch r hinzugethan- Die Äthenie».ser nenneten diesen monat von dem work . hoch.
zeit, dergleichen man sonderlich in dem ks»uMc>. weiter bergöt.tin Juno gewiedmet war, zu begehen pflegte. Bey den Hebräernist der monalh Tebeth, was bey den Christen der Isnusrm« heist.
c!e ciie nst.c.22. cle sürro inulgi-. psss lle
onA. 8c proZr. iclol. I.2 c. 17. Alilicz. Kom. l.4 c. s. 7;^srckseol. att. i. 2c. 10. Hßi,.
I^anus / der erste König von Italien, wurde nachmahls emerder besondern Götter der Römer. Es wird vorgegeben, daß erdurch seine klugbeik und lügend seine Unterthanen zu anständigen sit»ten gebracht. Ferner soll er dem Saturno, nachdem er von sei«nein söhne Jupiter aus Arcadien vertrieben worden, ein stück vonseinem Königreich eingeräumt haben. Nicht weniger soll unter sei.nen Unterthanen lauter gottesfurcht regieret haben. Daheroee-nach seinem tode göttlich verehret und mit 2 gesichtcrn abgebildetwurde, weil er nemlich, wie Plutarchus berichtet, sein König«reich tn emen gantz andern zustand gebracht, und seine wilden nn.terihanen gantz hösslich gemacht hat. Andere hingegen legen die-ses von seiner gemeinschafftlichen regierung mit Satürno aus. Erstwar er bey den Heyven ein Gott der vergangenen sowohl als zu.künfftigen zeit. Dahero er mit dem einen gcsichte rückwärts, mitdem andern vor sich siehet. Ja man findet ihn auch manchmal mit4 gesichter» abgebildet. Die alten Jtaliänerpflegten aufber emekrfeite ihrer münye den zwey-köpfigten Janum mid aufder andernein schiffzu prägen, damit anzudeuten, daß Daturnus zu wasserin Italien gekommen. Dieser Gott war über den ansang und dasende aller dinge gesetzt, und es wurde von ihm gesagt: daß er dasjähr öffne und wieder zuschliesse, auch daß er den eingang und aus»gang eines jeden Hauses verwahre. Wie fie denn von ihm ihr gebetanzufangen pflegten, und der erste tag im jähre ihm gewiedmet war,dahero der monat Mausrius den »amen hat. Wenn sich ein krieganfieng, wurde sein tempel zu Rom aufgethan, und hingegen zurfricdens.zeit zugeschlossen. Wovon zu mercken, daß er vor Christigeburtnur ;mal geschlossen worden, nemüch das erstemal unterNumäregierung, zum andern, nachdem aten Carihaginenfischmkriege,und zum ;ten mahle nach der bey Activ zwtsthen Augusts undMarcoAntonio gehaltenen schlachtMiewohl Vene Augustus hernachnoch zu zwey unterschiedlichen mahlen zuschlösse. Weil Janus überden ansang aller dinge herrscheie, so wurde ihm in seuic rechte Handein stecken und in seine lincke ein schlüffel gegeben. Manchmahlführte er in der rechtenhand die zahl zoo und m der Imckeu 6;, weilUuuuu; js viel