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Dairi mehr der Wollust, als regicrnngs-sorge nachhieng, jörebel»litte er wider denselben und brachte den andern staats.bedicntcnum. Die vornehmsten im Reiche, so das aufnehmen des rebelst,xenden Cudo mit eifersüchtige» äugen anstehen, griffen zwar zu denWaffen, unter dem vorwand, den Dairi zu vertheidigen, allemihre rechte absicht war, sich so viel landes, als möglich zu bemäch.tigen, und den Cudo dadurch zu verhindern, steh zum absolutenHerrn von Japan zu machen. Der deswegen entstandene kriegwar langwierig und hartnäckig, Cubo aber so glücklich, daß erendlich den großen theil des landes unter sein loch.brachte. Die»jcniqen Grossen ader, so einiges land erobert und innehalten,behielten dasselbe gleichfalls und nenncten sich Jacakas, oder Kö«nige davon. Dieses nun war die Ursache so vieler noch währendenKönigreiche. Weil sich aber der rebelstrende Cubo zu dielen Koni«gen nicht viel gutes versähe, und der abgesetzte Dairi noch beym le.den war, so verglich er sich mit selbigem, setzte ihn wieder auf denthron und er blicv StaaA-Minister, ledoch,b, daß der Dairi nurden namen eines Ober.Htzrrn und Kaysers und die gemalt dignitä.teu, titul und wapen zu ertheilen, der Cubo aber die würcklicheregiernng, administration der lanbes-emkünffte und völlige both«Mäßigkeit über die armeen behielt. Bey vieler regierungs-art istes viel ioo jähre geblieben, und Japan hat 2 Kaystr, einen demnamen, den andern der that nach gehabt. So umschränckt aber diegemalt des Dairi ist, so sehr wirb er doch von den Königen und an»dern vornehmen des landes respeckirehweil er ihrem ehrgeitz durch er»theilung gewisser ehrenstellemtitul und wapen ein gnügen thun undsie vor andern distinguiren kan.Und eben deßwegen haben die kleinenKönige stets ihre Gesandten an seinem Hofe,machen ihm jährlich rei»che präsente, auch wohl persönlich ihre aufwartunq, der pöbe! aber,der ihn selten zu sehen bekommt, hält denselben so hoch, als emengoll. Seine restdentz ist die stadt Meaco, eine von den grösten deslandes, m welcher er sich, nebst seiner gantzen Hofstatt aufhält. Inseinem pallast hat er ;S6 götzen, von denen er alle nacht einen anstatt der schildwacht vor sein bette setzen läßt,wenn er nun nicht wohlruhet, so wird der götze geprügelt und auf 100 tage aus dem pallastverbannet, alsdann aber wieder zu gnaden angenommen, und inseine vorige ordnung gesetzet. Er hat nicht niehc als eme gemablm,und so offt der Neumond angehet, muß er sich derselben j biß zumVollmond, enthalten, speiset auch so dann des tages nicht mehr alseinmal. Wenn seine gemahstn unterm zosten >ahr stirbt, so darffer sich wieder vermählen, nicht aber wenn sie bey ihrem absterbenüber jähr alt ist. Sonsten stellet die gestalt des Dsiff mehr einenwilden menschen, als Kaystr vor, weil man ihm weder haare, bartnoch nägel abschneiden darff. Seine vornehmsten bedienten werdenConA« genennct, welche derselbe als Commissarien durch das gan-tze land herum sendet, die streitigkeiten zwischen den Königen undandern Grossen des Reichs in der gute beyzulegen. Und so weit er»strecket sich das ansehen und gewall des Japanischen Dairi. Wieader einer dem andern, nach öden beschriebener Veränderung in derregierung succediret, davon findet man keine Nachricht. Nebendem Dairi, haben auch die nachkomme» des Lubo> oder würcklichenKaysers lange zeit zu Meaco resibiret und den Kaiserlichen titul ge.führet. Alle Könige des landes huldigendem Eubo, und haltenihre Gesandten an seinem Hofe, um mit demselben und dem Dairi,des landes und ihre eigene angelegenheiten zu tractiren. DieserLubo, oder wie er auch sonsten gcnemiet zu werben pfleget, Eubors-lna, ist der würckliche bcsttzer der oderwehntcn 5 Königreiche, oderDomainen, die ihm jährlich ? Millionen goldes einbringen. Seitdem I7ten leculo hat er seine rcsidentz von Meaco nach Jeho trans»feriret, und den Dairi zu Meaco gelassen. Die stadt Jedo ist sovolckreich, als nicht leichtlich eine in Europa . In der ringmauerderselben stehet ein grosses, starck bevestigtes prächtiges schloß, inwelchem der Eutzorams, oder Kaystr, stme gange familie und Hof»statt residwen. Wie übrigens die regimentsssolge derer Euborama,seit obgemeldter Veränderung, bewandt gewesen, davon findet manbiß zu den zeiken, da Japan den Europäern nach und nach bekanntworden, nichts zuverläßiges aufgezeichnet, wohl aber, daß dieNachfolger des Dairi und Luborama die regierung, obbeschriebencrMasse»,'neben einander biß an.i;6; fortgeführet. In diesem iah»re aber gieng es dem Luborama, oder Kaystr, eben so, wie esseine vorfahren dem Dairi gemacht. Dieser hatte 2 staats, bedienten,einer war Reichs.Cantzlar und hieß Mioxindono, der andere hattedas comrnanclo über die soldaten und den namen Darandono.Beyde verschworen sich wider den Kaystr und belagerten denselbenin seiner restdentz. Wie sich nun dieser nicht ergeben wolle, so zün.beten sie selbige an vier orlen an. Der Kaystr, welcher sich in äus.serster lebens.gefahr sahe, nahm 200 mann von seiner Hofstatt zusich, und setzte sodann mit entblößtem säbel aufdie rebellen an, inder absieht, sich durchzuschlagen. Der anfall war zwar verzweif»fell, allein der Kaystr muste doch, nach einem hartnackiglen ge»fechte, leben und crone im stiche lassen. Seine qantze familie wardhierauf jämmerlich ermordet, biß aufeinen bruder desselben, derein Bonze war und im kloster steckte. Mioxindono ward sodannKaystr, es währere aber die freude nicht lange; denn der noch le»bende bruder des ermordeten Kaystrs, Kovadono, entwischte ausdem kloster/ und wurde durch hülffedes Vatadono und Nodunan»ga, welche den Mioxindono und Daxandono anfbas Haupt gesthla»gen, wieder aufden thron feines druders gesttzet, und endlich auchan-1;?; von Nobunanga ermordet, welwer sich zum Kaystr auf.warff, aber gleichfals an. i;8o mit seinem gantzc» haust zu grün»degieng. Nach diesem gelcmqete an. -584 Taickosama zum Kay»serthum, welcher an. i sy8 starb, und einen unmündigen söhn, Fj.dcri genannt, unter der vormundschaffc des Daiftifama hinter»ließ. Daiftifama vermählte alidbald seine noch kleine tochter mitdem Printzcn Fideri. Wie ihm aber seldsten ein apvekic zur Croneankam, ,o verbrannte er beyde in dem schönen schlösse Osacka und
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ward Kaystr. Auf feinen an. 1617 erfolgten tode , kam fein söhnXognu , und wie dieser an. i6;i die weit verlassen , des Xogmissöhn, Torognufama zur regierung. Mit diesem starb an. , 6^8 dasgeschlechte des Daifusama aus, und stin nächster anvcrwandterQuane ward hierauf zum Kaystr erwchlel, von dessen nachkommenman weiter keine Nachricht findet. Die Unterthanen in Japan wer»den in geist» und weltliche abgetheilet. Von diesen ist der Adel deransehnlichste theil, weicher aus 4 classcn, nemlich Königen, Für»sten, Grafen und Herren, und dem gemeinen Adel bestehet. Esist schon oben gemeldet worden, bey was vor gelegenheit in Japan so viel Könige entstanden. Diese sind von den n tchkommen desLubc>, oder würcklichen Kaystrs, nach und nach wieder unter dasjoch gebracht, die eroberten Königreiche aber von den Kayserv ih»xen vertrauten, mit der bedingung, zur lehen gegeben worden,daß sie zur kriegs.zeit eine anzahl ioidatcn. aufihre kosten stellen müs-sen, doch haben sich jene das recht vorbehalten, ihnen qemeldte Kö»nigreiche wieder abzunehmen und andern zu geben. Auf solche wej.se erhalten sie gemeldte Könige in beständigem gehorsam. Der A»del hat eine unumschränckte gemalt über seine Unterthanen , diesehingegen die fteyheit, ihre Herren zu quiltiren, ja so gar die was»sen wider sie zu ergreiffen, ohne deswegen vor rebellen gehalten zuwerden. Es giebt hstx weder ordentliche Richter noch Advocaten.Bey gemeinen leuten werden die streitigkeiten durch schiedS. lenke,bey dem Adel und Standes.personen durch die Waffen entschieden.Verbrennen, umgekehrt cceutzigcn, mit 4 Pferden zerreißen, und es»nem so viel waffer in den hals füllen , biß er ersticket, sind die här«testen strafen > weiche der Kaystr, Könige und Magnaten ihren un«terlhanen, die väler aber ihren hindern dicksten. Die Könige wer«den nicht am leben gestrafft, sondern unfeine unfruchtbare HMvon einer weile groß in das elend qeschicket, die andern Grossendes Reichs aber müssen sich entweder selbst mit einem mcsser die lei»der aufschneiden, oder werden von den Kaystrlichen soldaten in th»ren Häuser» umringet und ermordet, dieses machet inkam, jenesader nicht, und das härteste bey solchen strafen ist, daß sich selbigeauch auf die bluis.unv qemüthS.srennbe der Verbrecher erstrecken.Von der relrgwn, götzemdienst und geistlichen untenhanen des Ja»panischen Reichs ist endlich noch folgendes zu mercken. Die Ja-paner haben zweycrley götter. Die ersten hallen sie vor teufet undbeten dieselben unter mancherley gestalt an, damit sie ihnen kein leidthun möchten. Die andere sorte aber bestund ehemals aus ihrenverstorbenen Kömgen, Helden und Gelehrten, ,0 sie unter die gök«ter gesetzt, und nur um die qüter dieses ledens zu bitten pflegten,weil sie von einem künffttqen nichts wüsten. Jetzo aber sind nebstvorherqemeldlen, ihre vornehmsten gotter Amida und Xaca. Die»strXaca ist ein boßhaffter und arglistiger mensch gewesen. Ansang«sich lebte derselbe in China , und die Japaner wissen viel lächerlichefabelnden seinem Ursprung zu erzehlcn. Seine begierde, sich inder well groß zu machen, brachte ihn endlich dahin, daß er eine neuereliaron erdachte und denen Chmesern viel von einem gott verschwatz«te, den er Amida nennete. Weil er aber in China wenig beyfallbekam, so wandle er sich nach Japan . Allhier gab er vor, er wü.sie weit vortrefflichere götter, ais die Japanischen , welche Foto»anen hiessen und einen zum vberchauvt hatten, der Amida geiiennetwürde, und die menschen nach diesem leben erst recht glücklichmachte. Die Hoffnung eines kunffttgen glücklichern lebens machtedaß Xaca grossen anhang bekam. Unter den vielfältigen fabeln ,die er den Javanern weiß gemacht, ist die transmigration der sie«len eine der vornehmsten. Denn er gab vor, es muffen alle stellnS 4000 malm diecörperder bestim paßiren, die stelln der grobenft'mder aber 7 mal in die cörper der schlangen und saue kommen.Wenn sie nun i» bicstn busse gethan, und sich von ihren funden ge.remiaet hätte", so kämen sie m die cörvcr der ochsen, Vogel, fische,ja so aar in die bäume, vlöcketen / sängen, lchwämmen und blühe,ten mit denselben. Endlich aber wenn die jeele so vielmal tranS»formiretwäre, qelangelesiciNiAenweiffenelepbantm, und folg.ich zu ihrer vollkommenen glu-kseligkeit. Und eben deswegen sinddw weissm eleganten bey den Indianern m so grossem ansehen.Die aedeimnisse seiner reiigivn hat Xaca, nach dem vorgeben derBvmes in r°°->bücbern geschrieben, und die erklarung derselben ,0von seinen vertrautesten hinterlassen, welche die lehre des Xacafort» und ihn selbst unter die gotter gejetzet, jedoch also, daß sie demAmida vor ihm den vorzug gelassen; wie denn Amida bey ihnen mso grossem ansehen ist, daß sie glauben, er tonne ge beständig g uck«ich machen, wenn sie nur zum offtcrn sprachen - glücklicher Ami«da mache uns selig. Vorgelochte vertrauten des Xaca sind die uc«hebtt der sogenannten Bonzes, oder Japanischen Priester, die stehnach und nach bey den eimvohnern in ,0 grossen -^ gesetzet, daßsie den grösten reffet von ihnen haben, theils von wichen Bonzesebeninven städten, theilsaufdem lande , theils aber m gewissenklöstern So sehr sie aber in den gründ»/ätzen ihrer religwn , undfolalicl, in Knff fetten unterschiedet, sind, so kommen sie doch dämmL in daß si s h des ehelichen lebens, -eisches und fische ent«llalke, 1^ ihre haare au köpfte» und harten glatt abscheren lassen, undLL l ch M Die vornehmsten stücke ih«
res amts sind predigen, beten, opffern, die ,uge»d unterrichten,n.m i- / iE,i deaeabe,>. Von den todten haben sie den gröstenvrokl , indme das gemeine volck in den gedancken stehet, die stellnchrer verwandten wüsten in jenem leben noth leiden , wenn sie denVorige; in diesem nicht reichlich aümost'N gaben. Es giebt auchmttde tlcmres, welche in den gebuegen wohnen, und diese übenbm einer gewissen walftahrt die groste tyranney gegen diev.lgrimeaus womit es folgende bewandmß hat. In der staot Nara ver«sich jährlich an einem gewissen läge mehr den i°°o ver,o«nen^diest thun über unwegsame und wüste geburge eine wallfahrtvon'una sehr 7; FrantzösiLc weilen zu einem tempel des Xaca.
AtzA werben M von obgemeldten wilden Lcmr« gesnhret^biß