Band 
Zweyter Theil
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896 iap

Die LE» !?d 7 /!pitze desselben einen eismien balcken vestegemackssd r ohuqefchr; clen lang hervor raget , und welchen sie mit der gro.»en aeschwmdiqkcit zurück nehmen können. An dem ende die,esHackens ist eine wage mit-schalen. In eine derselben wird einpilgrim qcsetzet, in die andere aber em gewM geleget, und derDalcken sodann mir den waq.,chaalen über den felsen hinaus gescho.den So bald der pilgrim also zwischen Himmel und erde hangt,so befehlen ihm die öonrer, baß er alle seine fünden mir lauter slim«nie beichten und bekennen solle. Wenn ihnen nun an solcher deich,tc das geringste mißfällt, ,o schütteln sie den balcken, an dem die wa.ae hänget, dergestalt, daßdie schale, in welcher der pilgrim sitzet,die überwicht bekommt, und sich dieser von der entsetzlichen hohem tobe siüctzen muß; stehet ihnen aber das bekaimtniß des pilgrimsan, so ziehen sie den balcken wieder zurück, lassen diesen heraus undsich einen andern an seine stelle setzen. Diejenigen nun, so ausDiesem gefährlichen beichtstuhle davon kommen, werden sodann invbgemeldten tempel des Laca, und von hier durch einen augeneh»wen weg wieder zurück nach Nara geführet. Alle Lonrc; habenein souversines obcr.hauvt über sich, welcher Jaco oder Laco ge.nennet wird. Dieser rcsibirct zu Meaco, hat ihnen absolut zu deseh.teil, ihrcreliglvns.strcitigkcilcn zu unternichen, einen auSspruch inselbigen zu thun, und ihre glaubens.articul zu erklären. Er erwch.lcl die Puncte -, welche die fachen, so von geringer Wichtigkeit sind,entscheiden, und den Ertz . und Bischöffcn gleichen. Da nun dieD.ierarcbie der Japaner ,o ordentlich cingcrichlct gewesen, sodarffman siel, nicht wundern, wärmn die Christlichen Mißionaricn beyihrem unternehmen von dieser so grossen widerstand gefunden. Dererste, so sich angelegen senn lassen, die Japaner zu Christo zu bckeh.reu , ist 8. Franciscus Lavier gewesen. Dieser langete an. 1,49in Japan an, wohin ihn die Portugiesen, die an-154-das erstemal m Japan gewesen, brachten, und predigte das evangcliumvon Christo mit solchem Nachdruck, daß sich in knrtzer zeit viel 1000Japaner lausten liessen. Hierzu konten die Lonrn, ihres imeressewegen nicht wohl stille schweigen, sondern fanden endlich, nach viel«faltigem vergeblichen disputircn, einen weg, den Kayser Dassusa»ma zu bereden , daß die Christen an. -6-6 auf einmal überfallen,und theils jämmerlich ermordet, theils wieder Heyden zu werdengezwungen wurden. Mit welcher graujamkeit auch die nachkom.me» des Dalfusama dergestalt fortgefahren, daß sich weiter keinChrist in Japan darff blicken lassen, und die Holländer, so dahinhandeln, aufbefragen, ob sie Christen wären, sich mit der antwort,sie waren Holländer, durchhclffen müssen; wobey aber zu mercken,daß in dem verstand der Javaner und nach der meynuna, welchesie einmal gefastet haben, der name Christ nichts anders bedeute,als einen solchen Cathollschen, welcher dem Römischen Pabst sichdurchaus unterwirffet, und dessen obersten gcwall über weltlicheKönige und Fürsten biß zu dem recht der entseyung und Versteifungerkennet. 6>.^<biK.cic I'egIise clu fauon.

cle reg. (Kiene. bitt. Inst. ^tL^clelcr.Inll. Orient,

lib. ; 8c 4 epiK. Lmballacie cl« ttollsnlloiL cn ffspan ;lckaubukne.

^apara/ eine Ost'Jndianische stadt und Königreich aufderinsul Java, an der nord.küstc, worbey ein guter Hafen ist.

OK Inciian reileb.

japhct / war des Noä söhn, der zugleich mit ihm in die archegicng. Er war älter als sein bruder Sem, wiewohl einige mit demAugvstino Sem zu dein ältesten machen. Als sein vatcr starb,theil,te er ihm dielen fegen mit: Gott breite Japhet aus / und ermüsse wohnen in den Hütten Sem, und Lanaan sey seinkriecht. Welches die auslcger auf unterschiedliche art erkläre»,undgrosse geheimnisse darinnen suchen. Japhct hatte 7 söhne,wiewohlnur - von ihnen, nemlich Gomer und Japhan, wieder kinder hat-ten. Man sagt, daß sie sich von dem berge Taurus und Amanusrn Cilicien an, biß an den fluß Tanais in Asien , und von bannenbiß an die meer>enge Gades, oder wie der ort jetzo heißt Gibraltar ,ausgebreitet haben. Daher von ihm auch die occidcntalischen völ.cker und die Teutschen ihren Ursprung herführen sollen. AuSdiesem Japhct scheinen die Poeten ihren Japet gemacht zu haben,als von welchem sie melden, daß er ein söhn des Himmels und dererde, unter den Thessalicrn sehr mächtig gewesen, und mit der Nym-phe Asia, Hespcrum, Atlanten,, Epiinelheum und Prometheumgezeugt habe. anncj. I. 1. in ckron.

Lc an. 8. vee. eeKam. xeogrgpk. kscra.

Rapides oder Iapodes, waren alte völcker, deren Diony.sius Halicarnassensis, Strabo, Plinius und andere gedencken. Ins.gemein wird davor gehalten, daß sie in derjenigen gegend gewohnt,wo sich heutiges tagcs das Hertzvgthum Crain und insonderheit dieWindische Marck besindel. Sie hatten sich durch ihre tapfferkcitbeyden benachbarten formidabel gemacht, und über die Römerselbsten erhielten sie zweymahl innerhalb -c> jähre» nicht geringeVortheile. Dieses bewog den Kavser Augustum, daß er ä. V. 720in ihr land, welches Japjdia genennet wurde,mit grosser macht ein«fiel. Allein sie wehrten sich als verzweiffclte leute, wollen auch zu.letzt, da sie sich übermannet sahen, Ueber insacsammt durch dasschwerdt oder durch fcuer umkommen, als der Römischen dienst,barkeit sich unterwerffen; dannenhcro sie fast gäntzlich ausgerottetwurden. 8t^so lib. 4. 7. K/<„. >,b.; c. 18,19. >in Ill^ric. Oeckckr. geogr. sneigu. p, 69, 70.

^aquelot/ ( Jsaac) war zu Dass», einer kleinen stadt in Cham.pagne, den i ü dec. an. 1647 gedohren , alwo scin vatcr bey der Re»chrmirten kirche Prediger war. Er kam gleichfals zu diesem amte

iaq iar

in dem ri jähre seines alteers. und führte sich dabey so aus h,- u.»unterschiedene kirchen m Franckreich zu ihrem paiwre rer,Im,.snAls das edict von Nantes m Franckreich aufgehoben wurde l 2er sich nach Heydelberg, woselbst die verwittwete Chur.fürsij,der Pfaltz gar sonderbahre zeichen eurer Hochachtung gem, hn Lren ließ. An. -686 kam er nach dem Hang, und weil die rr 2Holland deschlosteu hatte,- FrantzolischePrediqervvn denvmmi ,.nen aus Franckreich zu unterhalte»,fiel die wähl auf ihn,da erallezeit den letzten lonntag in einem jedweden mvnak des mor2frühe predigen muste, weiches er mit grossem zulauff verrtcdl-Da nun auch der Konig von Preussen ihn einsmahl hd u,bericff er ihn zu seinem ordentlichen Frantzösischen Ked »nach Berlin , woselbst er auch den i; ocwbr. an. 1708 a .gestorben ist, da er eben über einem werck von der götllichkeit d.heiligen schrifft begriffen war. Einige zeit vor seinem ende ame ber mit dem berühmten Bayle in einen hefft,gen streit, nachdem edenselbiqen in seinem lractal, den cr conlormue clelaioi ^ ,,raikos nennet, angegriffen. Sonst hat er sich auch durch seine hjs.scrtation Kir l'exiKence cle Oieu bekannt gemacht. Einige habenihm auch das buch, so den titul führet: Xv>5 Wr le eabi-ru siu 80.cinisniime cle Kir. ^urieu beylegen wollen, wie er sich demnvmck,lich deswegen für dem hmollo zu Leiden an. 1691 veranlworlenmüsse»; er hat aber beständig geläugnet, daß er dasselbe verfall,get. nouvelle cle I» republiczue äer lerer« moir cle ciecembr

paß. 686 Lc kecz.

'Jaquerie , siehe Iacquerie.

'Jarauna/ ein in der Provintz Dauria an dem flußM,gelegenes festes schloß, welches mit Cviaüen besehet ist, und dmRußischen Czaar zugcbörct.Dle Heyden so in dieser gegend wohnen,werden Konni Tungusi genennet.

'Jarchav/ war der gelehrteste unter den Indianischen W-losopkir oder Brachmancn. Insonderheit war er ein unvergicich.Ilcher sternkündigcr, gleichwie Hicronymus berichtet, und zugleicherzehlet, daß Apvllonius Thyanäus in Ost Indien gemset sey, ihnzu sehen, da er ihn denn aus einem güldenen stuhle sitzend, und sei-ne schmier in der stern.kunst unterweisend angetroffen habe. Phile,stralus meldet, daß Jarchas Apollonium mit 7 ringen bcschenckct,welche» er die namen der 7 Planeten gegeben, damit er aufeinmjeglichen lag in der woche einen besondern tragen möchte, weicheringe mit einer magischen und wunterthätigen krafft begäbet ge<Wesen. ss.

^archi, ( Salomon) ein berühmter Rabbi, sonst Nabbl Sa-lomon Isaacidcs , oder nach den anfangs buchsiaben Nasch,genannt, war von TroycS aus Champagne gedürug. Er fiengim zojahre seines allers zu reisen an, kam in Italien , und Wdar in Griechenland, Jerusalem und Palästina. HierauswaMeer sich in Egvptcn, woselbst er sich mit dem Rabbi MaimoMSbekannt machte. Ferner that er eine reise in Pcrscnland, jy dieTartarey, in Moscau, und in andere mitternächtliche läuder, u»dgicng nach 6 lahren durch Teutschiand in sein Vaterland zurück. Ervcrehlichte sich nach diesem, und hinterließ; töchter, welchem soviele gelehrte Rabbinen verdevrathet wurden. Er starb endlichzu Troyes im 74 jadre seines alrcrs, und sein leichnam wurde inBöhmen geführet, allwo man ihn an. i,8° zu Präge begrabeii.Seine dücher werden bey den Juden sehr hoch gehalten, woruntersein cornmenrariur über die heilige schrifft und über denTalniudisi.Wie denn auch einige seiner schussle» m das Lalem sind übcsschelworden, worunter sein commenrariur über den Joel , Obadiain,Jonam, Sophoniam und das hohe lieb Salomonis. Es wirdauch von ihm gerüdmct, baß er m der aslrologie und mediem webterfahren gewesen, bibl. Kabbln, KlK. cni. veu rett.

bibl. Kabbln. mrrocluKlo »ci blK. pbil. ebr. p. 117.

l^KVIdg8 ( Franciscus äe5) ein sehr berühmter bildhaucr,bürtig von Breda, welcher unter andern wcrcke», die sehr hochgeschätzt werben, die vortreffliche siatue des Königs Ludooici Xir ,aufdcm sogenannten platz ller VlKoirerzu Pariß, verfcrliglhol-Er starb an. 1694.

ff^KOiK8, ( Maria Catharina äer) eine Frantzösijche f>E>welche sich durch ihre romane» bekannt gemacht. Sie warAlciicon, einer kleinen stadt in der Normandie gebvhreu, wojkWihr vatcr amtmann >var. Als sie das r 9 iahr ihres allere cmia'ei,und wohl sahe,daß sie in ihrem vatcrlande wegen ihrer armuliM^würde forlkommc», wandte sie sich nach Pariß. Wsil !>c>mrgiiteni verstände war,brachte sie sich daselbst gar bald in kmwleM lda sich denn KIr. cle Villc - Oieu ein woblgcwachscncr von aifand, der sich mit dieser lles ^arcllns bekannt machte, lie, sogleich nicht schön war, zu lieben bcgunle, und endlich gw eyrthcte. Allem weil selbiger bald darauf verstarb, begab !>e Wein klostcr. Jedoch gieng sie bald wieder heraus, und oerMthcte sich zum andern male mit KK. cle la Chale, Araber ckmibald versiard. Hieraus entschloß sie sich,mchtwlcbcr zu be "wo /hingegen ihre übrige lebens-zeit m der galantem ruzubrny «>, >chcs sie auch bereits bey ihrer mäuncr leb-zeilen loU golhan t'ti 'Insonderheit wustc sie ihren galancu vccs iveist zu antwom -starb endlich an. 1684. Ihre romancn sind ,

annsles palanre; ; saiaurecie; gren^ciine;; exiiec oe is ^ . .guibe ; Ie5 clerorclce; cle l'amour ; porccair lles soibleiie» uliebst „och vielen andern,welche in mebrern kleinen bckavwaisamme» heraus kommen sind. Ihre schrcib-art iowob 0findiiiigcn ivcrdcii für sehr artig und nngeiiehm geachtet, ' ^ Ksie durch solche kleine histörichcn die alle weitlauffligeroma -che diß zu ihrer zeit gar sehr die mode gewesen, EH»»' V ,

' ' vic cl^auleur-krancoid ,

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