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Pruth, oder ;o Meilen von den Polnischen gräntzen. Sie bat ei.ne gute vesnmg, und ist der Fürsten von Moldau refidentz. Die Cv.sacken eroberten sie ehemals, nach der M aber haben die Türckeneine starcke deiatzung in dieftr stadt gehabt- Nichts destowenigerwurde sie a. iS8a von demKönige m Polen auf seinem marsch gegendie Tanarn erobert, und darauf mit einer ZLrmlon versehen.' Alsaber noch vor seiner zurückkunfft ein feuer darinnen entstund,welchesden meisten theil davon verzehrte, nahm er seine mannschafft vonDar wiederum weg, und überließ den Wallachen die stadt, sie wie»der aufzubauen.
'Java, eine grosse Asiatische insul auf dem Indianischen mee.re. Die ist von Sumatra durch einen arm von der see adge»sondert, welcher die meer.enge des Sunds genennet wird, undden benachbarten insuin den namen gtedet. Sie war vorzeitenvielen Fürsten unterworffen, und in y Königreiche zertheilet, wci»che waren Banlam,Iacatra, Japara, Tuban, Jortan, Passar»Van, Panarucan, Balambuan und Maceran, deren jegliches einestadt gleichen namens hatte.Anitzo aber sind nur rFürstcn darinnen,uemlich der von Bantain, und der von Maicran, welcher ein Kay»ser von Java litutiret wird. Das land ist über alle Massen frucht-bar, sonderlich an gewürtze, und hat einen grossen Überfluß anPfeffer, bcnzoin, zucker, wie auch gold.und crtz-gruven. Diehaupt'stadt von der ganzen insul ist Maieran, so grossen Zuspruchvon den Engel'Und Holländern hat, welche letztere sich an.1617meistes von Iacaira gemacht, undden orl Balavia genannt ha-ben , so anltzv die residentz des Gouverneurs von der Ost-JndischencompsZme, und die beste vanck in Indien ist. Die meisten ein»wohner dieser insilhsindMahomctaner. Die südliche gegeno davonist noch biß unentdeckt. An. i;;i war hteselbst Odericus, einMünch, weicher meldet, daß diese iustil ;ooo meiien in ihrem um-fange gehabt, und in 8 Königreiche eingetheilt gewesen, welcheaber alte unter, einem Haupte gestanden; desgleichen daß sie vollerAnwohner, und eines der reichste» Königreiche der weit, auch derKönigliche pallast mit bunden gold-und silbernen steinen gepflastertgeweien, und daß gedachter König allezeit die Tartan, geschlagen,wenn sie ihn angegriffen-/«er,-.r im. i. kütor. Inclics IP,
c. ,7,20. siehe Vemtam.
"Xavalguito, ein ort im Königreich Andalusien , bey Iaengelegen, so an. 1607 vvm König Philipp m mit dem titul einerMarggrasschafft zu Misten deS O. Manuel sse Benarides beehret
hat- *
"Javan / Iaphets söhn, wurde ohngefehr 4 oder s jähr nachver sünvfluch gebohren. D>e Ionier und Griechen sollen seine nach-kommen seyn. Er hinterließ 4 söhne, Elisa , Tharsis, Kithmrund Dodanim, von welchen die gelehrten unterschiedene voicker inGriechenland herleiten '.vollen, so aber fast auf mulhmassungen nurhinaus laustet. 6 s». c. ro. A. li^. r§;r n. 22.
MsieZ. in c. 10 Cenek.
Javarm/siehe Raab und Navariiio.
'Jauer / daS Fürstenthum, ist eines der allerconsiderablesten ssigans Schlesien, ,ö die gräntze mit Böhmen und Lausitz hält, daes von jenem das hohe Riesen-gebürge, von diesem der Queiß ent»an der andern feite stdsset es an die Schlesische Fürstentbü" Es hat 4 Weich
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8SS
nehmen Adel, und lreivi nmul» ....
ligten leinwande» und schieyer. Vor alters gehörte das IaurischeFürstenthum den ersten Hertzogen von Breßlau und Liegnitz , nachHenrici 11 tod ader an. ,24t behielt es sein söhn Boleslaus ll dA-vus. Nach ihm gelangte es nach und nach an seinen jungem soh»!slaum Lloriokum oder Bolckonem I, welcher auch das
letztem, sojan. 1; s8 »arv, w;rvee . , ,
»er wittwe Agnes, Ertz-Hertzogin von Oesterreich , auflebens»!a>ig mit gewissen conditionen überlassen worden, worauf, als siean. izsr gestorben, selbige völlig, vermögedes mit dem KayserCarolo I V, als er sich mit Henrici 11 des letzten Hertzogs von Jaucxerb.tochter Anna vermählet, geschlossenen trackaten, auf ihren- - Von welcher zeit an diese
ero-rocyrer A»„u v..,
söhn den Kaystr Wenceslaum gefallen. ..
beyde Fürstenthümer unseparirt stets beysammen geblieben, unddnrch einen vollmächtigen Königlichen Lands. Hauptmann regieretworden. Sie sind auch die eigentlichen güter eiues Cron-Prm-tzen von Böhmen . Sie haben ein juäicium msppeüsbiie, dasrothe sieget genannt, bey welchem der Landes-Hauptmann pxäsi-
diret.
"Jauer / vor alters Jawor / lat. ffaurovi» , die Haupt-stadtobgemewten Fürstenthums, liegt 7 meilen von Breßlau, und;bon Licgnitz, in einer angenehmen ebenen gegend, da eine messeLarhinter sich schon das Riesen-gebürge nach und nach anfängt. AlsSchlesien unter die söhne des vertriebenen Hertzogs Uladislai an.ZiS4 getheilet wurde, war sie schon als eine stadt mit pfäien um-schlössen, und bekam sie der Hertzog Boleslaus 1 /ckms, bey dessennachkommen sie auch geblieben, wie sie denn an. 1244 sein urenckelHertzog Henricus lll von Breßlau besessen, und ihm die FürstlicheKurz zu seiner beständigen wvhnung erwehlet und erbauet, von demAe an. 1266 aufSenrjcum 1'robum, und an. 2290 auf HenricumV Lrsckum zu Breßlau und Liegiutz gekommen, welcher diese stadtnnd andere seinem bruber bein Hertzgge Boickoni adgetretten. Die-se stadt ist mit starcken mauren und einem graben befestiget, undKüsset ein dach, die wütende Neisse, darbey vorbey. Vor deinbreyßigjährigen kriege war sie wohl bewohnet, und angebauet, und
trieb einen grossenleinwandt Handel, daher auch noch die Schiesi.scheu leinwandte in HollandJaurische iinnen genennei werden. Al-lein als von an. 1S4S an die Schweden die stadl >nne hauen, ka-men an. 1648 die Kayserlichen aus Liegnitz dnrch eine kricgcSIisthinein, plünderten die Häuser, und steckten sie in brand, wodurchdie gantze stadt samt der bürg in die asche gelegt wurde, von weicherzeit an sie ihre Nahrung verioycen,«nd sich nicht mehr erholen tönen.
An. iS48im Westfälischen frieden bekam sie die freyheit, daß ei-ne Lutherische Arche in der Vorstadt allda möchte erbauet werden,worzu auch an. 1708 nach der Aitranstädtischen conventtou einsschule kam. In der bürg oder dem schlösse hat der vvllmächligeK ö»mgiiche Landes-Hauptmann der Fürstenthümer Schweidnitz undInner seine residentz. O/r-Lk/st 1 E. Volon. ppLjtz-lss'jcKron. 5 ll-s.
LüeüoZr. tttiönix reälvivus clucsr. 8uiän. Irm-
rov.
"Javersac / war einer von denen, welche mit in der contra»vers zwischen dem Balzac und dem Pere Goulu intereffirel waren.
Er war aus einer kleinen stadt vhnfern Angouieme gebürtig, giengaber nebst einem buche, so er einen Osscours vesAnstarque an bei;Nicandre in lituliret, und welches er wider den Phyllarchuni undNarciffum (unter welchen namen der Pere Gouiu und Balzac ste-cken) geschrieben, nach Paris , wiewohl seine crmgue nicht weither ist. Er wurde allda in seinem bette mit prügeln, dcgcn undPistolen angegriffen. Allein weil er jung und munter war, ergriffer seinen degen, verfolgte seinen feiub biß auf die gaffe, und wehr»te sich dergestalt, daß jederman von ihm redete, wie wenigstensKe fach von ihm und seinen freunde» namentlich von Sorel m derLibllorkc^ue krrmMfe erzehlet wird« Nichts destoweniger wurdedie fache nach diesem gantz anders referiret, in einer schrifft, so dentitul führet: ba cleknne ssu kaisssm laverlac, als »ach welcher dergule kerl bey keiner gar ehrbaren gesellschaffl in seinem bett von bc»nen prügleren sollte angetroffen worden seyn , und deren streichebiß aus ende m>t grdster gedult ertragen haben. Jedoch hat solcheerzchlung grossen schein einer fabel und verleumbdung. Man schrie»be solche dem Balzac zu , deine auch Javersac wegen ansiifftungder prüglung sechsten schuld gegeben , da Balzac so gar in dem ti»tul vdgemeidker schufst die fach gern auf den Gouiu, oder wie erda redete, auf die LNies Li. conteäersr clu krmce »es teuill« hatteschieden wollen. Andere entschuldigen so wohl den Gouiu als denBalzac. Dieses ist gewiß, daß Balzac, als er aufdas todbette kam,und sich erinnerte, wie er in leinen ersten jähren um dem JaversacHände! gehabt, einige seiner freunde zu ihm geschickt, und ihn zusich erbeten. Als nun Javersac zu dem sterbenden Balzac gekom»men, hat er ihn mit grosser fteude umarmet, und haben sie sichalso mit einander vertragen, weiches den Javersac dergestalt be»woaen, daßstr solches mit weinenden augenzannahm, und ein ton,nermacme, um seines freundes tob zu hetrauren, bihl.
kraue. *
"Zavolmus oder Iabolenus kril-M, ein berühmter stechts»gelehrter unter Tra;ano,Hadriano und Ankvnino l'ic), der auch dennoch berühmteren Salvium Julianum zum lehrjünger gehabt, undihme so gar in Verwaltung derer wichtigsten ämteren und provin»ken mit seinem rath an die Hand gegangen. Gleichwol)!«, wäreer zu zeiten von seltzamen und fast thorechten einfallen; dessen zueinem muster dienen kan, was Plinius der jüngere erzehiet: Ais
_ ... .. - --.^ ^r einer
wollen, und
v>mu»,u>w ..hätte dieser
Priscus Jadolenns sich zum gespolt anstellend, als ob er meynte,man woll von ihm reden, den vers unterbrochen, und darein ge«Nissen - Leo vero von jubeo; da dann die unerwartete, aber zu»gleich ünzeitige und unhöffliche bomssse bey den anwesenden grossesaelächter, und dem guten Passicno ohne sein verdienen zienilicheirschtmpff und beschämung zugezogen. Plinius giebet bey diesemMaß zu erkennen, wie man sich wohl zu verwunderen habe, daß ei.ne solche personzso viel von denen rechten raths gefragt werde; kla-get Vene auch deutlich der leichtstimigkeit an. Die schrifften so vonihm m corpore juns angeführet, werden, sind: Lx c-Mo l. 1;.Lä klaul'mrrr l. z. kpittolLrurn 1.14. epitt I. ü epssl. 1 s
rtrsL äe clsr. AeZ. Inl. l. 1 c. Z2. vlr« 1. L1. I. iü-. ^
"Tavols/ Iavoup / ^nsserisum , Liv'.tÄ! 6sbs!itsns, istzwar nunmehr ein dorff 4 stund von Wende gelegen. Ware abervor diesem die Hauptstadt der Gabalen und sitz desBsschoffs zuMen«de, oder im Gevauvan. Man hat allda viele alte muntzen, auf-schrifften, wvtcnkrüge rc-herfürgegraben. ^
Jauregul / (Jan) ,st derjenige, ivelcher Printz Wilheknien vonOranien Lurch einen pisivlen-schuß meuchelmörderisMer weise auSdem wege zu räumen trachtete. Er war von Bilbao aus Biscaia ge»durtig, und kam an. 1682 nachAntwerpen,all>vo er bey einem Spa-nischen kauffmannCasparci'Annastro in dienstetrassund selbigen diedrieft copirte-DieserAnnastro-weil er eine zeither sehr unglücklich inseiner Handlung gewesen,»nd-gmöthjget befand auszutretten/woserner sich nicht durch ein ausserordentliches irilttei sich rettete, geriethungefähr mit einem seiner landes-ieute Petro cle Zsimca, so dazu»mäht zu Lisbon Handlung trieb,in eine vertrauliche corresponbenn.Dieser rieth ihm, er solle den Prmtzen von Oramm ermorden, undversicherte ihn zugleich, daß er bereits mit dem Könige in Spamenseinetwegen eine schriffcilche capitulalion geschlossen, inhalcs derenihm selbiger, wann er gedachten Prmtzen würde ermordet haben,24000 ducaten m sssdcr.müntze oder an einkünfften,nebst einer Cvm»mendercy zu S. Jacob und andern ansehnliche,1 bedienungeii zu ae.den versprochen. Annastw beliebte dieser, Vorschlag, wess ^ Maber selbst auszuführen sich mehr qetrauete, überredete er diennseinen handels-diener Jamegui, welcher ein junger verwegener undn theil. 2 zugleich