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an. 164; erfolgtem tode, wurde er aus dem gefäugniß hervor gezo»gen,und auf den Türckischcn thron gefttzet. Er »erneuerte bey an»tritt seiner regierung den frieden mir den Christlichen Potentaten;jedoch als die Maltheser-galeren unter dem Ritter lls Bois-Bau»drand zwischen Rhodes und Alcxandria seine schiffe angegriffen, undeine von seinen Sultaninen gefangen bekamen, entschloß er sich, sol»ches an Maltha zu rächen, änderte aber nachgehends fein vorhaben,schickte seine armee nach Canbien, weilen wenigst die Malthesi»sehe schiffe mit ihrer gemachten beut allda eingelassen, und einigefachen verkanffct hatten, aus welcher ursach die Veneltaner sich her»nach sehr gegen die Malthefcr beschweret haben. Die armee Jdra»hims nun bemächtigte sich der inful 8. Theodor», eroberte Caneaund Suda, welcher krieg denn mit abwechselndem glücke geführekworden, und sich nicht eher als mit der eroberung von Candia ge»endiget hat; wvbey die Türcken jedoch eine unzählige menge volckverlohren, auch sonderlich zu waffer und in den see-schlachten un.gemeinen schaden empfangen haben. Mittlerweile machte er sichdurch seine grausamkeit und Wollust bey jedermann verhaft,daß end»lich die milch nebst den Ministern wider ihn conspirirten, denMuffti auf ihre feite zogen, und den ansang mit des Groß-VeziersHinrichtung machten. Darauf erregten sie den r; jul. an. 1648einen großen tumult in Constanttnopel, darinnen er von dem thro»negestossen, und wiederum in »ein voriges gefängniß eingesperret,sein söhn aber Mahomet I V a» seine stelle gefttzet wurde. Balddarauf ward er, auf seiner mutter bewilligung , den 27 juiiiMit einer bogen-sähne strangUliret. Ackere»--;. Lonrin. cle cttslco.cooll. *
Ibrahim / ein Vczier und des Türckischen Kaysers Soly»manni H favorite. Er war zu Genua gebühren, und kam durchannehmung der Türckischen reliqion bey gedachtem Herrn sehrhoch. Man sagt gleichwohl, daß er noch immer viel gunst vor dieChristen im hertzen behalten, daher er verursacht, daß an. is;r dergewaltige zug der Türcken wider Ungarn und Oesterreich gantzfrnchtloß abgelausten, auch soll er hernach um den »Sultan von denChristen abzuziehen, den krieg wider die Persianer gerathen ha»den. Weil aber selbiger übel ablieft. und man ihm schuld gebenwolle, als corrcspoiibirte er mit dem Kayser Carolo V, auch noch ü»bcrdiß ihrer viele den Ibrahim wegen seines grossen anfehens be»neideten, worunter sonderlich die Sultanin Rorana war, so überre»dctc selbige den Kayser, daß er ihn aus dem wege räumen solle.Weil er aber geschworen hatte, daß sein favorite bey seinen lebzeitennicht getödtct werden solle, so ließ er ihm unterdessen, da er schlieft,an. 1546 das leben nehmen, weil der schlaff auch eine art des todeswäre. ccmün.
"Ibycus / ein Lyrischer Poete aus Griechenland , so in derKosten Oymp oder im ri4 jähre der stadtRom berühmt war. Erschrieb viel bücher, von welchen Henricus Stcphanuü einige U-sA-menrs zusammen gelesen hat. Man sagt, daß er von dicben ermor»
det sey, und daß er bev seinem tode die um ihn herum fliegende äl»-.viianim rme reitlana her»
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verfertigte viel herrliche wercke darinnen. Kitt. ä«
iconocistter.
lLLdll, Wen nach Camdmi Meynung die alten einwohner inSuffolk , Norfolk, Cambribgeshire und Hunkingdonshire gewesenseyn. Sie waren ein starck und kriegerisches volck, traten mit denRömern in eindündniß, zerfielen aber letzlich wiederum mit densel»ben , brachten eine armee zusammen, und verschantzten sich. Al»lein fie wurden von den Römern an demjenigen orte, da ihr lageroffenstund, angefallen, und nach einem täpffern widerstand ge»schlagen. Ostörius war zu derseldigen zeit der Römer General inBritannien. c!-W./-nr Lrie.p. ;54.
ic»06I.Ldl8, sind des Groß -- Sultans pgZen in dem 8ersxk,o»Der name kömmt her von tck, welches in heißt, und oZisn, einEs, und heißt also gleichsam so viel, als des innern vallasts.
Die Türcken pflegen aus einer politiicden maxime ueber Christen»ickaven, als qebobrne Türcken zu ihren dicnsten zu gebrauchen; wer!nemlick, «elbiae alle liebe ihrer freunvschafft und Vaterlandes verloh»ren haben, und also nichts als ihrer Herren Ereüc suchen. Siewerden auch zu den grösten Margen m dem Reiche befördert, nach.dem man sie tüchtig findet. Etliche sind zu Aga über d,e Späht,oder r-i Generalen über die cavallerie gemacht worden, welches,nächst des Groß'Veziers, des Muffti und Bostangi stelle die wich.tigste im gantzen Reiche ist. Daher werden auch die lckoAlsm mitgrosser sorgfalt in den Ser.agiien zu Per«, Coustantmopc! oder A»drianovel erzogen. In dreien; Vollasten haben sie eine olla, odereb en gewissen ort, wvrinnen allerley lchrmeister sind, die sie in densv achen, q setzen des alcorans, reiten, schiessen, kr.egs» exemtien,und wom sie selbst tust haben, unterrichten. Ihr ober.aufjeher istqnmi.ch '''aller bedienter aus dem.-^-o. Lsp^Ls genant,welcher sie mit ungläubiicher sirenglgkell zu ihren Übungen anhalt,auch die geringsten verbrechen mit der ts?sLs ober abprugelunq derfuflsodlen bestrafet, oder ihnen davor schimpfliche und verdrußlichewercke zu thun auferleget. Wenn sie ein starck «ercmum vorneh»men wollen, so schürtzen sie ihren llolimsn oder rock unter dem gur»ttl auf, daß man die Hosen sehen kan, welche von groben luche^dervon Wen, die wie gemsenPauke zugerichtet, gemacht sind. Ihrevornebmste kost ist reiß. Vor dem 4°sten ,ahre gelange» sie zu kei»nen änue n, es sey denn, baß der Sultan d.ßfalsemem oder demandern eine sonderbare gnade erzeigen will- Kkerno-rn ll-tton-
del sey, uno oa>! ervcv ..
siern gebeten, davon Zeugniß zu geben. Als nun eine Zeitlang her»hack) einer von diesen Meuchelmördern einige älstcrn geseben/sö habeer zu seinen gesellen gesagt: sehet/ hier sind die zeuczen vonIbyci tode. Dieses sey vor die obriqkeit gekommen, welchegleich solhane mörder einziehen, und aufdie solter bringen lassen, dasie denn die that gestanden, und gehenckct worden. Daher kam dassprüchwort: Ibvci gruez, welches von gortloftn lenken gebrauchtwird, deren heimliche übelthaten an den tag kommen, /'ä-rs ksr-En. 4 Tute. lid. r. lib.zü. c,
insclsA.
'Icarra/ ein berg in Attica, dessen einwohner von den Egäernentwroffen, und die ersten waren, welche dem ösccllo eine ziegeopfferlen, .weil selbige die Weinberge beschädiget hatte. Unterihnen hat die alle art von comödien und tragödien ihren Ursprunggenommen. Von der insiil Icaria siehe Nicaria.
vo^sge.
'Icaeius, der Erigonä vater. Er machte einige dauern trun»cken, welche ihn hernach todtsten, und in einen brunnen schmissen.Dieses entdeckte sein kleiner Hund seiner tochter, welche sich hieraufvor bekümmerniß selbst erhieng. Allein lupiccr machte sie allerseitsunsterblich, und verwandelte Icarium in den stern Lomes, Ln§o-^ nam in das zeichen der jungfrau, und das hünvgen Mera in denkleinen hunds -stern. l>k>. 2. sttron.
'Icarus, Dädali söhn, wurde nebst seinem vater von Minoe,dem Könige in Creta , in ein gesängniß geworffcn- Wein sie entflo-hen beyde in 2 schiffen, dasienige aber, darinnen Icarus war,aiengverlohren. Dieses gab gelegenheit zu der fabel, da man vorgab,siewären mit wächsernen flügeln davon geflogen. Virgilius hat esmit 2 Worten ausgedruckt, wenn er saget, daß sie entflohen wären,remigio alarum. Bochartus gedencket, daß Jcaria von Icaro denNamen bekommen, als welcher, da er der sonne zu nahe gekommen,und also stine wächstrne flügel davon geschmoltzen, aufbieft gegendherab gefallen sty. cke increclib. c. 1;. F,-
Lsnssu j. 1 c. 8»
^casia/ eine vornehme weides.person, war eine von denjeni»gen, welche TheophiluS, Kayser zu Constanttnopel, an.8;o in sei»nen landen zusammen suchen ließ,daß er eine davon ihm zur gemah»lin ersehen könte. Sie hatte zwar den Kayser durch ihre schönheiteingenommen, allein weil sie selbigen, als er einige worte mit ihrgesprochen, «m reden nicht also vcrgiiüqte, wie er suchie, wurde ergegen sie gantz kaltsiniiiq. Ob er nun gleich schon willens war, ihrden qöidenen Reichs apffel zu reichen, zog er doch selbigen zurücke,wandte sich zu der Tbeodora, prasentirte ihr selbigen, und nahmsie zur gemahlin an» DWrhalben gieng Icasig in ein kloster, und
hues.
'Ichtershausen oderUchrerrchshaustn an der Gera in Tbü»ringen, eine halbe meist von Arnstadt gelegen, ist ein marckfleckenund amt dem Hertzoge von Sachstu-Gotha zuständig. Ehemalswar es einNonnenckloster Cistercienser-ordens; Churfürst Iohan»nes von Sachsen aber hat es secularisirt; worauf es in der an., 572gemachten landesttheilung und hernach an. 157; ertheilten Kayser»liehen lehn-dricff, als ein amt unter des Fürstenthums Reichs»lehen gefttzet worden. Heryog Bernhard fieng an. 1L7Ü aühier ei»residentz-schloß zu bauen an, ehe solches aber noch zu stände gebrachtwurde, legte er seine Hofstatt nach Meinungen in das Henneberai»sehe, und trat dieses amt an Sachsen-Gotha ab. snnal.
8nx. pLA. 6;i. istr ttorirencl« Lo-
chs cüpl. k^. 2 c. ;4.
'IcolmkM / ist eine von den westlichen insuln von Schottland .Sie lieget nicht weit von der iniül Miü, ist 7 weilen lang, und nichtüber eine breit, dabey sehr lustig und fruchtbar, und wegen vielerantiquitäten, sonderlich aber deswegen berühmt, weil sie des hei»ligen Columbi rcsidentz gewesen, weicher daselbst ein kloster hatte,wvrinnen er sein leben zubrachte, und unter seinen München scharf»fe disciplm hielte. Es war auch ein Nonnen, kloster darinnen, nebsteiner pfarr-kirche, und vielen prächtigen capetstn, deren einige vonden Königen m Schottland , die andern aber von den kleinen Köm»gen der insiiln erbauet worden. Die Bischöffe der insuln haben auchhier ihren sitz gehabt, nachdem die Engelländer die insiil Man ero»bert. Unter den antiquitäten ist allhier noch ein gewisser kirchhoffzu sehen, wo nicht allein der gantze Ade! der insuln begraben liegt,sondern maiiIehct auch daselbst; etwas erhabene ,begräbnisse, wo»rinnnen 44 Schottische, 4 Jrrländjsche und 8 Norwegische degra»ben liegen- Es sind dabey noch 6 andere kleine insuln, welche zudem demeldten Nonnen.kloster gehöret haben. c-M-
Lrirsnkiis.
lLOdlOl^^LUk, oder ausTeutfth hllder»
stürmer/ sind diejenigen genennet worden, weiche die bilder Got»tes, Christi und der Heiligen, aus den kirchen hinweg geschafft, undzu nichte gemacht, auch davor gehalkcn, daß deren gebrauch iu re»ligions-sachen schlechterdings zu verwerffen sey. Hingegen hat mantconolsrrrs oder biltzer-verehrer solche geneunet, welche den ac»brauch der bitter nicht nur gebilliget, sondern auch denftlben emeabsonderliche ehrerbietung erwiesen. Mit beyseitsttzung dessen,was von beyderley Meinungen nach der heiligen schcifft zu urtheile»sey, ist aus der Historie kürtzlich folgendes hiervon zu gedencken.IrenäuS und Epiphanius melden, daß die erste Christliche kirchekeine diider gehabt, wohl aber diejenige, so es mit Simon demzaubcrer, Basilide , Carpocration, und andern ketzcrn gehalten.Um das jähr zy; soll Paulus , Bifthöffvon Nola, den hlstorischengebrauch der bilder eingeführt, hingegen Basilius, Cyrillus, Auau»stinus, Chrysostomus und Evwhanius sich darwider gesetzt haben, sogar, daß der letztere ein mit dem bilde Christi bezeichnetes tuch,weiches er in der kirchen eines Weckens, namens Anablatha, unfernBethel, hangend fände, in stücken zerrissen. Gregorms lalsZrmshat an Serenum, Biftboffvon Marseille, welcher die bilder zer»brochenballe, ausfolgende art geschrieben: man könne sie aufgleiche art, als etwan die bidlckche bücher zur eminemng und un»terweisung der unwissenden gebrauchen. An. hat der PabstXrrrü; Con.