Band 
Zweyter Theil
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diger, nach welcher Jndathyrsus immer vor Dario gewichen, da«nur er deue fern von der Donau in ausgezehrte und magere örkeczuge , unduachdeme dessen armee dadurch ruinnt, desto knauerschlagen möchte; er solle auch würcklich in so weit zu seinem zweckgekommen seyn, daß Darms,als er wall) genug des semdes lssk, undseine gefahr ersehen, mit größer mühe, aber sedoch ohne förmlichefchlacht oder niederlag die Donau wiederum erreichet; allwo iin>ter denen Astatisthen Griechen oder Iomern , welche er die drückezu verwahren hinterlassen, ebenfals verschiedene sich gefunden hat«ten, welche anqeratdeu, daß man durch aufhebung der brückeJindwegfüyrung aller schiffen Darium Mit leinen Persern in denen Sey»tdischcn wüsteneyen solle crepiren lassen. Justmus, welcher diesenKömg Iancirum nennet, sagt, daß Darms, nachdem er auf dieJonier ein mißtrauen geworffen, als hatten sie den feind dahin zuvermögen gemcht, die drücken abzubrechen , und der Persern rück»marsch zu verhindern, aus furcht wiederum zurück aeciler sey, und70000 mann unter dem commanclo des Megabazi, eines seinerGenerale, in Europa gelassen habe, welcher damit Tbracien undMacedonien erobert; welches alles auch von Hcrodoto bestätigetwird. I. 4. I. ll. c. 6. . *

Idelphonsus, Graf von Toulouse , stehe Alphonsus.

Idomeneus / ein Kriegs» Held und Fürst in Creta , welcherden Griechen in ber belagerung der statt Troia beystund. Als ervon bannen wieder zurücke gieug, und »nterweges einen grogmstürm erfahren muste /chat er ein gelübde» daß er daß erste, so ihm,wann er nach Hause käme, begegnen würde, den göltern ovffernwolle. Allein es trug sich zu, daß ihm stm eigener lobn zu erst inden weg kam, da ihn zwar das unbedachlsame gelübde reuele, eraber doch selbigen würcklich opfferu wolle, welches auch gewiß ge»schehen wäre, wofern ihn nicht seine Unterthanen aus seinem Reuche vertrieben hätten, worauser sich in Calabrien begab, und äst»da eine statt bauete. m ; cklneill.

Idomeneus von Eampfaco/em Lillkoi-icur und ?KiiosopKu5,War des Evicuri dtscipul, und lebte zu des Ptolemäi Lagi zeiten inder ioy Oh-inp. im 4?o lahre der stadt Nom. Er hat ein buch vondem Socrate, und eine Historie von Samothracien gelchrieben.

in 8ocrsw LcHpicuro. /-Vvt,1.4.

8r,-.r^v I. 1F.

Idra/ ist eine kleine stadt ohne mauren andern fluß Elsinan,in der schwedischen Provintz Dalecarlien, vor deren vornehmstenoct sie vaßiret.

Idria , eine kleine stadt in dem obern theil des HertzogtbumsCram, an den qräntzeii der Grafschafft Görtz, gelegen, in derennachbarschafft stch das sehr nutzbare quecksilber.dergwerck bestndct,woraus die Holländer jährlich vor etliche tonnen golbes abholen,um, theils vermittelst eines zusatzes von schweiel, zinnobcr davon zumachen, theils auch solches an die orte zu führen und zu verkauften,wo man dessen in anderen metall-berqwercken voimötbeii hat. Al»lein da so wohl dieses, als andere gleicher ari seit langer zeit anHolländische kaufflente zu dieser ihrem grossen nutzen vers tzet gewe»sen; so baden I. K. M. i» deue» nächste» jähren solche wieder aus»lösen lassen, um den prosit für sich felbst zu behalten. *

"Ideis/ em Arabischer Herr, war aus dem Hanse und der stetedes Ali, und stöbe umdas jähr Christi770wegen des Abdala, ei»nes Califfs in Syrien Verfolgung m Asricam, da er dann in Mau»ritama Tinqitana, oder in der westliche» barbarey lehr freundlichaufaenommen wurde. Weil er von dem Mahomec herstammele,wurde er von allem volcke vor einen Heiligen gehalten, und daher»auch für einen Fürsten oder Califf erkannt. Er war der erste, wel»cher die Nabomctamsche lehre iinrer thuen cmfudrele. Mir enierChristlichen sclavm aus dem geschlechte der Gothen zeugece er einensöhn, mit namen Iris, so einer der mächtigsten Monarchen in A>frica wurde, und erbauete Fez. ckck,-^/-, 1. 2.

Idro / lat. Grus, ein städtgen in dem gebiete der Vcnetiani»scheu landschafft Brescia . Einige leiten den namen her vonder grossen schlänge, welche der Griechische Hercules in dieier ge»aend soll erlegt baden, andere aber von dem ivort wasser;weil eine ste dabey liegt, welche davon ksgo ci'Jdro genenncrwird. Dieser grantzet oben an das Bißthnm Trident, und ist nichtaar weit von dem b-ago cll Garda entfernet. Die lange desselbenträat 7 bis 8v"o, die bre-.te aber etwan 2000 schritte aus. Mittenhindurch läufst der fluß Chlcsa. 8ck-mxlatr ci« leriegs IN Icsi-en

p. <;4Y.

"ldssein, ist ein Nassamsches städtgen ohnftrn dem Rhein , INeinem uiiiaen rhal gelegen. Es liegt an der Catzenelenbogischenaränne eine halbe stunde von Schwalbach, und ist bißhero einefellve m einer Fürstlichen linie aus dem Hause Nassau, welche daherLen mtien fflMt. N>cl>t weil davon liegt das hauß Adolphseck,welches der Kaystr Adolphus auf einem runden hohen festen er»bauet hat. Doposr.HLff p.tt.

/ ist eine Fürstliche Nassauische linie, welche aus der-°-;aarwrucksschen entstanden. Der stiffter derselben war Johannes,Mruf k dwias von Nassau.Saardrücken dritter söhn , welcher zustine n an hllldw Herrschafft Jdstein und Wisbaden erhielte. Erwar den 24 nov an. 16°; gedohren, »nd hinterließ von lemelibey.den aemablinnen Sibylla Maqdalena, Marggraf George mie»dr chs von Baden tochter, und Anna, GcafPbillpv Georgens vonLe ninqM'Daqsbilrq tochter, verschiedene kmdcr, worunter Gu.üavus AdoWhus gedohren an. iü;2, an. 1S64 m der ichlachtbey8 k^ottbard blieb. Friedrich Ludwig gedohren an. -6;z, starban iür6' und Johannes gedohren an. rü;8 , starb an. iS^8, derlüngste söhn ade/ George August Sanzuel, überlebte ihn. Er war

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stebohren, wurde an.-688 in den Fürsten «sich m selbigem tahre nnl HenrieltaAlbrecht Ernsts von Oettingen tochter, mit wel»^ kmrer gezeiiget, darvo» aber die Printzen gestorben sind.Er hat an. 1721 gleichfais sein leben beschlossen, kurox. Kerotll

r. I P. 628. oouveeLinen von Luroxg.. *

I'duuir'a/ eine Provintz in Palästina, so in der schrifft Edom genrnnet wird, lieget zwischen dem steinigten Arabien, Judäa , demrothen meerc,und der mittelländischen seenuid bat verschiedene stäb-^ Hauptstadt darunter ist Gaza oder Gazara, woselbst

Cambyses leinen ichatz ließ, ais er Egnvteii ellinebmen wolle. DieJdumaer stammeten von Esiu JsaacS ältesten söhne ber. Weswe»sten Gott den Jüdcn verbot, daß sie selbige mchl hassen, noch bmübrigen Heyden gleich halten ,ölten, well sie ihre brüder wäre».David überwältigte ste, und als sie nachqehends wieder abgefallenwaren, brachte der Kömg Jofaphat sie nebst den Ammonüern wun»derbarer weise wieder zum gehorsam. Hierausfieien sie nochmalszu Kömg Jorams zeiten wieder ah , wurden aber aufdas neue be»sieget und gedemülbiget. Allein da die Chnldäer unter dem Ne»bucadnczar Jerusalem belagerten, schlugen sie sich zu ihnen, daherentstunden die in den Propheten hin und wieder befindliche klagen,weiche ihnen die göttliche strafe andeuteten. Wie es denn nachHlcronyml bericht, würcklich geschehen , indem sie in eben diese!»bige dlmstdarkeit gerielhen, worein sie die Jüden bringen helffen.In den nachfolgenden zelten bekriegte sie Hyrcanns, und brachtees dahin, daß sie die Jüdische lehr niusten annehmen, in welchersie nach von der zeit an beständig verbliebe» sind , auch in der letz»ten belagerung Jermalem diese stadt mit nicht minderem eifer gc»gen die Römer beschützet haben, als die Juden.

«rs//«§. oHs-E. 7^7. in den. noc. orb. Anr. I.

;c. 14. *

kOV8, heist der 1; oder i 5 tag eines monats, und kömmt hervon dem alten Lateinischen Worte iciuai'e > gleich machen, weil dieläus dre monate fast m 2 gleiche theile unterscheiden. Denn in demrnarrio, maio, ju>!0 und oÄobn sind die Icius die I«tage, in denübrigen aber fallen sie ansden 1; lag, gestalt sie allezeit 8 tage aufdie nona; folgen, cslenciLr. ffona. Ne ann. Lj

inens. Korn. ankig. kdoin. I:b. 4. csx. 4. i^nr. snc.

Z.oir>.

Jeanes/sHenry)ein Engl . Geistlicher, kffag'ilffrckniumvollAllcnsay m Dvinmerset, gebohren ungefehr an. iün, studirte inOpsiurt, allwo er ein guter lliffuisio,- und berühmter Prediger ab»gegeben. Vorher bediente er andere kirchen , als zu Kingston, zuChedzsy, rc. Zu ansang war er der Lp>lhox-»I-kirchcn zugethan, undeifrig für die impositionewnach lesnng aber derPuritamschen bücherfiel er bieteu zu. Er war ein guter lvlerLxhvücus, und controversist,von freudigem geist und ein Verächter weltlicher dingen; schrieb inEnglisch viel fachen,als wider Haw.mond und J.Tayior; ic. cn, kra«ctat vvn enthalimig von allem schein des bösen, 1640. /t vmllicsiionc>i O. Dvviki. Lgainlt si. üooclvvili, tol. Daß der Mangel dts kirchen»rcglments kein gültige »rjach der absönderung vo>n he,!, abcndmahlsey, 1650. iVlixiure ockscholaiiical wild pr^ötical Oivinir/, jn zweykdeileu , 4.16;' , rc- starb im aug. iüür. ' ^7. lllff öe sue.

Oxou. Le alrunlle. *

Jeannin/ (Petrus ) Freyherr zu Nasry lind Cbagnv, Präsi»de»t des Parlaments von Burgund . Er war an. 1; ?9 zu Antunin Franckrelch gedohren, und wurde anfangs Advocat zu D»on,auch machten ihn die Stände von Burgund zu ihrem consiilcnten-Als an. 1572 ber befthl nach Duo» kam , die Hugonotten daselbstgleich als zu Paris zu massacnren,widersetzte er sieb inir aller gemalt.Bald darauf wurde er Cantzley-Verwalicr in Burgund , Paria«mcnls>Rath,ui!d letztlich Präsidente.Zur zeit der lligue schlug er stchi t84zu selbiger,und war ber Ligiilsicii geheimster consulentc, wurdeauch von dem Hertzvg von Manie an. 1591 an den Hertzsg CarlEmanue! von Savöyen , und ferner zu dem Könige Philippe II mSpanien geschicket.Er befand sich a».i;s4 in der stadt Laon , als sol«che von dem Könige belagert wurde. AIs aber nach der fchlachtbey koniLme IchÄiwoilh die lligue einen ziemlichen stoß bekommen,und König Heimcsts IV in Burgund eingerücket war, suchte ceihn auf allerhand weise zu gewinnen, brachte es auch dahin, daß ersich ihm unterwarff, worauf er zum obersten Präsidenten in demParlamente von Burgund gemacht wurde. Er muste alsdann meistum den König seyn, und wurde in den wichtigsten geschafften ge»brauchet. An. 1602 wohnele er den Snvoyischen tractaten bey,und an. 1607 den Nlederlandisshen, in welchen der 12 jährige stille»stand mit Spanien geschlossen ward, die er auch beyde, sonderlichaber den letzteren sehr klüglich zu stände bringen helffen. Er söhne»te an. 161; dm Printzen von Conbe mit der Königlichen wittwe,Maria Medicäa, aus, wurde aber noch in demselbigen lahrePvttdem amte eines Königlichen Raths abgesetzet. Nachdem KönigLudwig Xlll zu der reqierung kam, setzte er ihn in seine vorigewürde ein, vertraiiete ihm bas finaiitz.westn, und brauchte ihn mwichtigen Verrichtungen. Er starb endlich den ;i oct. an. 1622,und ward zu Antun in Burgund begrabe». Seine vornehmstenVerrichtungen sind in einem buche unter dem litul: les negorisaol»clu preiillem lle siesnnin, zusammen getragen , aus welchen lenke, idm staats.sachen zu dienen, und insonderheit zu schreibe» haben, garvieles erlernen können. Komm« illuikr« x. 1 x.78. ««

Iebus, Canaans söhn, war der stamiwvaterves volcks, wel»chesben namen der Jebusiter führete, und Jerusalem Jebus nen»nete, wie 8. Hieronyinus berichtet. Sie knnten vor Davids zei.ten nicht aus Jerusalem vertrieben werden , und wir lesen nicht,wo sie nachgehends hingezogen ; wiewohl Eßdra ihrer zu ge»

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