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s^«"rkVL 5 , eine gewisse art heyd,«scher leute in Indien , undzwar sonderlich in dem Königreiche Golcondaglauben nur einen Gott, wie auch der leelen Unsterblichkeit, haltenaber davor,daß stlbiaeaus einem leibe in den andern wandere,habendahero einen absehen an allem blntvcrgiessen, wollen auch keine un»vernünftigen lhiere todten, aus iurcht iieinlicb, daß l>e clivan drm»neu ihre vater oder freunde zugleich todten mochten. In ihren re»ligionen werden sie von ihren sogenannten Bramtns oder lehrernregieret, X/s«cke/,/t> rom. 2.
'Jenupar, eine Indianische stadt und Königreich, innerhalbder halb'inlül Pisse,t des Ganges, in dem lande des grossen Mogols.Die stadt liegt an dem fluß Eoul, unten an einem gcbürge zwischenDelli und Lahor . Ausser dieser stadt liegt auch Niconvat, nebsteinigen andern örtern mehr.
"Jephtha/ war der yte Richter in Israel, welcher dem Thvlaund Iair im amte nachfolgte. Er war ei» söhn Gileads, von ei»ncmkebs-weide, weswegen ihn seine brüder nicht unter ihre zahlhaben wollen. Man sagt, daß er sich darauf in ein gewiß landbegeben, welches in der schrigt Tob genannt wird , und daselbstdas Haupt über eine räuberilchc rotte worden sey. Als sich nun dieJüdcn von den Ammonitern unterdrücket sahen, nahmen sie ihrezuflucht zu Jephtha , wegen seiner erkannten tapfferkeil; welcherso dann ein grosses Heer zusammen brachte, damit K 284?wider die feinde des volcks Gottes zu felde zog, und ein gelübdethat, daß er, wofern erben sieg erhielte,, daS erste, was ihm beyseiner zurückkunffc in den weg kommen würde, dem Herrn opfernwolle. Darauf schlug er die Ammoniler, fand aber bald Ursachesich sein unbedachlsamcs gelübde reuen zu lassen Denn da er zu»rück kam, gienq ihm seine eigne tochter > welche von Phtlone Sclagenennet wird) mit grossersreudeentgegen, und kam ihm alsozuerst in den weg. Dieses kränckte den Jephtha hefflig, so baß erihr mit grosser detrübniß das gethane gelübde kund that. Die jung»srau aber bat den vater inständigst, daß er selbiges erfüllen möch»te, welches denn auch nach 2 inonatcn, die sie sich zu bewcmungihrer iimgfrauschafft vorhero ausbat, würcklich geschahe. Im»mittelst fieng der gantze stamm Ephraim an, auf den Jephtha zvr»mg zu sevn, weil er sie nicht mit in den krieg genommen, so daß sieauch würcklich wider ihn rebcllirte». Allein Jephtha schlug ihrer42000. Die gelehrten führen über bemeldres gelübde unterschied»iiche mcyuungen. Einige halten dafür, daß es vor unbesonnen zuachten, und dessen Vollziehung sündlich gewesen sey. Andere hi».gegen behaupten, daß es Gott dem Herrn gefällig gewesen, unddurch reqierung des heil. Geistes geschehen, womit, nach demzeugniß heiliger Schrift dieser Richter erfüllet gewesen. Anderehingegen halten davor, baß die tochter Jephtha nicht geopfert,sondern nur zum dienst Gottes gewicbmet, und an einem gewisse»orte verschlossen worden, wo sie ihr leben in stetiger iungfrauschaffthabe zubringen sollen, vermeynen auch, daß wenn man den gründ»text recht betrachte, nicht zu beweisen sey, daß man sie würcklichgeopfert. Jmmitkelst baden die Israelitische iungfraucn alle jähran einem gewissen orte sich versammlet und sie 40 tage lang bewei»net- Agamemnon lebte ebenfalls zu dieser zeit, und cö halten ei»nige davor, daß selbiger dieser that nachgeahmet, da er seine loch»ter Jphigcniam vor das Griechische Heer geopfert, andere glau»den mit einiger Wahrscheinlichkeit, das gantze gedieht von aiiffop.ferung der Iphigeniä durch ihren vartcr habe sturen Ursprung ausder degebnus der tochter des Jephtha gehabt; um so mehr, dader uame Iphigeniä, aus dem wort i-§A,. so eben in Gric»chischer sprach des Jephkhcs tochter bedeuten kau, scheinet ent»standen zu seyn. Jephlha starb Xl. 28,-4, welches das sechstejähr seiner regierung war. csp. n. .
cliscrib. cle voco fsphchik. cllss. cle voro
feplubsr. in club. vcxar. p. zgS ke-z-z. Le in pecul. ciistbrc.
^uoe iub^unÄ» ett ipiiux äubiir. *
Jeremias, ein Prophet aus Priesterlichem stamme. Er wardes Priester« Lilkiä söhn, und fieng im 1 z jähre der regierung Jo»siä an zu weissagen. Das unglück aber, welches Jercmias unddie Prophetin Hulda den Juden braueten, kam unter dieses Kö»nigs regierung noch nicht. Als nun diese seine Weissagung vor Jo»achim'gekommen war , welchen der König in Egvvten auf denthron Juda gesttzt, und selbiger also von dem unglück körte, so ihmdarinnen prophezeist worden, schnitt er die schuft mit einem fe»der- messer cntzwey, und schmicß sie ins feuer. Allein Gott befahldem Propheten, eben dicselbige dräuung m ein ander buch zu schrei»den, und noch mehr darzu zn thun. Jmmittelst brachte dieses dieJüden wieder ihn in den Harnisch , so daß er drey oder viermal inein gcfängmß geworfen wurde. Als die bofleute des Königs Jede»kia es nicht vertragen kunten, daß er, ohngeachtet seiner gefangen,schaff!, die Juden noch immerfort wegen ihrer fünden strafte,undihnen die göttlichen strafgerichtc,so ihnen über dem hanple schweb«ten, vorhielt, so warfen sie ihn in eine tiefe grübe, die vollerschlämm war, allwo er unfehlbar umgekommen wäre, woftrnenicht ein mohr,iml namen Edcd.Melcch,welcher wegen seiner vcr»dienste an des Königs von Juda Hofe in grossem ansehen lebte, vonZedekia urlaub erhalten hätte, den Propheten aus dem dcmcldce»orte heraus zu nchmeii. Nachqehends eroberten die Babylonirr,nach Jcremiä Weissagung, die stadt Jerusalem , da ihm dann Ne»buzaradan, Nebucadnczars General, freyheit gab, entwetcr mitnach Babylon zu ziehen, oder in Judäa zu bleiben. Darauf er»wählte der Prophet das letztere, um mit vor des allda noch übrigenvolcks Wohlfahrt zu sorgen. Er gab Gebaljah, dem binterlassrnriiLouvei-neur in Judaa , einen guten rath, welcher aber solchen ausdem sinne schlug,und mit allem seinem volcke gctödtet wurbc.Nach»sehenbs suchten die Jüdcn, weil sie sich vor des Königs zu Babel
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grimm furuM», ,>^011-0« vurcy eine sucht m Eavvt,n
mias widersetzte sich zwar diestm ihrem vorhaben, so n, . n""allein sie führten beyde ihn und Barucb mit sich bmmeapten straffke erste nach seinem gewöhnlichen eystr, ,neuengöttercydermassen, daß sie endlich solches nicht länq^ten, und ihn dahero m der stadt Taphnea lvl. . . Ä
4; ol/mpiacle zu wde gesieiniget haben sollen. Evivhaiiusdie EgYptier annoch zu seiner zeit viel von ihm gehalten ^seinem grabmahle gar grosse ehre bezeiget. Victorinus Marn,?°ber hält davor, er sey noch nicht gestorben, sondeniweL Lst„och aufdehallen, um bey der well ende den Amichrist
Auch werden ihm noch andere bucher zugeschrieben. Ls, ! « '
-je virnpropkemrum. V ,
/«L. -Mc. bibl. enckirillmv'"^
Jeremias I. ein Grieche undPatriarch z„ Constautinovel/suc»cedirle dem Theolepto um das ,ahr izro. Das solaende iabr r-,stte er nach Jerusalem , das heilige grab zu besuchen d, n d .'gleitende clerijey aber wurde unlcr sich uncins, so, daß ein Lwiederum davon zurück nach Constantinopel kehrte.hatte einer, mit »amen Johannicns, des Jcremiä stelle emnommen, nachdem er dem Sultan ciiikn grossen tcidut versvrocdmAllein Jercmias wüste nach seiner zurückkunfft die ,achc also zu A-!len, daß er in ,emcr ehrenstelle blieb, und hingegen seinepart ausgetrieden wurde. Dazu half sonderlich Idradim, d-zSultans Groß Vezicr, der Jcremiä guter freund ivar, Man sM,daß bcr Turcklsche Kayser lhn nöthigen wollen, eben so viel zu ac.den, als Johannicus angeboten, und daß Jercmias lieber se,»amt quittiren als dieses eingehen wollen. Allein die Griechen, M,.ehe diesen Prälaten wegen seiner sonderbahren freundlichkm unddeicheidenheit sehr werth hielten, widersetzten sich seinem vorhaben,mib bezahlten den tribm srcywillig vor ihn Nach der zeit gebrauch,leer seine bey den Türcken erworbene gunst, viel Übels ovittenenGriechischenChristci, abzuwenden, sonderlich alödieTürckcn werendem von solchen bey belagerung verschiedener stäLlen cinpfnndenenwiderstand einsmahls schier den emschlußgefaßt batte», dieGrie»chilche emwohner aus allen solchen ccobcrien Plätzen ausMacn,und keine andere als Türckische emwohner fürohin Larinn zu dul.den. Er starb au. 154;« 1,2 PurcoZr 6 -«--
Lc in ckron. in LNNLl.
clu-on. ecclet. (inrecse. * ^
jercmias ll, war erstlich I^erropolimnu; zu Larissa, und!«,dem, ,6 lahre seinesalterü an. i;72 kurtz nachdem MctrophaukSsrcywilllg abgedanckt, zum Griechischen Patriarchen erwählet.Nachgcbcnds wurde er bey dem Sultan bcschuldigel, daß er mitdem Römischen Padstc driefe gewechselt und frenndschasit Upßo>gen halte, da er dann aufdcs Sultans besevl gefangen gefitzt,undhernach an. i z8r gar ms elend vertagt wurde. Man sagt, baßberPabst Gregor,us Xill sich sthr bemühet, ihn wiederum aussrcyenfuß zu dringen, sey auch ihn zum Cardinal zu machen gesonnen ge>Wesen, Er empfieng die ihm von den Protestanten i» Teuischlandzugeschickte Augwurgische coufcstion mn groncc hößiaikest, nnbgrlf IN seiner cenlur» eccleii-c orienkL>>5 ewige dinge gar deschkfideutlich darilincii an, welches Lucas Onandcr bcantivorlele. Uwurden darauf noch unterschiedene icunsilcii gewcchsest, doch ohnefrucht, weil der Patriarch von stincr meymmg im aernigsien nichtahivctchcn woltc.
cbron. ecctcs. Orsccur. bist. ecclel. nov. teüsm.
secul. -ä >>, 8; 2 ieczg.
^eraenberg/ siebe Ge-opgenberg.
)Ierger/ siehe Jörger-
^crichau, emc kieinc in dem Hertzoqthum Magdeburg an derElbe gelegene stadt, nebst einem amce, davon der Zerichmschekrcnß den naincn bekommen. -^ie Hai vorzeiten eigene Herren gohabt, welche allhicr m dem jähre 1144 cm PrgmvnslralenfirMttgestiftet, so aber nachgehends eingegangen, da denn desselben cn>>künffre zu der Ertz>B>schöfflichen tascl gewidmet worden.
6. 8. k'. 1. <iasi,>> bO§>-.
Jericho , eine stadt m dem gelobten lande , ,so vorzeiten dirpaluisiadthieß , weil sie rings umber mit palm>ba»me» lMMkNwar. Sie lag im stamme Juda aus einer sehr schönen ebene, roftld'wegcs von dem Jordan und izo vonJcrnsalem, wurde von denJebnsitern erbauet, und war die erste stadt, welche dieIeneMiliilcr des Iosna anführnng emnahmc», nachdem aufGvstcr bcfihl
durch der vosaunen hall die mauren iiiedergesaUen.Dlc stadl ivmevcrdranni, alle mensichen und vich biß aif die Rabab , als welche mknndschafler aufbehalten , umgebracht, und alles silbcr »nd MnebstjaUem gcräthe dcni Herrn gehciltgct.Iosna verfluchte auchmstadt, daß, wer ihren gründ wieder lege» würde, solches fii«ersten söhn , und wenn er ihr thor setzen würde , solches fiilicn Mig'stcn sobn kosten solle, wie denn auch solches eintraf, als euuM"von Bcthcl, namens Hicl, zu ansang der regierung des MWJssiwhar von Juda und des Königs Achas von Jeristalcm dcnmwieder zn dancn anfieng, indem er seinen ältesten Mi, nnim"»Adiram , und scinen jüngste!! söhn , Sag>>bdarüber verM.Die letzten Könige in Jndäa beflissen sich sehr diest stadl mil Mwligcn gcbäiidcn anszuzicre»; 1a sbcrodcs von Atealon iiahni garselbst seine residentz ,n einem sehr schönen pallastc. Es "Mdaselbst ein Kippocti-omux, wormnen sich der Adel imander» dingen zu üben pflegte, nebst emem sehr prachstgu .
piiirkemro, wo öffcnlliche spiele gehalten wurden. Die ab
eroberten diesen orl zur zeit der unter Nespasiani regieriWM ^ten Jüdischen kriege. D>c ebene bey Jericho ist ohMM -»«