Band 
Zweyter Theil
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des namens Iezid auszusenden, weicher sich einen Caiiff von Perstennennele, und Damascum zu belagern kam. Diesem tyrannen grenzMarvan, des Iezid H General, entgegen, cödrete ihn, und brachtealso Persien wiederum unter seinen rechtmäßigen Herrn. An. 724befahl: er, auf anstiften der Iüdcn, alle bildcr aus den Christlichenkirchen hinweg zu nehmen, starb aber zu ansang des /-Wahres,ehe noch dieser befehl vollzogen wurde. bitt.

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'Iezid oder Gelid, der 1; Califf oder Mahomets Nachfolger.Er regrerte nach seines Vaters Gualid lade an. 746, und wurde Ge»Iid zugenamet, weil er schön war. Dieser Califf brachte Cypern un»ter steh und sichrere alle etnwohner der inful mit fleh in Syrien.DemPatriarchen zu Damafcv ließ er die zunge ausfchueiden, weit erwider die Manichäer und Araber gepredigct.und verwieß ihn in dasglückselige Arabien, woselbst ihn die ungläubigen todteren. 8. Pe»Irus der Märtyrer muste um gleicher Ursache willen sterben. Einezeitlang hernach wurde Iezid von den Saracenen verrätherische«weise erschlagen. ^kricL üü> 2.

^Iezides/sind eine ge>visse art völcker in der Türckey und Persten.Sie haben diesen namen von ihrem Haupte dem oben angeführtenIezid I - einem Arabischen Fürsten bekommen, der Hüffan undHussein, des Mahomets schwleqet'vaters M söhne, erschlug, unddeswegen vor einen valcr.mörber und ketzer von den Mahometanemgeachtet wurde; von welcher zeit an die Türcken diejenigen, die ei»ne andere stete als sie haben, die Jezibcn zu nennen pflegen. Essind in die 220000 Iezides in Persten und der Türckey. Sie ha»den einerley spräche init den Curdes öder einwohnern in Curdistan ,weiche der Perstamschen sehr nahe kömmt. Es sind aber die Jezi»des in zweyerley aattunqen unterschieden, nemlich in weisst undschwache. Die weisst» gehen wie die Türcken gekleidet, und sindnur den Hemden nach von selbigen unterschieden, als welche an deinhalse nicht aufgeschlitzt sind, wie jener ihre, sondern nur ein rundloch haben, wodurch sie den kopffstecken können. Dieses wird un»ter ihnen vor ein geheimniß gehalten, und soll zum andencken einesglantzmden scheines geschehen, welches an dem hals ihres Hauptsund Fürsten nach einer 40 tagigen fasten vom Himmel herab kom»men seyn soll. Die schwachen sind gleichsam ihre Münche, ob siewohl «m ehestand leben. Sie nennen sie Fastns oder arme; ob siewohl in der that das reichthum hefftig lieben, und armulh hassen.Die Türcken haben einen abscheu vor ihnen. Wenn man einen un»ter ihnen am höchsten schimpffen will, so darff man ihn nur einenIezid oder söhn Jezids nenen.Sie heissen sie esel,welche am jüngstentage die Jüden in die Hölle werden tragen müssen. Daher» pressensie sie auch mit allgemeinen auflagen biß auf das blut. Hingegenhalten auch die Iezides die Türcken vor ihre todt-femde, und wennsie etwas im zor» verfluchen wollen, so nennen sie es nur einen Mu»selmann oder Türcken. Die Iezides halten die Christen sehr werth,und nennen sie ihre gevattern, weil sie nemlich glauben, daß Iezideben derstlbige gewesen, welchen die Cdristen Jesum nennen, oderaber, weil ihr religions.stifftcr Iezid steh vormals zu den Christengeschlagen, und mit ihnen wider die Mahomelaner sich verbunden,die er nachgehends in einer gewissen schleicht erleget, worinnen dies Generals Hussa» und Hussein geblieben. Gleichwohl sind sie we»der Türcken noch Christen, ob sie wohl Christo mehr als dem Ma«homel zugethan sind. Sie halten sichs vor ein rühm, daß sie weintrincken und schweine-fleisch essen, woran die Türcken und Jüdeneinen abscheu haben. Die beschncidmig fliehen sie so sehr als sie kön»nen, und nehmen selbige niemals an, als wenn sie von den Tür»cken darzu gezwungen werden. Im übrigen sind sie über alle mas»sen unwissend, und gebrauchen keine bücher, ihren glauben darin»nen an den tag zu legen. Sie nehmen beydes das alte und neue ke»stament an, ob sie wohl nicht darinnen lesen, ja etliche unter ihnenbrauchen auch den alcoran, und sagen daher» gemeiniglich wie dieTürcken, daß diese; bücher vom Himmel gekommen. Daher» glau»den sie auch viel wunderwercke, welche Christus soll gethan haben,und die doch nicht in dem evanqelio beschrieben sind, als daß ergleich geredet habe / da er auf die welk gekommen, daß er einenmenschen von den todten auferwecket, welcher schon vor woo sah»pen gestorben, und viel andere dinge mehr. Sie thun gewisse ge»lübde und wallfahrten , wie die Türcken und Christen, haben aberkeine tempel, und gehen auch in keine moiqueen, es wäre denn auscuriosität. Jedoch giengen sie gerne mit in die Christlichen kirchen,wenn sie sich nicht beshalden vor den Türcken fürchten müssen. Siehalten keine feste noch feyerlage; bey ihrem gottesdienste pflegen sieChristo, der jungfrau Maria, Zacharia, Most und bisweilen auchdem Mahomet zu ehren geistliche lieder zu singen. Wenn sie beten,kehren sie ihr angesucht gegen morgen, wie die Cbristen thun, undnicht gegen mittag, nach oer Türcken weise. Einer von den vor»nehmsten Puncten ihrer religion ist, daß sie dem teuffel nicht fluchen,ja nicht seinen namen nennen sollen, weil sie sich nemlich fürchten,baß er diesen schunpffrächen könte, woferne er bermaleins bey Gott wieder in gnaden käme, wie sie solches möglich zu seyn glaube»;oder auch, baß sie ihm Nicht etwan nach dem tobe in die Hände ge»rathen möchten, da er sie bann vielleicht desto härter abstrafen, undsich also an ihnen rächen bürffte. Wenn sie von dem teuffel reden,nennen sie ihn den engel Paon, oder den, welchem die unwissendenleure fluchen. Sie begraben ihre todten ohne einige ceremonten andem ersten orte, wo sie hinkommen. Jedoch haben die reichen ih»re begräbnisse an gewissen zum gottesdienst gewiedMeten örkcrn,welche, wenn sie jemand von den ihrigen begraben, einen gewissengesang singen, auf der zilter darzu spielen, und ihre stimme nachdem musicalsschen instrumente richten. Bey dem tode eines schwär»tzen dürsten sie nicht schreyen , sondern müssen dabey lustig seyn,wie bey einem banquel, um dem cmzug, weichen der todte in denünmei hält, damit feyerlich zu beehren. Die schwartzen werden

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in solchen ehren gehalten, daß wenn man von ihren kleidern redetedenseldigen ein besonderer name gegeben wird , ob sie wohl nur dekfärbe nach von andern unterschieden sind; als ein Hemde belegen sienicht mit dem gemeinen namen, sondern nennen es ein Priester«

- ein manlei muß eine kappe, und der tnrban oder bundeine rrüuL heissen. Jedoch sind diese schwartzen Iezides mehren»theils nichts anders, als bloße schäfcr, deren vornehmste verrich»tungen darinnen bestehen, daß sie auf den bergen die schase und sie-gen hüten. Ein schwacher Iezid darff kein schaff Huhn noch anderelebendige thiere umbringen, jedoch cffen mag er es, wenn es einweiffer geschlachtet hat. Sie sind Lurcbgehends ein starck und nn.verdrossen vvlck, gehen in gestllschafften, wie die Araber zu thunpflegen, und verändern ihre Wohnungen alle 14 tage. Sie wob»nen unter schwartzen aus siegen.haaren gewebten zelten, somitgrossen sträuchen und dorn.hecken, welche in einander geflochten,umgeben sind. Ihre zelte stehen >n der runde, so daß in der mittenein offener platz ist, allwv sie ihr vtch haben. , Im sotmner campi»ren sie oben auf den ebenen Hügeln oder an flusscn, im Winter abermachen sie sich auf die berge. Ihre Waffen sind bogen und »feile,schleudern, und ein Türckisctzer sebel. Ihre Verrichtungen bestehendarinnen, daß sie das vieh Huten, und das land besäen; wiewohlihnen die Türcken die crudte wegnehmen, und kaum soviel übriglassen, als zu ihrer nvthdurfft gehöret. Weinberge ober gärtenvfleaen sie nicht sonderlich anzubauen - sondern leben meistenlhcilsvon fleisch und kräurern. Ihr drodt ist sehr dünne, welches sie aufeisernen tellern bey Hellem jener backen. Wem, sie wein haben kon»nen, trincken sie selbigen zum Überfluß; und welches zu verwundern,so nennen sie selbigen bißweile» das blut Jesu Christi . Denn wennsie brv ihren gastcreyen einander die gläser oder becher in die Händeneben, so sprechen sie diese Worte darzu nrmm hin den kelchdes blutS Jesu Christi. Da denn derjenige, der ihn annimmt/die band dessen, der ihn darreichet, küsset, und mit ehrerbietigkeitdaraus trwcket Diese und viele andere Ceremonien mehr, welcheke einiger Massen mit den Christen gemein haben , geben anlaß zaalauben. daß sie von den Arranem, ober von einigen andern ketzer«enssvrunaen, oder doch mit seidigen sich verewigt baden mögen.Ihren ehestand anlangend, so pflegen sie ihre weider um rc>o kro.nen m kauffen, welches gemeiniglich dem braut» Vater gegebenwird Dieses ist der ordentliche weiber-preiß, es mögen nun scl»biae vornehm oder geringe, arm oder reich, schon oder beßlich seyn.Daherkömmt es, daß die Männer ihre weider gemeiniglich wieAasen rractiren, ja auch wiederum verflossen können, wenn sienemlicb Aebte oder Einsiedler werden wollen.. denn um anderer ur»fachen willen gehet es nicht an. Welche unter ihnen ihre barte ab.scheren , die werden vor ketzer gehalten, so daß sie nicht das ge.rinaste davon abschneiden dursten, ja es wird vor eine fünde geh«!,ten, wo sie selbige nicht so lang wachssn lassen, als sie tonnen.rttealre äs lalurHme.

If/ eine kleine inful mit einem schioßmufdem mittelländische«Meere, an den küsten von Provence, gantz nahe bey Marseille,ge .legen. Nach dem tode des KönigS von Franckreich, Henric» Ü1,bemächtigte sich derselben der Groß»Hertzvg von Florentz , Ferdi»Nandus l, und zwar unter dem vorwande, daß, bey den dawali»gen Unruhen in Franckreich entweder die Spanier oder die Refor»wirken würden gesucht haben, sich Meister davon zu machen, in derthat aber mit der absicht, seidige vor sich zu behalten; wie er sie den«noch mehr befestigen und mit einer beständigen guten aarnison vcr»sehen ließ. Allein da der König Henricus I V sich aufbem Frantzö»fischen thron fest gesetzt hatte, rührte er nicht eher, als bis, ver»möge eines in Florentz den 1 may an. izyg durch den berühmte«Minister und nachmaligen Cardinal 6'Ossat geschlossenen tractats,und nach erlegung einer summe von mehr als 20000 thalern, allesrestituirtward. Lettee, sskM-k.

'Iffenthal / (von ) ein uraltes adeliches geschlecht i» deeSchweitz. An. i28y ware Ulrich Schultheiß zu Büren und Burg.dorff, an. ij;i, i;;?, Lülhold Probst zu Zoffmgen. An. 1272Marquard Convent.herr zu 8. Urban, Miete das Iohanniter»hauß zu Reiben an. r;;i. Sie waren grossegutthäter des klosters8. Urban. *

Iflinger von Graneck, eine AdliLe familie in Schwabe«,welche den beynamen von dein alten schlösse Graneck führet. Con»radus lebte um das jähr i ?yc>. Johann Jacob war um das jähr1640 bekannt, und hat ftm geschlecht mit 8 söhnen fortgepflantzet,von welchen der älteste, Jacob Carl, HoffMarschall an dem Für.stenbergischen Hofe zu Möskirchen worden. ttemm. ?.

von Lcttvvseb. 8.. /iclel. Olssi Lnn. 8uev. in parsl.

°Iglau / lat. IZlovis, oder lsisvia. eine volckreiche und best»stlgre stadt in Mähren bey den Böhmischen grantzen, an dem flusseJqlau gelegen, 24 Teutsche weilen von Präge, und ic> von Lwtz.Sie ist wegen ihrer guten tuch-farben bekannt. Es hat auch vo«ihr ein eigner kreiß seinen namen. ropoKrsM

mikcellanea.

8. Ignatius/ ein Bischoffzu Amiochien und Märtyrer, folg-te dem Evodio, welchen 8. Petrus daselbst eingesetzt haben soll,als er an 06 nach Rom gegangen. Er wird von einigen vor daskmd gehalten, welches Christus aufseme arme genommen, dahe.ro soll er auch Tbeophorus seyn genennet worden, so aber gantzungewiß. Dieser heilige Bischofs, welcher nebst Polycarpo ein schü«ler der heiligen Apostel, und sonderlich 8. Iohanms war, vermal»tele sein amt 40 jähr lang mit recht Avostolijchcm eifer. Als abeeunter der brüten allgemeine» Christen« Verfolgung, welche an.107 unter Trajano angieng, 8. Jgnatjus den Christlichen glaube«auch in gegcnwart des Kavstrs vertheidiget halte, wurde er zumtobe verürtheiiet, daß er den müden thicren zu Rom vorgeworffc«H theil. Zzzi; werbe«