Band 
Zweyter Theil
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dritte war ein söhn Amundi, und regierte von an. «s, hiß s«, Seinpflege.vater gab ihm wolffs-hertzen zu essen, wodurch er grausamworden. ^ Es waren damals viel kleine Könige jn Schweden , da«von lud Ingcllus in 2 unterschiedenen malen ihrer 12 zu gaste, undlies»eim Palast zupulver verbrennen. Als allenthalben ein qros.ftr aufstand deswegen entstund, so verbrannte er sich letztens selber.

8cbveä. bild. in 8uecis.

'Ingelmünster / siehe Engelmünster.

Imgelram / Angelram oder Engelram / Bischoff zu Metz,war erstlich Caroli Allmosenircr oder ^rcsiiäisconu;. Um dasjähr 769 succedirte er 8 Chrodegango, wurde in den wichtigstenangelegenheilcn gebraucht, und wohnte dem Loncilio zu Franck.fürt bey. Nachgehends schickte ihn Carolus lk-l. nach Rom , dadenn der Pabst Adriauus durch ihn die colleÄionsm canonum ü.herbringen ließ, welche aber anfänglich in Franckrcich nicht ange-nommen wurde. Dieses geschahe an. 781. Er starb den rz dec.

an. 791. epitt. ; csp. epitt, 24.

äe episc. dckeksns. Lall. Lkritt.

äe concorclia sscerä. Le imp.

/^ngenuus, ( Dccimus Lälius) ein Louvernsur in Pannv»nie», welchen die soldaten unter Valeriani und Gallieni regierungan. 258 zum Kayser erkläret, als beyde Kayser anderswo deich äff.tiget waren, und man in Moesten und Pannonien sich vor einemeinfalt der, Sarmatier sehr zu förchten hatte. Allein er war beydieser emporung unglücklich, sintemal er gleich im ersten jähr seinerangemaßten regierung von Galliens geschlagen, und zu Mursia, ei»ner stabt m Pannonien, an. 261 gerödtet wurde. Andere sagen, erhabe sich selbst encletber, um den feinden nicht in die Hände zu fal«teil. kill. äe zo r/rsnnir, in epir.

Kitt. *

/Ingerburgis/ oder Ingelburg/ auch Gerberg, von einigen«her unrecht Boiilde geuennct, weil biß ihrer groß-mutter name ge»weien, » ) Kömgin in Franckreich. Sie war Waldemari 1 - desKouigS in Däncmarck/Itochter, und wurde an. 119; in der stadtAmiens mit Phillppo Augusto vermählet, und des nächsten tagcsdaraufgecronet. s) Allein gleich den ersten tag nach dem bevlagerwar der Konig nicht recht zufrieden mit derselben, 28 tage darnachschied er sich gar von ihr zu Compiegne , unter dem vorwande dernahen dlut-freundschafft, und hcyrathete an. 1196 Agnefen von Me»ran. Darüber beklagte sich der König in Dänemarck, Canutus I V,bey dem Pabsie Cölestino lll, und nachmals beyJnnocenrivill,welcher so dann aufdem Loncilio zu Dijon an.i iy9,woraufPetrusvon Cappadocien fein Gesandter war, den König in den dann that.Dieses schmcrtzte Philjppum heffttg, daß er sich bey dem CardinalWllhelmo von Champagne, Ertz-Bsschossvon Rheims, und andernPrälaten mehr, die in solche ehescheidung gewilliget, deshalden be.klagte, und mitlcrweile Jngerburgim in dem schlösse Estampesan«laoo oerwahrle; allein da er nachgehends sahe, daß das an. 1201zu Svlssous gehaltene Loncilium ihn mit keiner andern bedingungals dieser, daß er seine gemabliu wieder annahm, absolviren wol»te, nghm er sie von freyen siücken, ohne des Loncllü schluß zu er«warten, wieder zu sich. -) Eine zeit lang hernach schickte er sie wie»der zurück auf das schloß Estampes, jedoch nahm er sie an. irr;aufs neue zu sich. Endlich starb sie an. irzä zu Cvrbie in dem 60jähre ihres alters. Einige scribenten melden, daß sie heimlichemänqei an stch gehabt, welche der König nicht vertragen können»Sie hatte keine kinder. critica in ttaron. k. 4. aä LN.lly;

r>. 9 p. 707 col. I. sä LNN. 119;, /Zwecke»

ck. 3 . e)/k-Lsr^»rinvirs ksiil.ikugLä sn. i Lkilippiä.

in ckron. ä. 3 . ///. u. milcell-

i. 1 P. 422. in ckron. sä an. 12 > z.-

^ngermannland/ lat. Ingns, eine Schwedische Provintz,grantzec gegen morgen an Moscau, gegen abend an Liefland , gegen'mittag an Pleskou, und liegt zwischen dem sec Ladoga und demFinnlandischcn meer-busen- Der fiuß Nervaist daselbst als ein ca«»al zwischen dem see unb dieftm meer.buscn. Ihr bezirckbeträgtvon mittag biß Mitternacht 40, und von abend biß morgen 46 mei.len. Es ist ein fruchtbares land, welches an getreyde und weideeinen grossen Überfluß bat. Sie gehörte vorzeiten den Moskowitern,die sie aber an. 1617 kraffc eines friedemschlusses den Schweden ab»traten. Zu ansang des 18 keculi aber bat es der Czaar den Schwe»den wieder abgenommen, und dem Fürsten Menczikoff den titulals Hertzog von Ingermannland gegeben. Dieses land ist wegender darinnen befindlichen vielen elend.lhiere berühmt. Die bestenPlätze darinnen sind Noteburg, Nienschantz, Jvanvgrod, Kapur»ga, Iamagorod, Gam, rc. 0/e^,r?er6sn. reile-besckreib.neue beicssreibunA von 8cbvveäen p. 44. äelcr. 8ue-

ci-e. kescbreibun^ 8cbvveäen! p. s c. z.

'Inglares, (Aloysius) war an. 1622 zu Nizza in Italien ge.bohren, und trar an. rüz? in die 80c. Mu, darinnen er die ma»thematick und oratorie etliche jähre gelehret. Nach diesem warder bey dem Printzen Carl Emanuel von Savoyen iviormseor, undpredigte hierauf in den vornehmsten Italiänischen städtm, biß er«n. i ss; „1 Messina das zeitliche gesegnete. Seine schrifften sind :^krisäne rberorurn; inscripkion« , epirspkis Le elossis; scsiols veri-rsiis Lrincipibas aper» , Lkrittuz ßssuL ; concion« czusärsgetirnL-ker Le süsr. bibl. 8. /.

"Ingo / diesen Namen haben t Christliche Könige in Schwebengesüyrei. Ingo I ein sobn Olai l, hak von an. 900 biß 907 regieret,«nd ist im kriege wider die Russen geblieben. Ingo II beygenamtder fromme, hal-von an. >0,9 biß 1064 regieret, und die überblci.düng von dem heydnischen götzenvienste verstöhret, daher er vondein voicke erschlagest worden. Ingo iit beygenamt der gute, war

ing inh ini

S2?

rm söhn Königs Phllippl, und wegen seiner gottesfurcht berühmt,irr vat von an. 1110 biß 1129 regieret, und seine gemahlin RagntlvM iiach ihrem tode als eine Heilige verehret worden. Es wird die»see Konig von einigen scribenten , welche den Heydnischen KömgJngonem, der um die mitte des z kecui, geledet, mitzchlen, IngoIV genennek. 8ckvveä. kill.

/^Ngolstadt/ lat. inZvlttsämm, eine wohlbevestigte stadt inOber-Bayern an der Donau gelegen. Sie hat sonst Engelstadt ge-heißen , und soll von den Angel-Schwaden ihre benennünq haben.Vor zeiten ist es nur ein dvrff gewesen zu dem klvster Altach gehörig,ist aber von dem Kayser Ludwig aus Bayern und seinen nachkvm.men zu einer stadt gemacht worden. Es ist selbige die vornehmstevestiing im Bayer-lande, und von Hertzog Wilhelmen an. 15:7angeleget, nach der zeit aber mehr bevestiger worden. Auch giebtes allhie'r ein starckes schloß an der Donau . Die haupt.kirche ist zurlieben stauen, so au. 1420 von Hertzog Ludwigen mit dem bart er.bauet worden, worwnen ein herrlich Marien-bild zu sehen. Diehohe schule, so unter den Catholischen eine der berühmtesten , istan. 147» von Hertzog Ludwigen dem reichen gestifftet. Das Jesu,«ter.collegium ist auch gar schön < und mit einer herrlichen bibiivtbecversehen. Von dem zeughause wird auch viel wercks gemacht.Die Häuser sind meistenthells auswendig gemahlet, ober weiß an-gestrichen- die gaffen breit und gerade, auch das Pflaster gut, jedochgiebt es allda wenig Nahrung und einwohner. Der König GustavAdolph belagerte diesen vrt an. iü;r vergeblich, uud der MarggrasChristoff von Bade» wurde durch eine stück kugel an seiner seilen er»schössen. C/üiE'-H 6erir>. ikin. (lerrn. äe s-

csä: Fe^r«L äe reb. 6erm. reise-betcbr, sx.

las. äe rebur 8uecicir.

^ngolstetter/ (Johann) ein berühmter lVleäicus und vb)-6-cus von Amberg aus der Obrr. Psaltz. Er hat unterschiedlicheschrifften hinterlassen, und unter andern auch einen kractal von demgoldenen zahn, welchen Chnstophon Müllen söhn von natur ge»habt haben soll. in vk. meäic. Lerm.

in stinäen. renovsco, nssm-bcelc äer dercemäe Oeneer, en

Leelmelkersp. 2;;.

'Zngondis, Sigeberti I, KönigS von Metz oder Austrasieirrochier, vermählte sich an. 550 mitHermenigiidb, einem Spani»schen Printzen, Leuvigildi, Königs der West-Gothen söhn. DiesenHerrn bekehrte sie von der Manischen zu der Catholischen religion,welches denn ihre schwiegcr. mutier dermaßen erbitterte, daß sievon verteidigen aufs übelste tractiret wurde. Mitlerweile wurdeHermenigildus , welcher die Griechen zu hülffe geruffen, gefangengenommen, und erlitte zu Toledo den 1; april am oster.heiligcnabend an.c 86 den märtyrer.tob. Jngondis wurde von eben diesenGriechen gefangen genommen, starb aber, ehe sie noch Constanti»nopel erreichte an. 585 in Africa von hertzeleid. Sie hatte einensöhn init namen Athanagilbus. in cwon.

^§ngor/ stehe Ibor.

"Ingulphus/ ein gelehrter Cngelländer, war an. io;<- znLonden gebohren. Sein vater war des Königs Edliardi hostdedien»ter, er sechsten auch stund bey der Königin Editha in grossen gna.den. Er legte den gründ feiner studien anfänglich ausbem svmns-6c> zu Westmünster, und nach diesem auf der acadenüe zu Orford.Als Hertzog Wilhelm von Normandie an. 10z r in Eugelland kam,um sich mit dem Könige Eduard» zu unterreden, wurde er bey ihmbekannt, gierig mit in die Normandie , und wurde dessen 8eci-el».riu5, kam auch bey ihm in besondere gnade, dergestalt, daß er fastden gantzen Hof regierte. Weil er aber beshalber »ehr beneidet wur-de , gieng er nebst einigen Teutschen unter anführung des Ertz»Bischoffs Siegftidi von Mayntz ins gelobte land. Ws er nach aus»gestandener vieler gefahr wieder zurück kam, begab er sich in daskloster Fontenelles m der Normandie , und wurde ein Münch, auchbald daraufPrior. An. -076 wurde er von König Wilhelmen ausEugelland zum Abt des klosters Ccoilaud in Eugelland Bencdicti»ner> ordens gemacht, und von demselbigen so wohl als von demErtz'Bischoff Lanfranco sehr werth gehalten. Er nahm sich diesesklosters äusserst an, brachte selbigem viel peivüegm zu wege, undbaucke die zerfallenen gebäude wieder auf, biß er an. 1109 verstarb.Er hat eine Historie des klosters Croiland und anderer in Eugellandbeschrieben, so von an. 664 biß ,1091 gehet. FeLiME.üb. 2 c. 47. LÄde bitt. ükior.p. 4;z.

'Inhambano, ein Afncmiisch Königreich in Nieder. Aethio.pien, zwischen Caffrerien und Monvmotapa gelegen. Wie dasland und die einwohner darinnen beschaffen seyn mögen, ist nochnicht allzuwohl bekannt.

' ^Inhamior/ ein Africanisch Königreich an den grantzen deSlandes der Caffern. Es liegt an dem fluffe Cllama, und soll einegeraume zeit zu Monvmotapa gehöret haben.

'Iniskilling oder EnneskiUing, eine stadt in der ProvintzUlster und der Grasschassl Fermanagp in Jrrland. Cwm.wcll hat»te nach endtgung seiner schwehresten kriegen einen theil yuier altensoldaten alldahin, als in cin-c pflantz.stadt, gesttzet. Dero tavffer»keit schiene nachmalen in bero nachkomenden sich immer wiederumzu erneueren; wie sie dann sonderlich dahero berühmt ist, well siesich zu ansang deS Königs Wilhelm« regierung so tapffer wider dieInländer und Frantzosen destndiret. Denn die Euncbklllingcpschlugen den Hertzog von Berwick, des Königs Iacobi ü natürli-chen söhn, weicher zu Ralfemulling eine von ihren Partheyen mitr zoo mann anfiel, und nöthigte» ihn, baß er sich mit Verlust 2mann zurück ziehen muste, welches im sepk. an. rüFy geschahe.Über biß schlugen sie auch noch zum öfflcrn des besagten Königs par»theyen, sonderlich aber im aug. gedachten sichres, unweit Lisnack,II theil. Aaaaaa» Mvo