Band 
Zweyter Theil
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924 NU Ulk U 1 N

allwo sie den Obersten Hamiltonsich zurück ;u ziehen nöthigten,nachdem sie igo von den «einigen getodiel »»d zy gefangen bekom.men , keinen einigen mann aber von ihrer feite verohren halten.Nachdein sie noch selbige» taqeS mit -20° mann cavaUeeie und-->°omann infanterie unter dem comm-mcio ees Obersten Woolsl» verstarcket worden, marschitten sie so fort,auf die femde loß, so beyNeuton Bnliler waren, und fchlnqcn sie daselbst von einem Hügelherab, worauf sie sich vortheilhafftig posiiret harken, weil sie abermit 7canonen die land straße zwischen zwey Morasten bcpflantzelharren, kunte die Enneskillingische realere», nicht weiter avanciren;jedoch fiel die infanterie durch den morast auf die feinde loß, rodle«lc ihrer 100 und eroberte ihr geschütz. Darauf verfolgte sie vollendsdie reuterey biß nach Cava», da dann von dem feinde in die 2000theils ersoffen, theils getödtet, aber gefangen wurden, unterwelchen Officirer waren, und insonderheit der Gcneral-Lieute»nant Macarty, welcher, nachdem er nach Londonderry gefangengebracht worden, die bey seiner ehre gegebene Parole brach, undin Franckreich entrann. Ferner schlugen auch die Emieskilfingerunter dem Obersten Cloyd zooomann, welche vor hatten, Slcgoanzugreiffen, und ob diese ihnen schon an mannschafft weit über«legen waren , so warffen sie dennoch selbige über den Haussen. Immatt an. 1690 nahmen sie Belturbett ein, und trugen durch ihretapfferkcit nicht wenig mit bey zu dem siege den Bonn - Man hatsonderlich in acht genommen, daß die Carholischen Jrrländer sichvor diesen leuten r heraus gefürchtet haben, und, wie sie dieselbe anihren kleidern leichtlich erkannten, welche von allerhand ungleicherfärb und gestalt, meistens aber schwache denen Priestern abgenom»mcne rocke waren, offt vor dem treffen vor ihnen geflohen find.Dahero als man diese Enneskiliniger einsmals, in der ineynmrgsie zu ehren, gantz neu und gleich gekleidet hatte , gefiele die fachweder ihnen selbstcn, noch konnte sich die Generalität wohl dabeybefinden; daher man sie bald wieder zu ihren vormaligen vielfardi«gen und zerrissenen kleidern kehren liesse, //-ff.

F'/,,c. äe Hibern, sh/ckk-ert. in

*

MIH^, war bey den alten Griechen ein goitesdienst, den manunterschiedenen gölten», voriicmlich aber der Ceres leistete. Er be-stund aber darin, daß einer sich einem qvtt mit gewissen ccreinonienweihen ließ,und sich ihm die gantze zeit seines lebens zu dienen ergab,worbcy verschiedene opffer des nachts in aller fülle verrichtet, deininirmro aber alle Heimlichkeiten desselben gollesdienstes,die sonst Nichtein jeder zu sehen bekam, gezclget wurden. luckrsr.

c. 16. I. ?sy. cliil. cle releiarnin Lc m)üierioruin

lrsciiüone, ViürwberA. 1708. siehe EleuflllM.

^Nkweil, ein dorff und herrschafft, anitzo zu der BettlerischenGrafschaffl Wangen gehörig, vorzeiten ei» stamm.hauß der Ed-len von Inkwcil, von denen diese herrschafft an die Grasen von Ky»bürg gelanget- GrafEgon und Bcrchtold vcrkaufften sie wiederuman die stadt Burgdorff, von deren sie ferner an. 1-721 kauffs-weilean den ebmaligcn Kayserlichen Generalen von Erlach, anjetzoSchultheiß zu Bern , gebracht ward. Dieser aber hat «elbige ge-gen ein gleich« gültiges herrschastls, recht zu feinem ncu-erbaiitenschloß Thunstetten an den Stand Bern zu dessen crmeldlervogtey Wangen vertauschet. *

^nn/ lat. Oenu; oder^sinus, ein fluß, welcher in dem bergeBesnina, so ein arm der Jütischen alpen ist, in Gcaubl'liidteii ent-springet. Er durchstreichet das Pündlnerische Engadin, benetzetFinstcrmüntz, allwo eine brücke darüber gehet, lausst alsdann durchdas Kramvacher lhal, Stambs, Jntzinge» und lincker hands beyder Tvrolischen Hauptstadt Inspruck vorbey aus Schwatz, von darwendet er sich nordwärts aufKuffstein,und lausst weitere in Bayern aufRoscnheim, Wasserburg (welchen orc er als ein halbünsul inn-glebct) und Oeltingen,allwo er «einen lauffostwärts gegen Braunau einrichtet, alsdann wendet er sich gegen nord-osten, benetzet Schar-dingen und sencket sich darauf bey der Bischöfflichc» stadt Passat,in die Donau . Man hat eine gaktung perle, die man Palsauer.perle nennet, welche darinnen gefunden werden. liss 10.

ckron. ^>. lyyseg. von kalrenunct warmen wackern I.z.

c. 26. /t«,/.mn. (leern. p. 1^0. reisen. *

'Iilnerlothi / eine stadt in der Schottischen Provintz Loqbabre,so vorzeiten einen ansehnlichen lahrmarckt hatte, als worzu es auchsehr wohl gelegen ist. Allein sie ist in den Dänischen kriegen der.Massen ruinirct worden, daß sie nach der zeit niemals wieder in denvorigen stand gelangen können. Das land umher ist so lustig, daßdie Könige in Schottland vorzeiten ihre residentz dort herum aufdem castclle Evonia aufichlugcn. In neulicher zeit ist dieser ortsonderlich wegen der garniso» und deö dasigen tor«, so der Oberste/M commandirct, bekannt worden. llelcripr. ijrir.

p. 442. Itrir.

JZmiernesse, besser Jnvernesse, eine alte stadt in der nordli.chen gegcnd von Schottlaub, und zwar der vornehmste ort i» einerGrafschafft gleiches namens, wovon der Hcrtzoq von Gordon, erb-licher LKcrick oder Land-Voigt ist. Es wird allhicr ein starckcr Han-del getrieben, weil der ort an dem flusse Neffe liegt, welcher schiff,dar ist, und diese sonderbare eigenschassl an sich hat, daß ob erwohl in einem kalten lande fliest, er dennoch niemals zufrieret, son.der» das eiß, wenn man etwas hinein lchmeisset, zerschmcltzet.Dieser stuß entspringet aus einem see, Loghncsse genannt, welcher;o weilen laug, aber von ungleicher breite ist, die ncmlich an elli-chen ortern mehr als >r, an andern aber nicht über 8 ineilen aus-träget- Er dienet sonderlich darzu, daß man darauf viel,immer,holtz aus den benachbarten gegcnben nach Innernesse bringen kan.Der fluß hat einen herrlichen lachsfang. Lrst. x-L- 670.

ckescrPr. örit. p. 4^.

Innerste / ein fluß in Nieder-Sachsen, heraus!,-«- a, -gebürge entstehet, vor den berg.städten Grund undMu^^'ferner vor Hildcsheim vorbey gehet, und so dann bey Scir2"!die Leine fallet. *

päbste des namens jnnocentius:

jnnocenttus von Alba gebürtig, succedirte Anastasto, dm18 may 402. Er bestrafftc des Ehryivstvmi Verfolger, MsÄte einen brief an Johannem von Jerusalem, weilstlblmdKlag,, parthey wider Hiewnymiini angenommen, und ihm aeleoniheil gegeben, feine Irrthümer im orient auszubreiten. Erv Änete eine fasten an jeglichem svnnabende, weil unser Levlaud d,sen tag über in dem grabe gelegen. Desgleichen verdamme era»Ldie Catavbrygi,chen ketzcr, und verdammte des Pelaqii unb ssLstini Irrthümer. Du seiner zeit verdammete der svnoM m Nm.ges die Priscillianisten. Er starb an. 417- clc vir iliug,

c. 4;. LN.402. Mol. lmer

20Ü.

jnnocentius n, ein Romer, hieß zuvor GregoriuS. Crwar Iohanms äe Paparescis söhn, anfangs Abt des Benedichm.klostcrs zu 8. Nicolai, wurde ader von Urbano ll an. iliguimEwdinal gemacht. Er begleitete den Pabst Gelasium II in Fraiick.reich, und Calirtus II schickte ihn als Gesandten in Deutschland Darneben verwaltete er »och andere wichtige angelegenbeileii mehr,'ehe er den 17 sehr. an. n;o an Honorii I I statt zum Pabst erwähletwurde. Da man dann zu gleicher zeit auch Petrum, Leonis söhn,welcher sich Anaclctum H nennete, crwählete, dessen parthey dieRömer, Mayländer, Rogerinü der Hertzog von Sicilien, mdviele andere mehr, hielten, wodurch Jnnocentius sich in Franst,reich zu «ckiriren genölhiget wurde, allwo er verschiedene bonMhielt, -nemlich zu Clermonl, Rheims und Puy en Vclay. Gmzu dersclbiqcn zeit wurde dieser Jnnocentius noch von einem andernLoncilio vorPen rechtmäßigen Pabst erkläret, welches die Fran.tzösischcn Prälaten zu Estampcs hielten, dem 8. Bernhard mitbeywohnte, und Jnnocentii recht ernstlich behauptete. Den -rwart. an. uz, kam dieser Pabst nach Lüttich , und ciönle daselbstLotharium, gleichwie auch noch in eben demselbigen jähre KönigLudcwlg den jünger» zu Rheims, und an. uz; LotbariumMRömischen Kayscr zu Rom . Nachgehends kam er wieder,n Ita«Iien, hielt zu Piaccnza und Pisa (.onciiis, gicng mit dcmKayserLothario nach Rom , und hielt an. nzy das andere LvmLmI-arhevanense, worauf er Abailardum nebst dessen schlllcr Amoldovon Brescia verdammte, wurde aber noch in eben demselbigen jäh-re von Rogerio, dem Könige in Sicilien, gefangen, nut welchemer in eine» krieg verwickelt war; allein dieser streit wurde hmiachmit dieser bcdingung beygelegt, daß der Pabst Rogcrium mit dercrone von Sicilien belehnen müsse, wofür dieser jenem den eyd dertreue schwur. Nachgehends hielt dieser Pabst eine imterredurgmit dem Könige 1» EngellandHcnrico zu Cdartrcs, woruin er jenendahin zu bewegen suchte, daß er eine reife ms gelobte land thaumöchte. Ausdcm Lalerancnsifchc» (.oncilio verordvete cr,daßüinlaye an eine geistliche vcrfon Hand anlegen folte. Er staibdeiir»fept. an. 114;, nachdem er >; jähr, 7 monat und u-tage denPäbstlichen stuhl befeffcn hatte. ckron.

epick. in Innocenr. II. bibl. konr. cbr«

dick. liner.

Jnnocentius III- war zu Anagnia qebobrcn, TrastMiidies Grafen von Signia fobn, und hieß zuvor Johannes Lostariiis.sr wurde anfangs studirens halber nach Rom , Bononnn und Pa-ks geschickt, nach stiner rückkunssr(.'Lnon cu; zu Anagnia,n»d msölcstino III, oder wie andere »vollen, Elemente lil, mm Eardnul'cmacht. A». 11 y8 wurde er >m; 7 jähre seines altcrs zum PMerwählek, und stlssicte die Verfolgung wider die Albigcnnr an. Erestäliglc Oltonein I V in der Kavserliche» würde wider PhiliMMns Schwaben, und bemübete sich, die Christen zu einem «o genaN'tn heiligen kriege amnrenzcn. Bald daraiifthat er Ottonem >vn den bann, nnd wieaelic Fridcricum II wider ihn auf, wcicheilic aber gleichwohl die crone nicht zuerkennen wolle., Achm"»achte Johannes, König in Engclland, um des Pabils hulM widlken König in Franckreich zu gemessen, die KönigreicheEnD-Mtrrland dem Römischen stuhl zinsbar. Er war sehr hrchlMW»d that viele Potentaten in den bann , worunter der M gkohannes von Engclland , Petrus König von Ar-Minu,er König von Portugal! , Hertzog Dandalus von Locdig und andere. An. 1«98 schickte er den Cardinal v/trum msapiia in Franckreich, um den König Philivpum Augustum i»)egcn,stuie verflossene gemahlm Jngerburgim wwder anzunckm -ln. i >yy verbot er den Metzern die heilige fckiriljt in FranissM

wache zu lesen. An. 121; hielt er daS Latcraneniischc L°ac, '

ivraiif beschlossen ward, daß der Punct von der tranosubilani0» unter die glaubcns-articul solle aufgenommen werden, -acnn auch die Dominicaner und Franciscaner dw confirmat o» »er erden aufdemielbigcn Voncüio erhielten. Er hat veriKiHrifften hinterlassen, als: termoner clerempore ocirn >onremru muncli; clem/ckonirmicka: ; epickolas, Ltc.

b-ck>>. Von:. ck.iDL dick. liner. p. 481.

Innoccntius I V> zu Genua , aus dem haust N^ivusen von Lavagna waren, gcbohrcn, Wri

ourde aus einem Cardinal-viacono des diwlo8.^m vlin. an. 124; zum Pabste erwählet, nack,dciuoobl 2 monat leer gestanden. Ungeachtet er des -HE ^i ll vertrautester freund gewesen, w vertolgre er w> r ^r zu der Päbstlichen würde gelanget, mit weil gröberer z> v ^