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als einige seiner vorfahren gethan hatten. Als er sich befahrete,daß sich der Kaystr rächen möchte,begab er sich an. 1244 in Franck-reich, und berief in dem nächstfolgenden jähre ein allgemeines Lon-eil,um nach Lyon , worauf der Kayfer in den bann geiban und ab.gefetzt wurde. Da aber selbiger an. 1 2;» dieses zeitliche gesegnete,verließ der Pabst Luvn, und begab sich an. >252 wieder nach Rom .Er verfolgte nicht weniger Kaystrs Friederici II söhne, Cvnradumund Manfredum, welcher letztere aber seine völckcr, die er in dasKönigreich Neapolis gesendet, schlug. Dieses Unglück befehle»,«igle des Pabsts tod, so daß erden 7 dec. an. 12^4 starb. Erwirbvor einen gar gelehrten Pabst gehalten, und von einigen Juristenem vater und werckzeug der warheit genennet. Er machte aufdemConcilio zu Lyon ble Verordnung, daß die Cardinäle purpurfarbnekleider tragen sollen, um sich darbey zu erinnern, daß sie schuldigwären, ihr bluc vor den Päbstlichen stuhl zu vergießen. Jedochverfolgte er den gelehrten und frommen Vischoffzu Lincoln, RobertGrosted, welcher unter andern ihn den Antichrist genennet. Diegeschichtschreiber berichten, daß bemeldter Bischöff nach seinemtobe diesem Pabst erschienen, und ihn mit diesen Worten angeredethabe: Vem mist? sä juäicium! Er schrieb einen appsrsrum , oderßlotls« über die äecrekslez.
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re. cÄD«.
^nnocentius V- zuvor Petrus Tarantasiain Taramasse an-122; gebohrc» war. Er nahm iseines alcers den Dominicaner-ordcn an, lag zuPgob, allwo er auch Doüor und krotellor tkeolossl«, ingleichcn an.126; Provincia! dieses ordens in Franckceich wurde. Gregorius X machte ihn zum Ertz-Bistboff von Lyon , und indem folgenden jah.re wurde er Ertz-Bischoff zu Ostia , mich bald darausCardinal.An. 127; wurde er der oberste VamicemisriuL von der Römischenkirche, und wohnte das folgende jähr dem zu Lyon gehaltenen Lon-cilio bey. Nach Gregorii X tobe wurde er den 2; ftbr. zu Rom gecrönel. Er hat wenig ausgerichtet, nur daß er die Florentinervon dem Päbstlichen dann, darein sie seine vorfahren gethan hatten,mit dem bedinge toßgesprochen, daß sie die Gibeltiner aus der stadtschaffen sollen. Er starb, nachdem er nur; monat regieret balte,den 22 jun. an. 1276. Man hat von ihm compenäium rksologi^,commenrsrium in czuscuor iibro; tenteac-srum. />-,/,
bibl. pr^ä. /ahihi. I^onr»
I^nnocentius VI, hieß zuvor Stephanus Albertus, und warBiichoff zu Clermont. Er war von Is Mont einem orte bey Pom.padour in Llmolsin gebürtig, anfänglich Dodlor der rechten undAdvocat zu Thouloüst, woselbst er auch ein collegium vor 20 armeschüler gestiffret, nach diesem Bsichoff zu Noyon , zu Clermont, undkcenitemisriu;, letzlich Cardmal-Bischoffzu Ostia , und succedirteClementi Vl den 18 dec. an. i;;r, zu welcher zeit der Päbstlichesitz zu Avignon war. Er bemübete sich, den Römischen hos, alswelcher sehr verdorben war, zu resormiren, und dem kriege zwi.sehen dem Könlge von Engelland und Franckceich ein ende zu ma.chen, aber vergeblich. Zu seiner zeit halle ßoasunsL äs kdupe8ciüs, ein Franciscaner'Münch, die offenbaciiiig q>. Jobaniilswider die Päbsie erkläret,und selbige Wider-Christen genennet, wes.wegen ihn dieser Jnnocentms VI verbrennen ließ. Er hub den vonseinen vorfahren ertheilten ablaß wieder auf, und befahl allen qeist»lichen bey strafe des bannes sich wiederum zu ihren gemeinen zu ver.fügen, mit Vorstellung, daß sie ihre heerde nicht den 'Mietlingen über.lassen solle». Er führte mit unterschiedlichen Fürsten krieg,welche,seinem vorgeben nach, des kirchewstaats sich anmassetcn. Er ließes geschehen, daß Carolus IV zu Rom von den Cardinälen gecrö.net wurde. Jedoch muste er zuvor einen eyd leisten, daß er zu sussein die stadt Rom eingehen, und nach der crönung Italien so fortwieder verlassen, auch ohne des Pabsts willen nicht wieder hineinkommen wolle. Er starb zu Avignon den 12 sept. an. i;S2, undhat einige episteln hinterlassen. Vor seinem tobe war eine ungemei.ne sonnen.siiistermß. stehe Aiberti.
lliü. konr. Q-2-L Kilt. Ihrer. Lpp. x>.; I. äe I's-
pis ^ven.
"Fnnocentius VIk. hieß Cosinus Meliorati, und war vonSulmona gebürtig. Er besaß vorher» einige prälaturen zu Ra.venna und Bononien, und wurde an. i;8y Cardinal . Aber nachBonifacio IX wurde er von den Carbinälen zu Rom den 17 oct. au.1404 zur zeit des lckilmsns wider Petrum äe Luna, welcher sichBenedictum X lII nennele, und zu Avignon residtrte, zum Pabst erwählet. Vor seiner wähl muste er schwören, daß er die Päbstli.ehe würde wiederum aufgeben wolle, im fall Benedictus derglei-chen thun würde. Allein da er einmal zum Pabst erwählet worden,gedachte er nicht mehr an sein versprechen. Als ihn nun einige vonden Römern deshalber ermähnten, auch verlangten, baß ihnen dieEngelsdurg und das Lsssicolium wieder, wie vor diesem, einge.räumt werden solle,so ließ er ihrer eilffen die köpffe herunter schweif,sen, und ihre cörper zum fenster hinunter werffen. Dadurch wur.den sie dermaßen erbittert, baß sie König Ladislaum von Napoli zuhülffe rieffen, das Lssscolium einnahmen und Jnnocentium nö-thigten, daß er sich nach Vitecbo retiriren muste, von dannen ernicht ehe wieder zurück nach Rom kam,a 1 S biß ihn die Römer selbst,welche mit Ladislao wieder zerfalleiyan.igoo einholten; da er dannLadislaum in den bann that, aber noch eben dasselbige ,ahr lewengehst aufgab, nachdem er aufdem Päbstlichen stuhl 2 jähr und 22tage gesessen hatte. Gregorius XU succedirte ihm. 7 /,-^. ^
"rnnocentiuü VIu, aus der Genuesischen fainilie derer Cibo,hieß anfänglich Johann Baptist«. Sein vater war Aranuö Eibo,
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geth 11,Er war
welcher Renata von Aniou, König zu Neapolis gute diensteund deswegen von ihm zum V'-ce X.s gemacht worden. Er waran. i4;r gevohren, und an der Neapolitanischen Könige Alphvnsiund Ferdinand, Hofe erzogen , biß er studirens halber nach Pabuagieng, von dar er zum Cardinal Philipp» Lalandrinv nach Rom kam. Hierdurch ward er am Päbstlichen Hofe bekannt, und mach»te ihn Paul N zum Bsschoff von «^avvna, Sirius I V aber zumvsrsrio, Bsschoff zu Melphi und Cardinal , da er sich denn in un.terschiedenen legationen und sonderlich in der Teutsche» um den Rö.mischen stul wohl verdiente. An. 1484 den 29 aug. ward er zumPadst erwehll, und hatte ein unruhig regiaient. Denn die Ursi»ner und Cvlonneser gerietheu heffttg an einander, so baß Rom selbstmit raub und mord erfüllet ward. Hernach bekam er auch mit Fcr«dinandv Könige von Neapoiis Hände!, indem er sich theils einigerins elend vertriebenen Neapolitaner annahm, theils auch den vonseinen vorfahren dein Könige erlassenen tribut von 20000 ducatenvon neuen forderte. Weil nun hierdurch seine schatzkammer gewal.tig erschöpfst ward, machte er einen Haussen muc amter, die erverkauffte. So brachte er auch den landfluchtigen TürckischenSultan Genies aus Franckceich nach Rom , und sich damit nebsteinem stück von dem heiligen speec die 40000 ducaten zuwege, wel.che dec Türckische Kavstr jährlich auszahlen ließ, baß Gemes insicherer Verwahrung gehalten würde, siebe Eiern?« Man meynt
banne loßgefprochens dareinden Norwegern an. 149
7 - hak er von dem
sie ,em vorfahre gethan hakte, undven ncorwegern an. 149! erlangt, die messe ohne wein zu halten,well leidiger entweder gefroren oder sauer worden, ehe man ibndahin bringen kunie. Er hatte vor seiner erhebung iü kinder gereuat,davon noch ein ,vhu und eme wchrer am leben waren, als er Pabst wurde. Den söhn Francsscum machte er zum Grafen von Angui.lara, und verheyrarhete ihn mllLa-irentii Medtcis tochtcr. Dielochter Theodorica gab er an Gerardum Usodimari einen Genueser,weicher m die famüie Cibo aufgenommen ward. Man halt ihnvor den ersten Padst, der sich zu seinen luiehlichen kinder» bekennet,und selbige mit überschwenglichem reichthum aus denen Archen,guter» begäbet. Es ist auch falsch, was Coeffeteau ohne den ge.rmgsten beweist, nur um dem hievon genommenen vorwurffe des är,Plessts auszuweichen, vorgiebl: JniioceiitiuS hätte dieie kinder vorseinem Padstthnm aus rechtmäßiger ehe erzeuget. Er starb den 2;jul. an. 1492, da er eben i-n begriff war, die Christlichen Fürstenzu emem Turcken-kriege aufzumuntern. Die geschieht«: beschreibenihn als einen lanfftmüthigen und liebreichen Herrn, der auch dengeringsten Personen fmmöllch lind angenehm begegnet; aber imübrigen dem geitze ergeben, ohne wissen,ch«,fft und mit keinem svn«derlichenverstrarb begäbet. l,b.
22. inlimocemio V Ul. genes!. 20 illnttr. in lrsl
Lmil. -»
^nnocentlus iX, von Bononien, hieß zuvor Johannes Au«tonniS Fachmelti. Er bekam erst von dein Pabst Pio'tV eine prala»tur inCaiabricn, wohnte nach diesem dem Ooncilio zu Tridem bey;letzlich machte ihn Gregorius Xl 1 l zum Cardinal. Er wurde nachGregorio XlV den 29vct. an. i;yi zum Pabste erwählet, und starb2 monat nach seiner wah!.
'Iiinocentius X. ein Römer, hieß zuvor Johannes BaptistaPauwhillus. Er wurde anfangs in verschiedenen Verrichtungengebraucht, und von Gregsrio XV als bllmriuz nach Napoli ge.schickt. Urbamis Vlll gab ihn an. i?2s seinem Ncpoten, demCardinal Francjsco Barbarin!, als er in Franckceich und Lwaniengeschickt wurde, zum Osrsno zu, und blieb er daselbst lttiter demtitul eines Patriarchen von Antivchien und Päbstlichen Xumü, bißer Cardinal wurde. Nach dessen tode aber wurde er den stpt.an. 1644 zum Pabst erwählet. Er war in einem übel» berüffwe«gen seines allzu vertraulichen Umganges mit der Donna OlliuwiaMatdnchmi, ieincS bruders hinterlassenen gemahlin, welche fastdie«,nutze Päbstliche regierung verwaltete, und alles nach ihremkopffe einrichtete. Als er kaum den Päbstlichen stuhl bestiegen,ver»jagte er alle von der Bardarinischen familie aus der stadt Rom,ohn »geachlci er > iirch sie auf den Päbstiichcn stuhl erhoben worden;worauf selbige ihre Zuflucht zu dem Cardinal Mazarini »ahmen.Weil »un dieser es vor eine bequeme gelegenheil hielt, gleiche machtmit dem Hause Oesterreich in dem concisvi zu erlangen, so brachteer es dabin, daß der König in Franckrcich au. 164? durch einen öf»fentlichen brieffan deu Pädst erklärte, daß er die Barbarin, in sei.neu schütz genommen hätte. Dieses kräuckte den Pabst dermaßen,daß er; Cardinäle beorderte, um von den Barbarinis wegen dergelber, die sie binnen der zeit, da ihr Vetter den Päbstlichen stuhlbesessen, empfangen, rechcnschafft zu fordern, und mit ihnen t»der fache nach befinden rechtlich zu verfahren. Im jan. an. 1646gaben die Barbarini ihre rechnungen ein, wider weiche er aber mitgrossem Unwillen crcipirte, und ihre guter ohne rechtliche formst,questrirte, so daß sie ihre Zuflucht au heilige orcer zu nehmen , auchendlich gar in Franckreich zu geben genöthiger wurden; von wannender Biichoff von Angers ihrentbalben nach Rom kam. Desglci.chen nahmen sich auch die Venetianer ihrer fache an. Als nun derPadst dem Könige in Franckreia) keine solche antwort ertheilenließ, womit er zu frieden stvu können , so ließ selbiger durch leinen^mbstLäeur bey den Münsterischen friebens-lractate» anderer Po.tentateu Abgesandten erinnern, daß das friedenS-werck zu keinemstände gebracht werden könne, wvferue nicht die Barbarin, wie-derum'in das ihrige eingesetzt würden. Weil aber der Padst sichnicht bequemen wolle, attaqmrten die FraniM-n an. 1647 Ordi,tello, unv überrumpelten 8. Stephans, welches dann die stavtAaaaaa; Rom
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