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machet sie dadurch von dem banne loß. Was die andern Mannt,so ubergiebt »e derMgwüwr der weltlichen vbngkeit, bittet darbendie anwejenden Richter um der barmhertzigkeit Gottes willen/ gü»tig / und wo möglich, ohne blut zu vergiessen, mit ihnen zu versah«ren. Allem/da dieser unglückseligen tov schon vorher beschlossen ist,und der weltliche Richter die macht nicht hat/solche von der gesetztenstraffe zu dcjreyen; so kan man diß alles nicht änderst ansehen, alsein gespott. Darauf werben sie zum scheiter-hauffen geführet, undein jeglicher ins besondere an einen pfähl gebunden. Ehe aber sel«bigec angesteckt wird, fragt sie der scharffrichter zuvor, in welcher re»ligion sie sterben wollen? wenn sie nun sagen, daß sie als Christen stür.ben, werden sie erdrosselt und alsdann verbrannt,wo nicht, verbren«net man sie lebendige Nicht weniger hat auch die Inquisition auf»M aus die bucher, dergestalt, baß ohne deren consens kein buchdarffgedruckt werden,wie man denn auch die aus fremden Reichendahin gebrachte bucher darinnen eraminirct.
. Die Portugiesen haben in dieser Ost.Jndischen Haupt-stadt dieinquisition gestlfftet- Es giebt daselbst 2 lnguUjrorez, deren der ei«ne, welchen man den obersten ingullftor nennet, allezeit ein welch»cher Priester, der andere aber ein Dominicaner ist. Nächst demgiebt es auch daselbst verschiedene Deputirte des heil. Ecü, >vel»ehe aus allen geistlichen orden in grosser anzahl sind. Diese wohnendem gerichtc zwar diy,aber nicht eher,als diß sie darzu beruffen wer»den. Andere werden (^vsliücstores des heil. oKcü genennet, wel«che die bücher exammirenmüssen. Auch giebt es einen kromoro-rem, ?rocursroi-em und Advocaten vor die gefangene, welchedergleichen verlangen, wiewohl selbige mehr darzu dienen, der in«qmsiten gedancken auszulecken, als sie zu vertheidigen. Der ober-ste chquiiiwr daftlbst hat grosse autoritär, welche sich über alle geist»und weltliche Personen erstreckt, biß aufben Ertz»Bischof seinen o»bersten Vicsnum, den Vice-Kc und die Louverneui-z. Alle übrigekan er lassen in arrest nehmen, jedoch muß er es an den KöniglichenHof berichten, und von dem inquisitions'Rathe geheime orvre er-warten.
Inquisition zu Toulouset
Dieses ist die erste inquisition, so durch Pabst GregoriUm lX an-gelegt worden. Dieselbe hatte anfangs grossen Widerspruch, jedochbekam sie an. 1229 völlige sreyheit. Nachdem aber die Wigenserin Franckreich zerstreuet worden, fiel auch die inquisition wieder-und behielten sie ausser der Untersuchung der geistlichen bücher, nichtviel übrig, jedoch wurden von dem Parlamente manchmal einigefachen, die ketzerey betreffend, an selbige gebracht. Nicht wenigerbehielten sie auch lange zeit das recht, daß ihnen alle jähr öaS pröto»coll, so bey der wähl der Capitularen zu Toulouse gehalten ward,uiuste zugeschickt werden, um zu untersuchen, ob jemand unter denerwählten ermann der religion halber verdächtig wäre; allein die»fts recht wurde durch einen Parlaments-ausspruch an 1646 demErtz-Bischofe von Toulouse zugesprochen. Indessen lassen die Ja»cobiner noch immerdar einen ihres orbens von dem Könige zumInguiinor bestelle», haben auch noch ein hauß daselbst und gewisseangewiesene besoldungen, wie sie denn auch eine kleine versamm«lmig halten, welche sie die inquisition nennen, jedoch ist heut zu tagefast nichts mehr übrig als der name.
Inquisition zu Venktzig;
Es dependirt stlbrge eben so wohl von dem Politischen Staate -als die weltlichen gerichte. Sie bestehet aus dem Päbstlrchen blun-cic>, dem Patriarchen, dem kaisr inquiliror, der allezeit ein Fran»ciscaner ist, und; Rathsherren, ohne ivelche nichts geschlossen wer»den kan. Dahero kömmt es,daß wenn es das staats-interesse betrifft-die inquisition nicht viel vermag. Es kömmt vor dieselbe nichts alsketzerey, auch verfährt sie so gar scharffnicht, wie denn auch die gü»ter der verdammten den erben bleiben. Sie hat keine gewalt überdie bücher. Den Griechen und Armenianern wird ihr freyer gor«tesdicnst daselbst gelassen, nicht weniger werden die Jüven gedultet;wie dann auch zu Padua Ooüorer von allerley religivnen gemachtwerden.
Inquisition zu Rom oder Congregation Setz heiligen
oKcii:
Selbige hat Paulus IV aufgerichtet, Pius V verbessert, undSirius V a». 1 s88 in eine andere ordnung gebracht. Sie verfam»let sich alle Wochen 2 mal, ärmlich mitwochs in dem conveme ciel-Is lkitinerva, allwo der sitz der inquisition ist, und montags vor demPabste. Sie bestehet wenigstens aus rr Cardinälen, deren wählder Pabst nach seinem gefallen einrichten kan, welche General»Jn»quisilorcn genennet werben, und aus einer ziemlichen anzahl Tkec»'iogoruin, welche hrcrbey Consulcnten sind, deren commitkarmsallezeit ein Doniinicaner seyn muß. Von biestn werden die inqui»sichren in den Prvvintzen erwählet. Lstorsc» äell'
origine ckell' inguiliüone. 6ire<storium inguittrorum.
Praxis iriguil. l-vcerns iticzmk.
»nguis. üisp. srces cleteök«. Vo/sges 6'lkspsAne. Kitt»
riu Lslvinilme. Relation 6e I'ingu,ilnon 6s Los. Lee, vira 6> 8ixl0V- llili. ingulk kd/E»«/llelietz! 6e l'Lspsgve p. 901.
ldl(Ml 5 l 1 ' 08 .L 8 .Unter benRömischen Kaysern war es ein Ma-gistrat oder Lommillsrius, den man in die Provintzien schickte, diefachen und streitigkeiten, welche der gaben und kributswegen ent-stunden, zu entscheiden. Bey den Fräncklschen und EnglischenKönigen waren es Lominiffsrii, die auch justitzssachen zu untersuchenHatten. !i 2, 8;.
Ins, ein grosses dorff an einem erhabenen drt zwischen demNmenburger.Bieier»!inö Mutter-lee im Caisson Bern gelegen; all«
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wo ein schöner wein »wachs und die einträglichste pstund des landesist. A«.8;o ward BischvffDavld von Lausanne, als er sich da»hin gefluchtet, von den scinigen verrathen, und unfern davon ermor-det. An. wurden die Engeländer daselbst geschlagen, ;oomann erlegt, und von den Bernern eine gute beute gemacht. ImBurgunder.kriege an. 147a wolle Graf Remont dieses dorffüvcr»fallen, würde aber von den Werdern mit stangen und gabeln sorauh empfangen, daß er mit schänden die flucht nehmen neuste. Andiesem ort wird auf «eben zins-tag das landgericht der gantzenGraf-schafft Erlach gehalten. Lkron. rnscr. 8renler cbron. *
Inspruck / lat. Oemponr.jst die haupt.stadt in Tyrvl und ehe»mahlige residentz der Grafen., Sie liegt in einem sehr angenehmenkhale an dem flusse Jnn, worüber eine drücke gehet, daher die stadtden namen führet.Sie ist sonsten schon,wohl erbauet,und mit feinenHäusern versehen, hat gegen dem schlösse Awras wie auch gegenHall im JnMhai keine mauren, und ob sie schon gegen andern or.teu mit; lhoren versehen, ist sie doch nur vor eine offene stavt zuhalten. Die oächcr sind mehrentheils platt, und vor den Häusernsind schwidvogen, darunter man gehen kan. Die Vorstädte sindnicht weniger wohl erbauet. Otto Hertzog von Meran , hak diesenort mit der ltadl-freyheit versehen. Nach dem aber das hauß Ocster»reich Tyrvl zu besitzen angefangen, haben sie auch daselbst ihre Hof-haltung gehabt, und zu dem ende die noch alda stehende ansehnlichebürg erbauet. Dieses ist zwar ein gar weitläufftigcs aber unförm-liches gebäude, weil es zu unterschiedenen zciten ausgeführet worden.Die cantzle) liegt mitten auf dem marckte, woran das goldenedach zu scher, welches Ertz-Hertzog Friedrich mit der leeren laschean. 142; machen lassen, so 200000 ducaten schwer seyn soll. Edendieser Ertz-Hertzog Friedrich soll auch die r8 metallene bilder, wel-che in der B«rfüsscr>kirche zu sehen, haben machen lassen, wiewohlder Churfürstvon Bayern selbige in seinem letzter» einfalle meistenswegführen lastn. So ist auch in selbiger kirche des KayferS Maxi-wiliani i prächtiges grabmahl zu sehen, und viel capellen, welcheverschiedener Ertz-Hertzoge von Oesterreich grabmahle zeigen. Ei-ne Halde stunde davon liegt das Ertz'Hertzogliche lustsschloß Amrasan dem fusse eiws berges, woselbst man einen grossen vorrath vonallerhand raritäten findet. Kayftr Maximiliamiö I hat an. 1404hierseldst mit Bianca, Hertzvgin von Mayland, ein prächtiges bey*lager angestellet. Churfürst Moritz von Sachsen hätte Kayftr Carlden V hieselbst bald gefangen bekommen, da er um feinen schwäheeLandgraff Philipp vvnHessen der gefangenschaffi zu defreyen, unser»muthet die waffen ergriffe, und um der fache desto chendcr ei» en.de zu machen , ungesäumt auf den damals noch gantz ungerüstetcnKayftr loß gienge.Karftr Fervinandus ll ließ sich an.i üar daselbstmit der Hertzvgin Eleonore, von Mantua vermahlen. An. 1649that die Königin Christin« von Schweden allster ihr öffentlichesCatholisches alaubens.bekäNntniß. An. 170; wurde dieser ort voirdem Churfürsten von Bayern erobert, aber bald wieder nebst demgantzen lande verlassen. 2-»^- m». Eerm. LestsirsibunZ T/roh.reise-betchrsib. P. *
Insterburg / ein feiner ort in dem BrastdeNbijrgisthest Preus-sen , mBartland, wo der stußJnsier (welcher in Nadravia, beyLasteinen, an bei, gräntzen von Samögirien, entspringt- und in sei-nem lauff die kleme flüsse Ragup, Bödüp, Jvdup, Eimen , NipokUnd Steige in sich nimmt) mit der Angerab sich vereiniget, worausallda die Pregel entstehet. Es hat dieser ort ein schloß , ingleichmdie stavt'gerechttgkeit - ist aber ohne mauren. Indessen gehört eiltgrosses amt darzu, welches vor das beste scatullemamk des Königsvon Preussen in selbiger ianvschafft gehalten wird, zumal es 1;messen in die länge und 8 m die breite sich erstrecken soll. Es istsonsten dasselbe den Branbenburgischen erben in Francken von bei«cron Polen bey abgang der Cburfürstlichen iinie in dem Welaur»sehen vertrag vor isooov rtdl. verschrieben morden- In verpestan. 1712 ist das amt fast gantz ausgestorbeN , und sonderlich diöSchweißer»familteü, die einige jähre zuvor sich daselbst niebergs»lassen, darauf gegangen. Das hiesige bier soll gantz schwach, ünvso starck seyn, daß es sich wie Vrandwein anzünden last- Die vor»wercke Dzauver und Altenhoff sind durch eine schöne linden-slieszusammen gehängeb kreuü. Kssrs-geoAr.
Infubdia/ ward vor alters diejenige landschafft genennet- wel«che yeuliges tages das Hertzogthinn Mayland heist, öder vielmehrnur ein stück davon, nemüch was zwischen den beyden Offen Addaund Ticino liegt. Die einwohiier nennet man Insubres, welcheursprünglich aus Gallien hergekommen seyn sollen.
IMVLL:, hiessen in Rom eine anzahl kleine aber an einanderstossende, und rings herum von gassctt, wie eine insul von wassern/umgebene häustr / in welchen deswegen die ärmere burger zsswohnen pflegten, welche man davon lnluisnos nennete, da hinge»gen die, so Vergleichen an einander stossende gebäude zusammen!besassest, wie es gemeiniglich geschahe, vom'mi Inkulgfum hiessen»Der unterscheid zwischen insul» und Häusern, iniulls und ävmibusbestünde also darinnen, daß die llonws, ob sie schon gemeiniglich»auch allein innert ihrem umfang und mauren stunden , und amkeine andere gebäude anstießen, dannoch nur für emzeler, aber garreicher und vornehmer Haushaltungen wohnung zu dienen pflegten.Fds«-«. it»L. M.LseL Db.- Lc dier. e> 99. Sc 46.
!. 16. c!e ulu ä Iisbir. Koiri. E. I. z c. 4. Olisei v»
i-.rr.L»K^<ie lAsZulr. K.om,i. pnet.«)w. 4.1'Nes^anrs
K.om. *
veInsula/ (Melchior) Herr von Hunnenwald, f. U. V. undkrotellor zu Basel , ist bajelbst gedohren an. ls8o von eittein edlcitGenueser Francisco, welcher zuerst in Italien Kriegs.ämter, her-nach bey Cawlo V m Teutschiano ein Nleberiändjsches comissariakII theil. Bbbbvh de»