Band 
Zweyter Theil
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9tz2 int

SS'lS

Kavstrs Pdllippi zu suchen. 8s) I» Tdur»MN loste man meymn,würde die Rltterschafft.ruhiger uium^^no gewesen fty» wdork dieses land seine Fürsten behielt,aber weit gesehlet. T>enn wenHenricus Brabantmus mit dem beynahmendas kinv, unv Henri»cus tiluttei- der Marggrafvon Melssn, ailf^huringeii zugleich ih«re prätension machten/ so entstunden daraus innerliche "»b blutigekriege. D>e Thüringischen Edelleute fischeten mehrencheils imirüben. Sie hleugen bald dieser bald icnec parthey an. Sie baue«teil säst unüberwindliche bergschlössr an vielen orten Haussig aus,und kau cä seyn, daß sie anfangs zur eigenen stchcrheit des Ad ISdienen sollen/ so aber nachgchenvs von ihnen zu rauv>schlosser>, ge»macht und zu Verletzung rostender Personen gebraucht wocdcn stno.Heloensicin, Kragenburg/ StcantzenaU/ Luchtewald mid unzehlichemehr sind von dieser gattnng gewesen/ und von dem Thurm glichenAdel damahls befestiget worden, KK) Als Nudolvbus stlastwur-xicus , welcher ei» grosser ftlnd dieser gaiuerdei, und raud-schlosterwar/ i>) aufden thron gelangte/ ließ er 66 davon m dem einzigenThüringen zerstvhren / woraiis von der menge und anzahl der ubrl«geil/ so sich in gantz Tentschland dcfuiiben, gar leicht wirb geur»theilet werden können. kll) I» dem Hertzoglhum Braunschwelgund Bißlhum Paderborn fiengen viele von Adel sich ihren rechlma,«sigen Herren zu widersetzen/ und dasjenige hanbwerck zu treiben an,von welchen die in Schwaben/ in Thüringen / in Francke» profcs»sion machten/ sonderlich machten die 2 Adeliche geschlechler von As»stburg und Wolffenbüliel dem Hertzvge Alberto von Braunschweigdermassen viel zu schaffe»/ daß er wider dieselbe mit dein Bstchoffvon Paderborn ein bündniß auszurichten genothigcl wurde, tl)Die von Wolffenbüitel wurden aus ihrem festen schloß gleichesnahmens vertrieben/ die Affeburger aber inchi nur aus ihrer festungAffeburg/mm) HerllngSberg nn) sondern auch aus dem gantzenBraunschweiger lande gejaget, aller ihrer güler beraubet/ und der«massc» gedeinüthiget/daß sie m langer zeit mcht wieder auskommenLonten. 00) Da »im also in Tentschland das rauben und plündernkein ende nehmen wolle/ kamen viele mächtige Fürsten, sonder«lich Otto von Brandenburg, Albrecht von Thüringen, die Her»tzoge von Brannschweig/lind die Hollsteinstche Grasen an. 120; zuQuedlinburg zusammen/ und verbunden sich diesem entstandene»Unheil mit allen kräfflen zu steuren. pp) Der Pabst Gregormsselbst / weil ersähe/ daß die clerisey bey dem vacanlcn Äanstr.thron grosse gesavr und schauen litte, vermahnte die Churfürstenabermahl, daß sie z» einer wähl schreiten / oder gewärtig seynmöchte» / daß er Mit Zuziehung seiner Cacdinale ihnen -x otkcioeinen Kayser setzen wolle, gg) Und hierdurch wurden diejenige»/welchen das wahkrechc schon damahls alleine zustunbe / bewogen,zu Fraiicksnrl eine zusammenkiinssl anznslellen/ in welcher sie denGrafen Rndolphum von Habspurg erwehlten. Also nahm dasgrosse iarerreZnurn, welches zwar eigentlich Nicht 28, sondern ,6)ahr, und also doch lange genug gewähret/ ein erwünschtes ende.s) Vika toleiuvveici kpiicopi kaderkorn. h. 9; p. 447. k)

in vira Ikenrici VII s>.66 be 67. c) liebe den arnculkristericuL I l. d) v. aÄa eledkon» Lonradi l V apud/.c»p/r»,rr//„ inprodrorno codicir diplornanc, n. y p. 9. e) liebe den arciculvVstbeini von Holland. I ) s. den arkicul /s.lpkoniu5 uncl thickardus.g) T^»/ic//u/ /^^.e»,i//,// I. 11 ree. Inlübr. p. 592, 9z leg. tckkron.^uAulksuum p. Z76. k) tklkronicon lVI. Uelgicum p. 24;. i) />»-tLe»//E in cbronico Uirssugienli sei an. 1254. st) tz'/.r-

all an. 1244 p. ;ro. >) tzt^.te,//rV ad an. irzz p.

zro. rn) v. Takula; tbedcri; niagni Kbenenli; apud /,,//>/,/-<-«//- t. 2. t^odicir diplomarici p. 96 Lc 97. n) v. erstem kakn-tas p. 9;. 0) 6I>^// /// breviarium k'uidense p. 4,8. in//>/» ssmagmare rer. 6erm. p) v. rskuia; tkedenz ss.benenlir p.96 Le 97. g) 6c//.»ec»E p. 2. -innal. kaderk. l. 11 p. 91.

I. ;. ^nliguir. Loslar. all an. 1257 zr. 276. r) (Ibroni-con. ^uxuliannm p. Z7; Le 78. r) Uaraleipomena k/rihei-Aenli;p. N4 r) /l/nnale; (.'olrnaricn!« U. 1 p. 8 all an. 126;. u)Lkronicon Lolmarienke U. 2 p. ;8- cllcir iinperii rez , czuaz guiliberDominorum porerarcontiscavir. x) s///..-/-/ ez/ilk. cle conrroversaelebsione Kicbsrcü §.9 zi. 17. v)(ikronicon IVI. Lelgicum p. 26.

/Vsrtz///calalogu5 epilc. Lolonienlium p. 9. 2) ^n.,/^-„tt cbronicon. apuci /V//i.ee,E in anliguir, llrunlvic. all an. ,2s6

р. 171. s>./»x»«r I 8 8»x. c. 21. aa) 8upplemcncum L r//,6ertlL>c///r/b-r6»rLe»/sr2c!Ln. 1256 p.2;8 bb) Lreviarium b'ulstense invira lkenrici lV P. 4)7 estic. Vauliman. cc) /Vrsr/r/L/r/^ I. 4. -innrl.kulci. p. ; 11. Lreviaruw kulclense in vica Lerkolcli II p. 4)8. üb)Cbronicon Mstücheimenle apust /^.r///s,»///,/ s> 96. apucl Te/s,/»//«/»l.i P. 7;,. ee) liebe den arricu! Tonradinur. tl) c.!>»r^/„

p. ; I 88) p. ;il. kk) liebe den

arricul Tburmgen. /^re.>/H«-:r//-/r I. 11 ad an. 1247 se^.

Le Kilt. t.rndgraviorum Tkuring!^ cap. ;6 Lee. />.»,////», anuaie^Isenacenkes p. 47. ii) ^0. s'«/o.e-<r/in/<r p. 27 ckronici. lik)se»t. cominuaror ad an. 1290 p. 260. I!) /V/r.

?.2 anna!. kaderb. I. n p.yi. mm) ^tr-,/r////i cbroni-con Lrunsuicense apud /Vh-^er///,- p. 20. (nn) in norir

ad üenrici«.0L!^üer!mZjber§am r.l p. 78z. 00) < 7 , /r»-E l.8 8ax.

с. 21. V. i cbrou. Lrunkuic. p. 214 (pp) Lch.-«- »//// ?.

2 annal. 1 . 11 p. 108. t>. 1 ckron, Lr. n. 224. (ao) tia

ßmenc. Drltilianum p. 9;. *

Ikg'l'k'R.K.LX, wenn zu Rom im ansang der Republic ein Kü»lug gestorben war/ so ward gleich nach dessen tode ein lmerrex gc»wehtet, welcher unterdessen die Republic zu regieren hatte. Sei«ne regierung aber währte nicht länger als 8 tage, hernach wardein alwere« wieder so lange gewehlet, so daß das letzte mahl, dahernach die eoniuie, ans regimenk kamen, n solche inrerreseL

int

nach einander gewesen. Nachmals under der BuraermMer,^regierung wurden auch bißweilc» solche InremeLe; ermfia.- «sich die stadt durch einen zusah! ohne höchste Obrigkeit, das istkulLL und t'Eorcs befand / welches in selbige» reiten um in ni/iehendcr geschahe, da diese amter mit zu end lauffenoem scheu »sechste» auffhoreien, und hingegen durch die bey anlaß deren ne>>7»erwehlungen entstehende gezancke, und protestatiollen derer uil>»norom Illebis, die fachen gar leicht dahm gedeven mochtenvor solchem tcrmin keine neuen bestimmcl waren. Fn deraiM,»fählen dann wäre der alte gebrauch, baß sich die kamst, M»viel deren das rechte alter erreichet, und in Rom anwesend war nzulammcn thaten, und einen aus ihnen durch die mehrere stimm»zum Imern-Zs machten; welcher dann entweder seidst in anaM.lcr Versammlung des volcks ordentllche Obrigkeiten mvehien i-«oder, wo dieses nicht geschehen mochte, wie es dann von den,ersten imeevege fast mmmer geschahe, nach verfliessung fünff m.gen, für sich selbste» einen ander» l-uerreZem. welchen er woite,doch allein aus den karriwr ncnnele; und so ferners bis man ordeni.Ische Obrigkeiten hatte. de Lomir. Lom.

kisls^ilkr. ^.om. c. 9. /ksss»«- 7, i ü. l. 969. *

IHtorcetta/ (Pro,per) war an. 162;lnSiciliengebohren,unb verfügte sich, seiner eitern beseht zu folge, an. 1641 nach Lala«nea, um daselbst in bec jurisprudenz einen guten gründ zu leMalle!» nach etlichen monalen begab er sich heimlich „ach Messm,unb trat in dein folgenden ,ahre >n die 5 oc. Weil er vvu iugendauf nichts mehr gewünschel, als in wen entfernten ländern hciiChristlichen glauben auszubreiten, so trat er die reise »ist dcsondemsrenbcn an, alü cr aii.>6z6»ebsi andern nach Chma geschickt wardHierseldst predigte er in der provnitz Chiansi das evangcimm müsolchem sncccß/ daß er innerhalb 2 sahrcn 2000 stete» zehlen konle,welche er zu Christo gebracht hatte. Um diese zeit ward er beschul,digel, als wenn er das Haupt von einer gewisse» räuberischen rollesey; dahero der Chinesische Kayscr ordre steUle, sich stmcr pnsonzu versichern, und die von ihm ncuerbaule Iirche mederzurelffen;das letztere bewcccksleUigten seine feinde alsobald , das erstere aberUttlcrl,e>scn sie, aus dcysorge, es inögle ihre falsche anklage da>durch an den tag kommen. Nachthemds ward er an. iü-4, beyder damaligen versolgung der Cvcisien, nach Pekin , und Mdar nach Canton gebracht, um daselbst , nebst noch andern -4, ar<rcsr zu hallen. Er erhicll aber, nachdem er einen an seine stelle ge.fangen zurück gelassen , dic freyhcst, im namcn , einer mikgefange,neu alü krocuraror nach Europa zu gehen, und kam an. 1S71 sssRom an , woselbst er so viel erlangte, daß er noch 40 Personen ausder Societät mit nach Chma nehmen mochte. Bey seiner zurück-knnssc waren die obgcdachte gefangene sämilich der hasst enrlaW,Mll welchen cr diß an sciuen lod das wvn Gottes ausgebreitet. Erhat kUnarum Icieiuiain poücico-moralem cum ckaeaücnbur 8iow-liku» Lc kaknk, Mglcichen riarrarioacm de milllone Vkineiiü rban. 1481 all 1669 herausgegeben. bibl. Loc. )est>.

Iittremont/ ist daS fünffle Panner, oder Gemeind im im.der» Walliö, so den nahmen von lhrer tage hat, Massen sie M.scheu hohen gedürgen eingeschlossen ssl, und aus zweyen thälermdestchek. Das erste helstet das Bamuen.lhall, dardiwch der ftßDransa lausset. Das andere lst Sl. PcterS.tdal- Der hanpt vrl mdieser gemeind ist Branschena in welchem St- Stephans kwche de>rühmt lss Nach diesen, orl sind am,och St-Peter, cdl. Mc>c>S/Sar Orsicra/te. /01. valek. p. r8- *

Idll'^OHDk,, hcist in der alte» kirchc ein gewisser vers aMssschrifft, de» man », den Kon; bey ansang des gollesdiensts zuM'gc» pflegte. Von dergleichen haben hernach die sbinitagc m der sa'stcn ihre namcn bekommen, alü invocavir, weil man an diescinsönillagc die Worte gesungen : Invocavir me, L exauckiLm ixloin./^/ä. ,/1.91,1 s. Da 11 r, 114.

IKUKOX^I'I, ist der name, welchen die Mitglieder einer z>>Slcna in dem Florenlmischei, attfgcrichlctcn gclchclen gesell schau!angenoilimen have». Ihr sinnbild bestehet n, einem ausgehollenunb von »ine» mit saltz angefüllten kürbiS , welcher au stall eui«saltzfasses dienet, und diese beyschrissl hat: meiiora laicm, das ist,das beste steckt verborgen.

IdlVL.TI'II'OKä > war in den Miller» zelten,wenn einer in seinaml unb würde, oder auch zum besitz eines gutes mit gewissen cerc.llioiilcn eingewiesen warb. Soich-s' geschahe nun entweder durchclnen dricf vder össenliieh msirnment, welches einer dem ander» »nbcliseyii eimqcr zeugen gab: oder durch gewisse'ssmbola - die amzu verschiedenen zeilen nnd an verschiedenen örlern sehr »nterM.den gewesen , z. r. wenn man einem ein stück von liegendenguicwübergab , sb geschah es mit Überreichung eines stuck rastn», mtiianchmal an einen äst gesteckt war; ober man gab ihm einen !N>eken n, die Hand, re. Wenn einer n, cn, land.gul oder pemchMcmgcwicse'n ivard, so geschah cS mit Überreichung des dcgcns, ea-durch die slirlsdiction angedeutet ward; die Geistlichen wnrdenuiihre ämter durch Übergebung eines buches, rniges,

»nütze u. d. g. entgewiesc». D» II, 2 116. >-

. so hiess» die Cisterciciisec-Münche^

jenigen, der im chor mtoniren oder ansangen niuste. AM> .scr nicht da war, that es der ncchste nach ihm, welcher e>uv,n

lorianur hieß. 6V//?»».S-r/§ lex ecclek. pari. r p. 69 <

MVOL/^TI > ist der beyname, welchen steh d,czu iLlena in den, Florcntimschen anfgcrichkcten gelehrten gcstW >gebe». An statt eines stnn.bildcs brauchten sie bck vorslcllm g uglüenden cisens, welches auf einem amboß durch clnen hainmergschmiedet wird, Mll der umschnffl: in guarcangue torwLk, vist, m allerley gestalten.