Band 
Zweyter Theil
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°Io/ Jnachi und Jsinenä tochter. Sie wurde von dem In»plter geliebet, und um sie vor der göttin Juno zu verbergen , in eineschnee,weiss kuhe verwandelt. Als aber Juno hinter diesen betrugkommen war, bat sie selbige von Jove aus, und übergab sie demArgo, welcher ioc> äugen hatte, zu hüten. Nachdem nun Mer»curius aufJovis befehl dem Argo den kopff abgehauen , schickteJuno eine bremse oder wespe diese ihrem che-derrn so angenehmekuhe zu plagen, welche sich denn letztlich in die fte stüctzte/ so her»nach von ihr den namen wäre stonmm bekommen. Ntan setzt hin»zu, daß sie bis an den fluß N>lum gcschwummcn, und von denEgyvtiern unter dem namen Isis angebetet worden; desgleichen,daß sie Epaphum gebvhren, weicher, als er vor seinem väter,veinJovi, vorbey gegangen, seinen namen in den fand geschrieben ha-be, um daraus erkannt zu werden. «.merLmorpb.

Lorimk.

"Foab/ ein söhn Zur, von Zermacher schwcsier Davids,und Ge.neral aber dieses KörngS kriegs.heere. Er ließ bey aller gelegenheitviele zeichen seiner tapfferkeit spühreu, welche er aber x. Xt. 298?durch eine« meuchel > mord an dem Abncr sehr verbiiuckelte. Einjähr darnach wurde durch seine tapsserkeit die bürg Zion den Je»busilern, so sie inne hatten, wie auch unterschiedliche andere örterden feinden abgenommen. Er söhnte den Absirlom im >ahrmit seinem vate'r wieder aus, da selbiger aber sich wieder diesen em»psrte, und in der flucht an einer eiche hangen blieb, so nahm Jo»ab ; spiesse in seine Hand , und fließ sie dein Absalom ms hcrtze;vbschon David gar ernstlich befohlen hatte, dem knaben zu jchonen:Ader Joab zöge den wahren nutzen Davids und des gantzc» Landesdessen willen vor. Hernach schlug sich Joab zu des Ädomä partheywieder Salomon ; doch da dieser aus oen königlichen thron erho-ben wurde , ließ erden Joab an. ;ori umbringen , oder gleichdie Hörner des altars ergriffen hatte, 2 ck-re». 1 /esF. 1

1.1. aruiguir. füll. Lc LUii^uic.vec.reiiLm. *

'Joachas oder Joazas , wie ihn Josephus nennet, siiccedirteseinem varer Jehu in dem Königreiche Israel X. dA. ^79 , undwurde abgöttisch wie seine vorfahren; GOtt aber straffte ihn durchHasael, den Kömg m Syrien und Benhabad , den söhn Hasael ,welche eine grosse Niederlage unter semem volcke anrichtete»/ berge-stalten daß kaum so. reutcr, und zehentausend mann fußvvlck demKönig überblieben, so geschehen umb das jähr der weit;, 84. Danun der König in Syrien den Jsachas nebfl seinem votae icycdrängele, rieffer zu dem Herrn, welcher ihn auch erhörte. Denner gab Israel einen Heyland , der sie aus der gemalt der Syrerführte, oaß die kindcr Israel in ihren Hütten wohnten, wie vorhin.Doch blieb Joachas immer bey der fünde JeroboamS, und ließ diekäiber zu Da» und Bethe!, wie auch den Hayn zu Sama-ria stehen. W nun Joachas 16 jähr regiert hatte,starb er,und>vur»de zu Samarien begrabe». 2 l. 9. anriguir. c. 9.

snnal. vec. teli. *

joachas / so von Jcremia und Esta Sallum und Jechoniasgencnnet wird. Er war Josiä/Kömgs n> Java ,bhu, vvn der Ha-mutal, einer tochter Jereiiiiä von Lwna. ütach jemes valers woean. ;42s »ahm ihn das volck im lande, fälbele ihn, und setzte ihnan seines valers statt zum Kvinge ein. Er that aber , das deinHerrn übel gefiel, wie leine vanr gethan halten. Er wurde bähe-ro von Pharao Necho, nachdem er; monden zu Jerujalem regierthatte, gefangen genommen/ und mit in EgYPlcn gebracht, wvstlbster aus vert ruß etliche zeit darnach verstarb. 2 /r-F. 2;.

lib.io.Lmi^uir.cÄp.6. snnal.ver.ceck.

8. Joachim/soll der ehemann der H. Anna und vater der junaf.Maria gewesen seyn.Er war,wie man vergibt,ein sohnPanlhers undgroß.svhn Barpantherö,inib wurde vhngefthrX.lVl.z99o gedohren.In dem 26 jähre seines altcrs heyrathele er die heilige Annasto zwaranfangs unfruchtbar war, aber nach 26 jähren ihres ehestandeo diejungfrau Maria zur well brachte. Und also zwar lautes die tratst-tion von diejen beyden eheleuthen, ohne daß die heilige Schristrme»der dieser ihrer nahmen noch geschieht die geringste Meldung thut.Ja Epiphannls, welcher zu erst davon gedacht, gibet zu erkennen /daß er alles aus einem solchen buch entlehnet, welches er sechstenvoll vieler gottlosen fabeln zu seyn achte. Doch hat die,es nicht mö»gen verhindern, daß nicht beydes der Anna und dem Joachim zuehren Feste eingesetzet worden, wie dann das Ictstere an. 1622 un»der Pabst Gregorio X V seinen Ursprung gehabt, da das erste schonan. 1584. gestifftet wäre. 1.2. biii.c.z.

LNNLI.V.T. *

Joachims that/ lat. Valli8ssc>AcKimlca > eine berg»stadt inBöhmen , ln bcm Einbogcuer-kreyß, oder wie andere wollen,in demSatzer-kreyß, hart an den gräntzen des Sächsischen Ertzgebürges,allwo zuerst diejenige müntze geschlagen worden, welche davon be»ständig den namen thalcr behalten, gleichwie man sie eben daher inder Lateinischen spräche V-lllenle-oder stoacllll-mco.; ncunet-Sie ge»hörte ehemals den Grase» von Schlick, daher auch aufden aller»ersten thalern derselben bilduiß aufder einen feite stehet. Die stadtward erst an. r; 16 nachJntdecktcm silber- bergwerck erbauet, da sievorher ein schlechtes borst gewesen,und Conradsgrün geneunet wor»den. ^er/e^ lopogv, stöbern. p.zs. iniscell. clec.i.I.i.c.17.

p.48-8ei,;.c.4.§.7.p.;4. jetrl.ööbrn.p.ioo.

Joachimus I, der Teutsche Nestor genannt, Churfürst zuBrandenburg , Jvhannis des grossen söhn, wurde den 2, febr. an.i4»4 gebvhren. Sein intorlnsror war der bekäme bilkoncu« Joh.Cario, der ihn so unterrichtet, daß er den Abgesandten in ihren ei»genen sprachen herrlich antworten können. Seine gelehrsamkeitbrachte ihm die Hochachtung und Freuiidschafft Königs Francisti l

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in Franckreich, und Pabst Leonis X zu wege. Von dem ersten soller eine pension gehabt haben, welches ihn bey dem Kayftr CarolaV in ziemlichen verdacht gesetzt. Von seiner astrologischen w.ssen»schafft können die von ihm herausgegebene prognotticL eine probeabgeben , darinnen er unter andern seinem Hause die Königliche,und gröste würde in der Chrisieubeit verspricht, welches man inFriedrich I König in Preussen erfülle! zu seyn glaubet: wicwol un»gewiß, ob er nicht sich die Kayftrliche und semem bruder demChurfürsten zu Mayntz die Päbstliche würde heimlich versprochen.Er trat an. 14YY die reqierunq an, und stifftete au. 1506 die uni»versität zu Franckfurl an der Oder, welches ihm sein varer aufdemtodbette noch recommcndirt hatte. An. 15,7 erhielt er die neueMarck von dem Teutschen orden in Preussen erblich, nachdemChurfürst Friedrich l l leidige an. 145s wiederkäuflich an sein haußgebracht. An. 1524 erhielt er nach absterben des letzten GrafenWichmanm von Rupin als Lchens.Herr diese Grafschafft, und an.1529 wurde zu Grimnitz ein neuer vergleich mit Pommern getrof»fen, wodurch dem Hause Brandenburg gegen gäntzliche erlassungder lehens.vflicht die gewisse Hoffnung der succession unvmitbeleh»nung bestätiget, auch verordnet worden, baß bey jeder Pommeri»schen Huldigung auch ei» Brandenburgischer Rath seyn solle, demdie evemuLl-hüldigung zugleich geleistet würde. Wie denn dieservergleich nicht allein von dem Kayftr bestätiget, sondern auch an.i;;o so wol bey der lehen-empfäiigniß, als auch bev der Huldigunges würckiich also gehalten worden. Sonsten wohnte er an. ibi-dem wahl-tage zu Francksurt bey, und soll nebst seinem bruder Al»berto zu Mayntz Larvli wähl hauptsächlich befördert haben. An.1521 begab er sich aufden Reichstag nacki Worms, wo er semegrosse beredtsamkeil vergebens anwandte, Lutherum zu einer rcvo»cativii zu bereden. An.lsrZ brachte er den von Minckwitz, welcherden Bischoffvon Lcbus.Georqiiim von Blumenthahim Fürsteuwal»de üverfallen und geplündert halte, zum gehorsam, und nahm daSschloß Teupitz ei», wohin sich die räuber retirirt hatten. An. 1; ;owar er aufdem Reichs-tage zu Augspurg» wo er aufanhalten dergeistlichen Churfürsten Kayser Carl» mit einer schönen Lateinischen rede bewillkommete, wie ihm denn auch daselbst den Päbstlichendluncwm zu empfangen, und den Prolestirenben Ständen, wieauch den Siebeubürgischen Gesandten, welche hülste wiver denTüreken begehrten, zu antworten aufgetragen worden. Er warei» gcrechtigkeit liebender Herr, welches er unter andern an einemseiner beliebtesten Höflinge bewiesen, an dem er, wegen einer ndem wald verübten beraubunq eines kauswanns, das todcs.urtbeilalsvbald vollziehen lassen. Übrigens war er Lutderi reformationzuwider, so baß er auch mit seiner eigenen gemahliu Elisabeth, Kö»nigs JohannrS aus Dänemarck tochter, weil sie sich öffentlich zurLutherischen reliqwn bekemiete, sehr übel zufrieden war. Dahersich dieselbe aus surcht übet trattirt, oder gar eingemauert zu wer-den, in Sachsen retiriren muss'. Er starb den 11 jul. an.i;zs zuSkcnbal. 8cript. LiLnclenburssici. uern äe kilkoriL retormsilonis.

^oachimus U - Churfürst von Brandenburg, des vorherge»henden soh», wurde den 9 jan. an., <105 gcbohrcn, von JohanneFlinctio unterrichtet, auch unter seines Vetters Churfürst Albertivon Mayntz aufsicht erzogen. Als er erwachsen, nahm ihn sein va»tec mit an KaystrS Maximiliani l Hof, welcher ihn lehr wehrt ge»halten, auch nach kinmüthigem bericht der Brandcnbiirgischen scri»benten, eine von seines svhnes Philipp! I ln Spanien töchtern ver»lobet, die aber vor dem beytager gestorben, ob schon der nanre die»ser Printzeßin unbekannt, und die Oesierreichischen scribenten nichtsdavon gedencken. Weil er die Reichs-tage von jugend auf fleißigbesuchet / ist er dadurch zu einer gründlichen staats. wissnschasstgelanget. An. i;;2 zog erCarolo V mir 2000 pferden wider dieTürckcu zu hülffe, und würbe von ihm, weil er sich in einem treffenbev Leopoldsdorffwvhl gehalten, und einen Türckilchcu Bassen er«legt, mir einem Ritter-gürte! gewöhnlicher Massen bcjchencket.Nachdem er an. is;z die ClM'fürstliche regierung in der alten undmittel-Marck angetreten, (denn die neue Marck samtCrossn be»kam sein bruder Johannes) erhielt er an. izzz das erb.recht aufCroffen. An. l;;9 aber bekannte er sich zu Spandau samt seinerHofstaat öffentlich zu der Lutherischen religion, welches ihm seinemulter Elisabeth,sein vetler MarggrafGeorg in Francken, und seinVr-ecepror Funccius gerathen, seine beyde schwieger- väter aber,und sein velter, der Churfürst Albrecht zu Mayntz, aufdas euftrstewiederrathen, welchen er m einein noch vorhandenen bricf 4) ge»antwortet. In eben diesem jähr verbesserte er auch die besoldungender Professoren zu Francksurt. An. 1540 ließ er das Churfürst!,schloß zu Cöln an der Spree von gründ aufbauen. An. 1542 wardihm das commLnclo über die Reichswrmee wider die Türeken auf-getragen, welches er auch übernahm, und einen zug in Ungarn that, wobey aber wegen einfallender seuchen, und anderer hmde»rungen wenig ausgerichtet würd.:. Bey dem Smalcaldischen krie«ge hielt ers zwar mit dem Kayser, halff auch den Landgrafen Phl»tipp von Hessen bereden, sich demselben zu unterwerffen; war aberübel zufrieden, daß der Landgraf gefangen genommen, und nebstChurfürst Johann Friederichen so hatt gehalten wurde, wie er dennbey nahe dem Cardinal Granvellano, der die Veränderung des wor»les eintet in ewig gemeistert hatte, eines versetzt hätte, wenn nichtandere durch gute Worte ihn zurück gehalten hätten , doch erhielter durch seine mlerceßion, daß das wider Churfürst Johann Fric.drrchen gefällte todes-urtheil geändert wurde. Das so genanntemrenm ließ er sich durchaus nicht aufdringen, sondern erhielt viel»mehr von dem Kayser die ernencrung der ihm vorhin schon zugestan»denen gewissensssreybeit. Jedoch ließ er sich durch einige beleidi»gmig,so ihm von den Magdeburgern wiedersahre», dahin bewegen,baß er seinen bruder Johannem von dieser stadt, die occaüone deslmerlm; in Kayftrliche acht gerathen war, durch eine zu Tanger »münde gepflogene Unterredung abzog, und dem Churfürsten Mau»Bdbbdd r rllio