Band 
Zweyter Theil
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koa

ritin von Sachstn erstlich in perso», hernach mit seinen völckern die»selbemr überaade nöigeu halff. Nachqehends aber.- als seine tN.

LanbgrafPhilipvs nichts helffe» wolle, warer s br wobl rufrieden" daß Churfürst Moritz selbige zu,a,nt der re.ttaions.sseyb t mit den Waffen erhielt. Nach diese.» Passamschmvertraa bemühett sich der Churfürst vergebens, seinen Vetter Marg.!ras Abrecht von s men unruhigen Händeln abzubringen, und ver.saalc bcnM'en alle hülffe; erneuerte vielmehr die erb-verbrüberungmit Sachsen und Hessen zu Naumburg an. den ü mart. mwelchem jähr er auch die vestung Spandali anlegen ließ, die seinNachfolger erst zur Vollkommenheit gebracht. An. i; ;8 wohnte ernacb Caroli abdanckunq Ferdinands cronung , und an. 1562 derwähl Marimiliani ll bey. An. 1564 erhielt er von dem KayserdiesxpeÄ»nr auf die unmediaten Reichs-Iehn des Hauses Anhalt, wel.cbe von den folgenden Kaysern confirmirt und an- isgs mit denMagdcburgischen lchen dieses Hauses consolidirt worden. Er hatnebst seinem bruder Johanne in seinem alter, nach einem mit Kav»ser Ferdinands getroffenen vergleich, angefangen, den littst einesHertzvqs zu Croffen und in Schlesien zu führen. Auch hat er an.i;6y von dem Könige Sigmund Augusto in Polen , dessen schwe.ster er zur ehe hatte, vor sich und sein hauß die mitbelehnschaffl überPreussen ausdem Reichs.tage zu Warschau erhalten. Eonstenwill man als etwas besonders von Ihm angemerckt haben, daß ervon vielen wichtigen dingen, sonderlich dem absterben seiner bestenfreunde, namentlich Landgraf Philipps zu Hessen , Hertzog Al»brechts in Preussen und anderer besondere ahndungen gehabt, wieer denn auch seinen lvd einige tage vorher gemercket haben soll, undnoch wenige stunden vor stinem tvd, da man noch keine kranckhcitan ihm gespüret, daü dstdniß des gecreutzigten Jesu auf den tischmit kreide qemahlet. Er starb au. 1571 den ; ja», von gisst, wel.ches ihm ein Hof-jude Lippold, der besorget, er möchte zur rechn,mggezogen werden, in einem trunck malvasier beygebracht. L'cnpr.Lranäenb. in lsttioriL eleÄ. ürLnstenb. sage Nieter

driet stehe unrer ÄelsnchkhoniL brieten, wie lls.nn solcher vvürck-tick in ster stskelischen estirion von an. 156; p. s2o ru Lnstcn ist,vnst Zar vvobl verstiener gelesen ru vversten , ist aber »llein sn stenkölnischen stccn-g biZistnunstum l Zericklcr. *

^oachimus Friedericus/ Churfürst zu Brandenburg, Chur »siirst JohannisGeocgii sohn, war gebohren den r//an. au. 1546.Mit semer gcburl gieng es so hart her, daß die mutter Sophia vonLiegnitz am 9 tage hernach starb, er aber durch bäder von mal.vasier und andern stärckenden fachen erhalten werden muste. Inseinem 7 jähre ward cr Bischoffzu Havelberg, und - jähr daraufzu Lcbuö. Unterdessen wurde er von Thoma Hübnern fleißig unter-richtet, und that an. i?6s Maximiliano H krieasdienste in Ungarn .Im folgenden jähr wurde er nach dem tode seines vettern Vigis«NlUNdi zum skstministrslore des Ertz'Stifftcs Magdeburg vostlstirt,welche wähl Mapiintlian durch ein schreiben an das Capitul gedstli«get. Er hat zuerst die Dom« und andere kirchen, Stiffte und klö.ster seinen Lutherischen glaubei>s.gcnossen eingeräumet, und auchselbst an. 1x70 sich verehlichet, welches bißher »och kein Bischoff ge«waget hatte; worüber ihm zwar sein sitz und stimme aufden Reichs,nicht aber creyß.tägen disputtrlich gemacht worden: weswegen ersich auch der ersten enthalten. Doch hat er im übrigen alle vorzü»ge und gerechtigkeilc» eines Ertz>Bischoffs zu Magdeburg über ;ojähr ruhig belcssen, in welcher zeit er mit einigen Grafen vonMannsseld zu thun gehabt; erstlich da er gleich an. 1 ;6ü das schloßRotenburg an der Säle einem Grafen aus diesem banse, der es meben diesem jähre mit gewalt erobert hatte, wieder abdrung, undden Grafen selbst gefangen nahm; hernach,da er nebst Chur-Sach»sen das antheil der Vorberortischen linie wegen vieler daraufhaff»tendcr schulden an. 1570als Lehens,Herr sequcstrirt, und an.ls?,das veste hauß Mannsfeld selbst eingenommen und besetzet.An.157lfiel ihm die Sommerscheburg nach Christophs von Elcinbera todewieder beim. Es wurden auch die ämter Sandau und klostcr Je«nchau von denen von Saldern und Krusemarck eingelöset. Au. 1574tractirte er Henricum lli von Franckreich, damaligen neuerwehl.tcn König in Polen , aufseiner durchreise zu Halle, gab ihm aberdoch sein mißfallen an der 2 jähre vorher angestellten Parisischcitblut« Hochzeit nachdrücklich zu verstehen. An. 1576 ward das Bbschöfliche schloß zu Wolmerstätt fertig. An. 15 78 ward er mit ausdas Hertzogthum Preussen belehnet. An. 1579 schloß er mit Chur «Sachsen einen vergleich zu Eisleben : in diesem begab sich der Cbur«fürst aller ansprüche auf das Ertz-Stifft, insonderheit die städteMagdeburg und Halle, die er wegen des Burggrasthums , oberwegen des in der belagernng an-1551 aufgerichteten enpsnikr ma»chen könte, ingleichen bes anspruchs aufbie Mannsfeldifchcn berg»wercke, und behielt sich nur den titul eines Burggrafen vor, nebstden 4 ämtern Gonnnern, Elbenau, Ranis und Gottau, worzuer noch in dem Mannsfcldischcn Eislcben, Rammclburg, Born»stätt und Voigtstätt bekam. Hierauf nahm der Ertz-Blschoff diebißher 6; jähre unterbliebene Huldigung in der stadt Magdeburg ein,mit der er zwar an. 158; in neue irrung wegen der geistlich undweltlichen jurisdietion gerathen, die aber durch Vermittelung derChurfürsten zu Sachsm und Brandenburg bald wieder beygelegtward. An. 1580 halffer die tormulLm concorllis-, die im klosterBenzen nahe an Magdeburg gemacht worden, befördern. AN.159Üwohnte er der crönung Christiani I V in Dänemarck bey, und stundaufder see einen grossen stürm aus. An.1598 ererbte er von seinemVater die Chur und Marck zu Brandenburg , und überließ das Ertz.Blßthum seinem damals 8 jährigen söhn Christian Wilhelm. Inseiner Cburfürstlichcn regierung war das erste, baß er durch seineGcsiindtcn zu Gern in Vöigtland init MarggrafGeorg Friedrichenden daher genannten Gerani/chen vertrag aufrichtete, welcher sichSrvstcn theils aufeine vo» Churfürst Alberto Achille gemachte ver»

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ordnung gründete, durch beyderseits Räthe an. izyZentwM^im folgenden whr bey des Churfürsten und Marggrafe, pZMchen zufammenkunfft zu Magdeburg revidwt und besiät-m m , 1aber von MarggrafGeorg Friedrichs erben Marqq,asMM,°und Joachim Ernst angenommen und placidirt.' -

worden. In

vertrag, welcher von nun an als ein p-eüum tsmiii^ Lnen/lpragttiLlica anzufehen seyn solle, ward das jus primvMnitmg,gefübrek, daß der jedesmalige Churfürst alle Märchsche länd/rauch die Neue Marck, wie auch das Preußische lchen nach §2Hertzvg Albrecht Friedrichs, mgleichen das Hertzogthumund den anfall von Pommern , Mecklenburg , Holstein A bBraunfchweig, Lüneburg rc. allein und unzertheilt haben , in ^ ,cken aber mehr nicht als 2 regierende Margqrafen seyn, und diebrigen vorhandenen söhne mit depulaleii versehen werden lo mIngleichen ward verordnet, wie es mit ausstattung dcrPrinn «n.neu gehalten werden solle: nemlich eine in der Marck solle rovoo gin Francken aber 12000 fl. nicht aber land und leiite empfanamDamit die Verordnung desto besser gehalten würdeffoire jeder Armehe er zum genug,eines deputatS (in der Marck 6°°° fl.) aMmwurde, welches im 18 jähr geschehen solle, sich durch ein,er»an eides.statt verbinden, daß er damit zufrieden seyn, und darüberhalten wolle. Als m diesem iso; iahrMarggrafGevrqFne.brich starb, nahm er von der crbschafft das Hertzogthum Man.dorff, welches ihm dieser Marggraf schon 8 jähr vorher als eineäonsnonem morm csulL verschrieben, zu sich, die Fränckischen län.der aber überließ er seinen halb. brüdern Christian und JoachimErnst , deren erster» er damit vor die Neue Marck, welchemaus dem väterlichen testamenl zufallen sollen, contcntirek. sie.sem jahr ließ er auch die vestung Driesen gegen Polen anlegen. Anlüo; sttffrcte er das geheime Raths.collegium zu Berlin , machteauch eine volicey.und klcider.ordnuna. An. 1S05 erlangte er nacheinigen schwürigkeiten, die ihm seine brüder in Francken machten,die vormundschaffl des blöden Hertzog Albrecht Friedrichs in Prens.sen, und nahm die Huldigung ein. Und als ihm das folgende jährübermal eiuige schwürigkeil wegen der Preußischen lucceßion ge.macht wurde, jandte er etliche Räthe auf den Reichstag nachWarschau , welche aber vo» einer parlhey foldaten auf öffentlicherstraffe übel traclirt, und der Lecrerariu; gar umgebracht worden,welches der König an den thäten,, deren man habhafft werdenkönnen, bestraffet. In eben diesem >ahr ließ er auch die Franckfvr.tische nniverstläk ihr,ubcl .jähr begehen, und an. »07st,Meerdas 8)'INNSÜUM zum JoachlMslbal, sonach derzeit nach Berlin verlegt worden. Au- 1608 ließ er die Dom-kirche zu Ccl» derhchligen Dreyfaltigkcil wiedmcn, und cmwcvhe», schaffte auch eini.ge ceremonim ab, woraus es das ansehen gewann, alswolteerallmählich auf der Rcformirten feile trete». Er starb in diestmjähr den 18 ml. auf seinem wagen unfern Köveiilck, von welchemort er wegen eines verspürten magcn krampffes nach Berlin eilen

Wolle, d'cripkore; Ursnäenkurgici, XäsZllehurgici, öoiullici.Oec liersuisclle vcnrg^ bellnller sich in ^ ^.eicllr-ikrcllvxM.Ipec. conr. 2 c. 4 ss; r>. 20,

^oachimus Ernestus/ Marggraf ju Brandenburg,«stiffter der lungern Fränckifchcn linie zu Anfpach, wurde zn Cölnan der Spree an. 158; den ; jnn. gebohrcn, in fcincr mgend aufdie univcrfftäl Franckfurt an der Oder geschickt, »nd an. >i84McoLllMore des Johannilcr'Mcistcrthnms erwählet. Er halDü'»emarck, Franckreich, Engelland, und die Niederlanden beschüi,und nachdem er die an. 160, ihm zugefallene helffle der Fräncki.schen lande unterhalb gcbürgcs angetrcttcn, und scine regiernngznAnfpach angerichtet, ist er aus tust zu den kricgs'üblmgcn wicdttin die Niederlande gegangen, und au. iSoö in der harten actienbey Roerort auf das dritte pfcrd gekommen. An. >s°y »nd i»lfolgenden iahr halst er seinen bruder den Churfürsten, und UM'Ncuburg bey dcn JüIichilchcn landen schützen, indem eralsdasHaupt der liiiion m Eisaß einfiel, die völcker, so der BüWzu Straßburg , Ertz«Hertzog Leopold , nach Jüllch fnhraiwolle, zcrstrcuete, und Dachstein , Molsheim nebst einigenandern orte» im Elsaß einnahm. Zu ansang der Böhmischen»»'ruhe gieng er /erstlich mit der unwiis.armcc in Schwaben , Msich bey Ulm, und wölken den Churfürsten von Bayern tuM»,in Böhmen einzufallen; es wurde aber durch den FranWMGesandten bald vermittelt, daß die nuion vcrjprach, sich der UMmcn, so lange die unriihe in diesem lande bliebe, nichl anMi!«wen. Erzog daraufin die Nieder-Pfaltz, konte aber wider «nverschlagenen General Spüwlam nichts pi-olllsbl« ausrichteso gar baß er selbst darüber bey den linirten Ständen in mig-erm!kam. Wie sich denn ohnedem diese union an. idri zerschlug, MMarggraf starb an. 1625 den 25 fcbr. am schlag. Sei» »«»'cken erhalten unter den gelehrten die sogenannten kille,amE«--

8>ca, oder 4 um den Jupiter sich herum drehende kleineMeW/

welche sein ^ltronomur Simon Marius an. 1629 cntdM, «ihm zu ehren also gcncmict: wicwol das folgende iahe der/M»'Nische I^Llllemsiicu; Galilcus sie auch zuerst gesehen haben wm,und dem Florentimschen Hause zu ehren l^ellices ülle,L neMic-8c,iplo,ez LrLnllenbu,A>ci.

'Joachimus/ aus Calabrien aebürtlg, war anfangs ein C>'sterclenser.Münch, nachmahls Abt, und endlich stistkcrund nAbt des klosters Flora, allwo er auch eine besondere co»MNdieses namens ausgerichtet- Er war sonderlich um das i«berühmt. Doch ließ ihn bereits 1 > jähr vorbcro der K« ^ .chard in Engelland,welcher sich damals zn Mcssma m Llcu t»hicll zu sich holen, weil er wegen vmchicdcner PM'hcccynngmbcruffcn war. Eben damals verkündigte er unter vielen aMn,ge», daß dcr Antichrist zu Rom nunmchro gcbvhrcn, und wn>