Band 
Zweyter Theil
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als er war/ folgte ihm dennoch nach/ und da er ihn nicht emMvv»?ivewmochte,baler ihn aufs beweglichste / er möchte doch stillekebcw"mit versprechen Gott seinetwegen demüthig anzuflehen,daß er bey ihm wieder zu gnaden kommen, und Vergebung semersLen Lugen möchte? Darauf ließ er sich endlich bewegen, und«engen beyde aufs bitterlichste mit einander an zu weinen. Hier.auf brachte ihn Johannes mit sich zurück, und versöhnte ihn wie.herum mit der kirche. Sonst scheinet er stets in einem ehelo»scn stände verblieben zu seyn; gestalt jolches die alten insgemeinbekräfftigen, und es bezeuget insonderheit Ambrous, daß alleApostel verbcyratbct gewesen, ausgenommen Johannes und Pau»lus. Wiewohl andere behaupten wollen, er habe sich in den ehe»stand begeben gehabt, und sey dieses eben seine Hochzeit gewesen,woraufChristus zu Cana in Galilaa wegen der nahen bluts-fteund»schafft sich befunden. Nachdem er aber durch das wunderwerckdes in wein verwandelten Wassers von dessen Gottheit überzeugetworden, habe er alsofort den ehelichen stand verlassen, und sich umter die zahl seiner Immer begeben. Allein es ist solches selbst nachdem geständnlßBaronil eine fabel. Seine natürliche gemuthS'be»schaffenheit anlangend, so scheinet er sehr cnfrigen gcistes gewesen zuseyn, den man leicht hat können aufbringen und zu zorn reitzen ;wiewohl doch endlich bey zunehmenden jähren fein gcmüth gantzverändert, und mit grosser sanffrmulh angefüllet worden. Ob ernun gleich cmes natürlichen todes zu Evhefo soll gestorben seyn , johak er doch sonst viel ausgestanden, baß er billig unter die marty»rer mit kan gerechnet werden. Vo» der zeit aber seines todes sindbie aurorez Nicht gewiß. Einige wollen, er wäre im S 8 jähre;einige aber, welches fast wahrscheinlicher ist, er wäre in dem 71jähre nach Christi tobe verstorben. Es ist auch in der antiquitat ei»ne fabel gewesen, als wenn Johannes nicht gestorben wäre, in-dem einige sagen , er läge nur in einem grabe und schliefe; einigeaber vorgeben, er wäre, wie Was, lebendig in den Himmel ge»nommen worden. Noch andere geben vor, er lebe noch heut zutage auf der weit, und sey bald an tiefem, bald an jenem orte.Es ist aber diese falsche mcununq durch mißverstand aus dem spruchIoh. 21 entstanden, woselbst Christus nur die unmäßige curiositätdes Apostels Pclri strafet. Denn wenn es daselbst heissel: so ichwill, daßerbleibe, bis ich komme; so wird dadurch nur diezu»kunfft zu dem particular>gerichte über das Jüdische volck, ober diezcrstörung der Republic und stadt Jerusalem verstanden. Übrigensist unter seinen z epistcl» die erste jedesmal vor canonifch gehaltenworden ; was aber die beyden letztem anlanget, so hat man selbi«ge zwar vorzeiten nicht mit in den csnonem aufnehmen wollen;allein derer lehren, schreib-art und zweck erhärten zur gnüge, baßauch solche Johannes verfertiget habe. 10, rc. 4, 21.

i; , z;,2o, 2. 1, iz. 4, 17.8, 14. 1. L«-

üb. z c. 1 ü. L. üb. 2 c. 2z.

ecimm. in 2 Lor.210m. s.

Lcc. Lnkig. spott 8cc. *

päbste des Nahmens Johannes:

'Johannes l> war aus Tofcanicn gebürtig, Constantii söhn,und des lituis karnniLchii Priester. Er succedirte Hormisdä den

aug. an. ?2,. Zu feiner zeit publicicle der Kayfer Justinus sehrscharffe ecli-lds wider die Arianer, und nahm ihnen ihre kirchen. Die»scS allarmirte Tbcodoricum, König in Italien , welcher ein Aria«mr war. Daher» suchte er den Kayfer zu bcsänfftigen, und zwangzu solchem ende den Pabst , daß er sich in dieser fache zum Abgcfand»ten nach Constanlinopel brauchen ließ, welcher denn zu Constanti»nopel mit unqcmemer Pracht angenommen wurde. Anastastus undandere berichten, daß er die restitution der Arianifchcn kirche zu-wege gebracht habe. Allein dieses ist nicht wahrscheinlich, finte«mahl Theodoricus ihn nach Ravenna gefangen schickte, woselbst erden ,8may an. 526 hu»gers sterben niuste, nachdem er die kirche2 jähr, 9 mouat und 14 tage regiert halte.cliron. I. z llial. c.2.

Johannes II. I^l. rcunur zubenahmet. Er war ?roMi sehnaufdcm berge Cölioin Rom gcbohrcn, und succedirte Bonifacio lIin der Päbstlichen würde zu ansang des 5,2 jahres. Der KayferJustinianuS brauchte ihn zum Abgesandte»,am zu untersuchen wasmit den sogenannten Acömiten, welche ketzerische Münche waren,zu thun sey. Darauf berief Johannes an. 5,2 einen hnoclumvon Bischöffen, welche sie verdammten, und schrieb Justiniano ei-nen dricf, worinuen er ihm solches zu wissen that. Dicsir Pabstbilligte auch die abfetzung Coulumeliosi, des Buchoffs zu Ricz, ineinem an die Frantzösifchen Bifchöffe abgefertigten jend-schreiben.Er starb endlich den 26 jun. an. s;;. drev. c.

20. c7»2,e.

Johannes Hl. ein Römer, mit dem zunabmen Catclinus,warAnastasii söhn, und regierte die kirche nach Pclagii I tode 1; iaheweniger 24 tage, nemlich von dem 27 iul an. 559 an biß den drittengleiches monals an. ,572- Man hat nichts sonderliches von ihm,ohne daß er die begräbniffe der märtvrer repariret, und die kirchender heiligen Apostel Jacob, und Philipp, erbauen lassen.

in snn. 8c 6/,^/ne liild.cles l'sper.

Johannes IV , von Salona aus Sclavonicn gebürtig, war desVcnantil söhn, und wurde tichoiail^u; zubenahinet. Er succedirtedem Sevcriuo den ;r bec. an. 6;9, und schrieb zu allfang feincr re.gicrung einen gelehrten brief an die Schvltländischen Prälaten vonder Oster-feycr, weil selbige das Oster.fcst nach der weise der Mor»geuländischen kirchen scherten. Noch einen andern brief schrieb eran Constantinum Heraciil söhn,welches eigentlich eine schutz-schrifftvor den Pabst Honocium wider die Monothelilcn ist. Seine re»gierung währte mir r jähr s monste und s tage. Denn er starb

ioh

Johannes V. von Antiochien , einer stadt tn Syrien war Cyriac,/obn. Ehe er Pabst wurde, miste er sich? ',wichtigen ge,chafften brauchen lassen. Der Pabst Aqachon Nte ihn als seinen Abgesandten auf das sechste allgemeine änc

Nach Benedicti u tode den 2 jul.au. 68; wurde er erweblet

regierte die kirche i jähr und n tage. "7

Johannes VI , ein Grieche, wurde nach Sergio I den rs 0!,-»

ocl. an. 701 erwählet. Er regierte die kirche z jähr, r monals12 tage, und starb den 10 jan. an.70;, nachdem er die kirchen w«:Andrea, mgleichen 8. Pelri und Pauli in einigen stückn revav.rcn lassen, und an verschiedenen orten 9 Priester, 2 Oi,conoiMi; Bifchöffe gemacht hatte. Gifulpho, demHertzoavonBen.vento, dräucleer mildem göttlichen gerichke, wofern er nichts n

dem sogenannten exarcli-e eingenommene städte wieder heraedenwürde. Hierdurch ließ sich besagter Hertzvg gewinnen, nnd decPabst rantzionirte dicgefangenen mit dem kirchen-schatze.

701, 70;. ^

Johannes V i l. Platonis söhn, ein Grieche, kam den i markoder wie andere sagen, den I May an. 70; zur regierunq. D»Kayfer Justinianus schickte ihme einige Puncte zu, und gab ihm d-.fehl, einen hnoäum zusammen Muffen, um dasjenige, wasdarinnen der Christlichen lehre gemäß, zu bestätigen, dassidmeaber zu verdammen. Daraufversammlete er zwar an. 707 »hnotlum. richtete aber nichts aus. Nachgehends untersuchn »Wilfriedi, des Ertz-Bischoffs von Jorck, fache. welcher »»schul-diger weise vcrsölgcl wurde, und setzte ihne wiederum mit ebnn inftiu Ertz-Brßlhum ein. Dieser Pabst hak nichts denckwürdiges ver.richtet, ohne was etliche stifflungen sind, d,e von ihm herrühren sei.len. Er starb den 24 sept. an. 707. Fe/s I.; c. ro.

Johannes VIII , sonst Johanna oder Agnes genannt, soll einw«id gewesen,eyn. Es wird vorgegeben, daßeme namens Eil-berta von Mayntz gebürtig, sich zu einem Engelländer, welcher>» dem kloster Fulda gelebet, gehalten, von welchem sie auch denzunahmen Anglica angenommen. Lie soll sich hierauf in manns.kleider versteckt haben, und mit ihrem geliebten studircns halbernach Athen gegangen seyn, und daselbst in siudien dergestalt in-genommen haben, daß sie nach ihrer rückkunffl nach Rom , ^man sie als eine manils.pcrfon, Jehannes Anglicus genannt, Msahe, vor tüchtig gehalten ward, um,das jähr 8t4nach LevmslVabsterben den Päblichen stuhl zu belrettcn. In dieser würde nunsoll sie alles gethan haben, was einem Padste zukömmt, Bifchöffe ein.gefetzt,Priester gcwcyhet,messe gehalten, kirchen und altäre consecn-rcl, sacramcnten administriret, und dergleichen. Allein sie soll voneinem ihrer bedienten, oder wie andere sagen, von einem Cardin»!schwanger worden seyn ; daß stein einer procession ausöffentlicherprasse ohnfcrn dem Collfäo mit einem inngcn söhne niedergekom-men, aber darüber ihren geist aufgeben müssen, und aufselbigcrstelle ohne weilläuffrigkeil begraben worden, nachdem sie den Päbß.tichen stuhl 2 jähr, einen monat und 4 tage besessen, Dicks Wdie Ursache seyn, daß die Päbste bey den processioncn zur Latcru-nensischcn kirche obige stelle vermeiden, auch daß man nach dirsmden neu-erwähllc» Pabst auf einen stuhl sellr llcrcoesna Wannstgefetzt, um dessen geschlccht zu erforschen. Nun sind zivar schrviele, welche dieses vor eine unfehlbare warhcit ausgeben, undtheils darauf bcruffcn, daß nicht nur alle alte llliloiici und Cbwni-cken kurtz nach dem ansang, oder doch gleich von der mitleanbcSzehenden secull an der zahl über zwcyhmidert dieser gefchichl geben-ckcn, sondern auch dicscldige m einigen alten Manuscripicn dciAnastasil Libliorkec-cii, welcher eben um die zeit, Ivomn man dieJohanna sitzet, gelebt hat, unter der zabl ter Päbsicn vermeldetwerbe- Sodann ziehet man auch die zu Rom annoch vorhandeneseilsm liercorsriLm, und andere kleinigkelleu an. Allem dis allesmachet die fache noch nicht aus. Die viele Ecribenicn, welchedieser fach erwehiicn,haben dicsilbige einer von dem andern könnenabschreiben; und ist es in denen mittleren und dunckclcn zeilcn, inwelchen solche alle gelebt, eben nichts neues gewesen, daxeinesonderbare fcltzame fach ober bcgedcnhcit, so bald sie von elncni,auch ohne gnugfamcn gründ angeführet ward, alfodald vv» rinekgrossen anzahl anderer ziemlich blind und unbesonnen iiaebaeM'den worden. Was die mamifcriplcn des Anaslasii anlangl, l»mangelt diese gefchicht in denen meisten, so wir heut zu lag deMkönnen. Nur ist em streit wegen eines gcwksscii exemplars, ml'chcö sich vormahlcn in ter Hcydcldcrgifchen B>bi>olbcc solle beMden, und diese Historie an ihrem rechten ort unter denen leben «rPäbsten enthalten haben, auch von einem unstreitigen allerlbMgewesen seyn, wie es die Mayntzlfchc ??. Jcfuitc», wclctic» lei-diges zu ihrer ausgab Anastasii von an. 1601 durch Frehcrum MHeu worden, silbstcn gestehen. Nun da fonstcn silbigeS buw ,«'dcme der odgemcldtc reiche bücher« schätz nach Rom in den WWgebracht worden , siithero nicht mehr zum Vorschein kommmist; so lasset sich doch auS Frchcri und Salmasii zengiiM!, t-solches mehreren gelehrten wüthen crzchlct haben, zlcmlich uar nweisen, daß dergleichen geschrchrc in solchem buch «Bonden, >»gar die H. H. 1 '?. von Mayntz in denen 2 stucken ihrer neuen mlion, welche ste Frchcro geschcnckct, dicsilbige gclalicn MN,hingegen alle andere Mayntztsche cxcmplare drc geschlcht lanm

dingen auslasscn , und nur von denm eälconbus als cine nnn

ckung vermeldet wird, daß einige Loälce; nach Leone iv ian«bie Johannam sttzereu. Indessen wie dem allem, l»>fl cs M