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da rinn dieses Heydelbergiftbe Manuscript nicht mehr zu sehen, undWir aho von dessen umständlicher beschaffenden , und wie alt es ei-gentlich gewesen, den gewissen bericht nicht selbst einnehmen kön-nen, uns lediglich darauf zu gründen, und deswegen der streitigengcschichl glauben beyznmcssen. Die sogenannte ssUa ckei-corsriL gibtnoch weniger beweist, als welche schiechterdmgen ein aus den altenRömischen baden, noch übriger stuhl ist, worauf man die Päbstevormals gesetzt, und dabey aus dem i,; psalm gesungen: der Herrrichtet den geringen aus aus dem staube, und erhöhet den armenaus dem koch. Ferner ziehen die; so diese geschieht verwerffen,für sich an, daß alle scribeulen biß auf Marianum Seolum darvonschweigen. Pyotiuö selbst, welcher doch damals mit heffrigkeirwider den Pabst schrieb, sagt kcm Wort davon. Ja seidiger sowohl, als alle andere alter zeiten , setzen Beuedictum zum unmit-telbaren Nachfolger LeomS, zumal auch aus der chronologic bie 2jähr, so diese Johanna zwischen obigen beyden Päbsten gesessen,gar nicht heraus kommen wollen. Indessen glaubet man gememig.lieh , daß etwas anders hierzu muß aulaß gegeben haben, sintemalAoentnius meynet, es rühre solches von einer Florentimschen wet-des-perso» Theodora hec, welche ihrem geliebten Johann, X zuder Päbstlichen würde verholssen Panvimus will es von Johan-ne Xil herführen , der eine mairreüe, namens Johanna, gehabt,und Leo Allalius von einer Mäyntzischen weibeö-person, Thtvta,welche sich für einen Propheten ausgegeben, und viele Händel an-gefangen. /ks</«//>/-,« k-/4r,.
clar. iriul. /§. nun. Los.
ckevir. Korn. Lonr.
ctv paps kcem. Lspllls monltrola.
piirsca. cliacride. ?spa tvornina. /,cs
contur. lab. cke ffott. lhipilia. cle Iohsnna,
lli-czuii. hilf. cke Vspa tde.nius. *
'Johannes VlH, ( nach deren meynung, welche nemlichiäiigncn, daß ein weil) Pabst gewesen) ein Römer. Er warGunol löhn, und folgte Adrians ll den 14 öec. a». 872. Er crön-tc Carolum Lslvum nach Lubovici ll lobe zum Kayser, weiche cc-remome am Christ-tage an- 87s geschahe. Dieses mißfiel den Jta-liänern, dahero geschahe es, daß etliche von ihnen, alS Fvrmo«sus, Bischoff von Porto, und die Grafen von Tuscanello widerihn consp,ritten. Dieses, liehst dem/ daß die Saracenen Rom zubelagern dräucten , nölhigte ihn, daß er bey dein Kayser Earoiot^tt-o hülste suchte, welcher ihm dann solches nicht aoichlug, inJtalten kam, und den Pabst zu Vercelll antrass. Allem, da ervon bannen an. 877 wieder zurück kehren wolle, wurde er mit gissthingerichtet. Gleich zu derseldigen zeit bekamen Lamberc Grafvon Svolelo und Albertus, Marggraf von Loscanien, den PabstJohaunem gefangen. Er entrann aber bald daraufwleber auSihren Händen, segelte nach Provence , wurde von bannen nachLyon gebracht, und kam nach Troyes , woselbst er ein OonclUumhielt, und Lubovicum den stammleiiben an 878 cröute. Nachdemer gehöret, waS die Saracenen in Italien vor ichaden gethan, mu-sie er wieder zurück über die Alpen , und eS berichten einige scrlbcn.tcn, daß er ihnen einen crivut zu erlegen genölhigel worden. Zuselbiger zeit geschahe eS, daß er Photiam auf beS morgenlandischei!KamecS Bastln anhalten, m die gemeinschaffr der Römischen kir»chc aufliahm, und ihn wieder m die Parriarchalyche wurde zuCvnstantinopel einsetzte. Baronius meldet, daß vielleicht hieraus,da er dem Kayser so leicht gewillfahcet / des gemeinen volcks mey.rmug entsprungen, daß der Pabst Johannes Vllleln weid gewe-sen. Carolus kam an. 880 nach Rom , woselbst ihn dieserPabst zum Kayser crönte. Er starb ben 1 z bec. an. 88r, nachdemer -o ,ahr unb 1 lag Pabst gewesen. Sein epimpiimm ist m derDalicamschen kirche zu sehen. 4«
Johannes IX , von Dvoli gebürtig / war Rampoaldi sohwfind succedirte Tdeoboro ll an- 90c- Onuphrnis bemercket, daßer sich Sergio, Benedicü söhn, und des Grafen von TuscanelloVetter, widersetzet, welcher mit gantzer gewalt Pabst seyn wollen.Dieser Johannes IX hielt an. 921 w Ravenna ein Lonciiium von74 Bischössen, von welchen des Pavsts Formost schlüsse vestätlget,hingegen eines andern Loacilü llecrers, welches Stephanus Vlllwider ihn gehalten, verbrannt wurden. Gleichfalls bestätigle erauch Lamberti Königs in Italien crömmg, welchen die Jtaliä-vcr wider Acnoldum auf ben thron erhoben. Seine regierungwährte 4 jähr und is tage. Er starb an. 90;. ^,»4.
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Se"rw 7 "ck 'breitsöhnen, welche sie von dem Pabst ,
xtÄ 0 l.' ^"lle, auf den Päbstlichen stuhl gesellt wisse» ilin
dcn Pabsi^o,>m!»^x a ''^"mch einige !e,bwachie
ocn Pabsi Johannen, X stranquliren , nachdem sie allbereit seine«
me. tt?dak er a?." 77" Nied/rmachen 7 a.kw
öder vor bttümmer»>s / , entweder durch gewaltsawceit
Abgesandten zu ihrem schwager Hug°„k, ,d 7 ^a„-ub nwofern er sie heyrathen wurde. Dieser vorschlaa eebitteriesöhn Albertcum bermassen, daß er beydes sie und ^oha> mn ,n daSgefangmßwerffen ließ, worin die,er an. 9,6 todes verblieben mist.lnia meldet, daß als dieser Johannes Padst worden, s y m Emu«km brunn mlt blut geflossen, worauf die Ungern und Saracenen,n Italien viel blut vergossen, und alles verheeret. 1
Z c. i r. ,/u vier üer Usper. '
Johannes Xil .Alberici söhn, ein Römischer U-krieius.bekam nach Agapett II tobe die Päbstliche würde: da er nur 18jähr alt war, den marl. an. 9?ü. Sein voriger name warOctavianus , den »amen Johannes aber nahm er entweder mmandencken,eines vctters Johannt- ^ 1 , oder um dieser Ursache wil-len an / weil einige schmeichler das Wort von ihm gebrauchten,dessen sich die schriffc von dem voriäuffer Christi bedienet - Es war
ein mensch von Gott gesandt / der hieß Johannes. Dem
sey nun, wie ihm wolle, ,0 ist dieses gewiß, daß nach berselbigenzeit die Padste mehrcntheils ihre »amen verändert haben. Die,cribe»ten berichten, daß dieser Pabst allen lästern ergebe» gewesensey. Als er jade, daß Bercngarms und sein söhn Albertus in Jta-I,en unglaubliche grausamkeiten verübten , rieffer den Kayser Ot-Ivuem au. 9Ü1 hinein, versprach ihm alle treue, und schwur darzubey dem corper des heil. Pein; allem nichts destoweniger vergaß erseine zusage gar bald, und schlug sich zu dem tyrar.nen. Daraufkam Otto wieder zurück nach Rom , und der Pabst Johannes mu-stc sich aus furcht vor ihm unsichtbar machen. Nachgedeiids be-riegen die Bssckiöffe an. 96; ein Concilium, und nachdem sie diewider ihn eingebrachte erschreckliche klagen vernommen, schleusteihn ab. Ungeachtet dessen aber kam er dennoch wieder nach Röm,so bald Otto diese stabk verlassen hatte, hielt den 26 sehr. an. 964emen hnoclum, und ließ alle acten des wider ihn gehaltenen Lon-cilii verbrennen. Darauffuhr er in stiller gottlosen lebens-arl fort.Allem Luilprandus schreibet, daß ihn einstens a» einem abend,da er bey einem weibe gelegen, die leuffel so erschrecklich geschla-gen, daß er acht tage hernach gestorben; welches vielleicht des wci-bes-mann, mit einigen gehülffen mögen gewesen seyn. Er starbden 1; may an. 964. Platina meldet, daß er an boßheit alle ftmevorfahren üderiroffen, und daß um die M seines todes viel wun-ber-zeichen m Italien geschehen, als daß ei» über alle Massen grös-ste stein m emem grossen sturm.wctter aus den wolcken herab gefal-len / und auf vieler leute kleidern blutige creutze gesehen worden.
I. r unnsl. l. 6. /k/,eFr».'. //«c/L-
hitioriL teculi yLc io. 0,,T,e. hiKori- kspzru» §cc.
Johannes Xlll, eil, Römer / war zuvor Bischoff zu Narni ,und succedirte Benedicto V an. 96?. Er wurde durch des Koysersaulorität erwählet, welches die Römer sehr schmcrtzte. Der Pabst erwieß sich gegen sie etwas strenge, welches sie dermaßen auf ihnerbittert machte, daß er endlich nach Capua zu dem Fürsten Pan.doifo seine zuflucht zu nehmen genöthiget wurde. Daraufkamder Kayser Otto ihn wieder einzlisetzen. Nachgehends wohnte ereinem ttoncssio mit bey, welches an. 9S7 zu Ravenna gehaltenwurde- Man sagt, daß um selbige zeit die Polen den Christlichen glauben angenommen, und daß dieser Pabst zuerst die glocken-weyhe angeordnet habe. Platina meldet, daß der Römische stadt-Obriste Rotfredus, welcher das volck wider ben Pabst aufgewie-gelt, nachdem er demselben wieder überliefert worden, um ihnwillkührlich abzustrafen, zuerst mit den haaren an das Haupt derstatue des pferdes Constantmi gehangen, hernach auf einen esel ge-setzt , seine Hände an dessen schwantz gebunden, also durch die stadthindurch geführet, unb fast zu tobe gestäupt worden. DieserPadst starb den 6. sept. an. 972. /,e-
Or-,c.
zn snrull. ckl/Dö.
. Johannes X , ein Römer, und anfangs Bischoff zu Bono-nie», nachmals aber Ertz-Btschoff zu Ravenna . Er folgte den 24jan. an. 9-s dem Landoni, worzu ihm ferne ln-ilrüste sTheoborabehülflich war. Die Saracenen haustten zu seiner zeit sehr übel,wider welche der Pabst mit des Marggrafen Alberici von Tosca-wen hülste stritte, und sie zu verschiedenen malen schlug. Daheromag es vielleicht gekommen seyn, daß Platina von ihm gesagt,sein gcmüthe sey mehr zum kriege als zur rellqion geneigt gewesen.Zu seiner zeit schickte der Griechische Kayser Constantmus HX undNicolaus, Patriarch zu Constantinopel , eine Gcsandschafft nachRom , um die Griechische und Lateinische kirche mit einander zuvereinigen, welches aber der Bulgarische krieg verhinderte. Leoowenür meldet, daß dieser Padst, well ihn sein gewissen,vielerfünden beschuldiget, nach Compostei geschickt habe, und für sichwallfahrten thun lassen. Gleichergestalt halffer auch die uneinig,keil der Frantzöstschen Prälaten wegen des Bischoffs von Utrecht stillen. An. 928 wurde dieser Pabst von Guibone, so Hertzog vonLoscanien, Hugonis Königs m Italien bruder, und MaroMei-ms »»keuschen weibes mann war, gefangen genommen. Drese
Johannes XlV, hieß zuvor Peter , war Bischoff zu Pavia ,und des Kaysers Ottonis l 1 Cantzler. Er wurde nach Benedicto VIII an. 984 auf den Päbstlichen thron erhoben, nachdem Ma-jolus solche würde nicht annehmen wollen. Als Bonifacius V > 1.mit dem zunamen Franson, ein Gegen-Pabst, welcher nach Con-stantinopel gewichen, von des Pabsts Benedicti tobe geboret,kam eralso bald nachRom,l>eß durch hülffe seiner fteunde denPabst gefan-gen nehmen, und den 29 aug. an. 98; stranguliern. Ob nun solcheswegen seiner tyranney ober durch des volcks boßheit, und neid ge-schehen ist,wie Platina spricht, ungewiß. Er besaß den Päbstli-chen stuhl nur r jähr und etliche monate.
«85.
Johannes XV. ein Römer, Leonis söhn, wurde von derClertsey zu ende des 98; jahres erwählet. Nachdem der Gegen-Pabst Bonifacius todt war, jagte Cresccntins, welcher dazumalm Rom in grossem ansehen stund, dem Padste eine,olche furchtein , daß er sich befahrele, es wurde ihm gehen, wie Johanm XI V.Dieses war eine von den Ursachen, welche ihn bewegten, in Tosca-wen zu gehen, und den Kayser Qtroncm III um schütz anzuflehen.Hiedurch wurden die Römer scheu gemacht, Daß sie ihn wieder zu-