Band 
Zweyter Theil
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roh

neA baß binnen; jähren ein anders gehalten werden Me. Hier»aufhielt Johannes ein Loncilmrn an. 1412 zu Rom , und waltedem grossen Pabstlichen LKismLt, abheiffen, welches aber bald auftgehoben wurde: sintemal tSigismundus das berühmte Costnitzer»conolium ausschrieb. In dessen anderer session den 2 macr. au.r4i; stieg Johannes auf seinen thron , wandte das qesichte gegenden altar, laß mit lauter stimme eine gewisse schrifft, so ihm durchJohannem, Patriarchen von Antivchien, überreicht worden ,und versprach unter wahrendem lesen, daß er sich der Päbstlichenwürde begeben wolle,, woferne die andern beyden Pabsten der«gleichen thaten oder stürben. Ob er aber durch gewalt hierzu qe»nöthiget worden, oder es aus Übereilung gethan, weiß man nichteigentlich zu sagen. Das gewisseste ist, daß er ungern genug sowohl an das Constantzuche Oonciimm überhaupt, als auch injon«derheit an die endlich dahin fürgenommene reise kommen ist; aberwegen des heffigcn anhalten Sigismundi und fast aller die ihm an»noch anhiengen, wohl hat kommen müssen- Seinen schlechtenwillen zeigte er erstlich, da er schon auf der hinaus reise, so balder von dem Arlenberg im Tyrol den Constantzer.see ansichtig wur»de, das bekannte Italiänische sprichworl gebrauchte: Also werdendie fuchst gefangen; womit er genug andeutete, wie er sich zu Cvn»stantz schon fast für verlohren schätzte. Über biß ist auch unschwehrzu beweisen, daher schon vor seiner ankunfft, und sonderlich aufder reist durchs Tyrol sich mit Hertzog Friedrichen von Oesterreichgegen erlcgung von stchszehen taufend ducaten verglichen, daß ih»me solcher, wo es der Pabst nöthig befände, wider von Cvnstantzforihülffe, und dann in seinen nechstgelegenen landen auffentballverschaffte. Dis ward auch bald ins werck gesetzt, da sich der Pabstbey gelegenheit eines durch den Hertzog zu dem end angestellten thur.niers in eines gemeinen reuters Habit einen bogen am pferd mit füh»reud aus der stadt machte. Er begab sich erstlich nach Schafhau»scn, so dann gen Lauffenburg, Neuenbürg , Breysach und Frey.bürg, welche alle Friderico zugehöreleii, wäre auch gern weicersgegangen, und hatte den weg durch Franckreich wider nach Italien genommen, wo es ihme der Hertzog zu gelassen. Allein dieserwolle so leicht nicht drein willigen. Sonderen weilen er sich wegeneniführung und auffenthaltung des Pabsts in kurtzer zeit nicht nurvom Kaystr in die acht erkläret, sonderen auch seiner besten erb»länderen beraubet sehen muste, und keine andere Hoffnung mehrübrig war, den Überrest zu erhalten, noch auö dem gefährlichenHandel zu kommen, als wo er Johannem wiederum zu des LoncilüHänden liefferen wurde; so hielte er dene wider seinen willen auf,und brachte ihne endlich zurück nach Constantz. Da ward er vor demconcilio vieler gar abscheulicher Missethaten, sonderlich der simo»nie, unzucht, ehebruch, blutschand, sodomilerey rc. angeklagt,und durch zeugen überwiesen, auch deswegen in der zwölfften sessionden 29 may des gedachten jahrs abgesetzt; woraufer dem Lonciiic,seine remmciatwn freywillig übergab- Nachgehends wurde erunter PfaltzgrafLudwigs Verwahrung nach Mannheim ober Hei«delberg gebracht, und muste daselbst bis all. 1416 gefangen sitzen«Einige lagen, daß er seine Wächter mit zovoo ducaten bestochenhabe; andere hingegen berichten, baß man ihn loß gelassen, nach»dem die kirche durch Martini V wähl, Gregor» x 11 wd, undBenedicti X1 l excommunication in ruhe gesetzt worden« Diesesist zum wenigsten gewiß, daß Ballhasar Cossa den i4jun. nachFlorentz kani, und dem Pabste Martino einen fußfall that, wel»cher ihn aufnahm, zum vecano der Lardinäle und Bisthoff vonFrescatl machte, auch dabey verordnet, baß, in ansthung dessenwas er gewesen, sein sitz m den Versammlungen höher sein solle alsder andern. Allein er starb bald daraufben 22 bec- an. 141-, underhielt durch seines freundes, Cvsmi äs Mebices, versorge undrmkosten ein prächtiges begräbmß. Sein leben hat Theodoricus lleNiem beschrieben, so in Meibomii rom . 1 rer. 6erm. zu finden.

in Kitt. Lonc. Lonüanl. 6errr>. kcripts.

»s. Dtt

ärv. k^onc. Lonlkanr. *

Aaysiv ZU Eonftantinopel:

Johannes l /LvrnikcÄ oder 2elnssces genamet, war des Kay»sers Romain des lungern General'Feld.Marschall, und wurdehierauf durch die Vermählung mit der Prtntzeßin Theodors dessenschwieger'sohn. Als nun Romanus an. 96; starb, hinterließ erunter der vormunbschaffl seiner wittwe Theophvnia 2 gantz jungesöhne. Allein die wittwe verheyrathete sich mit Nicephors Phoca,welcher nachgehends Kaystr wurde. Sie war hieraufbedacht,ihren beyvcn söhnen Bastln) und Constcmtino, zur crone zu helffen.Als sie aber merckle, daß Nicephorus seine» drüber aufden thronerheben wolle, schlug sie sich zu Johanne Zymssca, welcher ohnedemmitNicephoro nicht wohl zufrieden war, selbigen an. 969in seinem pallast umbrachte und ihm also succedirtej; darauf cröntcihn der Patriarch Polyeuclus am heiligen christ-tage, nachdem erzuvor einen eyv abgelegt, daß er die crone des Kaystrs Roman«söhnen seinen schwägern hinterlassen, und alles was er als eineprivat»persvn besessen, den armen geben wolle. Das.volckjzu Con»stantinopcl nöthigte ihn, Theophaniam, des Kaystrs Roman«und Nicephor« hinterlassene wittwe, von dar wegzujagen, unddes bemeldlen Romani tochter dem Kaystr Ottoni dem grossen inTeutschland zuzusenden, welcher seidige an seinen söhn Ottonemden jünger» vermählet. An. 970 vertrieb Johannes die Sarace«nen aus Antiochien , schlug die Lürcken, Rcussen und Vulgärer, undbekam ihren König Boris nebst dessen gantze» haust gefangen. Sol»chergestalt gicng das Königreich der Bulgaren zugrunde, undih»rer Haupt-stadt Parasthlaba wurde der namcJohannopolis gegeben.Als man überall hoffte, daß er durch seine klughe«« das Reich m ru»he setzen »vurde, brachte ihn einer von seinen kammcr-dienern zu

^ . Eoh 94S

starbdÄvstden^>1?°^ ^reichte er noch Constantinopcl, undtage reaiert 'att/ nachdem er ü jähr weniger etliche

kstlde Maaen 'var der erste, welcher müntzen mit Christi

sttisL lassen. ann. 67-/-/-

lutk. Lonlksmmopolir. x. I; 5 ke^lz.

ll Lomnenus, insgemein Lslo Jolisnne;, daswohEmltche^^/fgenannt, weil er der schönste undno Rmnmo a^ . - ° Er succcdrrte seinem Vater Ale-

m ^ Denn in demselben jähre als ee

m Crlluen eine >agd hielte, verwundete er sich selbst mit cinemrvergifftetcn pstile, woran er sterben muste. Man sagt? daß M«hm em gewisser artzt vorgehalten, daß er beym leben erhalten wer«^''kolite, woferne er sich eine Hand ablösen lassen wolle, er sol«eingehen wollen, ftndern zur antwort gegeben habe «baß thm zu der regierung eines so grossen Reichs beyde Hände nöthi«waren. Er starb den 8 april. nachdem er 24 jähr , 8 monate undetliche tage regiert hatte. c?,1.7.

S«,/ I. L7«»<-rce»/ss l. 4 epÄ. zy.

«-Ontrannnopol. p. 25; tegc^.

. Johannes UI, Ducas, Batazus, oderDiplobastazus, VVEeinigen auch Vatazns zubenamt. Er vermählte sich mit Irene ,Theodori Lascaris tochter, welchem er an. 1222 succedirte, undzu Nicea regierte, da die Lateiner Constantinopel inne hatten, undwurde von dem Patriarchen Emanuel gekrdnct. Er trat mit dmandern Griechischen Fürsten in ein bündniß, stellte so viel troup-pen als er konte in das seid, und griff Robertum, den Römischer?Kaystr zu Constantinopel, an. Allem Johannes von Brünne ^Konigvon Jerusalem, schlug ihnan. 12;; und Jmmittelsserhielt Johannes Ducas viel Vortheile zur ste, erlegte die Scythen,Tartarn und Bulgare», und setzte das Reich auf allen seilen mruhe., Er begab sich bieraufin ein bündniß mit den Türcken, undvermahlte sich zum andern mal mit des Kaystrs Frlderici l l tochter»Er starb an. 12;;, nachdem er ;; rahr regiert hatte Mb 62 jähealt worden war. Sein söhn, der jüngere TheodoruS, Lascaris«md Ducas zugenamet, succedirte ihm. S^^lib. 2.

in Lliron. in snnsl.

Johannes IV > zubenamet bakc-eris, Theodori des jüngemsöhn, wurde nach seines Vaters tobe an. 1258 gekrönet, als er nur:7 oder 8 jähr alt war; und verwaltete in dessen das reiche, als desjungen Printzen Vormund Musalo, der sonst auch das amt einesobersten kleiberwerwabrers kroioveüiarü, als eine kron-cksi-gstrüge, gar wohl und löblich. Allein an. 1259 maßte sich MichaeLPaläologus des Reichs an, ließ den Musalonem durch einige böß»Wichte im tempel erschlagen, auch baiv darauf diesen jungen Prin»tzen des gesichts berauben, und zwar entweder wie ewige wollen^mit einem helffen decken, aber wie andere berichten, durch bren-nend Pulver, welches er ihm in die äugen wcrffen lassen > woraufman ihne in ein schloß der provintz Bllhynten rellgirte, allwo esnoch lang,wiewohl in der stille, gelebt, und erst unter des ältercnAn»dromcum regierung gestorben ^

Johannes sV Lamscurenus, war ein bedienter an Anbro»nici Paläologi des jüngern Hofe, und nachmaliger Kaystr. Eewar aus der berühmten Cantacuzenischen familie enlspropen, undsein vater war OouveMeur in Peloponnest, seine mutier Tdeodo»ra aber aus Kayserl. stamme. Ais er in seiner jugend wohl un-terrichtet worden, wurde er am hose erzogen, und anfangs beyAndromco dem ältern Cammer.Herr. Allem als selbiger spürte,daß er es mit Andronico dem jüngern hielte, kam er bey demstlbewin Ungnade, wurde jedoch von diesem letztem zum Gouverneur mThracier« gemacht. Als selbiger an. i;a8 fernen groß.vaier An-dronicum von dem throne stieß, machte er ihn zu seinem vornehm-sten Xkin-tter, und that nichts ohne seinen rath, trug thm auch dieReichs'gestllschafft an, so aber Cantacuzenus nicht annehmen wol-le. Als Andronicus starb, setzte er ihn seinen beyden söhnen, Jo»hanni und Emanueli, znm Vormunde. Diesen stund er eine gute'zeit so wohl vor, biß die Kaystrin Anna nebst dem Patriarchen Jo-hanne und andern vornehmen Herrn unruhe erregten, da er sichdann in Macedonien begab, aber von der Anna für einen rebellmerklärt wurde. ES fand sich bald eine große menge von Officierembey ihm ein, welche ihn nöthigten, daß er an. i;4« zu Dllymo»tiche in Thracien die Kaystr »würde annahm, und zu Hadrtano-pel gekrönet wurde. Jmmiltelst setzte man dem Migen Johann«Paläologo die crone zu Constantinopel auf. Wie nun beyde ihrefreunde und anhänger hätten, also erwuchsen hieraus zum Nach-theile des gesammtm Reichs r widerwärtige Partheyen. Canta»cuzeims schlug sich zu den Türcken, uno eroberte Lydie» und Cap-padocien / nebst vielen andern Proointzen und stabten; wre dantkso gar Constantinopel an. 1447 den 6 jmner durch verratherey lKseine Hände kam; und der junge Johannes Palaologus endlich sichgezwunaen befand, einen vergleich anzunehmen, vermittelst welcheser dieses Cantacuzeni schwester hcyrathen, und sodann beydedas reich gemeinsamlich verwalten sollen, nur baß Palaolo»aus, als welcher bessers recht hakte und ein gcbohrner Kayler-licher Printz war, den Vorsitz haben, und in denen unter deydeknamen ausgehenden befehlen zu erst sollte genermet werden. Zuvoesetzte er den Patriarchen ab, welcher seiner wähl zuwider war, unöhielt daraufan. i)47 ein klein coocilmm zu destättlgung der irr»lhümer desPalamaS wider den Barlaam uno dessen anhänger. Al-lein da er sich mit allen obigen Vortheilen nicht vergnügte, und sswohl den ersten rang vor seinem schwieger.sohn nehmen, als auchheme eines und das andere abzwacken wollte, setzte sich jener mssUM« Dbddbd ernß