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/Johannes. Ui, König von Navarra, war Alani von AlbretMli/ und vermahlte sich an. 1484 mit Catharina 6c Foix , Fran»Assi Phobi, Königs von Navarra schwester und erbin. 'jedochwäre durch ihr mißvcrstandniß bey nahe der gantze staat ruinirtworden , indem sich zwistigkeiten Mischen den beyden Häusern vonBeaumont und Gramvnl wiederum ;u äusser» anfiengen, da esdenn der König mit jener, die Königin aber mit dieser partheyhielt. Ob nun wohl diese Unruhe wiederum beygelegt wurde, sobekam er doch mit Ferdinands von Spanien zu thun, als welcheran. 1512 in Navarra einfiel, und das land in weniger zeit unter sichbrachte. So bald als er an den gräntzen war, relirirte sich Johan-nes in Bearn. Da nun Ferdinandus sein vorhaben bewercksseüiget,suchte er solches durch allerhand gründe zu rechtfertigen, tonte abernichts finden als das kriegs«recht und eine bulle von dem Pabste,Julwll, welche demjenigen, der sich des Königreichs zu erst be«mächtigen würde, recht darzu gab, weil es Johannes mit demConcilw zu Pisa und mit König Ludwig dem Xll von Frankreich hielte. Der König von Franckrcich schickte ihm zwar succurs zu;allein er war dessen nichts gebessert. Endlich starb er in einemdvrffe in Bearn den r 6 jun. an. r ? > ü. Seine gemahlin Cathari.na überlebte ihn nur noch 8 monate. Ihr lohn Henricus kam nach.gehends zu der kröne, welcher mit Margarethe des Königs Frau«cisci l in Franckrcich schwester , eine lochter zeugte, mit nahmenJohanna, so Henrici !V mutter war. Er hinterließ auch einennatürlichen söhn, Carl genannt, der an. 1528 in der bclagerungNeapolts gestorben. /.<» ve bllk. 6e
t<Lv. Le Learn. I. ;c>. in snnal. bitt.
6e kiLncc.
Johannes !, überließ sein Königreich seinem vettcr Leonhundwurde ein Franciscancr»Münch, in welchen Habite er wider dieLürcken stritte, und an. r;o4 erschlagen wurde. snn»l.
6e LourZvAne.
Johannes, des Kaysers Henrici VII söhn, aus dem Hause Lu-xemburg. Nachdem der alte Königliche stamm in Böhmen vonPrimislaoI mit Wenceslao V (U>) an. izos erloschen, so hat»ten die Stände anfangs Rudvlphum von Oesterreich hernachHenricum von Cärnlhen, der des letzter» Königs älteste schwesterAnnam zur gemahlin hatte, erwehlt, sie waren aber mit beyden,insonderheit aber mit dem letzten so übel zu frieden, daß sie ihndes Reichs wiederum verlustig erklärten, und eine solenne gesandt»schafft an den KayserHenricum V l l abschickten, und dessen söhneJohann,, der 14 jähr alt war, mit der jüngsten schwester gedach»ten Königs Wenceslai V Elssäbetha, so noch ledig, und im i8jahrihres alters war, das Reich anboten. Nachdem nun das beylagermit dieser Printzeßin zu Speyer vollzogen war, gicvg Johannesnebst derselben mit einer armee nach Böhmen , und weil das gantzeland Henrrco von Carnthen gehäßig war, ward solcher aus Prag versiossen, und muste Jvhanni das gantze Reich überlassen, so dieserauch hernach ruhig befasse. Nachdem er sich an. i;n mit seinergemahlin crönen lassen, war sein erstes, daß er eine reise nachMähre» that, und dieses land von der Verheerung, welche es so-wohl durch die häuffigen straffcmräubereyen als durch die Ungarn erlitte, durch strenge execunone- besreyete- Gleichwie er nunhierdurch der Unterthanen qunst erlangte, also mißfielen hingegenseinen Böhmen seine unmäßige auflägen und der haß gegen dieBöhmen, welcher sich auch gegen seine eigene gemahlin so sehr bli»cken ließ, daß es offt zu einer rechten ruptur und krieg zwischen bey.derseits Partheyen gekommen, biß endlich auf Vermittelung Kay»fers Ludovici Bavari , dessen partdey Johannes wieder Friedrichvon Oesterreich hielte, an. i;>8 mit diesem beding friede wurde,daß keine Teutsche mehr zu ämtern gezogen werden sollen. Erbrachte hieraus die meisten Schlesische Fürsten, welche von denPolnischen Königen viel Verdruß erlitten, auf unterschiedene arl da.hin, daß sie sich in seinen schütz begaben worzu sie auch vermögedes mit König Wenceslao lV(Ii) an. ir?o eingegangenen Ver-gleichs einigermassen gehalten worden, (siehe Schießen-) Deß»gleichen ergab sich an iziy die gantze Lausitz an Johannem, undwas Henricus Hertzog von Jauer in Schlesien daran hatte, trater gleichfalls an denselben ab. Die übrige zeit brachte Johannesmeistens mit reisen und kriegen in fremden landen zu,und weil diesesden Böhmen sehr beschwerlich fiel, erregten sie unterschiedliche un»ruhen, worüber Johannes dergestalt verdrießlich wurde, daß ereinmahl Böhmen an Ludovicum Bavarum gegen die Unter.Pfaltzvertauschen wolte, welches bloß durch der Böhmen wiedersetzung. verhindert wurde. An. 1; -8 ward er durch den Großmeister deSPreußischen Deutschen orbens in Polen beruffcn, und nachdemer daselbst wider die Litthauischen Hevven gestritten batte, nahmer den titul eines Königs von Polen an. In diesem fcld.zuge vcrlohrder König Johannes ein äuge, und kam nachgehend incognikc»nach Montpelier , die me6icc» dasiger berühmten Universität zu con«suliren, woselbst ein Jüdischer Ocxttor ihn vollends auch um dasandere brachte. Dieser blindheit ungeachtet gieng er dennoch inden krieg; wie er denn wider Kayser Ludwigen aus Bayern >n I»tasten zog, aber nicht gar viel ausrichtete. Wegen der acquisitio»von Schlesien gerieth er an. mit den Pole» in krieg, und be«iagcrre Cracau, aber vergebens. Jedoch da ihm die Polen VÜ>Ie»fien liessen, machte er friede. Hierdcy wird erzehlet, daß der Kö.mg von Polen zu ihm geschickt, und ihm Mntbieken lassen, daß
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er gesonnen wäre, mit ihm den unter ihnen schwebenden streit ver.Mittelst eines dolches, den beyde mitbringen sollen , in einem um»wer alleine zu schlichtem Hierauf solle ihm Johannes dieses rucantwort haben tagen lassen: daß, woferne er sich mit ihm in einengleichen streu begeben wolle, er sich zu erst seine beyden äugen sol.te ausstechen lassen. An. i,4; that er mit seinem söhn Caroio einereise zu dem Pabst nach Avignon, und erhielte, daß Prag zu einemErtz-Bißtbum erhöhet wurde. Endlich als der König in Franck»reich Philwpus Valesius von den Engclländern mit krieg überzogenworden, kam er demselben, ob er gleich blind war, zu hülffe, undwohnte den -6 aug. an. 1446 der schlachl bey Cressy mitbey, wel-che die Frantzostn verlohnn. Er föchte dennoch sehr tavffer, ließsein Pferd an den zäum eines von feinen besten reutern binden, undrannre mit solcher wulb unter die feindliche armee hinein, daß ergetödlet wurde Er hatte; gemahiinnen. Die erste ivar die odae-dachte Elisabeth«, Königs WenceslaiH (IV) in Böhmen tocbker,mit welcher er qezeuget Carvllnn IV seinen Nachfolger, und Kay.ser, den er bey semen lebzelleu zum Marggrafc» von Mähren mach.te; Johannem Henricum, welchem er durch besten yeyrath mitMargaretha Mauitaschia das Hertzvgthum Kärnthen zu wcge ge-bracht, welches derselbe zwar durch die chcscheidunq, welche derKayser Ludvvicus Bavarus bekraffligte, wieder verivhr, weßwc»gen zwischen dem Könige Johanne und diesem Kayser, und bcyder.festigen nachkommen, jederzeit grosse Verbitterung gcwe,en: fernerWenceslaum, Grafen und hernach Hertzog zu Luxenburg ; und;töchter Margaretham, Henrici Hertzogs zu Bayern , Judith oberBvnam, Königs Jvbanms m Franckrcich, und Annam, Ottonisvon Oesterreich gemahlin. Die andere gemahlm Elssabetha, Her»tzogs Friederici kulclmi in Oesterreich wüster, starb noch vor dembeylager, und mit der dritten, Beatme, Hertzogs Ludovici vonBourbon wüster, zeugte er auch keine Ander. IW. 20.
cm,«, ckron. p. zo;.
c. 8 p. Z79. epir. Iib. ; c, 17.18 mittell. 6ec. r l. 7.ttxr.r
c.l.
Lönige von Laftilien:
Johannes!, König von Leon und Castilien , succedirte sei.nem valer Henrico H an. i;79 m dem 21 jähre seines allers, unk»vermählte sich mitGevnora von Aragvnien, mst weicher erHen»ricum!H - seinen Cron-erben, und Ferdinandum, König von A»ragonien, zeugte. Die Engelländer hatten wegen Constantiä, desvon Pedro tochter, und Johaiinis, Hertzog« von Lancaster gc»mahli», einige prätensionen auf sein land, dahero brachte Eduard,dieses Hertzogs söhn, eine armee in Spanien , und verewigte sichbaielbst mit Ferdinandi, des Königs von Portugall, trouppcn,welcher damals mit Johanne in feindschafft lebte. Jedoch wurdedie fache noch in der gute beygelegt, indem der König von Castilien ,welcher damals ein wittwer war, sich an. i;8? mit Bcatrice vonPortugall vermählte, und zwar unter dieser bedingung, daß dieAnder aus dieser ehe Ferdinands siiccediren sollen. Da selbiger baldhernach starb, erhoben die Portugiese» Johannem, ihres verstor»denen Königs natürlichen söhn, aufben thron. Der König vonCastilien aber wurde in einer Wacht erlegt, und stürtzte hernachauf der jagd mst dem pferde, an welchem falle er den 9 oct.i; 90seinen geist aufgeben muste. l. ig- 1.2;.
bitt, VlilpLN.
Johannes !l> Henrici m sdbn, wurde, da er nur n monateall war, zu ende des igoSsten jahres durch seines Vetters FerdinandiVorsorge, so bernach König in Aragonien warb, und die ihm ange»botene kröne von Castilien großmüthig abschlug, zum Könige er»kläret. Paulus 6e Burgvs oder 6e8. Maria, Bischofs zu Cartba»gena, ein gewesener Jude, wurde zu dieses Pnntze» Hofmeister be-stellet, und seine mmccr Catharina führte indessen die vormund.schasst, welche aber diesen jungen Pruitze» gar weibisch erziehenließ. Als er noch nicht recht erwachsen war, bekam er mit demKönige von Navarra und Aragomen krieg zu führen, welche er da»hin brachte, daß sie um friede bitten muste» Bald darauf bekamer mit den Mauren im Königreiche Grauada zu thun, deren Kö»nig er doch wieder eingesetzt hatte, welcher ihn aber nichts deswwe»niger attaquirle. Allein Johannes erlegte an ,4; 1 , rooo Mau-ren , und verheerte das aantze. land um Granada herum- Mansagt, daß er diese stakst gär leicht hätte erobern können , wofernenicht Alvarczcke Luna, sein favorik und Reichs-Marsch»!! von Ca»stillen, durch die Mauren sich hätte bestechen lassen. Dieser Emi-tter machte auch sonst dem Könige viel unruhige zeiten, indem dieUnterthanen seinetwegen viele jähre nach einander fchwürig waren,biß er endlich enthauptet ward. siehe Luna ( Aivarez von ) DesKönig Johannes starb den 20 aug. an. 14,4 im 50 jähre seines al-ters , und im 48 seiner regierung. Henricus I V, den er mit Ma-ria von Aragonien gezeuget, folgte ihm. 7«
Lönige in Longc»:
Johannes, ließ sich an. 149° tauffen, und nahm nebst seinemältesten söhne und den vornehmsten am Hofe auf des Königs vonPortugall, Johannis II inständiges bitten, welcher ibm einige Pre-diger zuschickte, die Christliche religion an. Damit auch alles volckseinem cxemvel nachzufolgen angereihet wurde, ließ er solche tauff-handlung öffentlich anstellen- Dieses brachte bey dem volcke einearosse begierve zu Wege, daß sie gleichfalls nebst ihrem Komge ge-taufft werden wollen. Dabcro fienqen sie an eme kirche zu bauen,worzu am dritten mall der erste nein qeleget wurde. Allein es irugflch m, daß etliche von des Königs unterchanen, welche aus deninsiiln' so aus dem fee Zembre liegen, wohnten, sich empvreten,und 1» der dabey gelegenen landfchafft verlnasscli wüteten, daß eeaenötl)iaet wurde / jvkche Unruhe m möglichster eü zu stillen. Weilzi theil- Dbböbd 2 er nim