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er nun auch seine taufte nicht gerne aufschieben wolte, so emvfienger selbige eben an dem tage , da der erste siem zu der gedachten kir-che geleget wurde, und zwar dieses nebst L vornehmen Herren, wel-ch- mit ihm t» den krieg ziehen, und seine armee commandiren sol.ten. Ais nun der Köuigmbmarschiren wolle, gab ihn, der Portu-giesische Abgesandte eine standarte oder sahne, in deren mitten eincrcutze stund, nebst beygefügter erinneruiiq, daß solches ein kenn.zeiche» der croiliE oder des heiligen feldzugs wäre, welche» derPabst Iniwccntius VM wider die ungläubigen angeordnet halte.Hierauf verlangte auch die Königin getaufft zlj werden, welchesdenn geschahe, so daß man ihr den »amen Elconora gab, welchendie Königi» in Portugall führctc. Endlich marschirte der Königmit 80000 mann wider die rebclle» zu felde, und demüthigte sie.Nachdem des Königs von Congo ältester söhn aus einer lchlachl,worinnen er wider einige feinde stritte, wiederum zurück gekommenwar, ließ er sich gleichfalls m der neuen kirche», so damals schonvöllig gebauct war, tauften, und nach dem Infam von PortugallAlphonsus nennen; desgleichen cmpfieng der Adel nebst dem gro>sten theil des volcks die heilige kaufte, und wurde also hierdurch einegrosse freudc erreget. Allein des Königs anderer söhn, welcher einsehr liederlich leben führcte, wolte lieber bev stmer abgölterey ver-harren , und machte sich daher nebst einigen anhängern von dem ho.fe hinweg. Bald darauf wüsten des Königs concnbinen, welcheer nach annehmung des Christenthums fahre» lassen, ihre fachenalso anzustellen, daß sie wiederum aufgenommen wurden, wodurches dann geschahe, daß der König aufS neue in senie alle lasier undgewohnheiten steh Sein ältester söhn bemühetc sich zwar, ihm solchefünden zu gemüthe zu führen; allein durch diesen seinen elfter brach-te er sich um jcines valers gnnst, und der andere söhn wurde wie-derum zurück nach Hofe geniften. Endlich brachte des Königs lovden neuen Christen einige ruhe. Hicraufkam AlphoiifuS, weil erwüste, daß ihn diejenige», welche wieder in ihr abgöttisches wcfe»zurück gefallen, hafteten, bey der nacht zu kein Königlichen pallast,ver>aiiimletc des nächsten morgenS die vornehmen des Hofes, undwurde von ihnen ruin Könige erkläret. Sein brudcr war damalsausserhalb der stadl, und erwartete einige tronppen < allwo er dielchlachl vrrlohr, und gefangen wurde. Einige sagen, daß er in demgcfängiiiß gestorben sey; andere hingegen geben vor, daß er ent-hanvtet worden, jedoch biß w den tod bey feiner abgölterey geblie-ben. Solchergestalt nun behielt Alphonfus daS regniient in frieden,und brachte diei-mgen. welche unter dem vorwand der rcligion sichkniporeien, zum gehorsam, , 4 , -Unca 1. y.
Lönige in Dänemarck und Schweden -
'Johannes >< Königin Schweden, war des Königs Suercherill >, welchen man den frommen zuzuuamcn vflegtc, söhn, und derletzte von der S uerchcrifchen samilie. Er fiiccebirce Erlco X um dasjähr Christi 1218 oder 20, und wurde wegen feiner sonderbarenleutseligkcit der gütige zugenannl. Jiiiöutcrhett erzeigte er sichsehr freygebig gegen die geistlichen. Er regierte aber nur eine kur-«e zeit, indem er an. >22; verstarb. LV,«» OoM. hilf.
nov. cleferipk. chchieci«. hilf. 8uec.
'Johannes!!- König von Dänemarck,Schweden undNor.wegen. Er war Christiam l söhn, von Dorothea , Marggrasinvon Brandenburg, an. >455 gebohren. Lcm vatcr halte ihn be.reits bev seinem leben an. 1478 mit m die regierung genommen, bißer ihm selbige an. 1482 durch feine» lob völlig übcrlicß. Sem jüng-ster bruder Fricdericns 1 solle vermöge väterlichen cestamcnteSSchlcßwtch und Hollstein allein habe», er tbeiletc aber selbige mitihn, nach »einem gefallen, (siehe Friedericus l, König m Däue.niarck.) Bald anfangs schickten die Dänischen Stände eine gc-sandtfchafft in schweben, und verlangten, daß sie Johanne», auchvor ihren König annehmen möchlen. Sie erwähleten ihn zwar,icdoch machte ihm der bißhcriqc Oouvemeur c^teno Llur so viel zuschaffen, daß er erst nach 14 jähren selbiges Königreich erhielte, daer den Stur an. 14s? bey Stockholm schlug, und ihn nöthigte dasReich abzutreten, hingegen mit Finnland vorlicb zu nehmen. An.isoo suchte er die Ditmarsen zu bezwingen, erlitte aber von selbigeneine sehr grosse Niederlage. Dieses bewegte die Schweden zum ab-fall, deraestalt, daß er mit zurückbleibum; seiner schwängern ae-mahlin, Ehristma, einer tochter des. hurfürsicn Erncsii von Sach-sen, Stockholm verlassen musie. L,ie verlangten thu zwar wiederin Schweden ; allein weil er merekle, daß sie ihm nachsicUctrii,gienq er bald wieder zurücke. Die Schwede» »ahmen hieraufStockholm ein, und stiessen die Königin in 8. Brigitten klostcr.Sie suchte» auch nnrube in dein Königreiche Norwegen zu mache»,wurden aber von banne» wieder versaut. Er starb den 20 apr. au.isi; zu AlborainIütland. Ihm folgere fein sohnChristlernus ll.
/o. kisfor. 8uec. < 7 /^/--.« bitt. 8sxor>. Kaxon.
hilf. Osn. /r. hilf 5 uec.
"Johannes !!l- König von Schweden . Er war dcsKönigsGustav, von Schweden söhn, von Catharina, Hertzogs MagniII zu Sächsin. L-wenburq roMer, an. 17 gebohren. Anfangswar er Hertzvg von Finnland , weil er sich aber mit des KönigsSigismundl Angusti von Polen tochter vermählte, hekam fem äl-tester bruder Ericus XIV , König in Schweden , einen argwohnauf ihn, als strebte er gar nach der crone. Er wurde biccaufde-schuldiget, als hielt er es mit den feinden von Schweden , undweil er einen krieg von dem Könige Erico bcsahrclc, rief er feinenschwager den König von Polen / den Hertzvg in Preussen, undandere zu hülffe, befestigte stine schlösset!, und nahm die Finne» inPflicht. Nachdem den 12 auq. an. 156; Abo mit list erobert war,brachte man Johannen, nebst seiner gemahlt» und dienern nachStockholm gefangen, allwo er vor gcricht gestcllel, von JöranPerson, so des Königs böser rathgeber war, als ein rebelt aiige-
Lol)
klaget, auch mit seinen anhangern zum tobe veniM«,-,welches urtheil auch die vornehmsten Stände untersst,^?''sten. Dem zn folge wurden viele stiner dieuer kinaerhannes aber zum ewigen gefangniß nach Grypsbvlm vmv.-ö,?"'welches ihm seine gemahlt» gutwillig folgte. Allein wk ,>^2nig Ericus aus der LttroloZie, deren er sehr ergebenoder doch zu sehen meyme, daß ihn Johannes noch von dm, 'ne stossen würde, hatte er ihn gerne aus dem weg- geraum,fern er sich Nicht vor seinen andern brüdern und vor den vvo,2'sten des Reichs auch dem Komg von Polen gefürchtet N>den einige, daß der König bißweilen z» ihm ins gesängMgen , mit dem Vorsätze , ihn zu ermorden. Als,rihn aber aÄ'habe er sein vorhaben geändert, sey ihm zu fusse gefallen, un» 2.gebeten, weil er wohl wüste, daß ihm sein Reich bescheret, so 2cr sich seiner erbarmen, und ihn nicht eines schändlichen tod <t »den lassen. Endlich wurde Johannes den 22 oct. an. isüs aut »!Ics vorbitten befteyet, und,von dem Kömg sehr freundlichnommen. Als aber der Koma Erich gewallig tyrannißrie,», -unschuldig ermorden ließ, und sich mit Catbanneii, eines wwralS tochter, öffentlich vermahlte, auch gefährliche anschlage wst -
seine bruder machte, erregten Johannes und Magnus mit h»
vieler andern einen aufstand, eroberten Watstein in Ost-GoidlMbcrcnnten Stockholm , eroberten den ort, und nahmen den Kon!»Erich gcsanaen. Hierauf wurde Johannes durch Vermittelung1 'onri cle >L ÜLrctie den ry fept. an. l s 68 von den anwesenden EU,den vor einen König angenommen, hingegen Erich znm ewige» ge.fängmß verdammet, darinnen er gar übel gehalten, und endlichgar mit gisst hingerichtet ward. Er machte bald anfangs milMncmarck und Mofcau fnede, jedoch kam es mit diesem letztem a»i?72 mLieflanb zu einem kriege, darinnen 700 Schweden iSoovRussen den 2z ian. an. ^7; bey Lobe in die flucht schlugen, bisendlich an. 1574 friede wurde. Er bemühete sich auch,einekirche».rcformalion in stinem Reiche anzustellen, und gab vor, daß Mnach der kirche dcr ersten teculorurn nach Christi geblirt geMclwerden si'lte, es wurden aber mchrenthcils der Carbol,sehen lehreund gcbräuchc wieder eingeführet, worzu seine gemadlinCalhan»»am meisten beytrug. Es wurden hierauf viele Niederländische Jc.stillen ins Reich beruften , den 14 inn. an. iz?; ein Ertz Wloffmid 2 Bischöffe mit Catbolifchen ccrcmoiiien emgeweyhel. a»cheine neue kirche» - ordnung und UrurZie unterschrieben, welche diePriester mehrenlhciis annahmen, weil er ihnen tue gefalle dey leich-begäiigiiisse» bestätiget. Der König schickte hieraiifPonium-le l,Gardic nebst Feclcnio mit dcr liwrche nach Rom an den Pabß Ere-gornim , allem bicfem gesiel es nicht, daß weltliche Hcne»sich m rellgionS-fachcn mengen wollen. Dechalben hatte der Ä-mg Johannes vor, sich mit der Griechischen kirche zu cvmormiren.Jedoch schickte der Pabst den Jesuiten Poftcvinum als Gesandt!»m Scknvedcn, welcher den König in dcrEalbosischen rettgionbc-stärckcn inuste. ES wäre zwar bald zwischen ihm und feinem drü-ber Carln zu einem krieg ausgebrochcn, doch wurde die fache »ochdurch die Königin und Hcrizoq Carls gemahlin beygelegt. Jinniil-lclst aiciiq dcr krica in Liefland fort, welcher anfangs von derSchweden feite fchläftng gcführcl wurde, doch «hielten siemitd«Polen hülffe den 21 oct- au. >578 eine» herrlichen sieg über die Rußfeu. Als er sich hierauf mit Polen genauer verbunden, schickte erunter dem Pont» cte >» Gardic cme starcke acmce wider die ZWs,welche an. 1 z8> Narva , Jvanogrod, Coporic und Witlstm cro-berleu, auch die Mofcowlicr etliche mal schlugen. Endlich kamcsde» 9 may an. 158; ;»einem 2monatlichen stillstand, welcherbald daraus in c men zweyiährigen verwandelt wurde. Kurtz dar-nach starb die Königin Catharina. Da denn Johannes abcmialsim sinn balle, sich mit der Griechischen kirche zu vereinigen, undzu dem ende die liruexie m die Griechische Mache übmetzcn ließ,welche lncvmiug er aber uachqchcnds geändert, auch die IM»aus dem Reiche geschuftet. An. 1 s8S erneuerte er den stillstand»»!Mofcau auf 4 lahre, verglich sich mn icuicm bruder Earln, >>«!>machte ihn zu feinem Statthalter m alle» Rcichs-gefchäfftm. Nbekam hierauf mit den Mosiowiln u wieder zu thun, welche an.i syc» Jvanogrod und Covorie aufs neue bekamen.Er starb j»EW-Holm den 19 nov. an. > >92. memo-
rab. Luropre. büd. 8ucc.
Lönigvon Engcland:
Johannes / Lackland oder ohne land zubenamet, mHenricl li vierter söhn, und regierte hcy dcsvaters lebzeilm dievon dcmsi'lhc» nenerohcrtc Grasschafft Jrrland. Als um brndkkRlchardus, dcr dem vatcr m dcr rcaierung folgte, auf der ruck-reife von der creutzsarlh i» das gelobte land, in Tcntfchland gefan-gen gehalten wurde, maßte er sich aufeinralhcn des Königs W-ilvpl Augusti in Franckreich dcr crone Engcland an , vcrlohnleHaber hernach wieder mit feinem brudcr , (stehe Rlchardus Ka-nn, in Engcland und Phil. ?lugust Kömg m Franckreich Mals derselbe an. 1199 mitlode abg!eng,iücccpirle er ihmstmcs noch älter» , aber bereits verstorbenen brudcrs, MMdSvon Bretagne söhn, Artunis, übrig war , weil damals die Mi-sions-ordnnng »ach ewiger meynung es also vermochte., Er wMauch anfänglich ohne jemandes einreden zum König gecrl>neI,Mmachte nicht lange hernach mit Frazickrcich friede. (M Mi-August. König in Franckr.) das >ahr hernach adcr >mn1»kArtue durch beystaud des Königs Philipp! Augusti vonund einigermalconlenten Vasallen die crone dispulirlich;hannes überrumpelte ihn an. 1202 iiiwcrmutbcl zu M>rcorli" "Bretagne , und brachte ihn dastlbst un gefangniß »m ras »0 -Eonstantia, dcs imiqcn Printzcn mutier, suchte d>cram MKönig in Franckreich, als Oder.Lehnsherrn von Bretagne ,