roy
Mordthat halben recht. Dahero wurde Johannes nach Franck.reich geforvert, und da er weder selbst erschiene, noch sich durch an.dcre vertheidigen ließ, vor strafwürdig erkanm , so baß er trafst des«sen alle länder kn Franckreich verlohnn haben solle. Der KönigPhilippus Augusius schritt auch so gleich zur cxecutton, und brachtein wenig jähren, durch beyhchffe der mißvergnügten Vasallen gantzNormanbie, Maure, Anjou und Poitou unter sich, die er mit feinercrone wieder verewigte.(siehe Philippus ll Augustus/König mFranckreich.) Alles Liefes setzte Iohannem bey semeu Unterthanenin große Verachtung und Ungunst , welche noch vermehret wurdedurch leine allzuharte auflagen und sein lchacsses versahre» gegen diegeistlichen,gestalt er dle Prälaten und Bischöffe ihrer guter beraub /le, und wen er wiche nicht heraußgeben, auch die Investitur der Bt-schöiie behaupten wolle, wurde er auch von dem Padst JnuocentioH1 in den baun gethan , welches er aber siey noch nichts anfechtenW. Allein da er vernommen, daß der Padst durch ein wider ihnausgesprochenes urtheil alle seine Unterthanen von der Pflicht undtreue gegen ihn losgesprochen, und d,e crone an Franckreich üoecge«den, kroch er zum creutzcmnd veriprach au. rri; beydes vvr sich undseine nachkommen dem Römischen stuhle einen lähriichen mdutvon rcx-o marck sildcrs, so bec PelerS-groschen genannt ward , zureichen; ja er gab auch mit großen solennttälen die crone Engelaut»vor sich uno ferne nachkommen dem Pabste zu iehen. Er bestätigteauch be» Unterthanen alle ihre a!te pr>vüegiL > so sie noch von Ll.Eouarbo Conteuors herluhrtev , die ihnen aber seit Wilhelmsd.on>guecko> L sehr beschnitten worden; er vermehrte auch >o!che mn«eueu privilogstr, unv biß geschahe durch ein lolenneS inlimmenr,«LAiiL cstLr» genannt, welches den iSjuii. an. i2i;zuRunne.mono, euiem orte zwischen Slantes und Wmdlör > ausgerichtetwurde. Mein kaum war dieses geschehen, ,o ließ er sich von demeide, wormil er dieses mstrnmeiil beschworen, von dem Padstwieder avsoloiren, und revocirce alle zugestandene zura, weichesdenn die uulerlhauen dergestalt in Harnisch brachte,..daß nachdemauch die kriege mit Franckreich übel liesse», und der König Philip«pusAugustUS an. 1214 die schleicht bcyBovmes gewonnen hatte, sieLubvvicum, des gedachten Philippi söhn, zum Könige machten,und ihn den 20 may an. 1216 zu London crönten. Hierdurch wur-de Johannes dergestalt desperat, basier auch entleyiosten war zuMuamolmo, der Saracenen Könige, überzugehen, und einLureke zu werden, wofern er von ihnen hülste haben könte. End«ttch starb er mitten unter diesen Unruhen den is oct. an. 1216, undrecommenblrte fernen svhn Henncum, der damals nur cm kmowar, zu seinem Nachfolger, der auch so gleich einhellig davor an«genommen wurde. Seine erste gemahlin war des Lord Hubertstocyler, die andere hieß Amiem oder Havosse, und war Williamoder RodertS des Grasen von Glocestec cochter; die dritte warIsadelta, Aimari, des Grafen von AngoulLme lochler, welchezuvor mit Hugone vvii Brun, dem Herrn von Marchc versprochenwar. Die kmder, !o er mit diesen ; geinahlmnen zeugte, warenHenricus lll, sein luccettor; Richard , Graf von Cvrnwall undRömischer Kömg zu zeilc» des -merreZm; Johanna; Isadcllaund Eieonoca. Die erste von dielen Pruitzeßinnen wurde an denKömg von Schottland , Alexanbrnm, die-andere an den KaystrFnebencum t!, und die brüte an den Grafen von Ehester, St«mon von Monttorc, vermählet. L»e veewittwete Konigm ver«heyrathcle sich wiederum au Hugonem, den Grafen von Marche,weichem sie der König Johannes an dem hochzemlage, worzu erMit emgeiaben war, vormals genommen hatte.
l. I.i;.
-Le/«-- Litt. ä'?«nAlec. lulk. cl'^vtzier. r-1 x>. 447 /Le
Lrssrr- r. 1 p. i;8 !eqq.
Löntge in Franckreich:
Johannes I , polkbumus, Ludwigs des X söhn Er warnam des valers tobe, da immittelst sein vctter Philippus, GrafvonPoitters, die regcnttnschasslführte, den i s nov. an. iziüge«bohren , starb aber 8 tage hernach , und wurde bey dem leich.de»gängnissc als König von Franckreich und Naoarcaprvclaimcet,weswegen er auch mit recht unter die Könige von Franckreich ge.rechnet wird. .V 7 ere,-r- Kitt. clebrance r. 2 p. ;;y. ce.
rem. b l Lvc. O,//r,e 7 . bild äe brnncer. rcol. 404.
'Johannes n, von einigen bonuL oder der fromme genannt.War bey seines.vaterS Phstrvpi VI lebzeilen Hertzog der Norman.die, und legte m dem damals angegangenen Enginchen kriege vonseiner lapfferkeic schöne proben ab.' (siehe Philippus Vt Königin Franckr.) Er fuccedirce demselben an. r;zc>- Gleich zu an»fang feiner regierung liifflete er,oder wie einige wollen, erneuerte erden so genannten steru-orden, ( siehe Stern-orden ) und ließRndolphum, den LonnerWle von Frau,er. ich - Grasen von Eu,hinrichten, weil er dem König m Engeland, von dem er gefangenworden, zu seiner rantzion eine überaus grosse summe gelbes, so ernicht bezahlen konte, oder anstatt dessen die sestnng Games in derNormandie zugeben, und solchergestalt dem femv emeiilchlüsseldessRerchs in die Hände zu spiele»,versprochen. Mit Engcland hat-te Iobannis Vater einen stillstand gemacht, der von Johanne voneiner zerr zur andern bis an. 1;;; verlängert, aber schlecht beobach-tet wurde. Der König in Navarra Eärolus, dem Johannes sei-ne eigene tochler zur ehe gegeben, verursachte endlich, daßeszuinoffenbaren krieg kam. Denn weil Johannes in der noch war, be-diente er sich der gelegenheit, und machte wieder an pruch aufChampagne und Blois , ohngeachtet diese fache zu Philippi Vale-ffi zeit durch einen traccat verglichen worden. Und weil die Enge-länder Angoulestne und die andere landschafften, so er vermöge ge-dachten tracrals besaß, verwüstet hatten, forderte er andere davor.
ioh Y49
Der König gab ihm auch Menlan und andere Plätze in der Nor-nwa.die, damit er vergnügt war. Angonleswe hingegen gab n natt ae.hends einem faoor.ten, Carolo-le I- Cerda, welcher aberAchdarauf zu Aigle, einem klemm orte in der Normandie , auf anstMmdesK0i>E vonNcwarrwder demselben jederzeit gram war,erstochenwurr^. Well nun der Koiug von Navarra alle seine Plätze befestigteund Johannes befürchte,er möchte sich zu den Enqcländern sM gmpardomrt er ihm auch diesen sire-cy. AIS aber Carolus von nmemm,t Engeland correlpondlrte, und so gar den Frantzvsischen CromPnntzen verführte . der ;edoch wieder zurücke trat , nahm ihn F,?daneS aufemem deswegen angestellten banquele zu Renan ii ärmstund ließ rdn nach Paris fuhren, allworr i»S gefänqniß gell n? undden vornehmste,,0 es Mit Ihm hieilewo.cköpffe abgeschlagen wurdenUm eben selbige zetl sielen die EngeUänber , der iiiit dem W ua lNavarra vorher genommenen abrede gemäß, in die Normalwelche aber Johannes an. lapffer wieder zurü'ke schlm Dasnächstfolgende jähr plünderte der Engelländische CrowNriim s-.duarb Mit 17020 mannQuerc-, Auvergne Limo,in und Berri undwolle dergleichen auch in Anj.-u, Pvitou und Tonrainc thun Alle nder König, welcher damals gleich zu Cbartres war, übecsiei ibnden iy sept, an. 1 z;6 bey MaupertuiS , 2 Meilen von Postlers, wo.selbst er sich in den Weinbergen verschmitzt hatte. Ob »un wohl derPrmtz sich erbot, allen schaden, den er auf seinem Marsche vonBvurdcanx angethan, wieder;» ersetzen, und binnen 7 jähren ae.gen Franckreich nichts feindliches zu tenkiren; so unterließ doch derKönig nicht, weil er den sieg schon in Händen zu haben vermeynte,die Engclländer mizugreiffen- Er hätte sie noch durch hunaer ohneschwerdt-streich zwingen, und den Englischen Printzen gefangenbekommen können, allein die Frantzostn waren zu hitzig, und ver.ließen sich zuviel aufihre große anzahl. Deswegen sie dam, denftmd in seinen! besten Vortheil, zwischen Weinbergen, zäunen undclelliees angriffen. Mein da die vorangernckte 6enz cl'srniA theilsdurch die Englische bogen, schützen nieder gcsthossen, theils durchderen reutercy in Unordnung gebracht und zurück gejagt worden,gerieihm auch die hinter solchen stehende trouppm ,1, Unordnung;sonderlich flöhe die andere lmie, welche der Daiiphin führte, fastohne gegenwehr davon- Daher fiele nun die gantze macht beS fei»,dcs aufbie dritte linie, so das Lorp? 6e rellerve machen jc-lte, dadann der König mir dem wenigen rest, der bey ihm blieb, sich zwarlange zeit mit grosser hertzhafftigkelt wehrte, auch nebst seinem
jüngsten löhn Philippo , nachmals Hertzog von Burguno, welcher
damals nicht über io jähr alt war, und nach der zeit den Man endes kühnen empfieng, verwundet wurde, endlich aber sich einem E-deimanne aus Arlois, namens Johannes von Morbec, welchener vormals wegen einiger verbrechen weggejagt hatte, gefangengeben mustc. Der Prmtz von WaUis tractlrte ihn sehr höflich, alsseinen Herrn, wartete ihm auch selbst des abends bey der lasest auf.Allein weil er sich befürchte, er möchte ihm entwischen, oder aufder reife nach Landen wieder entrissen werben, fo machte er einenstillstand auf etliche jähre, und fandte ihn gleich des andern laqesnach Bvurdeaux, und von dar nach London , woselbst er g-inhrlang gefangen gehalten wurde. Mitlerweile war in Franckreichein ciendcr zustand. Denn weil der Adel durch seine zagheir undflucht die Niederlage bey Poitiers und d ie gefangeusthafft des Königsvcn.rfachet , warb er in dem gantzen Reich verfolget und gebasset.Hingegen die bürgerschgffk und sonderlich der pöbe! zu Paris unteranführung des k> evor der kaufleute, zogen alle gewalt an sich, zwun»gen den Croli'Printzen Carolum, Dauphin und Hertzog der Nor«wandte, baß er alle Minister abschaffen, eine Reichs. Versammlungberuffen, und einen ausschuß der Stände zu feinem gcheimdcn Rathmachen muffe. Die pacthey des in der gefangenfchafft sitzenden Kö-nigs von Navarra schlug sich auch darzu, bemächtigte sich vielerPlätze i» der Normandie, streiffte biß nach Paris , und befteyeteendlich gar ihren König mit list, welcher hierauf seinen einzug zuParis hielte, sich zum Haupt des pöbeis gebrauchen ließ, unv garauf die crone Hoffnung machte. Die anfrührischen crivehilen hier-auf zum zeichen unter sich, daß sie ihre mützen halb blau und halbroth trugen, und kamen einmal hauffenwciß vor des Dauphins pal-last, brachten 2 Marschalle vor feinen äugen um, und zwungenihn mildem gantze» Hof, ihr zeichen z„ tragen. Endlich aber ent-wischte ihnen der Dauphin nach Comviegne, woselbst aller Adelsich zu ihm schlug,da es dann zu einem öffentlichen innerlichen kriegkam. Es entstunden darneben viele banden von strassenräubern, diesich cornpsZmes nennten, desgleichen eine neue bauremrotte in derPicardie und in Brie, la staquei-ie genannt, (davon ein eigener ar.ticui) die das gantze Reich verheereten. Ja es war an dem, daßder König von Navarra in Paris solle eingelassen, und daselbst zumKömg von Franckreich ausgernffen werben, als der krevoe derkauffmannschafft, so der rädclsfschrer des unruhigen pödels gewe-sen, ermordet wurde; woraufder Dauphin, welcher sich mit einerarmee genähert hatte, um die stadt mit gewalt zu zwingen, mitfrolocken eingeholet wurde. Der Konig von Navarra kündigtehierauf dem Dauphin den krieg an, und schloß eine oKenffv-PHänrmit Engelland. Es kam zwar an. i;c8 zu Londen zu einem frieden,kraffl dessen die Normandie , Boulonois und die Grafschafft Guincsan Engelland abgetreten, und von dem König Johanne üooooc,thaler an golde bezahlet werben solle. Aber der König von Navar-ra, der Paris gantz eingeschlossen hatte, verursachte durch feineVerheerungen, daß der Dauphin diese geld.fumme nicht auftreibcnkonte Im folgenden jähre ward zu London ein anderer friede ge-schlossen, wodurch der König Johannes an Engclland abtrat dieNormandie, Gule»ne,Poitou,Touraine, Anjou , Manie, Gascogne,und alle Plätze, so die Engeüanver jemals in Franckreich besessen,nebst den Grafschafften Boulogne und Guines, und zwar mit allersouveränere, desgleichen daß der Hertzog von Bretagne ein Vasallvon Engellanb sey, baß Johannes zu seiner rantzion 4 MillionenDhbbbb z gold