Band 
Zweyter Theil
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950 loh

gold thaker bezahlen, und vor diestsnlles Eduardus M auf feinenansprach auf Frankreich verzicht thun solle. Als aber der Dauphinund die Stande von Frankreich hicrinnen nicht willigen wollen,kam Eduard ///mit einer armee selbst dahin, verheerte das gantzeReich, bequemte sich aber doch endlich, nachdem er durch ein grau»samcü sturm.wetler erschreckt worden, zu gelinden conditionen, undschloß denbmay an. zu Bretigny einem kleinen dorffbeyChartres einen frieden, darinn er die abiretung der Normandie ,Touraine , Maine und Anjvu, desgleichen den anspruch aufben le»hensmexum von Bretagne , und eme Million lhaler nachließ; unddaß im folgenden jähr die renuncialion aufFranckreich eingeichickt,und dagegen auch der bißberige lehens.cvd wegen der FrautzöstschenProviiitzen nachgelassen werden solle. Der Kdnig von Navarra.ward auch mit in den frieden eingeschlossen. Im übrigen kau mandie damalige armuth des Königlichen schatzes daraus schliesset,, baßJohannes li bey seinem emzug in Paris nicht einen silbernen tellerwehr auf der tafel hatte. Zu aujtrcibung der rantzion wurden demKönig von dem Padst zwey zehenoen über die clerisey verstattet. Eswurden d»e Juden gegen eine siniimc gelbeö eingenommen; undnach diesem war das gelb so rar, daß man lederne müntzen, darin»nen nur ein silberner naget stack, gebrauchen müsse. Zu allem die»sem kam noch, daß die besiitziingen der Englischen platze, so anFranckreich wieder abgetreten wurden, weil sie ihren sold nicht ein»pfangcn, sich ebcnfals nach der vorerwehnte» exempel unter deinnamen Lomp-Amen zusammen schlugen, das gantze Reich durch«strafften, und erst nach langer M völlig ausgerottet werben tonten.Es gab auch sonst noch viele schwürigkettcn wegen erfüllung der frie»dens-puncten, insonderheit schickte Eduard /// die renuncialionauf Franckreich nicht ein, ob er gleich sich als souverän, m den ihmabgetretenen Frantzösischen Provuitzen aufführte. Doch kam es zukeiner ruprur. An. i;Si starb der letzte Hertzog von Burgund, dadenn sowvl der König von Navarra alü der König Johannes daraufanspruch machten. Doch der letztere behielt den platz, und gabdas Hcrtzsgthum an.i;6; seinem vierten söhn Philippo dem küh»nen, jedoch mit vorbehält der souveramelät- Hierauf beschloß eraufdes Pabsls Urbani V und des vertriebenen Königs von Eypernzureden, einen zug in das gelobte land zu thu». Ehe er aber solchenanstellte, war er willens Engelland noch einmal zu sehen, entwc«der, wie einige wollen, eine gewisse Osme daselbst zu besuchen,in die er sich zeit währender seiner gefangenschaffl verliebt bade» sol»le, oder dem Könige Eduardo /// zu bezeugen, daß er keineswc.geü daran schuld hätte, daß sein söhn, der Hertzog von Anjou, ei»ner von den geißeln entwischt wäre, und noch andere streitige pun»cten auszumachen: welches wenigst der vorwand war, dessen sichder König bediente. Allem gleich da er dieses bewerckstclligec halte,wurde er den L apr.a. i >64 zuLondcn von einer plötzlichen kranckhettüberfalle», an welcher er seinen geist aufgeben müsse, und zwar imsr jähre seines altcrs. Dieser König Johannes wurde vor einen derlapffersten und redlichsten Herren semcr zeit gehalten, wie er dennzu sagen pflegte: daß, ob gleich alle treue und glauben ausder weit verbannet wäre, man dennoch solche allezeit mdem munde der Röntgen finden solle. Ader an klughen zuregeren war ihm sein femd Eduard /// weit überlegen. Er ver»mahlte sich zum ersten mal an. mit Bonna von Luxemburg ,des K önigs Johannis in Böhmen lochter. Die kinder, so er mitderselben zeugte, waren Carolus V, fein Nachfolger; Ludovicuü/.Hertzog von Anjou, von welchem der andere zweig der Könrge vonNapoli berstammcl; Johannes, Hertzog von Berri, welcher ohnemännliche erden starb; und Philippus der kühne, von welchem dieletzten Hertzoge von Burgund entsprossen sind; Johanna, eme ge»mahlin Carol«, Königs von Navarra ; Maria, die an Robert Gra«fen von Bar vermählt wurde; Jsadella, die Johannen, GaleariumVisconti zu Mayland hcyralhete, und Margaretha, die eine Non»rre zu Poissy wurde. Die andere gcmahljn Johanna, Graf Wil»Helms von Auvergne tochter, starb ohne erben. lib. 9.

1 . 1 . /» //»,//>,». /v,r,u, lik. z.

1. r P.429- t. 2 col. ; ; z segg. *

Bcönige von ^Zerusirlem und Cypern :

Johannes von Brienne, König von Jerusalem, und nach»Mals Kayscr von Constantinopel , war des Grafen von Brienne,Erhardi l l und Agnes von Montbeüiard söhn. Er zog in der fünf«ten crentzfahrt an. 1 199 mit den Frantzofen in das gelobte la»d,halffan. 1204 Constantinopel erobern, und fetzte sich durch seine tapffcr»krit in ein solch ansehen, daß die Stände von Jerusalem nach ih»res KöniqS Emerici von Lusignan tobe eine Gesandschafft in Franck»reich abfertigten, ihm nebst Maria, jo Conrabi Marggrafcn vonMontserrat und Jsabellä, Königin von Jerusalem tochter war,Las Königreich anzubieten. Dieses nahm er mir dewilligung dcSKönigs Philivpi Augusti, welcher ihm 40000 pfund verehrte, an,und kam an. i2lo jns gelobte land, hielt daselbst mit gedachterMaria beylager, und würbe im ocl. gecrönel, allein die fachenstunden damals in Orient vor die Christen gar schlecht, weil derPabst mit den Aldigenfcrn zu thun hatte, und die Könige zu Jcru»salein ohne hülffe der ccentzsahrten sich nicht erhalten konlen. An.12,7 kamen einige Frantzv,lsche Herren an, durch deren bcystandJohannes die stabt Acre enlsatzte, welche von Corradino, denr Sul«ta» von Damaico, belagert wurde. Dacauferobecte er nach eineranderthalb,ähr,geri belagerung Danuata in Egypte», kome abersolche» ort nicht über 8 monat erhalten, weil man sie zu erlöfunqder Christlichen arwcc/ die der Egvplifche Sultan qantz eilige»schlösse» hielte, auslicfferte. Bald hernach verlodr er feine gcmah.Im, und kam zurück in Franckreich, daselbst hülffe zu suchen. Aufder reife verehlichle er sich aufs neue mitBercngera von Eastilicii,des Königs Ferdinands lll fchwester. Im nächst.folgtndcn jähre

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wohnte er Ludovici des jünger« crönung und cinwcihnna de» ...xgieng darauf nach Rom . Er halte eine e.ntzige toMerVÄamgenannt, welche er m dcm,eiblgcn >ahre, nemlichan,1^-den KayferFriedericum ll vermahlte , und zwar nut dieser ^7gung, baß er leme lebens.zett uber daS Königreich debaien ,7nach ihm Friedericus,olches erden solle. An. -2:9 erwähltedie Frantzoien m, Orient zum Loaverneur des ConstantmopoiLnchen Kaylerlhums bey wahrender minder, ahriguil Baidum,daher nahm er den Kayserlichen tilul an, wie alle Kavserlicde»»,'Münder bey damaliger zeit zu thun pflegten, und kam mi 12,, ,!Constantinopel an, woselbst er durch den Patriarchen Simon 7crönet wurde. An. 122z und;; schlug er zu verschiedene»ma nden Griechischen Kayscr zu Nicaa, Johannen, Ducas, Valme?nannt, welcher Constantinopel wieder zu erobern suchte Ernarlim wart. an 12,7, und hinterließ von ieiner anderii ge'mMn Al.Phon,um von Brienne, Grafen von Eu.

Nils. (honllsnrinop.

Johannes I - König von Cypcrn, war des Hugonis Hälkest-Vsöhn, König von Cvpern und Jerusalem . Er folgte seinem »tcr an. 1281, starb aber an. irxz ohneerden, und folgte ihmsein bruder Henricus l >. bist.

Johannes von Lusignan l > . König von Cypern , Petri >1Königs von Cypern und Jerusalem söhn von Valentin« vonMav.'land. Er vermählte sich an. 1411 mit Charlotten von Bourdon,Johannis von Bourbon, Grafen cke m Marche tochter, so eine derschönsten Prmtzeßmnen ihrer zeir war. Er starb an. 14,1, Mhinterließ Johannem Ui- von dem sofort; und Jacobum, Se.nechal von Cypern , welcher ohne erden verstarb.

Kill. Nill. Aen. dranc.

Johannes Ul. König von Cypern , Jerujalem und Am-'nien, folgte,einem vater. Er vermählte sich nul Helena Palävlv'ga, des Theodor,, Woywoden von Morea, tochter, die ihm eineemtzlge tochter, nahmens Charlotta gedahr, so zum ersten mahlmit Johanne vonlCvlinbra, und zum andern mahle mu HcrmLudwigen von Lavoycn vermählet wurde. Johannes starb äa1458, und hierauf massele sich sein dastard Jacodus, welchen eemit Maria PatraS erzeuget, des Königreichs Cypcrn an. L-Kill. L')pr. kill.ge 8avo)c.

Lonige in pohlen:

'Johannes Albertus, Königin Polen , Casimm!V andrerfohu, gebohreu an. 1459, cm gelehrter aber gar »ngsticklicher Herr.Er wurde an. 149- mit dewilligung seines brudccs Ladislai MKönige in Ungaru und Böhmen erwehlct, führte trug widerCu»phanum, den Woywoden in der Wallaches, welcher ihn an. ,«7durch einen Hinterhalt schlug, so daß er die Türckcn zu hülffe rüstenmüsse. Dieser gclegeiihcil suchte sich Fridericuo, Hertzog MSachsen, damahliger Großmeister m Preussen, zu bedienen, in>dein er der cron Polen nicht huldigen wolle. Als »imJohannesÄderluS ihn mit gewail darzu zwingen trachlelc, siard er am W.ge, und iwar mwerheyrakhetbein L inn. an. r;oi.

Kolon.

Johannes Cafimirus/f Casimirus V.

Johannes > U. König in Polen. Er war Jacob! Sobieski ,CastcllanS von Cracau mngstcr söhn. Sckne mmter war Slanii,iaiZollklewSkl, des Groß-Cantzlers und GcncralS der cron Polen tochter. (siehe Zollktewsky Stantslaus) Johannes wurde den24 aug an. CroN'Groß'MarschaU, an. 1667 aber Cron-Groß'Feldherr, des Königs Obcr'.Hof>ncistcr und Woywod mCracau. An. >667 riß er den Cvsackischen redcUcii in der Ukraine üo städtc wiederum aus den Händen, desgleichen commaiMeerdie belagerung der ststung Poddais wider die Tarlarn, und m>dcrle 2 ,ahr hernach die gantze WoywodschafflBrackla» in Nieder«Podeste». Ausser diesem machte er sich auch durch noch vcischie«dene andere heidenmäßige thaten berübml. An. 1671 schlug er inwährender belagerung der stabt Leopol oder Lciiidcrg an PelloivinRslh'Rcusscn die Türckcn , und gewann den n noo. an. 167; dieberühmte ichlachl bey Choczin an dem Nicster, und an den Mdausschcn gräntzen, welche sich des sonnabends anhub, und dendritten lag daraus nut erodcrung gedachter fcllung vollendet wür-de ; die Türckcn verlohrc» blcrbey 8000 Janiischarcn und r°oooSvahi. Weit nun um selbige zeit der Kömg Michael Kor»Wlcsnowisti verstorben, wurde er an dessen stall den iy man an.iö,4 zum König in Polen erwehlct. Die crönung geschahe aller'erst 1; monale hernach, dnmen welcher zcic er untcrMdMsckilachten wider die Tnrcken gewann, und selbige dahin nolM -baß sie zu Zurowna einen frieden machen müssen. An. 1676 erMer von bem Kömgc m Franckreich durch öclss» Adgejandlen, daMarggrafen von Belhunc, den ordrn des Heil. Geistes, 'Eauch bey vielen andern gelegenhcitcn verschiedene Kennzeichen Mfrcnndschafft gegen diesen Kömg an den lagsscgtc, »umaM Uviel zu seiner wähl beytrug. An. 168; HM er vorncm d e MWien imt cnlictzen, wie er denn in eigener pcr,on z« 'war,und grosse ehre einlegte, einender v^icdmlicn LEpferdschweiffcn mit eigener handelnd durch 'K'lchntidiing mnadessen so den pserdschwciff sührcke, gewann ; w'cwodl er nacn ^sem wenig wider die Türckcn auorichlclc, oder a>>ch a»lM'wolle. Er redete unterschiedliche sprachen, war cm NE 0 ^

bücher und gelehrten lculc, und ein tapffcrcr Herr, ^ Mr am ^bereicstcrung seiner familie etwas zu lePr soll geiehen yam«. ^gemahlm war Maria cle la Granne, des Morggratm ^

aus dem Hause ete-ls Gränze >u N>vcrnoiS lochler, deö w I

Prmtzcn Johannis Zamosky ivitlwe, mit welcher er z p« d 0^