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demselben von dem Pabste vorgezogen- Man giebt jk,m Wutv -daß am sein anstifften der neuerwehlceKayscr Fridcricus vonBraun»schweig an. 1400 ermordet worden, (flehe Fritzericus lV Kav»sir) Dazumahl soll einer in der Dom-kirch zu Mayntz auf emcmstem diese Worte emgegraben gefunden haben: Vene Lc mveme« -er kchrete des nachts daraufdiesen stein um, in meynunq einen grvflstn schätz darunter zu finden, traf aber auf der andern seile die.st Worte an: lvloßunr,» ab snriguö UeauLn, worauf denndiese verse gemacht wurden:
LeZuIa non kclla lVto§un«s cliKs ,
^lamgue Ducern ürsvic Vrigericum , gui <^usii Üsvich
Lrunlvig prorexit, Zentemczue susrn dene rexir»
Mein was von dem stein gemeldet wird, ist ein alberes aedichte-Die knittcl verje aber sind in der gemeinen einbildung, als ob die.ftr Blich off Johann der anstiffter obgemeldten Kayser-mords ge>Wesen, also aufgesetzet worden, mögen aber darum dessen noch kei»nen lichere» beweist geben. Der Blschoff selbst soll sich hierübermtk ernem end purgieret haben. Doch war das übelste, baß dievornehmste mteressirte solches nicht glauben wollten. Daher svn.derllch des entleibten Kaysers bruder Hertzog Hcnnch von Braun«schweig ins Ertz-Stiffl einfiel, und an vielen orten grossen scha»den verursachte. Auch brachen an. 1406 einige zusammen gerat»tete edelleute biß in die stadl Mayntz, plünderten einen theil davon,und erschlugen viele kurzer. Svnsten hat Johannes an. 1404 dasschloß zu Höchst erbauet, und dabey handlanger.arbeit verrichtet,um seine bedienten zu gleichmäßiger arbeit aufzumuntern. Er starban. 1419. /?«§«/. 6srm. 8. p. I. tom. ; rer,
6erm, psA. 42; Lraunkchv cNron» t. 26s iegs.
Fe»L. lVlanst'. cliron. fi>!. zoz. *
Johannes Schrveichardus, war aus dem alten Adelichengeschiecht derer von Croubera an. izz; gebohrcn. Seine eiternwievmete» ihn zum geistlichen stände, und nachdem erstinekuckmauf den Teutschen und Niederländischen academien zu ende ge»bracht,Zünd von reisen wieder zurück gekommen war, ward erDom-Herr und folgends Dom-Dechant zu Mayntz, wie auchProbst zu St. Alban. An. 1604 ward er zum Ertz-Bischoff undChurfürsten zu Mayntz erwehlek, und wohnte daher unterschiede»mn Reichs'tagen und der wähl Kaysers Matthiä und FerdinandsII dey. Es wird sonderlich an ihm sein aufrichtiges und friedlie»bendes gemüthe gerühmt, welches er fürnemlich dey denen da»mahligen Böhmischen Unruhen blicken lassen, da er die Protesti»rende Stande versichert, daß sie sich in den Obermnd Nieder. Rhei»mschen Creyßen wegen der religion nichts zu befürchten haben sel-ten , ob schon die Catholische die Waffen vor dem Kayser würdenergreissen müssen, wie er denn auch vorher» die Ungarischen undBöhmische» Stände zu ablegung der waffen eifrig vermahnte. An.162; brachte er eS dahin, baß die berg-strasse, welche das Pfaltz»Gräfliche haust seit an. 146z besessen, wieder an das Ertz-StMMayntz gelangte, und auf eincr an den Sächsischen Hof an. 1624angestellten reise, vermochte erben Churfürsten von Sachsen , denHertzog von Bayern als Churfürsten zu erkennen. In seinem am1626 gemachten testament hat er seines brudern söhn, Adam Phi»tippen von Cronberg, zu seinem Haupt-erben eingesetzet, und nichtallein viel ansehnliche leg»» zum besten seines Churfürsten«thums gestifftet, sondern auch die übrige Cronbergische familiegar wohl bedacht. Er starb an. 1626, und liegt zu Mayntzbegraben.
Johannes Philippus, ein Freyherr von Schönbom, wur«de an. 1642 zum Bischoffzu Würtzdurg, und an. 1647 zum Ertz-Bischoff zu Mayntz erwehlet. Zu seiner zeit wurde die berg-strassevon Chur-Pfaltz wieder an das Mayntztsche Ertz-Stiffl eingelöset,und an. i6z8 der streit zwischen Mayntz und Cölln wegen der Kay»ftrlichen cröniinq beygelegt. An. 1664 brachte er durch die Fran-zösische hülsss völcker so damahl nach der schlackst bey 8. Gott-bart aus Ungern wieder zurückkamen, die stadt Erffurt völlig anMayntz. In eben dcmselbigen jähre wurde der streit zwischenMayntz und Pfaltz wegen des wildfanges geendigt, flehe CarlLudwig Churfürst von Pfaltz und Um 167- starb
er im 70 iahre seines alters. Er bat sich in allen angelegenheitensehr enisig erwiesen , daher man damahls den MayntzischenHof aulam lsboriolsin genennet. setzen cler Lkurkürtten TU
Ertz-Bischöffe und Churfürsten zu Trier r
Johannes l.war des Kaysers Henrici VI Cantzlcr, und wur»de an. n88 erwehlet, gelangte aber erst an. 1190 zum besitz. Erhielt es bald mit Philipps aus Schwaben, bald mit Ottone ausBraunschweig, nachdem es die zeit erforderte, diestadt Trier aberblieb meistens aufOttoms feite, daher sie ein pnviiegmm von dem-selben erhielte, so nachgebends das kunstsment der Trierischenfreyheil genennet worden. Als er an. nyr die jurisdiction fernesErtz-Blßthums etwas zu weit ausbreiten wolle, ward er von demGrafen von Vicnne gefangen, bald daraufaber von PfaltzgrafJo-hanne mit gemalt wieder loßgemacht. Als er an. 1196 einen alcarbauen lassen, soll der rock Christi sich wieder gefunden haben,welcherin den bisherigen Verwüstungen verlohren worden. Er starb an.,2iz, und ward in dem kloster Himmelrvdt begraben. Lerm. 8« p.
l. LIINLl. ^l?ISV,
Johannes 11, war Jacobi I. Makggrafens zu Baden, ziersöhn, und behauptete das Ertz-BiMum an. 14? r wieder denHertzog von Bayern , der sich aufdie hülsse Hertzogs Philipp, vonBurgund verließ. Zu seiner zeit ist die Universität zu Trier zu vol.ligem stände gebracht worden. Es stunden ihm viel malcontentmnachdem leben, wie er denn an. 14SS aüfdem schlösse zu Cocheim
gen, aber ohne schaden
durch untergelegtes Pulver in die luU
Er starb an. r^z-und'batte seinen vetteV Ja-cobum >l zum Nachfolger, ^«ce/. 6erm. 8. p. 1. tviive-xenesl. snN. ^?rev. ^ ^ ^ ^
Johannes N I. war aus dem Adelichen geschlechte von Me-tzeuhamm, und wurde an. 15;, erwehlet. Er starb an. 154° undhinterließ den rühm emes guten haußhalters. Zu seiner zeit istdie Universität zu Trier renovirt worden. .
Johannes IV. war aus dem Adelichen geschiecht von HagcN/hieß sonsten Johann Ludewig, und wurde an. 1540 erweblct. Eilhat die Herrschafft Montreal wieder zu dem Ertz . Slifft ge-bracht, und ist an. r;47 mit tode abgegangen. F«ce/EF>».
Johannes V. ein Grase von Jsenburg, wurde an.1 ^Zerweh'let, und starb an. ,5^6. Zu icwer zeit muste die ftadt Trier dem
Marggrafen Alberto zu Brandenburg herhalten, welcher auch an.l?;2unterschiedeneklöster hierum indieAstVegelegt, und Johan-nen: aus seinem lande vertrieben.
Johannes V l- war aus dem Adelichen geschlechte derer vonLeyen, unbwurdean.i^ü erwehlet. Bey antritt seiner regiermigfanden sich unterschiedene lenke von Reformirter religjon in Triebein, welche sich unter dem gemeinen volck einen grossen anbang ge-macht hatten, und als er mit ernst hinter der sacke her war,' sokam es endlich soweit, daßersicha». i^S aus derstadtretirirenmuste. Nachdem er aber jahres darauf die Universität zu Triebden Jesuiten eingeräumet, so muste» die Refvrmirten die stabkverlassen, es gab aber hernach einen neuen krieg,indem dieselbe an.izsöihre völligefrcyhettmit macht behaupten wollen/ und alsder fache vordem Kayser Maximilian» U solle ein ende gemachkwerden, starb der Churfürst in währendem streit.
srmsl. Luxuü. Irevir.
Johannes Vtt. aus dem Adelichen geschlechte von Sckön-berg in Nheinlande, wurde an.,z8i erwehlet, da er eben das 8e-«storar der Universität zu Trier verwaltete. An. 158; ließ er denrock Christi öffentlich zeigen, und einem junacn von Adel / der etwasunbebacklsam mit einer geweideten Hostie umgegangen war, denkopffabschlaqen, obgleich dessen Mutter eine Natürliche wüster desChurfürsten Friderici zu Pfaltz war. Er hat sich sonsten sehr an-gelegen seyn lassen, die Catholische religion mit macht sottzupfian-tzen. Er starb an, is 98. S«n/.
Johannes Hugo / war aus dem Adelichen geschlechte vonOeSbeck, und wurde an. 1672 LoaclMor.au, 1676 aber Ertz-Bi»schoffund Churfürst zu Trier . AIs der König von Franckreich an-1684 die festung Luxemburg erobert hatte, so suchte er die alle schütz»gerechtigkcit, welche ehemahls den Heryogen von Luremburg übeödie stadt Trier zugestanden, wieder hervor, und ließ die wälle unvmauren dieser siadt bemollren, unter dem verwände , daß sie beheinem so mächtigen schutz-patron sicher genug seyn könte. Es wur-de auch das Tnerische in dem gantzen darauswährenden kriege vMden Frantzosen dergestalt mitgenommen, daß der Churfürst mei-stens zü Ebrenbreitstein seine resideNtz nkhiNeN müssen- AIs nach-gehends der krieg auf das neue angieng, hakte der Churfürst nstedebdas Unglück, daß die Frantzosen sein lalld sehr Mitnahmen, biß sel-biges aii, 1704 nach dem siege bey Höchstädt ihnen wieder entrissmwurde, Endlich starb er deN 6 jan. an, 171 - z» Coblentz, als detzletzte seines gcschlechts. von 8.. -v. isb. r;i.
Churfürsten und Feryoge voir Snchstn
Johannes / der beständige / war Churfürst Ernste,,s vonSachsen andrer söhn, den zo iun. »«.1467 gebohrcn, Von jugendauf wurde er an Kayser Friedrichs des > > > Hof , welcher seiner groß-mutrer bruder war, erzogen, wie er denn auch mit Maximilian» Ieinen feldzug in Ungarn that, und als Stiibl-Weissenburg an. 149aerobert wurde, war er der erste auf der Mauer. Nach seines älte-sten bruders, Churfürst Friedrichs des weisen tode wurde er Chur-fürst, und half gleich bey antritt seiner rcgierung den bauern-kriegmit beylege». Er prorestirte nebst andern wider das scharssc ecüü.so an. 1929 aufdem Relchs-tage zu Spetzer wider die Lukheranebpubliciret wurde, und übergab an, i;;o aufdem Rcichs-tage züAugspurg dem Kayser die bekannte confeßiom Er lüthte hieraufvon demselben die belehmmg über die Chur-Sächsischen lande, weiter aber von der Lutherischen lehre nicht ablassen wolte, könte er sel-bige nicht erhalten. Ehe er nun von Wgspurg weggieng, ließ evdem Kayser durch Marqgraf Georgen von Brandenburg noch-mahls zu entbieten, daß ehe er von der gedachten lehre wiederumabtrete, er sich seinen grauen kopffvor die füsse legen lassen wolle;dem der Kavstr geantwortet: nicht kopff ab wein Fürst, nichtkovffab- Darauf richtete ernebst andern Prorestanreii an. 15;-,den berühmten Schmalcaldischen dund aiifmib starb ben ,6 aug.an. aufdem schlösse zu Schweinitz ohnferN Wittenberg, dahiner sich einige tage zuvor von Coburq aus zur iagd begeben, am steinUnd an andern zufälligen leibes-schwachheiten, Massen man ihn, andem einen fuß die grosse zehe ablösen müssen. Er hakte 2 gemah»lintien, Sophiam,, Hertzogs lAaAm zu Mecklenburg tochter, undMaraaretham, Fürst Walvemar, zu Anhalt tochter, von welchener, söhne hatte, Johann Friedrichen, Johann Ernsten, und Jo-hann Friedrich den II. 07-4^«»,.
ckron. Laxcin. Lz/k« vitse LleÄ. Kitt. l-ucker. AM-
sein. 8ax.
Johannes Fridcricus, der großmüthige/ war des CbiirfürsstenJohannis erster idbn, und wurde den; ivn. an. zu Tor-gau aebohren. Er brachte mitten aufdem rucken ein gold gelbes«eutze aus mütterleibe mit; dannenhero ein aller frommer Pred,-ll theil, Eeeeee geh