Band 
Zweyter Theil
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«er, der ihn aetewsst, bereits gefaget, daß er in seinem leben gargrosses creich würde trogen müssen. Er wmde bald anfangs durchGeorguim Spalatmum in altem guten ^oist unterrichtet. Alvurdk cNI.

I von Svanini tochter eine che-beredung getroffen/auch leidigedem Käufer selbst genehm gepalte»; es gie»g aber ^cielbe weg ^Unterschieds i» der religio» wieder zurücke. Hingegen vermahllesich an. i;r? mit Hertzogs Johanms von Julich , Cleve und Bergtochter, Sibvlla. Er wobnete hierauf au, i;nebst ,eincm vater,dem zu Äugfviirg gehaltenen Reichstage bey, und unlersthrieb nebst»hm die cviiftßion. Lein vater schickte ihn an. i;; > aufden wähltag nach Cöll», allwo er Ferdinand! I wähl zum Römischen Ko»vig bcffiiq widersprach. Er trat nach ftmes vatcrS erfolgten, tobean. i;;r die rcgierung an ; es wurde ihm aber von dem Kay>er diedclehnung verstigt; jedoch vergliche er sich an. ,;;4 mit Ferdinan«do I zu Cadan in Böhmen , da er ihn vor einen Romijchen Komgerkannte,hingegen versprach Ferdinanduä daran zu jey», daß er MitSachsen bestehe» würde, welches auch den 20 noo.^an. i;n MWien erfolgete. Er erneuerte im selbige» jähre den Schmalcaldi»schen bund, ließ an. 1-D7 die Schmalcaldischcn articul aufsetzen,und lösetean. 15)9 das Burggraffthnm Magdeburg , welches leinevorfahren der stadt Magdeburg verpfändet hatten , nebst den dar»zu gehörige» ämtern , wieder ein. Er hatte mit seinem vettcr ,dem Hertzoge Maurilio von Sachsen, einen krieg wegen der stadtWurtzeu, welcher sich aber innerhalb 8 tagen und zwar am öfter»sonnabend endigte, und daher fpoitsweifc der jlade».k«eg, davonan seinem orte nachzusehen, geneunt wurde, wie er denn auch mselbigem jähre wider Hertzog Heinrich den iüngcrn von Braun«schweig krieg führete, au. 1542 Wolffeubutte! eroberte, und selbigenHerr» das land zu räumen nöthigte. Er rüstete sich hierauf zumSchmalkaldischcu kriege, welcher nach Luther « tode iin mlio an.1546 angieiig/nachdem derKayfer den Churfürsten zuvor m dieacht erkläret hatte. Er gieug mit seiner armee dem Kayser an dieDonau entgegen, ließ aber bey Landshuc und Ingolstadt die gelc»geuheit vorbey, deuselbeu zu schlage», ehe er sich »och durch die ausItalien und Flandern anruckende alte kriegSwöleker verstarckentonte; wie solches Laud'GeafPhilips von Hessen,und alle erfahreneHaupileulhe cpsserigst anrietben. Durch vcrsaumung dieses erstenVortheils nähme alles den kcebsgang. Dann es fiel der HertzogMauritius Churfürst Johann Friedrichen ins land, und erobertebinnen 1; tagen alles, biß aufEistnach, Golda und Witlenberg.Der Churfürst brachte zwar nach seiner rnckkunffl nicht allein alleswieder unter seine gemalt, sondern nahm »och darzu Hertzog Mo»ritzen fastalles das seinige, belagerte auch Leipzig im «an. an. 1^47,und zwar mir solchem ernst, daß 14002 feuer-kugeln hinein gc«worffen wurden. Jedoch ivolte man den commandirendc» Ossi»cierer» die Ursache zuiehrcibe», daß dieser ort nicht übergegangen.Er schlug hieraus den Kaystrliche» entsalz, und bekam MärggrafAldrechten von Brandenburg , der solchen commandirle zu Roch»litz gefangen. Wofernc nun der Churfürst dem Hertzoge Mauri»tio aufden leib gegangen wäre, hätte er vielleicht selbigen bald überden Haussen werffen können; allein er ließ ihm zeit, sich wieder zu er»hohlen, und schickte 2 starcke sterscstcmenrk, cineö in Böhme» unddas andere in Nicder-Sachfen,daher Mauritius sich mit dem Kay-ser bey Eger coniungirte, und den Churfürsten , welcher sich unterdie stücken von Wittcnbcrg setze» wolle, ben Müblberg übcreilctc.Der Churfürst war eben an dem sonntagc kchfencoiuiiL; ldomwiden 2; apr. an. 1547 in der kirche, als man ihm amagtc, derKayser fetzte über die Elbe,jedoch wartete er die predigt vollends aus,stellte nachmahls seine lrouppen in fchlacht.ordnung, und föchtegantze 9 stunden tavsser; weil er aber kaum 9000 mann bey sichhatte, und der Kayser ihm weit überlegen war, muste er endlich un»tcrliegen, und suchte sich mit der flucht nach Wittcnbcrg zu salvt»ren. Er wurde aber von einem Husaren, nahmens Joseph Luca»nus,ertappet, indem luicken backen verwundet, und weil er gantzumringet war, ergab er sich einem Meißnische» von Adel , T>lo vonTrotte genannt wurde hierauf vor den Hertzog von Alba, und her.nach vor den Kayser gebracht, welcher ihn sehr hart anließ. DerKayser rückte hierauf vor Wittenbecg, und weil steh der ort nicht sofort ergeben wolte, ließ er den rc> maji an. 1-147 dem Churfürstenden tod ankündigen, welches er aber gantz gelassen annahm,und Hertzog Ernsten, der eben mit ihm im schach spielcle, ermähne,tc im ipülc fortzufahren; wobey er dann absonderlich eine grossegegenivartigkeit lind sehr unerschrockenen muth soll erwiesest haben.Jedoch wurde die lache durch Churfürst Joachimum von Branden»bürg und Hertzog Wilhelmum von Eleve also vermittelt, daß derChurfürst zwar bey dem leben bleiben, aber Witlenberg abtreten,der Cbu>'.ivurde remiiicireii, und feine »leisten lande Hertzog Man»ritio überlassen muste. Der Kayser wolle auch, daß er steh dcmie»"ißen unterwersscn folte, was er in religions-fachen aiiSfprechcnwurde, !v er aber kcineswegcs annehmen wolle, und fein gewissenanfalle weife auch mit augenscheinlicher IcbciiS»gcfahr frey behielte.Er muste hicraufdcm Kayser gefangen nach Augfpurg folgen,allwoer aus,einem quartiere mit ansehen muste, wie der Kayser den 24stbr. au. i>;48 dle Sächsische Cbur aufMauritmm tranSserirtc.Ob lbm gleich hieraus der Kayser anlag, das imei-in, anzunehmen,so wolle er, aller promcssen und drohungen ungeachtet, doch nie»mahls darein willigen. Der Kavfcr führete ihn von dar gleichsamn truimph durch Bcadam und Flandern , biß er ihn endlich zu In»spruck durch Spanier verwahren ließ. Er legte hieraufnvch^imgefangnlß den gründ zu der academic Jena , indem den 18 mart.an.1548 jelnm Befehl von seinem Pnntzen einm>cum daselbst eingeführet wurde, worauf aber erst nach feinen,

^ stb' ^n.i iz i die Inauguration der acadcmie crfolgcie.AIs der neue Churfürst Mauririus dem Kavfcr an. 1542 so gcsichwin»ve aufden teld gieng, wurde er endlich der gefgugenschassl loßge»

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der fchlacht bey Sivershaufen blieb, forderte er von dessenlassenen brudcr und erden Augusto das Churfürstenthum Lastpnwieder; es wurde aber an. 1^4 al,o verglichen, daß er rivm 4gusto die Chur -würde und lande lasten muste, jedoch Aitenbnranigsderq und Alstedt nebst 100000 fl. an geide bekam. Er 2endlich den ; mart. an. 1554, nachdem er seiner gemahlm tod kn»zuvor erlebet hatte. Er hatte von feiner gemahim 4 Prinken, de.ren der älteste Johann Friedrich II zu Golha, der anderes,Wilhelm zu Weimar restdirle; der dritte Johann Ernst ll 2vor dem vater; der vierdte aber, Johann Friedrich der lll stMan. 1; 61 unvet'heyrathet. ckron. 8sxon. zz,

xon. in virr /c>k.

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zrncl. I-urker. snn. 8axon. /Erckli

^on. nurnilm. *

Johannes GeorglUS I, Churfürst Christ,am l anderer Wtzvon Sophia aus dem Haufe Brandenburg, gedohreu den z manan. i;8;. Erwurdenebst femcm älter» druder unter Hertzog MhelmS von Aicendiirg vsrmnnbfchafft erzogen, und in demseines alters zum ^cimimtiraror des Stiffrs Mecstburg erwählet.An. 1601 that er incoxniio eine reise in Italien , muste aber dabeyviel gcfahr ausstehen, crkranckte auch zu Maylanb, und weil«keinen deicht» zeltul bey sich hatte, wolle ihn keinmellicara,imh.men; doch ivurde er bald erkannt, und ihm von dem HeetzWWSavoyen grosse ehre angethan. Nach seinerrückkunfft trat eray.iüo; die Meneburgische Lliffts»regicrung würcklichan. Nachseines ältern bruders Christiani N absterben wurde er an. 1611Churfürst, exercirte auch in solcher qualität das Reichs,vicsnsizweymal nach einander, ncmlich an. iüi2nach Rudolphi/ktobe,und an. 1619 nach Kaysers Matthiä absterben, und erneuerte au.1S14 die erd'verbrüderung mit Hessen und Brandenburg . Jn dmBöhmischen unruben irat er deni Kayser bey, und balff demsM.gen Böhmen, Schlesien und Laußnitz wieder zum gehorsam bri>!>gen, worden die delagerung von Bautzen sonderlich merckwürdigwar. Weil er aber dergestalt 70 tonnen goldes zu des Kaysers bim.sten aufgewendet, so ward ihm von Ferdinand? //das Narggraf,thum Laußnitz an. 162z pfands>wctfe eingegeben., AlsderKayserdie Pfältzifche Chur an. 1L2; auf Bayern lransferirte, wolle eranfangs nicht darein stimmen, doch ließ er es endlich an. lürzmufdem Churfürstcn.tagc zu Schlcustngen geschehen. Es.wurbe hier,auf, nachdem das css-ll von rcstitution der geistlichen guter an.iürypublicirel worden, von dem Churfürsten begehret, die dreyBW-mcr Meisten, Merfeburg und Naumburq den Calholischen wiederadzulrcteu. Als indessen König Gustav Adolph von Schweden denTeutschen Hoden betreten, suchte er zwar den Churfürsten a»sse>ncfeite zu ziehen, welcher aber sich noch neum-ss zu hallen suchte, undzudem ende an. i6;i einen convem der Protestanten nach LMMnnsfchricb. Allein als der Kayf General Till» nicht allein die siadlMagdeburg zerstörcte, sondern auch dem Churfürsten müder gon,YmKayferlichcn armcein fem land siel, ricffer denKonigznhnffe,und bcfochte uebst lcldigcm den 7 fcpl. an. >6z 1 einen sieg bey Leip-zig. Die Schweden gicugcn nach dieser fchlacht in das Reich, derChurfürst coe-' in Böhmen , woselbst er auch die HauptstadtPnzeroberte, w.lchc adcr an. 16;r wieder vcrlohren gieng, undWk-dcn die Sachsen bald darauf aus Böhmen vertrieben. In der M»fcrl. General Wallenstcui brach auch in Meisten ein, llnd eroderieLeipzig nebst andern stadlcn. Der Churfürst ricff den Konhi m>dcr zu hülffe, welcher auch mit feiner annce kam, und denüiM.an.;2 erhielten sie die fchlacht bcy Lützcn, wocbcy abcr dcrWnig von Schweden fein lebe» cinbüssle. Nach diesem gicwi derCbur>Sachsifche General Arndeiin ui Schllstcu, eroberteBriczund andere brler, hingegen fiel der Kaystrliche General Holac obii-vcrfehcns in Kllcisscn cni, eroberte Zwickau und Leipzig , miilic Mwegen grassirendcr pesiwiedcr zum lande hinaus. Jndcmstlgm-dcn jähre eroberten die Sachien Bautzen , Göriitz lind ZikM/iMschlugen uillcr dcm General Arnhcun die Kaystrliche» dcyLicgiil?,daß ibrer 4000 auf der wahlsialt blieben. ES winde aber noch >»dcmfclbigcu jähre an einem frieden mit dem Kaystc geardcilcl, wa-cher auch an. 16,4;» seiner Nichtigkeit, aber nicht eherzum völligen etkeü kam, wormueu dem Churfürsten ncdll aiim»conkitioncn die Laußnitz erblich überlassen ivurde. Niemand M'psund dasselbe übler als die Schweden , als welche bicrain niiicmSachsi'ii aiibuiideii, uub sie mi selbigen jähre bcv Domltz, ciMflecken in dem Mecklenburgischen, schlugen. An.;ü erovmmdie Sachsen zwar Magdeburg , erlitten aber bey WülM iii mMarck eine ziemliche nicdcriagc. Die Schwebe» rliekleii an. >0,»vor Leipzig , wurden aber von den .Kaystrlichcn imdSaebien^in Pommcrn zurück getrieben. An.iüzy erbiciie Bamer bey HMuitz ciucii ziemlichen sieg, eroberte Puma mit ssirin, belagcrie iioFrcpderg vergebens. An. 1642 erhielten die Schweden Er eGeneralLovstenfohn bey Leipzig eine ricinlichevickmie-liiiddmen darauf Leipzig ein, welches sie hiß nach dem WeM«frieteuS-fchluß inne behielten. Nachdem aber an. ^ 2 ,..den bcy Jancowitz m Böhmen wieder einen sieg bcMst>i, m>WdieSachien mit den Schweden stillstand, iedochwurdende^ n,stfchen lande bald durch die KaystrI. bald durch dw vebwEvölcker sichr mitgcnomcnchiß endlich an. >648 her 2he>.lP-.a>»ey >de erjolgetc. An. 1654 ließ er an den Böhmische» PEe» s ?Gcorgen.stadt vor die um der religion willenanlegen. Er starb endlich den 8 oct. an.>ü;7-Im war Elifabclha, Hertzog Friedrichs von Wurstmd ^ Mi

die aber a». 1606 verstarb; die andere MagdaleiiaS>Ma, '^

LrafAlbrecht Friedrichs von Brandenburg >» Preniie» ki>cy^r,^