Band 
Zweyter Theil
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Würtcmberatochter, einen eintzigen söhn Ernsten, welcher zumStatthalter in ver Marck Brandenburg verordnet wurde, abermit seinem tode die Iägerudvrffifche linie endigte. Lcnpcorcr Lrsn-

tlenburgici.

Burggraseir zu Nürirberg r

'Fohannes II, Burggrafzu Nürnberg Friderici H (IV) undMÄgarethä von Karnthen söhn , ist nach hiulrüt semes vaters ei»ne Zeitlang unter nütlerlichervorimmbschaffl gestanden. Hernachhat er mit seinem bruder Alberto t'alckro die kegierung einträchtig

verwaltet, und in derselben an. i;;8 Culmbach nebst der darangelegenen festung Plasscnburg, Gold-Cronach, Bcrncck, Treb»gast, und andere örter von GrafOtto zu Orlamüude crkauffr - it.an. rz48 Weissenstadt von dein tloster Wald>Sach>cn- Erhieltsich meistens an Ludovici Lavari hofauf, und erhielt an. 1546 vonihm die Statthalterschafft über die Marck Brandenburg, weichenachgehends sein euckel Fridericus l erblich Überkommen. Ob schonJohannes nebst seinem bruder Albrecht an. 1146 sich wider den da»nialigen König Carl aus Böhmen von dem Kaystr Ludwig mit200 Helmen oder bewaffneten männern bestellen liessen, auch der er»stere sich angelegen seyn ließ, nach Ludwigs tod dessen Pruitzen we»gen der erbschaffc aus einander zu setzen; so sind doch beyde drübervon gedachtem Carolo, da er nmunchc Kayscc worden, als siesich ihm submiktirten, a». 1)47 in dem lager bei) Nürnberg gargnädig empfangen, und mit vielen Privilegien begäbet worden. DerKayser hat ihnie auch die ehemalige Reichsstadt Feuchlivang an.r;57 versetzet. Das Johannes i» gmem ansehen gestanden, kanman auch daraus abnehmen, Laß Gcrlach Churfürst zu Mayntzan. i Z4y sich in ein bündnüß, ciuandcr im fall der noch bcpzuste»hen, Mit demselben eingelassen. Erstarban. izr? den 70er. nach.dem er vorher an. r;;o daSAugustincr-kloster iuCulmbach erbauet,welches Lutbcrus bey feiner abreise vor das schönste femes ordenSgcrühmet, und durch seine nachdeiickliche reden daselbst den erstengründ zur resormatton in dem Burggrafthum Nürnberg gelegt.

Lcnpr. ttrsnelenb.

Johannes III, Burggraf zu Nürnberg , Friderici V söhn,hat nach väterlicher disposition oberhalb des gebürges regieret, rmdzu Plaffenburg gewohnt, wiewol er sich meistens bey seinen schwä»gern König Weiitzeln in Böhmen und Siglsmundo in Ungarn aus»gehalten, welchem letzlcrn er an. i z in der grossen schlacht beyNicopolis das leben erhalten, indem er lb» in einem schlfflem überdie Donau salvirt. An. 14,; ist er mit 120 pscrdcn auf daslium zu Costnltz gezogen, und soll r Grafen von Orlamünba unterseine» bedienten gehabt haben- Vorher an. i; yyhat er Crcilsheim,samt andern geringen orten von dem Landgrafen von Leuchtendcrgerhandelt, Erlang aber und Br>re»stadt an. 1400 von der croi,Böhmen herbey gebracht. Kayser Wcntzel hat ihm an. 1,90 nachabsterben Conrab, von Brauneck drey 8 theil au der stadt Kitzmgenmit allen zollen und geleiten zu Ober und Unter-Bratt, Biberl rc.verlieben, und Kayser Rupertus hat ihm die stadt Fcuchtwang,die seinem grvß.vatcr schon verpfändet war, von neuem und so ver.setzt, daß sie hernach nimmer cuigelöstt werden mögen. Er starban. 1420 am tage Barnabä, und kam die suceesslon auf seinen bru»der Fridcricum, den ersten Churfürsten aus dem Burggräsiiche»stamm, ö'cripr. örsueleiiburA.

pfttltzgrafcn am Rhein und ^ertzdge in Bayern ;

Johannes wilhelmus / Churfürst von der Pfaltz, wardan-lü58 gebohren. Sem vater war Churfürst Philippus Wilhel«mus, und seine mutier Elisabeth» Amalia Magdalcna, LandgrafGeorgil il zu Hessen -Darinstadt lochter. Nach absterben seinesVaters an. 1690 bekam er daS Cburfürstenthum , und verhcyra»thete sich bald darauf an. 1691 mit Maria Anna Louysa, Groß»Hertzoqs CosnnM zu Florcntz lochter, nachdem seine erste qc«mahlin Maria Anna, Kaysers Ferdinand, IN Printzeßm, an.iL8s verstorben war. Gleich beym antritt seiner regierung müsseer die resideutz Heydelberg und fast die gantze Pfaltz von den Frau«tzosen verwüsten sehen, welches ihn doch nicht abschreckte, indemSpanischen crb.strcitOesterrcichlschc parthey zu nehmen, dleihmauch guten Vortheil gebracht. Denn ob wohl sein land der fcuid»liehen gemalt den gantzcn krieg über sehr herhalten, und dieachder acht des Churfürsten Maxuniliani Emanucls von Bayern »hman-1708 übergcbene Ober-Pfaltz samt dem Ertz-Lruchsessc» amlnach der aussöhnung des Churfürsten von Bayern an diesen wiedergegeben werden müsse: auch die von dem Könige Carl» IN inSpanien versprochene Statthalterschafft der Spanischen Nieder,lande, ihre würckung nicht erreicht, sofft ihm doch das Hertzog»thum Limburg von dem Hause Oesterreich abgctretten worden. Daseintzige, so die Protestircudc wider ihn geklagt, ist, daß er denCathvlickcn viele Archen derer durch den krieg vertriebenen Refor»mirte einzuziehen erlaubet,und sonst in derRcformirtcn rcligion der»gleichen Veränderung mehr vorzunehmen verstaklct.Und obwohl daSEvangelische corsiu; denselben durch eine Gesandschafft beschickte,welche nach gethaner gütlichen Vorstellung mit ziemlichem ernstredete, so hat man doch wenig mehr ausgerichtet, als das emReichs«8ravamen daraus worden, welches man dahin verscho»den, biß eine Reichs-Deputation zu erörtcrimg der rcligioiis.be.schwcrungcn Niedergesetzt werden könne. Allein die Psältzer ha.den solche nicht erwarten wolle», sonder» es sind »11.1709 etliche1020 fauulieü nach Engelland aufgebrochen, allda man sieachInland, Neu-Norek und Carolma in America vertheilt. Eswürden ihnen auch noch mehrere gcfolget sey», wo nicht die E».gelländer ihrer überdrüßig worden, und die letzten wieder zurückgeschickt hätten, zmnal da dgs volck ju arbeiten kcjne lust bezeugte.

loh

Mit seinen beyden gemahlinncn hat er kestie posierität bdaher die lande nach seinem an "- -

1716 erfolgten abstttbm an

bruder Carl Philipp Statthalter in Tyroi gefallen. Luwnk. l x>. ZvL. klarop. VLrn. cieLn. 1709 urul i^ii. -

Johannes Casimirus/ Pfaltzgrafam Rhein,

.

reich zu , thäte auch nachgehends seinen glaubenssgenoffe!! 8agute dlenste, indem er ihnen 2 mal, nemlich an.k157s, mit einer suserleseneii mannschaffc zn hülffe kamstlnes vaters an. 1576 erfolgtcm koke bekam er in der erstben«?das amt und schloß Lauter», und nahm sich der von seinem br UChurfürst Ludovico, vertriebenen Ncformirtcn mit alleran. An. 1578 ernennte ihn d,e stadt Gent zu ihrem General 8er aber in den verdacht kam, daß er die Niederländischen 'mit dem Englischen gelde an sich zu bringen suchte, und darä>Meiner mit den Epamern gehaltenen Wacht den kürtzern ica c,gicuger nach Engelland über, und erhielt daselbst dm vM'djhoscnbandes. An. 158; stund er dem abgesetzte» Churfürsten»

Cöln , Eebhardo, bey, indem es aber an volcke sowöl als

be überall mangelte, und sein vbgedachter drnder an. isz-^zeitliche gesegnete, so wickelte er sich mit monier aus diesen Händelnheraus, und »ahm die Administration der Chur, bey iullidmäb.rigkeit des zungen Printzcn, allein über sich. Ob nun gleich ss,verordneten Vormünder, Brandenburg, Hessen und Wüttenihew,ihr recht erstlich vor der Cammer zu Spcyer und hernach mit dmWaffen behaupten wollen, so brachte er es doch dahin, daß derKayser ihn in dem besitze bestätigte. Er stellte hieranfan. i;z.Heydelberg und an. 1586 zu Marbach ein religwns.gchräch M,schende» Lutheranern und Resormirten an, und starb den 6,an.1592, von seiner gcmahlin Elisabeth, Churfürsten August, mSachsen lochter, keine männliche erden hinterlassend. Die Ln.theraner wurden zu seiner zeit m der Pfaltz schlecht gewartet, Mviele Prediger in das exlliuin verjagt ; nur der Lormui» Loncor-äi-e war er auch keines Weges zufrieden, wie er denn ein eigen buchunter dem tilul: Christliche erinnerung von dem concor«dien-buch drucken lassen. l. 104. 120.sie tt. lj. V. 2.

Johannes/ Pfaltzgraf zuZweybrücken, war an. 1,84 ge»bohren. Sein vater war Pfaltzgraf Johann der ältere zu Zwey,brücken. Nach desselben absterben trat er an. 1604 die regierungin dem Zweybrücklschen an, und nach Churfürst Friedrichs IVvon der Psaitz tod, ward er durch desselben lcstamcnl zum ^-lmini-ltraror der Chur erklärt, von welcher würde er gleich den hetznahm, auch in derselben, ohngcachtct des von Pfaltzgraf W>I>pp Ludwigs zu Neuburg , der die nähere vcrwaiidschasil urnve»'bete, geschehenen Widerspruchs, von Rudolpho U bcschützl ward,um so viel mehr, weil er wegen glcichheit der religivn der Aue«fürstl. willive, deren kuidcrii, und dem gantzcn lande HMwar. Er führte auch krastt solcher atmimstralw» nach abslcrttiigedachten Kaysers Rndolpht, das Vic^nak, und halst hicranfW,ier Matlhiam erwehlcn. An. > ü > o trat er in die evangcliiche uum,undan. iüi; legte er gemelkteadimnsslralion nieder, vhiMch«tet der Churfürst Friedrich V >em >8'iahr noch nicht erreich!, he»hielt sich adcr, biß daß derselbe solches wnrcklich erfüllet, hievenWallung der Relchs.geschässte vor. Nach der zeit lchle er hetzn«dig in Zweybrücken, ausser daß er, wie der Churfüm eec Lofiiu«fchc crvne annahm, Skatlhallcr zu Hcybclberg ward. Udrigeiismüsse er bey den damaligen knego«u»ruhc» von den Kayserlichkiiviel erdulden, bis er endlich an. 16,4 gcsivrbcn. ErhalsichM«mal vermählt, als erstlich mit Catharma ü- Zchha», des V>cMi««le Rvhan in Franckreich lochter, und den» mit der allem Puiutzeßili dcö Churfürst Friedrichs IV Louisa Julia»», anch iml Mder. den gemahinuien kinder gezeugt.

Johannes, der unbarmhevtzige/war ein söhn WemEra«fen in Holland und Hcrtzogs ni Bayern. Der valer haue ihm «udseincni rnittler» bruder Alberto, /eui au theil uuHertzoglhiimBuv,ern noch bey siinen lebzcttcn abgclrcicii, daiml sie dem ällauttu'der Arilhclmo VI nach des vaters tobe keinen streit wegen ttrGrasschaffl Holland machen sölken. Solches Bavcrische Wtheilten sie mit einander, daß Aldcrt Llraubingcn bekam, in!«chcs aber nach seinem an. 1 ;88 erfolgten lobe ^vhamii zusiel- Weiler nu» an. 1 zpo Bi'choffzn Lültich wurde, so nuisic er seineM«rischc» lande durch verwallcr versehen lassen. Nachdem adcr stillaliester bruder Wilhelm an. 1417 verstarb, lind mir eine e>Mlochter Jaquelmc hinterließ, gab er das Bißlbum zu Lülü» M,und hcyralhele Elisabethen von Lurembnrg, des Kaysers Sgis»mundl brudcrü lochter. Hierdurch suchte er den KaM mssWteite zu dringe,1, durch dessen beyhülsse er auch seines hruttrs m»iasscnschastt wider die Jagueline, so sich derselben cdensalls a»i»Vtc, behauptete. Er starh an. 1428 ohne erde», und setzte i» Drilltestamcnte seiner schwestcr söhn Philippum bvnum re»B»YMzum erben ein,wider welchen sowohl die Jaquclluc, als mich dicka«mahts enlkrässtcten Hertzvge von Bayern z» schwach wäre». N'her sie geschehen lassen müssen , daß Iaquelnic ihr recht dem vo»Burgund abtrat, und zufrieden waren, daß sie nurdtSJsM»Bayerische vcrlasscnschafft unter sich rbcilcn kuntcn.

ckron. Lsv. p. 41 . V. 2 l. 7 n. Lüe 6z.

'Johaililts, zu München, war der älteste sobn McMcifromme«, mid Anna Hertzog Erichs I von Griibenbageii lvam-Nachdem väterliche» lcstamente regierte er die lande mit MMankern bruder Sleaniund gMcmschaffilich, und die uhr>gc» c s