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thüm sticht secularisiret wurde. Er Machte asich äti. 1647 mit bemraplkui einen vergleich, daß Nach seinem tode seine sechs nächsten»''üchfviger aus dem Hause Gollorpj gewehlet werden sollen; undstarb beili 8 febr» an. 165 s» Nachdem er von seiner gemahlin Ju-stana selicttas, Hcrtzoqs Juiii Friderici zu Würtemberg lochlcr,eine Prilitzetzin, und ; Prlntzen gezeuget, davon ihn nur der letzte,Johannes Al,gustus,uber!ebt,weicher zu Leipzig, Straßburg und inHolland anfangs wohl studieret, hernach aber in eme blödiqkeit desVerstandes verfallen, und an. iüz6den ry jan. zu Hamburg ge»storbett/ mithin diese linre/ jo von dev Bischößichen reildentz die Eu*tiNlsche genennt ward / ^e^chlvssen. eeneal. KiA.
p. 167. /M/is/dl. u. l. l-4 c.y H. ^8 p. 282. 8.. park.
Ipecial. cont. 2. lud Kolke« p. üS,
^ Johannes Fridericus/ Hertzog zu Schleßwichcholstein undErtz'Bnchoffvon Bremen, war an. 1577 gebohren Sein vaterwar Hectzog Adolph von Holstein.Gottorp. Als seine 2 ältern brü.der verstorben, und der z das Ertz-Bißthum Bremen und BißthumLübeck nach getroffener Vermahlung ausgegeben, ward er an. 1597zum Ertz.und Bischoff postuliret. Hierauf trat er eine reise nachItalien , und ließ sich Graf Johann zu Oldenburg tochter AnnaSophia versprechen, welches aber eine zeitlang geheim gehaltenward, weil er sich hierinne» einiges wiederspruchs von seinemDvM'Capitul befahrte. Endlich ließ er zwar an dem Kayserlichenhoffvurch seinen Cantzler ansuchunq thun, daß er ohngeachtet derverehliguug bey dem besitz des Ertz-Stifftcs möchte gelassen werden;es gieng aber doch zuletzt die gantze fache zurück, theils weil sich dieliebe zu gedachtem Fräulein bey ihm verlohren, theils auch,weil diefache an dem Kayserlichen Hof wegen unterschiedener zufalle in ste-cken gerathen war. An. 1621 nahm er Königs Christian« IV inDänemarck zweyten Printz Friedrichen zu seinem LosHuiar an»und ob er gleich nach der zeit die Waffen wider den Kayser mit ge-dachtem König in Dänemarck nicht ergriff, muste er doch nachPublication des Kayserlichen restitlitioiiEcliLs sein Ertz-Bißthumverlassen, und solches in den Händen Ertz-Hertzogs Leopold Wil-helms von Oesterreich sehen. Dadurch nun ward er genöthigt,bey dem König in Schweden schütz zu suchen, der auch an. is;oin ein bündniß mit ihm trat, weswegen man sich von Kayserlichekfeite vergebens bemiihete, sich seiner Person zu bemächtigen. Nunnahm er zwar durch hülffe einiger zustimmen gebrachten völcker et-liche örter seines Ertz-Stiffts wieder ein, ward aber von den Kay«serltchen gar bald vertrieben, biß er endlich an. i6;2 durch Schwe-dischen beystand zu dem völligen besitz fernes Ertz-Sttssks gelangte»Er lebte hierauf noch biß an. is;4, da er in dem alten kloster beyBuxlehude unverheyrathel gestorben, aber doch 2 ausser der ehe er-zeugte söhne hinterlassen, davon der eine Johann Friedrich von Hol-stein der Kömgin m Schweden Stallmeister gewesen»
Fürst zu Anhalt:
^'Fshärines Georgius n, war ein söhn Johännis CäsiMiri züDenau, gebohren den 7 nov- an. 1627. Nach zurückgelegten reisenbegab rr sich ctn.töiF lli Schwedische kriegS'dienste, u.defendirte indem folgenden jähre die stadt Conitz in Pommerellien wider die Po»,ien,ward aber endlich gtnöthlget dieselbe zu übergeben. Wie hieraufdie Schweden ihre Waffen wider Dänemarck wendeten, halff er dieaufder halb-insul Jütland gelegene festung Friedrichs «öde erobern»An. rS;8 ward er Chur «Branbenburgischer General über die ca-balleric und bald hernach Stadthalter in der Marck Brandenburg»An. lüsg bekam er nach seines Vaters tode die regierungmnd 2 jährhernach die cssarAs eines Chur -Brandenburgischen General-Feld»marschalls » An. 1672 ward er 2 mahl an den Kayserlichen Hofgeschickt, um einige anzahl trouppen vor Chur-Brandenburg, wel-ches sich mit Holland in Lili-mce eingelassen, anzuhalten. An» 1681muste er abermahls an den Kayserlichen Hofgehen, da ev dann un-ter währender belagerung der stadt Wien den geheimen kriegs. con-Ws mit beygewohnet» Er starb an. 169; den 17 aug. zu Berlin ,und hinterließ von Henrietta Catharina von Oranien, mit welcherer sich an. 16^9 vermählt hatte, § Printzeßinnen- und einestPrintz Leopoldum, der in dem Reiche sowohl als in Italien unöden Niederlanden seinen Heldenmuth sehen lassen»
Kitt. p.;.
^ Fürst von LlchtensteLti :
Johannes Adamus Andreas 7 Fürst und Regierer deshauies von Lichtenstein rc. Kayserlicher geheimer Rath und Rit-ter des goldenen Vliesses, war ein söhn CaroliEusebii, gebohrendennov. an. I6s6. Nach hingelegten kucliid und reisen ver-mählte er sich den 16 ftbr. -SZi mit Erdmuth Theresia Sophia-Ferdinanbi Josephi Fürstens von Dietrjchstein tochter, noch beyiebezeiten seines Vaters, welchem er an. »684 succedirte, und durchseine gute wirlhschafft, die von seinem vater ihm hinterlassene aufviele tonnen goldes sich erstreckende schulden in; jähren meistenkheilsbezahlte. Hierauf fieng er an seine ohne diß conkäeksble ländercyenMit ankauffung mehrer Herrschaffken zu vermehren, wie »dann un-ter andern an. 169; die grosse Herrschafft Göbing in Mähren ander Ungarischen gräntze, von dem Grafen von Oppersdorff , an.L694 die ansehnliche Herrschafft Sternbekg gleichfalls in Mahren «n der Schiesischen gräntze von den Hertzogen vonder Oelß, an»11Ü99 die freye Reichs-Herrschafft Schellenberg in Schwaben vonden Grafen von Hohrnembs, und sonst noch viel mehr Herrichaff»ten und güter im Reich, Böhmen, Ungarn, Mahren und Oester-reich an sich brachte, welche.er allemahl in guter «conorme zu er.halten, und selbige auch noch zu verbessern gepachtet, Dabey warer ein grosser liebhaber von der ck^mis, mablerey und allen kunllenlind wiffenschafflen, so curiös können gmcnnct werden, daher erNicht allem die grölten künstler in Tcucschiand, ,ondern auch aus.wärllge mit seinen grossen kosten zu befördern gesucht,und ist nichtstzsn maßimym zu kostbar für ihn geweM, weßwegen auch Mr
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Paritäten zu Wien eine bön den vor«unttt ttliche Über dieses bat er sehr viele und dar-
bvchst kostbahre gebaude ausgeführet, unter welch"<^«?^°ren sein neues hauß in der stadt Wien hinter den;
seiner kostdahrrn kruL, «„smeud .cm - gallcrien einem Königlichen pallast zu vergleichen
garten m der Vorstadt ZU Wien , dessen aross's kai'ägleichfalls mit künstlichen Mahlereyen, sonderlich der «rosse kaalH'Nler demselben hat er eMe ganbe vlrstMdas Lichtenlhal gcnanltt, erbauet, und mit nützlichen aebäuden «w«conom,e versehen. Nicht weniger hat er fast auf allen sti. nHerschafften entweder die allen schlösser in bessern stand ae>c>»tund wohl ausmeubliret, ober gar neue aufgebauet, auch an zierli-cher einrichtn,ig dec wirthschaffls.gebäude nichts ermangeln lasi -wozu er viele Millionen verwendet. Und ist höchst zu verwunder .wo er bey dergleichen so grossen ausgaben und geführten vielen undkostbaren gedauden, so viele neue Herrschaffken aukauffen.auch »ochgrosse baare mitte! binterlaffen können; welches aber alles von sei-ner guten «conomie und genauen aufsieht dependirte. Und warer msgemein in Wien der reiche Fürst Hans Adam genennet. Beyallen diesen pnvar Verrichtungen aber hat er sich auch nicht entzo-gen, dem Kayserlichen Hofe zu dienen, wie er denn KayserlicherEämmerer, und an. 1687 zum geheimen Rath ernennet worden»An. 1694 bekam er den Ritter-orden des goldenen Vstesses, undwurde hernach um das ende der regierung Kaysers Lcopolbi ge-braucht , eine Kayserliche bsnco zu ekabliren und das cüre«one.m>davon zu führen, deßgleichen auch ein und anders in Cameral-we-stn einzurichten. Der Kayser Josephus schickte ihn nebst dein Oe-stcrreischen Land-Marschall Grafen von Traun im febr - an. 1708als Bevollmächtigte aufden laiid.tag der Ungarischen Stände nachPreßburg,dieses Königreich wieder in ruhe zu setzen, welches er ihmdurch verschiedene reisen Nach Preßburg sehr hat lassen angeleget»ichu, so enblich auch an» i-i t zum esseik kommen; woraus er mW>en, ailwo er sich ordentlich aufgehalten, an. 171» den 16 jun»gestorben, nachdem ibn taqcs vorher» der schlag betroffen hatte,im ;6 iahr seines ältcrs» Mit seiner obgedachten gemahlin, so esalswittwe hinterlassen, vater 7 kmdererzeugetr i) Mariam Eli-sabeth, so gebohren 9 may an. iü 8 ; und den 21 apr. an. 170; ai»ihren vetter Maxitnilianum Jacobum Mauritmm, Fürsten voirLichtenstein Gundaccarischer linie vermählet, den 21 apr. an.r 7°9 aber in wittwen stand versetzet worden» Worauf sie sich deiii5 mark. an. 171; Leopoldum Hertzög zu Hollstcin Wiesenvurgi»scher Imie zu ihrem andern qemahl erwehlet- 2) Carolus Ioscpbus--1o d«n t; oct-an. 1634 dieweil erblickte,und den iü febr. an. 17-zPselbige wiederum verlassen Muste. ;) Maria Antonia , ge-bohren den 1; apr. an. 1687 - so den 24 ian. an. 1704 a«Marcum^Adamum Grafen Zobor/ einen sehr begükerten Herr»in Ungarn , vermählet worden. 4) Franciscus Dvminicus, ge-bühren den 1 sepk.an. 1689,muste er,als er von seinen reisen zurückekam, und nach Wien eilte, 4 Kunden davon zu Wölckersdorff aitkindes-blattern den 20 mark. an» -71t sein leben.- und damit zu»gleich vie Carolinische männliche linie des Fürstl. Lichtenstelnische«Hauses deschliessen. ;) Gabriele ward gebohren- an» 169z unvden 1 vec. an. 1712 mit Josephs Johanne Adams, Fürden vottLichtenstein aus der GundaccarijcheN linie, vermählet, starb aber:zu Brunn den 6 oct. an. 171;» 6) Theresia Anna Felicitas, wur-de den 24 oct. an. 171; zu Scbwartz-Kostolitz Mit dem Printz EsManuel von Savoyen, Grasen von Söissons, Rittern deS golde-nen Vliesses, Kayserlichen General, vermählet. 7) Und Domini-ca . Weil er nun seine männliche bescendentz mit seinem söhne an»1711 abgestorben gesehen, ivm aber vermöge der Uhralten msH-rsts stifflungen und erbwercinlgüngen, ausser dem alten tn-l.okilc»die freye dsspositiori über die von seinen vorfahren herrührend^Herrschaffken, unter seinen Lgnsren, mit seinem selbst erworbenesvermögen und angekauffkeN qülern unter seinen descendenlen nacheigenen belieben ünumschranckt gewesen; als sind nach inttbalßderselben packen sttnenz ncchsten anverwandten Antonio Flsriano 7Fürsten von Lichtenstein aus der Gundaccarischen linie, die übral-ten rriLjorLts-stifftungcn, jedoch nicdt anders als wie zur zeit der fun«dation gewesen, auf Jägcrndorff, Tropoäu, Mährisch Triebau-Eisenberg, Hochenstadt, Goldenstem, Schildberg und Schöuberg»ferner auf Feldspurg, Prbnitz, Blumenau, Bäumgartcn, Eißgru-be, lammt der prätension aufTeschen, so biß j Millionen austragmsoll, anheim gefallen. Alsdemi hat er aus freyer dispvsikiön deSFürsten Philipp» Erasini von Lichtenstein,; söbneü öermächt: demersten, Printz Josephs Wenceslao vie Herrschaffken Vadutz undSchellenberg sammt einem capital in Schwaben von »zoooo gül-den , Buczowitz, Turau usiv was dem anhängig, das hauß in veSHcrren.gasse zu Wien, eines zu Brünn , alsdenn das gestüke und allePragertschc Häuser. Dem andern Printz Enianuel die HerrschafftRostock , Poforzitz und Noivhirod, das kostbahre neue hauß unö bettgarten zu Wien , samt allen mobilien, und der bibliolheck,wie auchdem grossen bräuhauß allda in der Vorstadt zum Lichtentha! ge-nannt ; dem dritten Printz Johanni Aniomo d,e Herrschafft Lands»cron und Lanrsbekg, die dorffschafften Rostany, u. a- m. mit ihremzugehsr, und ein hauß in Brünn , wie auch oie Ungarische Herr-schafft oder das dafür ausgelegte gcld von 129000 gülden. Aller»dreyen aber die Herrschafft Lundenberg,wofern sie den KayserliaMconlen8 zum m-sorLt ausbringen. Seinen tochtern hat er ver-schafft, und zwar den beyden ältesten, als der damahls verwilkibe-ten Fürstin von Lichtenstein und oer Gräsin von Zobor, zu gleichetttheile» die Herrschafft Göd-nq, der Printzeßi» Gabriele i -e Herr«schassten Slernberg und Ausie. Der Pcintzeßin Lberellä. >ea>le-lek, Skwotew Anzowez uno E'-'ch. Der Prmtzeßm Dvnuuica-Rothenauß, Plailcii, Zcblitz, Zenahorra uno Braunmohiyutten»Uherdiß bat oie Fürstliche Wittib eine M«e abstaltung an gulem f' Ffffff 8E