Loh
xauf er weder seinen drudek, der nebst seiner gemahlin Mtta, Lu>ddvici XI tochter, zur vormundfchafftlichen regierung Caroli Viubestimmet worden, dehaupiete, baß ihm solche regierung zukämeAnna von Bourbon brachte ihn zwar aufihre feite, als sie ihn am148t zum Reichs.Marschaü von Franckreich machte. Er ließ sichaber bald wieder von dem Hertzoge von Orleans zum neuen auf«stand bewegen, wiewghl er doch bald wieder von demselben abtrat,und sich mit seinem druder aufrichtig versöhnte. Er starb endlichauf seinem schlösse zu Moulins ohne ehelich« leibs«erben den i apr.an. 1488 im Srsten iahre seines alters. Jedoch hinterließ er einigenatürliche kinder, worunter Matthäus, Herr äe la Röche en W«nier und Bolheon, Admiral und Louverneur von Guienne undPicardie wurde, Carolus, von dem die Marquisen von Lavedan»inb Malause abstammen, und Hector Bischoff von Lavaur undnachmals Ertzbischoffzu Toulouse. Kitt. lle Lourko». ckE-Kitt. cle Vrunce l. 2. *
Johannes von Bourbon I, Graf cle ls Marche, Vendome,rc. und Königlicher General« Lieutenant in der Provintz Lunosin.Er war Jacobi von Bourbon söhn, von Johanna von 8. Paul,gieng an. >;6ü mit dem Lonnemkle Guesclin m Castilien , undhalff daselbst Pelrum den grausamen bekriegen. Nach seiner rück«kunfft führte er mit den Engeländern krieg, und fand sich in derMacht bey ComineS, nicht minder an. i;8rin der bey Rosebec.Er gieng hierauf mit dem Könige von Franckreich an. i;88 inGelberland, und an. i;yi in Languedoe, starb aber den n jun.an. i;y;. Er vermählte sich an. 1,64 mit Cakharina von Vm«dome, Johannis V l tochter, von welcher Jacobus von BourbonII, Graf cle ls Marche; Ludwig, Graf von Vendome, undJohann, Herr von Carenci. Kitt. caroli VI.
Johannes von Bourbon ll, Graf von Vendome, rc. warLuowigS von Bourbon söhn / von Johanna ae Laval. Er hieltsich zu des Königs Caroli V l 1 zeitcn bey verschiedenen gelegenhellensehr wohl, und wurde an. 1451 beyder belagerung von Fronsaczum Ritter geschlagen. Bey der krönung Ludwigs des X i vertrater des Grafen von Toulouse stelle, war an. 146; m der Machtbey Montlehery, und starb auf dem schlösse Lavardm ohnfern Ven«dvine den 6. jan. an. 1477. Von seiner gemahlin Jsabetla vonBeauveau waren Franctscus von Bourbon, Grafvvn Vendome;und Ludwig, Pciutz von Rocheckur.Hon, von dem die Hertzogevon Montpensier herstammen.
Johannes I , Hertzog von Bretagne , Graf von Richemsnt,ie ksoux oder der rothköpffigte zugenamet. Er war Pem vonDreux , Maurier zugenamet, und Alire, einer Gräfin von Bre«tagne, söhn, kam an. 1217 andaslichtder welk, folgteseinemVater, und führte mit den vornehmsten feiner Unterthanen, sonder«sich den Baronen von Lanvaur, Craon und Gwmorbem V-cont-re von Laon krieg, welche er zum gehorsam brachte; desgleichenhatte er einen streit mit der geistlichkeil- weshalden er nach Ronireistce. Hierauf folgte er an. 1270 dem Könige Ludovico 8. aufdessen anderer reise in Assicam. Er hielt nach feiner rückkuoffl sehrstrenge über der gerechtiqkeit, machte unterschiedliche gute stifftun»gen, und starb den 8 oct. an. 1286. Von seiner gemahnn, Blan«ca von Champagne, Tdidaidl, Graftns von Champagne undBrie, Königs von Navarra tochter, hatte er Jvhannem u - Her«tzvg von Bretagne , von dem hernach; Pelrum < welcher an.1241 gebohren, und an. i-ss zu Paris gestorben; Thibaldus-Ro«bertus und Eleonor stürben m der jagend. Kitt. cle Lre-
tsZne.
Johannes ll - Hertzog von Bretagne , von Franckreich,Graf von Richemont, waran. 12;« gevohren. Er diente KönigPbilivpo dem schönen gar getreulich, welcher ihn auch an. 1297zum Laie von Franckreich machte. An. I;o, gieng er nach Rom ,um des Pabsts Elementis V krönung beyzuwohnen, hatte aber dasUnglück, daß er daselbst von einer eingefallenen mauer beschädigtgvurde, woran er noch in eben demselben iahre zu Lyon verstarb.Bon seiner gcmahlin Beatrix, König Heinrichs IN von Engelandtochter, war sein Nachfolger Artus; Johannes, Grafvvn Riche»ifiont, welcher an. n;4 ohne kinder verstarb; und Petrus , V>-Pomre vvnLcon, welcher ebenfahls ohne erben Mit tvde adgieng.
Johannes n 1 - Herzog von Bretagne , Graf von Riche.mont, Vicomre von Limogcs, der crütige zubenamek. Er wardes Artus ll söhn, diente dem Könige Philippo V-lletioan. ij4<-m dem Flanderifchen kriege, und starb zu Caen den r; apr. an.i;4i.Er hatte; gemahlinnen, deren die erste Jsirbellcr, des Grafen vonValois tochter; die andere Jfabella/ Sanctii IV. Königs vonCastilien rochier ; die dritte Johanna, Ebuaevi, Grafen vonSavoyen emtzige tochter war, hinderlieffe aber bannoch keine er»den. Seme kriege mit seinem velter Johanne IV > sitze in demfolgenden articul. *
Johannes! V. insgemein von Montfort genannt, Hertzogvon Bretagne . Er war ein söhn ArtuS I! und dessen anderer ge»Mahlin Jolanta vo» Dreux , Gräfin von Montfort, Roderti l V,deö Grafen von Dreux tochter, gebohren an. 129;. Dieser Ar«lus vermahlte sich anfänglich mit Maria, Gmdoniü l V. Grafenvon Limoges , einigen tochter, mir welcher er Johannen, ui, soohne erden starb, und Guidonem von Bretagne , Grafen von Psn»thievre zeugte, welcher letztere eine tochter, Johanna, die lahmezngenamt, hinterließ, so erdin von Bretagne und Caroli von Blotsgemahlin war. Dieser vetter nun Johannis U >, Johannes l V ,irm mpffKer «nö kühner Herr, maßte sich dessen iandes an, wel»
ches denn die langwierigen und schädlichen streitiqkeitm zwischen deckbeyden Häusern Montfort unv Älvis verursachet, wodurch fast gantzBretagne zu gründe gegangen wäre. Das erste behielt zulekst, wie«wohl erst nach dieses Johanms lod, die oberhand, ungeacht dasandere den König von Franckreich , Phiüppum Vslettum, unddessen söhn Johannen, auf feiner feite hatte. Johannes von Mont»fort wurde in der stadt Nantes belagert, und in dem castclle gefan»gen genommen. Hierauf führte man ihn nach Paris , und fetzteihn daselbst in den thuen, des kouvre, woselbst er bis an. 1,4;bleiben muste. Er versprach zwar nach feiner loßlaffung keinen an«spruch mehr auf das Hertzvglhum zu machen, hielt aber fein wortnicht, sondern fiel ins ianb em, nahm Dinanl weg, und giengnach Engeland, um daselbst hülffe zu suchen. Als er sich aber j»seiner Hoffnung betrogen sahe, starv er nn fept. a». i; 4 ; vor Miß-vergnügen. Seine gemahlin war Johaana, Ludwigs von Flau»dern, Grafen von Revers tochter, vo» welcher Johannes V , vondemsi>fort. *
Johannes V.derlapffereundüderwinder genannt,weil erbey währender Uneinigkeit zwischen seinem hau,e und dem vonBlvisin dem kriegs. wefen auferzogm morde,und letztlich den sieg erhallen.Dieses geschahe nach seiner vcrjaguug, da er von der gantzen Fran«tzvsifchm macht angegriffen worden, und nachdem er 7 Machtengewonnen, auch seinen Widersacher, Carolum vvn Blois , im lref»ftn deyAvraian. nüg erlegt hat. Au. r;s; den 12 avril wurdeihm krafft der zu Gcrrande gc,chlossenen fttedens-cractaten, Bre tagne überlassen. Im folgenden jähre kam er nach Paris , dem Kö«mg Carola V zu huldigen. Er üderwarss sich zwar anfänglich mitdemselben,doch diente er thm nach diesem getreulich.Er siard cnoilchzu Nantes den 1 nov. am ,; 9 S- Er hatte; geuwylmnen, Manam,Eduard« M. Königs von Engelland tochter; Johaunmu, Tho-mas Holandi, Grafen von Kenl tochter; und noch eine Johan»nam, Caroli ll, genannt des vöstn, Königs von Navarra roch«ter, von welcher Johannes V l unv Artus i ; i, Hertzoge von Bre«tagne; AegidmS, weicher an. 1412 vernarben; und Richardus -Graf von Estampes, welcher das geMechle foctgefetzck.
Johannes VI. Hertzog von Bretagne , k-ir von Franckreich rc-Ritter des güldenen Vlieffts, zuvenamt der werfe. Er war ven24 dec. an. i;89 gedohren, und wurde neust seinem vruder von deinconnersbis Elision zum Ritter geschlagen. Die Gräfin von Pont»hievre ließ ihn aufbas schloß Chanwnceaux gefangen setzen, er wur« -de aber von seinen Unterthanen wieder befreyet. Er starb den»9 aug. an. 1442. Seine gemahnn war Johanna, KvmgLCaroli VI tochter, von welcher Franciscus 1. Petrus, Hertzogvon Bretagne , und Aegidius, weichen fein bruder Franencus am14^0 erdrosseln ließ. sncien eksräevrel. Kitt.
Lreuzne»
hertzog von Burgund t
Johannes der unerschrockene/ wurde desi tg may qtt.zu Düon gebohren, und führte bey lekzeiteii feines Vaters, M»sipp, des kühnen den titui eines Grafen von Revers. An. i;ys com»incmdirte er die armee, welche der König in Fcänckreich CarolusV» Siglsmundo, dem Könige in Ungarn , wider den LürcklfchmKayser Baiazet zu hülste schickte. Unter dieser armee waren 200svornehme Edelleute und Stands.perfonen, allein sie wurden alle»samt m der schlachl bey NicopoliS den 28 fept. durch ihre allzugrosseHitze in Verfolgung der femvc, darburch sie von den Ungarn abgc«schmkten worden, entweder qetödtet ooer gefangen. Bajazet sichderen mehr als üoo in des Grasen von Revers grgenwart nieder»machen, verschonte aber noch desselben, und i s anderer grosse»Herren, vor welche jener 202000 bucaren zur rantzion zu erlegen sicherbot; wie sie denn nach; nionaken, da solch gew ausgezahlet wak>alle mit einander loßgelasten wurden; An. 1404 starb fein vater,da denn Johannes, als derälttfie, mit feine» brüdern aljv theilt^daß er Burgund , Vmncko comrs, Artois und Flandern behielte.Und gleichwie sein vater mit Ludovico dem Hertzoge von Orleans in beständigen streit gelebt, weil jeder an dein FeautzösiMn Hofe,daher König Carolus V l an dem verstand krancke lag, die regle»rung gerne allein führte; also setzte er solchen fort, und zwar mirsolchem erfer, daß er den Hertzog Ludwigen von Orleans den r§nov. an. 1407 zu Paris meuchelmörbcrijcher weist niedermache»ließ. Diese schändliche that wurde ihm doch wegen feiner macht,und weil man bewegte, er möchte bey den damaligen Englische»kriegen sich zu den feinden schlagen, parbomct« Er muste abergleich darauf nach Flandern gehen, und daselbst Johanni vo»Bayern , dem Bifchoffe von Lüttich , wider dessen untecthanmdevstehen, welche er auch vor Mastrich wegjagte, und sie den rxfept an-1408 schlug. Mittelwelle aber hatte die Königin in Franck»reich Elisabeth» nebst der verwtttiblen Hertzogin von Orleans esbey dem König dabin gebracht, daß der erste parbon wegen desmorbs des Hertzvgs von Orleans wiederruffcn, und ihm eine sehrfchimpffliche straffe angekündiget worden. Daher, als er mit de«rebellischen milcrlhancri in Lüttich fertig worden, kam er mit de«waffnerer Hand nach Paris , und erhielte, daß dieses wieder um»gestoßen wurde, und man sich mit einer kleinen submission begnüg«le. Er war aber hicmit noch nicht zufticoen, lönoern riß auch bisregierung an sich, ward aber durch die andere Printzen vom ge»blut genöthigt, an-141» zu Biccstre friede» zu machen, uns ein-zuwilligen , daß er gleich den andern Pciiitzei, , nicht wiederohngeruffen nach Hofe kommen wolle. Weil aoer feine gegcmvar«khey ocm frieden zuwieder voick warb, une u, Paris groiie Unord-nung stlfftetr, ward er an. 1411 von dem Dauphin uuch Hofe gttaHden, da er zwar kam, aber zu grossem m.xoeiguügm oes HostsEnglische völcker mitbrachte, und da er nacsmaiS gar ben Kvuicku theil» Lttfffs