Band 
Zweyter Theil
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roh

Aojpodcku in der Wallache^:

Johannes Duca, Hospodar in der Wallachey und Moldau, bafanv sich an. 168; mir bey Lee Turckischen armee, weiche die Kay-Milche residentz Wien belagerte- Ais er aber wieder zurück kam,fiel er den Polen in die Hände/welche biß dahin in seinen landemziemlich aufgeräumet hatten. Ob er nun wohl dem Potockiroooo ducaten vor seine rantzion erlegte, so ward er doch, wider ge-gebene Parole, dem Könige in Polen ausgelieffert, zu Lemberg ge-trau verwahret , und erst nach r jähren durch den tod befreyet.Denn als er an den, fest Maria-verkündigung von dem Königli-chen bedienten aus der Griechischen kirche, die er zu besuchen er-laubnltz hatte / herauß gezogen wurde, überfic! ihn plötzlich einschlag-fluß, worüber er nach z tagen feinen ge-st aufgab. EinigeMonat vorher hakte feine gemahiin einen abgeschickt j welcher dieverlangte rantzion von ,8ooo ducaten nach Polen überbringen solle.Indem er nun fcmen weg durch Siebendüraen nahm, und von demGeneral Tekely einen paß Lnd evnvsy begehrte, liess die zeiwng vonseines Principalen tode ei», worauf der ictzterwchnte Genera! undandere Grosse in Siebenbürgen sich des gelvcs anmaßten. Nach-dem aber des verstorbenen söhn, Constantiuus Duca, die väterlichewürde erhalten, brachte er es bey dem Römischen Kaysec dabin,daßihm die entwendeten itzooo ducaten von denjenigen/ so sie unter stehgttbeiiet hatten / an. 170z müssen restitmret werden. //EL. --e-

an. 170;. tupplem. 2, z, 4.

Andere p ringen:

Johannes von Oesterreich / oder von Juan 6 s Austria, wieihn die Spanier nennen, war des Kaysers Caroli V natürlichersohl,/ gebohrcn zu Regenspurg an. >747- Die geschichtschreibcrsind wegen seiner geburt nicht einig. Insgemein wird geglaubet,daß seine mntker / eine Fürstin, und mit gedachtem Kayser gantznahe verwandt gewesen. Andere hingegen melden, daß er mit ei-ner Regenspurgischen jungfrau gezeuget, weiche Barbara Blum«bergtn geheissen, so nachgehenbs eine nonne worden. Weil seinVater Cärolus V bey unlerfchiedlicheii gelegenhciten LndoviciQui-xada seines Ober-Hof-Marschalls treue erkannt halte, vertraute erihm dieses kind, und best,hi ihm, daß sei» ehe-weib, MagdaleuaMoa, selbiges auf dem lande erziehen, und ihm fein herkommenja nicht wissen lassen möchte. Diesen bcfeh! richtete Quixada mitallem flcisse aus, und als der Kayfcr starb, eröffnete er dieses ge-heimniß feinem söhne Philippo II. Da nun dieser letztere an. ic 6 izu Valladolid war, stellte er sich , als wolle er auf die iagd gehen,und befahl Ludovico Quixada, daß er den von Juan zu ihm brin-gen möchte. So bald nun selbiger vor den König kam, fiel er vorihm auf die knie. Der König aber richtete ihn aisobald wieder auf,und sprach zu ihm: wisset ihr auch wol, wer euer Vater gewesen 7ihr seyd einer hohen person kind, der Kav-er Carolas V war euerund mein vacer, Hiemäcüst befahl er, daß er ihn, nachfolgen «öl-te, und ließ ihn so dann an stinem Hofe erziehen. An. i;?-) schickteer ihn in das Königreich Granada wider die Maurer, woselbst erden krieg glücklich endigte. DaS nächstfolgende jähr ernennte er ihnzum Admiral über die flotte einiger Fürsten , die sich wider die Dür-sten zu streiten verbunden hatten. An. 1571 gewann er den 7 oct.die berühmte schleicht wider die ungläubigen in dem goltö von Le-panto; die Dürsten verlohren daselbst r^ooo mann und die meistenvon ihren Officirern. An. 157; eroberte er Tunis und Uferte inAfrica , weiche platze die Dürsten in dem folgenden jähre wiederhinweg nahmen. An. 1575 wurde er »ach Ludovici Rcquesseni,des Groß-LominÄnllsurz von Castilien tode, kouverneur über dieSpanischen Niederlande. Vor feiner anknnfft plünderten die Spa-nischen Soldaten die stadt Annverve», und weil die CatholifchenPrsvintzen sich vergleichen besorgten, vereinigten sie sich mit Hol-land unv Seeland, krafft einiger zu Gent geschlossenen tractaten,so insgemein der Gemische vertrag genennet wird. von Juan bj!-ligte diese tractaten, und schickte die Svanisichcn soidacen aus denNiederlanden weg. Allein er änderte sich bald, und machte sichMeister von Namür, Chariemsnr und Maricnburg. Die Standeergriffen zwar wider ihn die Waffen, jagten ihn ins Lurenburgische,und erwählten den Ertz-Hertzog Matthiam , des Kaysers Rudolphibruder, zu ihrem 6ouvemeur, und den Printzen von Oralsten zuihrem General- Lieutenant; allein von Juan wüste seine fachen sowohl zu führen, daß er nach ankunffr der crouppen, welche ihmberHernog von Parma, Alexander Farnesius, zubrachte, zu endedes jan. an. 1578 wider die Missten bey Gemblonrs eine sonderba-re und wichtige schlachl gewann. Hierauf eroberte er unterschied.Üche vrter- Er war ein verwegener und unruhiger Herr, welcherallezeit nach hohen dingen strebte, wodurch er sich aber nur seinenUntergang beförderte. Anfänglich sachte er sich zum völligen Mei-ster der Niederlande z» machen, woran sonderlich sein Secremnu;Escovedo sehr eifferig solle gearbeitet haben. Er brauchte zu demende allerhand listige anschlüge, theils bey dem Könige von Spa-nien, theils bey den Staaten; allein weil man feine anschlüge baldzu meisten begnnte, gieng alles wieder zurück, und Escovedo, alser sich dessen am wenigstes, vermuthete, wurde aiffbefehl des Königszu Madrid erschossen. Sonst hatte er auch mit dem Pabst heimst,ehe Handlungen gepflogen, daß er ihm zu oem Königreiche Tunis verhelfst«, möchte; allein König PhilivvuS II, a!S er solches erfuhr,hintertrieb es, damit er ihn nicht möchte zu mächtig werden lassen.Hierauf correspondirte er heimlich mit der in Engelland gefangenenKönigin Maria von Schottland , vermeynend einen versuch, aufEngelland zu thun, selbige Königui aus dem gefangnjsse zu erlösen,und sich nebst ihr auf den thron zu setzen , hatte auch bereits vondem Pabste den titul und die belehnung über solches Reich erlanget,wie ihm denn auch Pblstppus II in diesem stucke nicht.entgegenwar; allein es wurde auch dieser anschlug zu Wasser. In Franst-

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reich comsiwndirte er mit denen von Guise; als ihm aber seine an.schlage nicht gelingen wollen, ward er voll nnmuths, daß er end-lich ,n dem lager vor Na,nur an einem schlag-flusse, oder w e andere wollen, an beygebrachtem gisste dcn.octan-^verstarb!

^ Murstche rochier; die erste hieß Anna, war zuMadud von einer vornehmen Osme. Maria von Mendora, ae»

stee" die ^ Blirgos in dem Benedictiner. klo-

gebühren zu Neapviis von einerÄnlichen Name von Surrcnto, namens Diana Pbalanqa. Sei.bige war anfangs m vem kloster 8. Clarä zu Neapolis, sind heyra»thete nach oiestin Francsscum Brancaforle, Printzen von Buterom Slcmen. Beyde stürben jm febr. an. ,s;o fast aufeinen tag.

äe bell. steig. Kitt. >ib. 48. SkLscr fpieeel

vornehmer Mmstroruin p. 41. ttnmo oamaLkinc, la tpaUa wo-rione ttellaca nel cielo 61 IVlarrc. unter stein vorle ^mil-

che. ^

'Johannes von Austria/ der andere/ des Königs PWppj l Vin Svanieu natürlicher si,hn. Er war den 7 april an. 1629 vonder Donna Maria Calderona , einer schönen comödiantin geboh-ren, weiche bald nach der geburt des kinbes in ein klvster girna»Ja es wollen gar einige vorgeben, er sey der Spanischen KöniginElisabeth rechter lohn gewesen, und milder Caiberonäihrem, weilsie zu gleicher zeit nieder kommen, umgewechselt worden. Er wur-de in allerhand wissenschafflm erzogen, und weil er von treflichemverstände war, so wurde er auch m den sprachen, Historien, markest-music und allerhand mechanischen künsten sehr erfahren. Der Kö-nig erkannte ihn an. 1642 vor seinen natürlichen söhn, machte ihnzum Groß-Privr deö Mallheser- ordens in Castilien , und indemkriege wider Portugak zum LsneralMmo. An. 1647 brachte er dierebellierende stadt Neapviis wieder zum gehorsam, und gieng nach»gchends in Flandern, um allda die Spanischen crouppen gegenFranckreich zu commandiern. W.^s wurde er Louvemeur ü»ber die spanischen Niederlande und Burgund , von dannen er aberwieder zurück in Spanien beruffen wurde, und nachmals an. >662und iüüz gegen die Portugiesen, jedoch mit schlechtem glück, zuselbe gieng. Nach seines Vaters tode brachte er seine meiste zeit zuConsuegra zu, allwo der Groß.Priorn von Castilien residentz ist, in-dem ihn die verwttlweto Königin ;n Madrid nicht leiden mochte.Jedoch beriess ihn König Caroius II wieder nach Hofe, und brachteer es bald anfangs dabin, daß die Königliche muttcr nach Toledo geschickt wurde. Er bekam hierauf alle staats-affairen unter dieHände, und sind viele der meymmg, daß er gesonnen gewesen, diecrone auf sich zu bringen; allein er starb den 17 sept. an. 1679, undwurde in das Königliche bcgrädniß in dem Licunsl gebracht. Erhat eine überaus schöne nalnriiche tochter, mit namen Theresia,hinterlassen, welche er im jähr i6S, von einer vornehmen Damegezeuget, die aber nach seinem tode in das Carmeliten-kloster zuMadrid gegangen. Die tochter ist den 26 nov. an. 1719 zu Brüssel in einem convente gestorben. l>. Lustrsn Vo^sZe st'Lsps-

gne.^1»«»)- relAÜcm.blLrnbufgcr kistor. remarczuen an. 1699 p.218-

^)cktriarchen zu Alexandrien :

Johannes I > lalaista zugenamet, war anfänglich Priesterund Schatzmeister zu Alexanvrim, wurde aber nach vielem an desTimothei Solofacioli stelle an. 482 von einigen, die hierzu bestochenwaren, zum Patriarchen erwählet. Acacius von Constankinopel/der ihm sonderlich feinb war, beschuldigte ihn vor dem Kayser Ze»noiie unterschiedlicher dinge. Die vornehmsten Puncte darumerwaren, daß er sich wider seinen eyd znm Bischoffvon Alerandrienmachen lassen, nnd seinen vorfahren, des Dioscuri namen mit indas klrchen-register zu setzen, beredet hätte. Aufvieies Bsschoffs an-reitzen verfolgte Zeno den Patriarche Johannem, vertrieb ihn, undseltte Pekrum Mongum einen ketzer, wiederum ein. Daraufdegabsich Johannes nach Rom , woselbst ihm der Pabst Felix Itl dasBißtvum Nola gab, weichem er mit grosser treue vorstund, biß erendlich in frieden starb. brev. crp. 16,17.18.

an. 482. 6lre,e. bitt. cie I'LZIiie.

Johannes n. Mela zngenamet, ein ketzer, succedirte Ana-stasro an. 497, welcher gleichfalls ein irrgläubiger war. Liberatusund Leontius melden , daß er das so genannte elliüurn Kenocicum,welches der Kayser Zeno heraus gegeben, unterschrieben. Er be»saß den stuhl biß an. ,os, da ein anderer ketzcr an seine stelle kam,rind ihn vertrieb. csp. 18. ssiiss

äe t'Lgliie.

Johannes UI- kckscblotg genannt, ein ketzer, wurde durchseine freunde nach Johannen an. c°ü zum Alexandrimichen Biß-thume befördert. Gleich anfänglich nahm er des Zenvnis Kenor,.curn an, verwarfst das Cbalcedonensische Lsnclliurn, und verfolgtemit unglaublichem grimm die gantzen rojahr, da er die mche re-gierte, die rechtgläubigen. Man sagt, daß er an.^is gestorben.

/VrcL/>/,. ckron. TrseEL-'brev. c. 18.

Johannes folgte Apollinario als Patriarch an. ; 7 °, führe-le sieb wohl aufund starb an. ;8r. m ckron.

an. ^70, ;8i-

Johannes V- welcher wegen seiner ungemeinen liebe gegendie armen den titul eines allmosen-gebers verdiente. Er warvon Amatbus aus Covern gebürtig , und fem vatcr ivar Evlpha-nius, Ssuvernear von besagter iiisul. Er folgte dem Theodorsan. 610, und muste ihn Kayser Heraclius darzu nöthigen. Sobald er aber Patriarch worden, suchte er alle ketzcreyen und ange-rissene simonie aufzuheben, reformirte die silten der gastlichkat, er-bauete kirchen und Hospitäler, und gab mit sonderbarer freudig!«!alles, was er balle, den armen, welche er »eine Hären nennte, alSer sich auf seinem koddette erinnerte, daß er noch an stuck geldeS