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nem hohen grad ergeben war. Er starb zu Rom um bas jähr1210. LE««. annsl.
Knßl.
Johannes CMnenL. von dessen geschlecht und Vaterlandnielitö aesunden wird, soll zu Moni Eaßinein Benedictiner»Münchgewesen, hernach an> 87; von Johanne V1U unter die Cardinal»viscono« aufgenommen worden, und um das iahr 88; gestorbenseyn. Er bat in 4 büchern das leben Gregor,, ivi. ingleiche» Cle»mentis > beschrieben »»deine kirchen.historie zu verfertigen vorqe.habt, zu deren behuff sein sonderbarer freund, Anastastus k.blM-- tkecs,m5, »nterfchicdenes aus dem Griechischen in das Latcumcheübersetzt. Etliche confundiren ihn mit Paulo LaKnenii, za garmit dem Pabst Johanne VIII. in cliron. />. cle vir.
rlluKr. monr. ^ in I)ibk. Koncil.
V
I
nicht
Bißthum...., ,
als ein trefflicher 1 skeo!o§uL und Prediger/ unter die Cardinal «Priester, mit dem titul 8. Sabinä, aufgenommen, auch bald dar»aus, nebst dem Cardinal Wilhelms cle Altavista, verordnet, die sa»che des Gegen-Pabsts, Clementis V 11 - zu untersuchen. Nachge»henvs muffe er als Legat nach Castilien gehen, imK selbige» König,weil er diesem Gegcn-Pabst beständig anhieng, mit dem bann be»strafen. Nach seiner zurückkaufst halff er die offenvahrungen derheiligen Bngitka examimrcn, und bestätigen. Darauf begleiteteer Urvanum VI nach Neapolis, fiel aber daselbst in den verdacht,alsob er mit den Königlichen Ministern wider dieses Pabsts leben ge»fährliche anschlage geschmiedet, ward deswegen den 11 jan. an.>;8; zu Luceria ln vcrhafft genommen, auch endlich, nach einemlangwierigen harten tractainent, im dccembcr destelbe» jahrs zuGenua , nebst 4 andern Cardinälcn, in einen sack gesteckt und indem meer ersäufst. Er soll cle reinporc Lc ssnÄir. it. pLispiiiLsc; inpallionem Ooniini geschrieben haben. Tssi-rm/t/s»» ch- ss.c»/.
elenck. Carclin. /'»»r-i-r. V»//ece/t. ä'.
Johannes, von seiner gcburts-stadt Creina zugcnamt, einCardinal-Priester, zu welcher würde ihn an. 1099 Paschalis II er»hoben. Als wider dieses letzter» Nachfolger, Gclastum 1 >. der Kay»ser Henricus V den Ertz-BischoffvonBraga, Mauritium Bour.bin, mit dem zunamcn Gregorii VIU zum Pabst erklärt hatte, zogder Cardinal Johannes mit einigen trouvvcn wider diese» Gegen»Pabst zu selbe, belagerte ihn in der stadt E»tri, und besserte ihn ge«fangen in die Hände Calstli U- welcher nach Gelasto U zu der Pabst «liehen würde gelanget war. An. 1124 schickte ihn Honorius 11 alSseinen Legaten nach Engelland und <LckioltIand; da er denn 2 Lc>n-cilis hielt, worinnen er Wider daö unzüchtige leben der Geistlichenscharsse Verordnung machle.EtlichcEnglische scribenten beschuldigenihn, daß er dessen ungeachtet einsmals an eben dem tage, da er desmorgens mehr gelesen,in verbotener gemeinschasst mit einem lieber»liehen wcibsbilde gefunden worde,wobey er zu seiner entschulbigunggesprochen,daß er zwar die laster der clcrisey zu strafen gekomen,selbstaber solchen gesetzcn keineswegeS untcrworffcn sey.Anbre halten die»ses, gleichwie auch, daß er der simonie zugethan gewesen, vor einenerdichteten vorwurff, und tadeln nur dieses an ihm, baß er sich demGegen.Pabst Anaclew l l geneigt erwiesen, von welchem er gleich»wol nach einer kurtzen zeit wieder auf Jnnoccntii U feite getreten.Gegen die kirche8. Chrysogoitl zu Rom,wovon er den titul geführt,war er sehr freygebig, und starb an. n;8 in einem Hoden alter.Er hat cle rebur s se geliis in lexacione /tnglicsns ; cle sckümare H-nacleti; cle expuxnsrione 8urrü Lcc. geschrieben. > 5 . in essil.
6 ?/./^».
'Johannes von Lothringen/ war RenatiU.HcrtzogsvonLoiyrmgen, söhn, gebohren an. 1498- Durch seine mcrilcn er»hielt er verschiedene prälaturcn, wurde Ertz»Bischoff von Lyon undNarbonne , Bstchoss von Metz , Lt«?on, Verdun , rc. Abt von Clu»ni, Fe>camp, Marmoustier, ic. Leo X machte ihn an. 1; 18 zumCardinal des tilule 8. Onupbrii. Er war ein grosser liebhader ge»lehrler leute, wannenhero auch selbige ihn hoch ästimirtem Erstnrb endlich üN. I f;o. Lkriü.
clet'rLnce.
Johannes von Orleans / der Cardinal von Lsngucville ge»nannt, war des Franckscl Grafen von Dunois söhn/Hcrtzog vonLongueville. König Ludwig der XU, als er noch Hcrtzog von Or»leanS war, ließ ihn sehr wohl erziehen, brachte ihm auch die Abieycku Bec zuwege, und an. i?or das Ertz-Bißthum von Toulouse .Er brauchte sich auch seiner in vielen wichtigen geschäfflen. Cle»meng Vil ertheilte ihm aufinterceßion des Königs Francifci 1 denCardinals.hur. Er starb aber bald daraufzn Tarascon.
bUtoir. cle Ikoulous. b-tll. Lliriü.
Johannes von Rupescissa / titular.Patriarch von Constaligtinopel, Blschoffzn Paris, nachmals aber Ertz-Bischoffzn Reuenund Besancvn, und Cardinal. Er wurde von einem kleinen flecken,so unsern Lyon gelegen, also bciicnncl, und war eines wein-arbeitters soh». Weil nun der vaier nicht viel zum besten halle, wurdeer ein chor-knabc in ber Johaiines.kirche zu Lyon , gicng aber vondar stubirenö halber nach PariS , und wen er von scharffcn verstau»dc war, nahm er darinnen dergestalt zu, daß er Oc>Aor in den rech»ten und in der theologie wurde. Er wurde hieraufOüiciLli» zuRouen , und nach dem auf dem Concil,0 z„ Costnitz zum Bnchoffzu Rviien und zum Patriarchen von Aguilcia gemacht. Pabst Marimus V machte ihn zum Bischoffzu Gencve, nach diesem wur»beer Blschoffzn Paris,mglelchen Ertz B>schoff zuRouen.An.1426machte ihn eben selbiger Pabst zum Vice-Eantzler der Römlschen
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kirchs, u»V darauf zum Cardinal und tikular.Pätrlarchcn n.«stankinopel. An. 1429 bekam er auch daß Ertz-BMum sz^„Pabst Eugenius IV machte ihn zu seinem Gesangreich, er starb aber aus seiner reise an. 14;? zu Bvnvnien, wLer auch begraben worden. m lvisruno V Lc ,
Vesomio. Lall. Lstrill. ° °
Johannes von Turrecremata oder Eorquemadg, -mSvanier, wurde von einem flecken, so in der diöccs von ?gelegen, also benennet. Anfänglich wurde er ein Dvmiliic 7 n 7 .»Vailabolib, gieng aber nach Paris , und wurde vocko"theologie und den Päbstlichen rechten, wvrinnen er auw rlehrte. Nach seiner ructtehr in Spanien , wurde er Abt deß klU8 . Pauli zu Valladolid und 8 . Pekri zu Toledo . An. 14N de «ihn Eugenius IV nach Rom , und machte ihn daselbst zunE-M^l-alam. schickte ihn auch auf das conclllum zu Basel , allwv e 1,7der die Hußitcn hefftig stritte, und des Pabsts parthey mit arMmeifer hielte. Daselbst wurde ihm von dein Loncili» der Brio -'zoffenbahrungen zu untersuchen aufgetragen. An. 14,7wurdenwiederum aufdas Concilium zu Basel geschickt, bald aber aiifdaßso der Pabst Eugenms zu Florentz angestellet, zurück beruffen, ^wo er wider den Marcum Ephestnum mit Ernst lehne. Ebe»sei.biger Pabst machte ihn an. i 4;9 zum Cardinal des liluls k Siübund schickte chn in Franckreich, daß er einen hnostum z„ BvuMshalten solle. An. 14^ wnrde er Bischoff z» Orense in Gallicieii,und bald daraufvon Pabst Nicolao zum Bischoffvon Alda inRa,liengemacht. Plus II machte ihn 011.1464;,imBischoffvonEn»bina, und gab ihm den titul eines beschütztes des glaubens. bestarb endlich den r6 sepr. an. 1468 seinesalicrs 8°jähr. Erbatviele schrifftcn hinterlassen, als da sind: commevisiim inliecie.rum 6 r-iiiLni; summa cle ecclesia Lc esur LuAvniLke; exposikio evist.Lauli; commenianur in psalmos; sermon« cle rempore LLnäivrrLÜaru 5 cle sgua beneciiÄs, Lcc.ctiron. L/e»./«». Crve.
Ertz-Bischöffe und Bischöffe:
Johannes I. Ertz-Bstchoffzu Bremen, war von gebur! chDa»e, und hieß mit bem zunamen Fursat. Sein valer soll einOfficier bürgerlichen standes, seine inutler aber aus Königlichemgeblüte entihroffen gewesen seyn. Anfangs war er Dom-ProbsiznRothschild, und hernach Ertz-Buchoff zu Lnnden niLchviiei,.Weil er dem Dänischen Könige Erics V» nicht alles unrechlm,statten wolte, ward er ins gefängniß gcwvrffcn; er machte sichaber durch stricke, ftilc» und andere inttrumemr, die ihm seine an.verwandten zugebracht halten, nicht »ur loß, sondern er entmisch,te gar aus dem Königreiche nach Italic». Der Pabst BonifiMVIII nahm sich seiner nachdrücklich an, lind that gantz Dänemmckdeswegen in den bann. Weil aber gedachter Kömg sich daran »ich!kehrte', so hub der folgende Pabst BenediclusXi„ach 6jährendenbann auf, setzte »ach Lundcn einen andern Eitz-Bischoff, unsvertröstete diesen Johannen, auf eine bessere stelle, esschlugabekderselbe das bald daranfcrlediatc Ertz.B'ißchum Riga aus, welletnicht aus das Lundisckte verzicht thun wolte: endlich nahm er an.izoy das von dem Pabste Clcmcnte V ibm angclraqeneErtz Wthun, Bremen an; er regierte auch eine geraume zeit gar friedlich;zuletzt aber gericth er in eine solche Verachtung, daß man kaum der.gleichen exemvel in den Historien finden wird. Das Iom-CaM»volle durchaus Hcrtzog Johamiem von Lüneburg an srme stelle W!Ertz.Blschoffe habe» , es konle aber scineii zweck nicht erdalkrn,weil der Pabst den Dänischen Johanne»! nachdrücklich stiMIc;wicwol er deswegen dennoch grosse brangsalcn ausstehen mime, sogar daß er in Bremen nicht mehr sicher war. Er nahm iMiifseine zuflucht zu den Diltmarseii, wrtrd aber von ihnen »nilorllzurückgeschickt, ohne daß er solches rächen können. Hernach c»gab er sich nach Nörden in Ost.Frießland, und hieselbfl dE iHwcib die kühnbcit, daß sie mit einem drügel aufden Ertz.V>Wllloß gieng, und auf ihn zuschlug, weil derselbe ihr nach ibrcmc.dünckcn etwa» nicht hatte gcrechtigkcit wietcrsahrcn layrn. AEdiesem zog er »ach Wildcshausen, da ertappte ihn einer von Mllfeinden, Otto von Oyka genannt, der »ahm ihn gefangen, dWihm Hände und füssc, ließ ihn aber endlich, nachdem er MMschlägen hart traclirct, wieder loß. Letztens zog cr an. i p? Meinem grossen schätze nach Avignon in Franckreich, gllwo lich cnPabst damals aufhielt, und starb bald hernach dastlbu. Der M >hatte sich selber zum erben seiner verlasse»schafft cuigMHk.stcv haben nachgcbends noch 2 Ertz-Büchöffc zuBremcn den naniwJohannes geführcr; als Johannes von Ecistmnliorv von an. iz 7biß 1421 und Johannes Rode von an. 1496 diß.izn, von wtMaber nichts besonders z» sagen ist. m mekwp. >
8 sx. LNNLl. ^1-cbicsiisc. Hicm^ IN enron. k'
r. 2. Iiill. (»erm. in cbron. Krem,
Johannes UI, Ertz-Bischoff zu Ealtzbiirg, war «ncs bl>M
söhn von Brcßlan, und hieß mit dem zunamen Viirsius. «rr nseiner gelchrsamkeit und vcrstanbcs wegen erstlich Probn zu !,kirchett, darnach Bischoffzn Erla und Waradem, und nawtkin-kan. 1664 eine gesandlschaffl von Kömae Matlbia C°rvlno >> ugärn am Kavserlichen dose glücklich zurück gelegt, und nie m,sche crone, so daselbst 24 iabr war ansgehallen worden,emgelöstt, auch zugleich das üble verneviiie» zwttchcn cen ^scheu und Ungar» auS dein qrimdc geboden, ward er - 1Ertz.Bischoff zu Gran. ES begunle aber bald daran:dcS Königs gegen ihn adzunebmcn, weil man ibn in vcnna ^als wenn er es mit dem baust' Oesterreich blcllc. H» » , ^auch, daß ein Münch, namens Gabriel, am dost ^ors
stund, der auch endlich gar durch recommendalion de.< > sCartiiials-Hiil erhielt, welches beydes Johannen, anrcitzv',