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E-"77/ ehe man stchs vermuthete, mit seinem grossen schätzenach A»en gleng; dastldst würbe er von dem Kayser Friderico IIIwohl empfangen, absonderlich da er einen starckcn vorschuß zumbeylager des Prmtzens Marnniüanr mit der Burgundischen Prin»Weil dazumahl Ertz.BMvff Bernhard zu Saltz»bürg uch gegen den Kayser verlauten lassen, daß er abdanken wol»so ward es dahin gebracht, baß Johannes an dessen stelle dasBernhard Ertz-Bischoffzu Saltzburg.
D>e ^alizburger waren auch mit ihm zufrieden. Denn ob er wohl^>eß, und dem Kayser z» gefallen 2 kostbareGejandlschafften nach Burgund und nach Acker, über sich nahm, sogiengen ble Unkosten doch alle von seinem auS Ungarn mitgebrach«
Doch als an. i487der abgedancktc Ertz.'BischoffBernhardus starb, wollen die meisten Domherren den ProbstChrmophsrum Ebron zum Ertz.Bischoff erwehlen. Allein Jo.hanneö letzte sich ihnen dcrmassen entgegen, daß sie sich alle, ausge»nommen r, nach Muhldorffretiriren musten. Hierauf regierte erMit gedachten 2 Lanonici-, biß an seinen an. 148? erfolgten lod,
Lsn weichen auch einer Fribericus Graf von Schaumburg, dervon emigen nur einer von Adel von Schaumburg genennet wird,jem Nachfolger worden. kill« 8alsti>. melrop.
von Bayeux , Bifchoffvon Avranches, und nach0 ie>cm Ertz>Bllchoff von Rouen . Er hielt an. 1074 ein Loncilium,und machte darauf einige llecr-m, welche gewissen lasterhafftenmunchen nicht anstunden , welche sich dahero wider ihn erregten,Mb ihn, Lleflucht znergreisseu nöthigten. Er legte alsdann aufvev Pabst Gregorii VII Vergünstigung, welcher seine gründe durcheinen Legaten untersuchen lies, fei» Ertz-Bißthum nieder, und be»gab sich aufcm land«gut, um bey feiner schwachen leides« beschaffen»heu desto ruhiger zu seyn, wurde aber von den München der Ab»tey 8. Quen daselbst überfallen und ermordet. Er bat ein buch cleVMCIL ecclettstliciL geschrieben. tt// lib. I eplli. y.
epiil. sts in ü ti. dlorm.
Iip. 4, 85 Lall. Lllritt.*
"Johannes/ Bischoffz« Worms rc. Er hieß mit dem Mäh«nun Schadiand, und war aus dem Cöllnischen gebürtig , wiewohleinige scribenten ihn vor einen Frießländer halten wollen. Er warorcl. pv^clic. lAsMer, und ward an. N4-Bsschoff zu Culm inPreussen. Wegen feiner gelehrstunkeit stund er bey dem PabsteGregorio Xl wohl, welcher ihm auch an. i;6s zu dem BißlhumHildesheim wider des Dom-Capikuls willen .verbalst. Ais er inHildesheim ankam, fragte er zu allererst, wo die biblivthec wäre,darauf führten ihn die Hof-leute ins zeughauß, wiest» ihm das ge«schütz, und sagten: das wären die bücher, mit denen seine vorsah»rcn die zeit vertrieben hätten, und die würde er nunmehr auch zurHand nehmen müssen, wofern er die gräntzen des BObumS wlderalle nachdaren dejchützen wolle. Er hielt hierauf bey dem Pabsteum ein geruhiger Bißtbum an, und ward an. r;6y zum StifftAugspurg befördert; er resignirte aber an. N72, und wird ihmschuld gegeben, daß er einen grossen schätz, und sonderlich viel kir»chen'fchinuck mit sich genommen, als er daraufBisiHoffzu Wormsworden. Er ward auch daselbst nicht sonderlich geiiebet, und starban. I t7f. cstslog. llpikcop. ^sormsr.m üerw. sskreutl. /<> ,,merropvlis.
Johannes von Ragusa / mit seinem ersten Namen 8wici; ge»nannt, war ein Domimcaner.münch gebürtig aus DalmatiewEr machte den ansang seiner studien zu Pariß, allivo er schon an«1420 den 8 nov. Ooüor Ikeolossise wurde, fetzte sich auch bey die»ser Universität in solche Hochachtung,daß er hernach an. 1422 als de«rcn Abgesandter auf das Loncilium zu Pavia verschickt w»rde,auchüber die vor dem Loncilio schwebende Materie mit PabstMartinv Vzu handeln befehl erhielte, wie davon die crelllliv und inttruüicmsssammt noch mehreren schafften dieses Johannis cle Ragusio,so auf der bibliotheck zu Basel aufbehalten werden, weit»rällfftigen bericht geben. Weil er der Dominicaner ?vc>cm-L.wl- 6ensrsli5 war, wurde er an. 14;; auf das Loncilium zuBafel geschickt, allwo er wider den Johannem Rvckyzianmnund die Hußiten gantze 8 tage sehr hefftig redete, auch auf dessengegen«a»twort hernach replicirte; wovon das erste stuck in denenDom^ Lonciiiorum gedruckel, das andere auf der Baßlifche» bi»Lliotheck annoch geschrieben aufbehalten wird. In dem folgendenjähre wurde er nach Constantinopel geschickt, um die Griechen zueinem Loncilio zu mviw-em Man brauchte ihn auch sousten zu denallerwichtigsten Versendungen an Könige und Fürsten , sowohl alszu denen auf dem Loncilio vorgefallenen Handlungen, so offt er all»da zugegen war. Er führere den titni eines Bsschoffs von Argos,Apilcopi Hfgerstis, woraus die gelehrte insgemein sehr unrecht ihnezu einem Bifchoffvon Straßburg machen wollen, als wanns Lx».Icopns ttrgeminensss hiesse. Als der vvm Baßlifchen Loncilio er»wehllePabst Felix V. an. 144° neue Cardinäle machte, erhieltedie»ser auch einen platz unter denfelbiaen, mit dem littst 8. Sirtt. Wei»len aber nachdem endlich geschlossenen verglich zwischen Felice Vund Nicolao V des ersteren Cardinäle solche würde aufgeben mu»ssen, so geschahe es, daß auch dieser Johann von Ragusa nachseidiger zeit von denen wenigsten Seribenten mit diesem tstu! ist be«ehret worden; daher die neue -tutor« fast durchgebends vernei»lien, daß er je Cardinal gewesen, und sich nicht darein finden kon»ven, wan ihme von einigen alten ivlcher titul beygelegt wird.Aus diesem ist auch klar, baß es falsch waS man msgemem vor»giebt, als ob dieser mann schon an. 14)8 von dem Baßlsschcn Lon-cilio ausgesetzet, und sich für Eugcnium IV erkläret hätte. DieXl8. Loncil.LsüI. erzehlen Mit vielen umstanden, daß er nocheine gute weile hemach dieser vcrsqmmlung gar "
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Schienet habe. Jedoch,da in denen letzten zelten des Loncilii keineMeldung mehr von deme geschiehet, ,st wohl zu glauben, daß sol»ches deßwegen erfolget, weilen er die parthey geändert; wiewohldabey sich zu verwundern ist, wann ihme in solchem fall sein Car»dinals. Hut nicht bestätiget worden, nachdem« einmahl ein solchermann, welchem alle gehcimnussen des Loncilii vollkommen bekannt,nach der damahligen Pvlilick Eugen» nicht hätte zu theuer könnenerkauftet werde». Wie dem allem, so sind seine Manuscrwken/drieffe und inttruÄioneL, welche er auf seine^rnbrU^es empfan»gen, und viele dergleichen rare stücke in Basel zurück geblieben undwerden noch stnfetzo auf der bibliotheck allda verwahret. Seineschrifften sind ausser der Lepiic und vupiic wider Rockezana einweilläufftiqes,und,wie es scheinet, offt umgegossenes, auch in ver»schiedcne stücke zertheiltes werck <le LuÄoriMe Loncilii in genercLc in specie Loncil. Lsül. conrrs lluZeniurn kspsin; Ibslario cis
/lmb!ickia»suL sä Lr-rcor, verschiedene predigten rc.
Johannes I V . Bischofs zu Hildesheim , war ein söhn Her«tzogs Jvhanniszzu Sachstn-Lauenburg. Nachdem sein bruder Eri-cus an. i? 04 daS Bißlhum Hildesheim aufgab, gelangte dieser Jo-hannes dazu, und fand dasselbe im schönsten aufnehmen, indem 7Graffchasslen dazu gehörten- Er ward aber dabey übermüthig ,und als er mit Burckhardo von Saldern wegen des Schlosses Lau»enstein in ungelegenhelt geriekh, selbiger aber nebst andern von A«del, deren guter der Bischofs zu sich reisten wollen, sich zu den Her«tzogen von Braunschweig und dem Bischoffe zu Minden wendete,und in schütz genommenwurde, so fiel BsschoffJohannes an. i;i-in der marter»woche mit seinem kriegs-volek unvermuthet insStifftMinden, und nachdem er Minden und Peterohagen erobert hatte,wendete er sich ins Braunschweigische. Unterdessen hausirten auchdie Braunschweiger im Hstdesheimischen überall übel, und wur«den aus beyden selten unzehlich viel arme leutc gemacht. Es kamauch hierauf noch im selbigen fahre auf der Heyde bey Soltau zu ei.ner schlackst, in welcher r Hertzoge zu Braun,chweig nebst etliche»Grafen und 120 Edelleuten gefangen wurden, und Bischofs Johan-nes einen vollkommenen sieg erhielt- Eben an dein tage als dieschlackst geschehen, war Kayser Carolus V erweblet worden, wel-cher hernach des strcits sich annahm, und an
ersten Reichs.tage zu Worms Bischofs Johannem in die Reichs"acht erklärte. Es meynre aber Johannes, es hatte dieses nichts mbedeuten, und fragte ipvkts.weise, was die Rcichs-acht vor ein din«wäre? allein nachdem dieraufber Heryog von Lünebura scin bun.des. genoß von ihm abstünde, und der Kayser die execurion den Her«tzogen von Braun,chweig auftruge, so wurde Bsschoff Johcumesgenöthigt, sich nach Westphalcn zu retiriren, und ob er gleich da-selbst einiges voick zusammen brachte, so wolle es doch nicht mcbemit ihm fort. D»e Braunschweiger machten auch i,n Hildeshei-mischen so glückliche progreffen, daß sie innerhalb; jähren von demgantzen lande, ausgenommen Hildesheim , Steuerwald, Marien-bürg und Pcine, meister wurden, und also^städte, i F schlösscr undetliche r oo dörffer eingenommen halten, ivelchcs alles sie in dem an152; durch Vermittelung Chur»Mayntz, Sachsen und Branden-burg zu Quedlinburg erfolgten frieden behielten. Nach diesem re-gierte BsschoffJohannes noch 5 fahr, hernach resignirte er, undbegab sich zu seinem bruder nach Sachseii-Lauenburq, allwo er auchan. i ?47 in einem armseeligen zustande, wie Chytraus meldet, ver-storben. 8sxon. cle bello IlilcleckreiniL
inrer Llicain Ouc. Lrunstiic. sc soÜLrir,. Lpilc. Zetto apuä 8c/,rom . 2.
Johannes/ Bischoff zu Lüttich , war ein söhn HertzogS Wer»tj Irin Bayern zu Straudingen, und an. izyo im 17jähreseineZalttrs erwehlet worden. Als er 1 z jähr regieret hatte, entstund ei-nfroste conspiralion wider ihn, davon die urheber ir bürger ausLüttich waren, die sich Haydrotcn, d. i. feinde der gerechtigkcienannten. Sie hetzten die stadtwider den BiseLoffauf, unter demvorwande, weil er sich nicht wölke lassen zum Priester weihen. D>LDomherren versperrten sie des abends beysammen, und wollen sieauf den morgen alle niedermachen; sie wurden aber durch anderebürger errettet z gleichwie auch bald darauf zu Tongern ein ver-gleich zwischen dem Bischoffe und dem Stiffte aufgerichtet »vordemNach 2 jähren, nemlich an. 1406, fiengen die Heybrolen eine»neuen tiimult an, ruffteii Dietrichen von Parwys zum Bischoff aus/und wie die Lsnonici in solche wähl nicht willigen wollen, wurde»ihre Häuser geschlciffr, ihre einkünffte eingezogen, und andern, diekeinen gefallen dran hatten, der kopffvor die füsse gelegt. Es wur-de auch der neue Bifchoffvon dem Gegcn.Pabste Bencdicto XIHzu Avignon confirmiret. Bey dieser unruhe hielt sich Bischoff Jo-hannes anfangs zu Mastricht auf, an. 1407 aber zog er durchFranckrcich, Engcland und Teutschland, und erlangte endlich beyseinem bruder Wilhelm» Grafen in Holland , und bey JohanneHertzog in Burgnndien nachdrückliche hülste. Mastricht warSzwar von den Lüttichcrn mitmacht, aber vergebens belagert. Am1408 kam es Zwischen den AUiirten des Bistboffs, deren armes,;oc-o mann starck war, und zwischen den Lutkichem,die 10020ains seid gestellet halle», unweit Lüttich zu einer schlackst, in wei-cher die letzter» 2;000 mann eingebüsset. Die vornehmsten rebellmwaren auch darunter, andere 72 von denselben würben ins wasseegemorsten, und »och andere 72 wurden gcköpffl und gerädert, undhiermit muste sich Lüttich schlechterdings dem Bischoffe unterweist«fen, welcher darauf an. 14-8 das Bißthnm aufgegeben, und sichmit ber Lützelburgisüicn Printzeßin Elisabeth vermahlet, mit wel-cher er aber biß an seinen an.-4-8 erfolgten tob eine unfruchtbar^ehe gcführet. lcripc. rer. Leoci. m libr. 2 rer»
Lcoll. bitt ezstsc. Lesä. . '
Ilcheii. Gggggg JohE