Band 
Zweyter Theil
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Loh

mit ihm ziehen solle, Paulus aber solches nicht vor gut ansähe.

-VttL apoü. c. 12. v. ir c.r; v. VikLörrnLÜ-e.. //»?/>«,T'rLs-«rE. mernoirer pour ssrvir a 1'kilk. eccl. rom . 2 k. 1. L<ck,«?e »a-nsl. polinco-ecclckalk. r. 1.

Johannes ^lsrom». ein Syrischer scribente, soll nachAbraham, Ecchellensis bericht zu ende des üten und ansang besätensecnll gelobet, und viel wider die mvrgenländischen ketzereyen ge»schrieben haben, nebst einer lirurgie und einem comrneruario überDes heiligen Jacobi limrAle; allein der k. Simon läugnet, daßvieler amo-- so alt sey, wie ihn Abraham Ecchellensis machet, willvielmehr,em buch, vor eine fälschlich angeschobene schrifft Hai.ten, oder daß das capitel, welches man ihm zugeschickt, von an»dern hinein geruckt worden. Der Cardinal Bona, welchem dieLatemllche Übersetzung dieses Johannis Maronllä zu Rom commu»ruclret worden, ist gleicher meynung in einem bnefe, welchen er an.167; an den 1. Mabillon geschrieben. cara-

loZus lcri^r. orienr. remanguLL sar!s vo^aee äu Ivlc>nc-I-i-dsn.

Johannes Onea! / stehe Oneal (Johannes)

'Johannes von Matha / der erste Patriarch des ordens derheiligen Dreyeinigkeit, ober von befreyung der gefangenen. Erwar aus emem flecken, Faucon genannt, in Provence gebürtig,und wurde an. n60von Abelichen eitern gedohre». Erfühlte fei»ne studim auf der Universität zu Paris , und wurde Doktor rüeolo-xia-. Es wird vorgegeben, daß als er seine erste messe zu Paris gehalten, er ein gcsichke gehabt, welches ihn bewogen, gedach»ten orden zu süßten. Er gefettete sich hieraus mit Felix von Va»lois, gieng mit seidigem in die wüste Cerfroi ohnfern Meaux, undvon bar nach Rom , allwo Jnnocentms U i selbigen orden an. 1209vestäiigte. Der Padst brauchte sich seiner in verschiedenen verschl»ckungen, wie er denn auch zu den Barbarn in Africa gieng, um dieChristen sclaven zu befreyen. Er stifftete an- 1200 das erste klofterseines ordens zu AcleS m Franckreich, »nd starb endlich an. iri;zu Rom . i. 6 Kitt. ssrLnc. äs

orig. rnonaü. Lorrel'«: bitt. cle krovvnce.

Johannes von Paris / ein Dominicaner-Münch und zugleichOoctor und i/rotessor tbeologi« > flockte zu ende des 1; seculi.Er machte sich insonderheit in der damaligen streiügkeit, die zwi»scheu dein Padst Bomfacio Vlli und dem Könige Philipps kulckr»aus Franckreich getrieben wurde, bekannt, nahm sich des Königsparthey an, uns defendirte selbige wider den Padst aufdaS eysng»sie. Er that sich darneben so woi in predigen als lehren sehr her»vor. Allein, weil er eine gewisse rückn von der gegenwart desleides Christi in dem heiligen abenbmahl behauptete, nemlich, daßdie Göttliche nalur Christi sich mit dem drodt vereinigte, und selbi»ges also zu seinem leib machte, wodurch er dann die soviel« undgrosse anstoße der lehre jvon der transsudstantialion zu vcrmeydenund aufzuheben vermeynle, so examinirten ihn die Bischöße, Wil»Helm von Pans, Aegidius von Bourges , Bertrayö von Orleans,ÜNd Wilhelm VVN Amiens, nebst einigen DoÄoribus lüeoloA«,und vecbollen «hin ferner zu predigen oder zu lehren. Er provo»cirte aber an den Päbstllchen stuhl, und gieng deshalben nach Rom ,woselbst er um das jähr 1 ;»4 verstarb. Seme schrifften sind rrsÄ».

rus cle ressia porckzre Lc papali; clererrninurio cle rnoäc» exüken-cli corpori! Lüritk. iri tLcr-rrrrenro Llcsck; corceÄorium llo»Ärin« 8» Hiom«. 6«l/. ./s conrin.

cle lloZmare rrausfublisnüLlionü.

eis, *

Johannes von Parma / General der Franciscaner , lebte indem ir seculo, unv svll das sogenannte evsnZckum scrernumge«schrieben haben, welches an. 1258 auf des Padsts AlcxandrilVbefehl verbrannt wurde.Dieses buch wäre aus den träumen und ein»dildungen des Abts Joachim Cynlli des München, und andererLnsricorurn zusammengcplackl, enthielte viele gantz neue und ge»fährliche lehren, solle gleichwol an füttrefflrchkeit und Heiligkeitdas alle und neue testamcnt weil übertreffen, ja diese beyde gött»iiche büchere, mußten nach imihalt sslches neuen evangelii nun»mehro abgeschaffet seyn, und selbiges unter dem name» des evan»gelir des heiligen Geistes fortbin allein gellen. Den Hauptzweckdes gantzen gettchls gäbe man endlich zu verstehen,durch den jchluß,welcher vermochte, daß von an. irüo an niemand als die HerrnBaarfüssere, die menschen von geistlichen dingen, die zum heyl bien»ten, unterweisen tönten. Indessen haben seither» die Francisca»ner nicht gestehen wollen, dasiber Verfasser dieses buchs der Generalihres ordens gewesen, sondern ein anderer gleiches namens,

Lnnsl. lcknor. scl sn. 1257. allannum 12^7nurn.Z.

^Vsts/» üilk. ecclek. nov. reit. ^

Johannes von Udine / ein berühmter Mahler zu Mine, inFnaul gedvvreo. Er lernte die kunstvoll dem Giorgion, kam nach»mals zu bem Raphael m Rom , nahm auch in solcher kunst berge»stall zu, baß er bald alle andere übertraff. Insonderheit wüste erihiere, lanbschafften, blunien und früchte wohl zu mahlen. Erwar auch der erste, welcher die kuustbiider auf marmolsteinerne«rt zu machen, erfand, und brachte es in seiner kunst sehr hoch.Man grub zu seiner zeit in dem allen gemäuer von des Kaylers Littpallast, um ewige statuen und antiquitären zu finden. Als mannun erwab erde hinweg geräumet halte, wurden dergleichen figu»rcn oder büder gefunden, so man nach der zeit grotergue genannt,weil man sie in grollen zu erst angetroffen. Desgleichen fand manEinige kleine historyche gcmählvc nevst andern zirrrathen. Diejesveranlaßte ihn, die ,siehe zu untersuche», uno er prooirre es ian»ge, biß er endlich sroresco-werüe zu verfertigen anfieng, und war

M ber erste- welcher diese art zu mahlen m der well wiederum

starb zu Rom «. 1564, und wurde bey feinemster Raphael begraben, ss-rDr, vies ller peiaerez,xemrres. Se/rLr?» emrer. lur lez vier llex peinlrez. ^ ller

Johannes, (Erafmus) ein bekannter k/nirarirtt ru16 ieculi. Er war Kecior zu Aulwerpen, Mull? an, ^ öe»neuen und irrigen Meynungen wegen in Polen ceürirendaselbst einen streit mitFausto Socino, ob Chr stusvor c-I»turen gewejen, welcher r tage währte, !iMauf S° L 5 ömge, was darbey vorgegangen war, im druck ausäeben u!sVon dar gieng er ,n Siebenbürgen , aliwo ihn die E" 2Ciaufenburg zu ihrem Prediger machten, jedoch m t dem bedinge

meynungen von Christo, als ob e? vor sew"r Mutter

wurcknch schon gewesen, nicht öffentlich lehren ,d t? «5»sonst in der Hebräischen spräche wohl erfahren, hat auch bmits mAntwerpen ern buch geschrieben, wornmen er seine irrthümer vorae!stellet, so aber bald confi scirt wurde, bibilow.

JohanmsvvnLeyden, oder Johannes Beukolsz. Erwar an.i5rc>zu Leyden gebohren. hatte anfangs das aweidetthandwerck erlernet, gieng aber nach diesem unter die comödiö,und weiter unter die Wiedertäuffer z., Amsterdam . JMEaber,ewige an. izzg m Munster feste gesetzet, beaakckm m Adie,er Johannes von Leyde» nebst dem Johanne Nattbia davu?und brachte es nach dieses letztem tobe so wert, daß manewen Propheten hielt, und er dadurch sich aller giwalt anmaßteWannenhero er auch eine neue regiments-verfassung -u Münll?nmachte, und i-richter nach seinem gefallen setzte. L übm Lauf die polr-gain-e daselbst e»n , und vergönnete alle frerweii Ufieisches, da es denn bund über gieng, und nahm er stlbst auMjeuier ordentlichen stau noch 14 andere, von den schönst n. umman finden kunte. Wenn sich auch einige fanden, die so chem m «fuge wwersprachen, so hatten sie doch nichts davon als daß er stedurch den Kmpperdolling hinrichten ließ. Ja er warffstcb ruleütgar vor einen Komg auf, worzu ihm ew goioschmidt bebüWchwar, welcher ihm in Versammlung des volckS ein blosses ickm>Egleich als aus göttlichem befehle überreichte, weshalbvolck den 24 jun. au. i; ,4 vor einen König ausrieff. Wenn ir aus.ritt, wurde,hm e»n fthwerdt, eine crone, eine bibel uno e.n Reichs»apffel, alles von gold und edelgestemen vorgetragen, und er miß.brauchte seme gemalt zu allerhand grausamkeil. Er nenneteReich das Königreich Israel, stch aber einen drener der aerccd iälkell im neuen tempel Gottes. In währender dieser reaieruna hieltder Bischoff von Munster die stavt blvquiret, und als se biae ru desäussersten hungersnoth gebracht war, bekam er durch v rmtt°telling eines durgers, den 14 jun. au. solche ein, und wurdeJohann von Lcyden lebendig gefangen. Er ward hierauf einempserde an den jchwantz gebunden, mnste al,o zu fusse h,ß auf düsschloß Dulme marschrren, und da man ihn vor den Bsschoffae.bracht, war er noch ^verwegen, , daß er vorgeben mochte - essey dem Büchoff kein ,chade zugefügt worden, indem bev oieiergelegenheit die statt ohne dessen kosten trefflich wäre befestiget wor»den, und woferne er ,a noch mehr haben wolle, solle er ihn nur irreinen eisernen kaficht sperren, und in der weit herum führen laß»sen, jederman wurde gern, ihn zu sehen, gclo geben wollen.Er wurde hierauf an verschiedenen Höfen herum geffchret, nach-mals an. r;;s mit gluenden zangen zerrissen und durchstochen.

rumalc./evLvLpt. llemiterck. obücl.Iilonatt.

//E. lle llulk. lAonslier. Lu-

lüer. tülioire cles /znsbLxrittes. lcerrer. 2 l. is c

L.tz. 1

Johann Georgenstadt , istein berg.städtgen, welches deeChurfürst von Sack),en, Johann Georg l, an. 1654 indem crtz.gebürgischen kreyß, an den Böhmischen gräntzen, aufbauen la,»sen, und zwar vornehmlich den Böhmen zum besten < welche umder Lutherischen lehre willen vertrieben worden. Es liegt dieserorl; weilen von Schnecberg, auf einem berge. Unter bcmselbeirbefindet stch ein eisenhammer, nebst einer schmeltzhürte, WittiMhalgenannt.

Johanniter Christen / 8. Johannis Christen/ werdenin Persien und Arabien an einigen orten der gegend Balsara gewissse lenke von 8. Johanne dem täuffer genennet, welche die tauffe^wiewol ohne benennung der heiligen Dreyfaitigkell, und das heilt»ge adcndmahl, nebst andern ausserliche» »ckbu-des Christenthums?fleißig beybehalten, sonst aber von der Christlichen lehre selbst gleichandern Orientalischen Christen, wenig wissen schafft haben, sse?»,«-reileb. 1.2 c. 8 l>. l-

Johanniter-Ritter / flehe Malkheser-Ritter.

Johanniter-Meister / in Tentschland, ist das Oberhauptüber die 4 Großmeister thumer des Maltheser.ordens , nemlich dasTeutsche - Böhmische, Hungarische und Dänische, davon die bey-den letztem eingegangen, und nur der titul davon vinttciret wird-Es ist die würde eines Johanniter-Meisters um das jähr ir;o auf-gekommen. Er ist ein Fürst des Reichs, und hat fitz und stimmeauf den ReichS.lägen, erkennet aber nebst dem Kavscr auch de»Pabst vor seinen oderherrn, und muß dem Hochmeister zu Malta gewisse jährliche respons'gelber und Türckn steuern lieffern. Eswirb heut zu tage obrister Meister des Jobaiinitrr>orbens auchGroß.Pnor von Deutschland genennet. (siehe Malta .) Vor diessein halte er grosse einküiiffte, durch die religlous-auLrruiig Luihe»ri aber sind ihm und dem gantzen orden viele orbcnS.güler ünb eom»menthureven in Hungarn, Siebenbürgen , den Wenvrichcn lan-den, Pommern , Bremen , der Marck Brandenburg, Sachjen,Schweitz , auch Ost'urw West.Frießiand entzogen worden, derckU theil. Ggggggs ein»