Band 
Zweyter Theil
JPEG-Download
 

974

ton

belustigen, wenigstens muß man dabey den verfall des Jüdischenvolckes, in ansehender qelehrsamkeit und gesunden vernunffl be»wundern. Salomon Jarchi sagt, der fisch Jona sey männliche»geschlechtes gewesen, weil aber der Prophet sich da im geraumenbefunden, habe er noch an keine busse gedacht, und Gott nicht an»geruffen; darauf habe der fisch von Gott befiehl empfangen, Jo.«am aus seinem magen in den magen eines andern fisches auszu»speyen, der weiblichen geschlechts und gleich trächtig gewesen; indieser engen Herberge sey er erst in sich gegangen, und habe denschönen gelang verfertiget, den wir noch heut zu tage lesen. An»dere setzen hinzu, daß der fisch, der Jonam verschlucket, 7 äugengehabt habe, die dem Propheten zu fenstern gedienet, dadurch eralles was im meer gewesen, gesehen, und sonderlich den weg derJsraeliten durchs rothe meer, genau in augenschein genommenhabe. Die Heyden haben von dem Hercule fast dergleichen vor»gegeben. Auch sollen ihm die Türckcn eine schöne mosquee gebauethaben. 2 /e-x. 14.. I2. I. sneicz. c. II.

«r«,. peri-

plur chalsck./kerckeFFe,«, encffjr. bibt. p. 212. sea. äuld. äsia bible. *

Ionas/ Bisthoffvon Orkans, lebte unter der Kayser Ludo.vici e» und Caroli Lalvi regierung. Er war ein mann von sehrgrossem ansehen, wurde von den Prälaten selbiger zeit fleißig umrath gefragt, wohnte verschiedenen Concilien bey, und ließ sich dieketzer zu widerlegen sehr angelegen seyn; wie er denn aufKayscrLudwigs des frommen befehl wider Claudium von Turin , dersich denen bilderen, welche selbige zeit in Occidcnt mehr und mehraufkamen, sehr widersetzte,und; bücher schriebe, welche nachmahlsvon ihme dem söhn Ludovici Carolo Lalvo zugeschrieben worden.Doch finden fich auch in diese» des Jonä schrifften verschiedene bin»ge, eben was die bilder betrifft, welche der Römischen kirche garnicht anstehen; Massen er zwar die bilder zur Zierde und erinne»rung will behalten haben; jedoch also daß solchen im geringsten kei»nc Verehrung erzeiget werde; aus welcher ursach Beüarminus, Ba»ronius, und andere Römische scridenten, vor ihme eben sowohlals vor Claudia Taurinenfi warnen. Sonst verfertigte er auch einbuch zur Unterweisung deS jungen Königs von Aquilanicn, Pipini,eines sohnes Ludovici ko, welche schrifft Luc. ct'Acheri ediret. In»sonberhess ist seine Christliche siltenssehremerckwürdig, welche derk. vom. Joseph Mege üdcrsttzct hat. Er starb an. 841.

oper. sstverl. 6oclelck. cle rnirscul. s»n-

öenecbcssi l. 1 c. 2s. cle lcnpr. eccles in

»nnsl. in »pparsr. /.»c. rom . 4 spicil.

Lc Lall. Lkritt. *

Ionas/ oder Ionnh aben Gannnch/ ein Jüdischer Rad»bi und artzt von Cordvva aus Spanien , lebte zu ende des 1 r seculi.Er ist nebst dem Jehudah Hing der berühmteste unter allen»bischen grainmaricir, und hat eine Arabische grsmrnaric nebst einemWörterbuch geschrieben, welche wercke ins Raddinische übersetzetworden. Er gestehet darinnen, daß die Hebräische spräche enii.gen theils verlohren, und durch hülffe der benachbarten land'spra»chen wiederum ergäntzet worden sey. Der K. Kimchi widerlegtöfters sein Wörter, buch , gleichwie auch des Jehudah Hiug seines.Eden letztgedachter Rabbi beweiset auch, daß diese alten Hebräi»scheu ßrammarici Nicht sonderlich viel aufdie niasora» oder iie dochwenigstens nicht vor unfehlbar gehalten, weil fle allein aufden ver»stand sehen, und nicht die allgemeine rege! der mslors überall ap»pliciren, ohne an den orten, wo sie es vor nöthig halten.

/et jugem. cler savanr. bibl. l^abbin. rusgns l.; p.

786 .

Ionas Arngrimus, siehe Arngrimus.

Ionas/ (Justus) wurde den; jun. an. 149; ru Northaufien ge»bohren, allo sein vater Bürgermeister war. Er legte fich anfänglichaufdie rechte, bald aber hernach aufdie theologie, ward an. izrrProbst des colleZi, Allerheiligen zu Wittenberg , und daraufvLüorcheoiogl«. Er wohnte nachmahls verschiedenen der religion halberangestellten conventen bey, befand fich an. 1529 bey dem coilogulozu Marpurg , und an. auf dem Reichs-tage zu Augspurg.Richt lange hernach wurde er Prediger und kroteüor thec,lo§>« zuWutenberg. Als Hertzog Heinrich an. i; ;9 die religion in seinenlanden änderte, brauchte er ihn auch mit darzu, er wurde abernoch in demseldigen jähre zur inspection der kirche nach Halle beruf»fen. Ack ü? gieng er mit Luthers nach Eißkben, und war beydessen tobe'. Nach diesem hielt er sich eine zeiklang an den Sachfi»scheu Höfen auf, wurde Prediger zu Eisfeld , und daraufder Fran»ckischen kirchen inspseror zu Coburg , woselbst er auch den 9 oct.an.i;;; verstarb. Seine schrifften sind : ssekensto pro cochuZM sa-cercloisli; snnorarion« in Liliz ^poktolorurn; lrLÄ. cle religionsl-urc-rnm Lec. Ausser diesen hat er Lutbero in der Teutschen über.schling der bidel gedolffen, auch dessen buch cle inM angulsn ver»kiret. I.urkerLni5mi. 82x0012.

vilL tAelsncbrkonis. vit. Ideal.

Ionathan/ König Souls söhn, welcher elnen bund mit DavidMawre, der ihn beb hatte wie sein eigen Hertz. Er iahe seines vater»haß gegen David mit grossem vcrdrusse an, daher demahete er sichsehr, solche mit einander zu versöhnen. Saul war zwar über denJonalhan sehr ungehalten, baß er imt David, als seinem feinde, jovertraute freund,chaffl hielt; allein Jonaihas blieb darinnen gegenDavid immer beständig, und demüheie sich, durch allerhand Mittelihn von der vcrfolgung Sanis zu defreycn. Nedst diejem erwiestrr auch grosse tavffcrkeit wider die feinde, indem er die Philister zuzweyen malen zuin streit aussortierte und schlug. Ewsmahls klct»kerte er init seinem lvaffen'kcäger einen hohen berg Mit Handen und

ion

Kssen hinauszu den Philistern, welche aus grosser furcht vor ihilkniederfielen, und sich viele erwürgen liessen. Saul , welcher diesePhilister verfolgte, und sich an ihnen rächen wolle, verbot einsten,daß niemand biß zu abend etwas essen solle; allein Jvnalhas, derdieses verbot seines Vaters nicht gehört hatte, reckte seinen stab aus,und tunckte mit der spitze in den Honigseim, welchen er in dem wal»de fand, und genoß davon- AIs ihn nun Saul deßhalben wolletödten lassen,so setzte sich das volck darwider, daß er beym lebenblieb. Er wurde aber in einem streit mit den Philistern nebst sei»nem vater und brüdern umgebracht, welches dem David sehr zuHeryen gieng. Josephus meldet, daß er dem Jonathan zu ehrenepimpkirc und Verse habe setzen lassen, welche man zu seiner zeit nochgesehen habe. i ö-M 14, ;o,7 E,cp ' ^

Ionathas/ des Judä Maccabäi bruder, war ein vornehmesHaupt unter den Juden, welche von den Syrischen Königen verfol»gel wurden. Nach des Judo Maccabäi tobe erwehllen ihn dieJüden zu ihrem Regenten. Er verknüpffte das geistliche undweltliche regiment/weil er ein Fürst und Hvherpriester zugleich war.Bacchides, ein General der Syrischen armee, trachtete ihn zu über.fallen, Jonathas aber entgieng solchem unternehmen glücklich, undwidersetzte sich den Syrern so tapffer, daß sie friede mit ihm einge»Heu müssen. Als sich der ruff von seinen grossen thaten allcnthal»den ausbreitete, suchten die benachbarten Könige, sonderlich aberAlexander und Demetrius 8owr, ihn auf ihre fette zu bringen. Erschlug sich zum Alexanbro, welcher ihn in der Hohenpriesterlichc»würde bestätigte, und trug eine herrliche viclorie wider den Deine»trinm davon. Des Demelrii söhn schickte feinen General den A»pollonium wider den Jonathan; dieser aber zerstreuete die feindli»che armee, und erhielt hierauf innerhalb einiger jähre viel siege wi»der sie. Er erneuerte auch mit den Spartanern und Römern denHund, schlug des Demetrii völcker aufs neue, zerstreuete die Araber,und ließ die mauren zu Jerusalem wieder aufbauen. Als er abervon Tryphone, der sich des Syrischen Reichs mit gewalt demäch»tigt, nach Ptokmais gelockt wurde, ließ selbiger ihn gefangen neh»men. Ob nun gleich Trypho eine ansehnliche summe geldcs zurrantzion vor den Jonatham von seinem bruder Simone erhalten,ließ er ihn doch nedst allen denen, die bey ihm waren, umbringen.

i c. 9-1;» cuikicp ^ucl. lib. 1

enclur. bitzl.

Ionathas/ des Adjathars söhn, war Hohepriester. Er istumerfchieden von einem andern Hohenpriester, der ein söhn Joja» II war, und unter der regierung der Perser lebte. Jadduö, un»ter welchem Alexander in Orient grosse progrcssen machte, warsein Nachfolger, c. ,r v. n.

Ionen, ist ein kleiner fluß im Zürichgebiet, der aber zu re»gens.zeiten sehr groß wird. Er entspringt im Vischenlhal zwischenden dörffern Waid und Fischenkhal, im gebürg Scheideck genannt,führet seinen laust etwann eine messe lang, und senckel sich zwischenWurmspach und Rapperschweil in den Züricher ste- lib.

üp-g. i;8. *

Ionia, eine Provintz in Klein.Asien , so anjetzo Sarchan oderSarchioo heisi, lieqtzwischen Aeolien und Caricn. Die Griechenhalten dahin ihre colonien geführek, und bestund selbige aus 12 städ»len, worunter Samvs und Chips auf insuln lagen; iwler den ü»brigen waren die ansehnlichsten städte Miletus, Epbesus, Smyrna,Coiophon, Heraciea, Ensshräa, Clazomene, rc. Herodotus versi»cherr, baß diese städte alle mit einander sehr lustig und vorthesshaff»tig gelegen, und die landschafft überaus fruchtbar gewesen. DieJonier waren dem kriege, tantzen und inusic ergeben, und hatten vielberühmte und prächtige tempel > desgleichen hatten sie auch aus»wärts viel colonien, allwo sie ihre tapfferkeit sehen liessen, gleichwieste solches daheime wider ihre nächste »achbarn thaten. Die schü»ler des Thalctis Mleiss wurden die Ionische stete genemiet. Dassogenannte Ionische meer ist nicht daßicniqe, welches an Jonicnstdsset, sondern das siück von der mittelländischen ftc, welches zwi-schen Griechenland und Skiffen gegen Macedonie», Epims,Ächa«ja und Pclopvnnesus zufließt. Einige halten davor, daß es seinennamen von der Jo des Jnachi tochtec bekonimen. Hingegen stehe»andere «n den gedancken, daß die Jonier ihren namen von Java»,Javhets söhne, hüben- > 1. !.iq.

var. kick. l. 8 c. 9. (?-//«>--«, nor. orb.sm.l.; c. ;. D-«'

Ionlchus oder Jonithus, des Nvah söhn, welcher ihm, wieeinige scribcnten davor halten, um das jähr 1756, und also nach dersündfluth gebohren seyn soll. Es wird seiner weder in der heiligenschrifft noch in einem andern bekannten buche, sondern allein in desMärtyrers Mekhodii schrifften gedacht. Man jagt von ihm, daßer die stern.kunst erfunden, und viel besondere dinge von stiffttmg unhVeränderung der Monarchien gewcissaqet, auch solche gehcimnüssedem Nimröd, einem von seinen schillern, offendahrt habe. Anderesetzen hinzu, daß er, nachdem ihn Nvah nebst einigen von des Ja-phels söhnen ins land Ethan geschickt, daselbst eine stadt gebauet,lind sie nach seinem namen Iomca geuennet habe. Allein es istalleS ungewiß, und weil die heilige schrifft nichts davon meldet,schlechterdingcn zu verwerffen. 0. bitt. Kbol.

Husetl. ; super Leu es csp. 10.2». rn. 17^6 n. i p»l9;ü 0. i. *

Ionquierö/ lat. Juncsiis , eine stadt in Provence , an dem mit»tel.mecrc,; meilen west'wärks von Marseille , und 1; subwarls vollAvignon .

IsnHus / (Johannes) war von Rensburq im Holsteinische»gedürrig, und diente zu Franckfu-clh am Mahn an oer lchuk ai»