Band 
Zweyter Theil
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976 ivs

Paiambuam und Pasäraum liegt.

.^^b/eine insul aufdemAegeischen meere,so eine von den Spo-ravlbus ist, und gegen die nord.seite von Creta zu liegt. Sie wird«üu ^0 genannt , von einer stadt dieses namens, weiche der vor»>u der msul ist. Plinius versichert, daß das grab Home.rr daselbst zu setzen sey, wodurch der ort sehr berühmt worden ist.

/V,». I.,q,c. ir.

,!.^^abat/ Ahasiä, des Königs in Iuda , schwester, und gemah»IiN des Hohenpriesters Jvjadä- Als sie in den Königlichen paltastmeng, und sahe, wie Athalia allen Königlichen saamen hatte um«dringen lassen, und daß nur noch ein einiger, ncmlich Joas, welchen-seine amme versteckt hatte, übrig blieben war, nahm sie diese beydemit sich, und ernehrte sie, ohne daß es jemand als Jojaba wüste,heimlich in dem tempel des Herrn, biß ins siebende jähr, in wel»Wem Joas zum Könige gemacht wurde. 2 n. r 6/^,«. 22.

1.9 sm. Jucl.

Iosaphat/ König in Iuda , succedirte in dem Reiche und in«Üeu lugenden seinem valer Assa. Aus seinen thaten siehet man,daß er ein rechter Nachfolger war der frömmrgkeit und der lapffer»keil des Königs Davids, von dem er seinen Ursprung herleitete.Als er in dem Reiche bestätigt wurde, säuberte er die kirche von denheydnischen greueln, da indessen Gott der Herr einige seiner feindezurück hielte, einige aber ihm unterwürffig machte. Ob er nun wol«in frommer König war, so versähe er es doch darinnen sehr, daßer mit dem gottlosen Könige Ahab einen bund wider die Syrer auf.richtete, und selbige bekriegte, in welchem kriege Ahab , weiterdie prophezeyung Michä verachtet, um sein leben kam. Als aberIosaphat von dem Propheten Iehu war gestrafft worden,' daß ersich mit Ahab in einen bund eingelassen, so bereuere er solches, kehr.tc sich mit seinem volckc bußfertig zu dem Herrn, und bestätigte inseinem gantzen Reiche geistliche und weltliche ämter. Da er widerdie Moabiker und andere völcker stritte, hielt er eine fasten, und rieffGottes hülffe wider sie an; wie er denn auch einen herrlichen siegüber sie davon trug. Als er sich aber mit Ahasia vereinigte, auchmit schiffen auf das meer zu fahren, gefiel es dem Herrn übel, so- die schiffe zerbrochen wurden. Unter diesem Iosaphat habenunterschiedliche Propheten geiebel, als Mich«, welches aber eingantz anderer Micha ist, als der, dessen prophezeyung wir haben,Mgleichen Jebu, Jehaziel und Cliestr. Er starb zu Jerusalem im«0 jähre seines allers, nachdem er 2? jähr von an. ;i2i biß;i49regirt hatte. 2 17 scgg. Iw. 8 Lc 9 ÄNriy. )uci. -

snusl. V. 1 . //eike/F«,», encdir- bibl.

Iosaphat Thal, liegt unten an dem ölberge bey der stadt Je»rusatem, und ist das Lobethak genennet worden, nachdem Josa«phat der König in Iuda , Gott vor die wunderbare wider die So«rer ihm erzeigte hülste daselbst gedanckct. Aus den Worten Ioel z,v. i2, hat man schlössen wollen, Laß das jüngste gericht tu diesemthäte werde gehalten werden; bahero es gekommen, daß die un»schuldig leidende zum öfftern ihre widerparth in das thal Iosaphateingeladen, wie man denn unterschiedliche cxempel findet, daß der.gleichen provocirte Personen plötzlich mit tode abgegangen. 2 Q,,-».

so. lberlr. vir. hurn. cüsserr. cle provocil» in vsll.

Josef/ Abu Techisien svhn, war der andere König von Ma-rocco, aus dem geschlechtc der Almoravide ». Weil ihm die stadtAgmet, so zwischen bergen gelegen, nicht anstund, bauete er, sobald er den thron bestiegen, die stadt Marocco , oder doch wenigstensvollendete ec selbige, inmassen einige sagen, baß sein vatcr selbigezu bauen angefangen habe. Nicht lange hernach führte er mit deneinwohnern in Fetz krieg, welche von 2 Fürsten regiert wurden,und brachte solch Königreich unter sich, vonvannen gicng er nachAlgier und Tunis , und machte selbige Reiche auch zinßbar. Dar»«uf gicng er wieder zurück nach Marocco , und neiinetc sich L-Wr-el-lvlumenm, das ist, einen Regenten der gläubigen , woraus manhernach verstümmelter weise Mrsmc>lin gemacht hat. Nachdemnun Josef so weit gekommen war, kehrte er seine siegreiche Waffenwider die Araber, welche auf dem gebürge und in der wüste vonNumidia wohnten, so anitzo Biledulgerid gcnennet wird. Einezeitlang hernach entschloß er sich,aufersuchung des Königs von Gra.naba, hinüber in Spanien zu gehen / welcher die andern Mauri«schen Könige beredet hakte, den Joses vor ihr Oberhaupt zu erken-nen , und sich unter seinen schütz zu begeben. Als nun Joses solcherbieten angenommen, paßirte er die meer« enge bey Gibraltar ,und belagerte, nachdem er seine kronppen mit jener ihren vereinnget, die stadt Toledo . Als er aber post erhielt, daß der König Al»phonsus ,m anmarsche begriffen wäre, retirirte er sich nach Grana.da, und that hieraufeinen versuch auf Murcia , welcher ort sichihm gleich ergab.- AIs er vernahm, daß es die Mohren gereuet,daß sie ihn zu sich geruffcn, brachte er die Königreiche Murcia,Granada, Cocdova und Jaeu nebst einem theil von Valencia umersich, gierig hierauf wieder in Africam, und hinterließ seinem vetterMahomet in seiner adwesenhcit die regierung zu führen. Als erdaieidst angelanget, pudlicirte er eine gsrm, welches eine art einereroiHste oder heiligen feldzugcs unter den Maurern ist; und nach»dem er eine mächtige armee zusammen gebracht hatte, schiffte ersolche bey Ceura ein, landete bey Malaga, und belagerte Toledo von neuen, muste aber zum ander» male unvcrrichteler lachen ab«ziehen. Bald darauf schickte Josefden Mahomet, Valencia zu de.lagern, welches er that, und den König davon tödtete. An. 1109gewann Josef die schlacht, welche die historien-schreider die schleichtder 7 Grafen nennen, weil 7 Spanijche Grafen darinnen blieben,ausser den Prmtzen Dom Sancbo, welches den König Alphvnsumdermaßen kränckle, daß er bald darauf todes verblich. Des fvt.

ios

genden jabres starb Josef zu Marocco , und folgte ihm sein söhnAli oder Hall« ^tric« !,b. 2.

Ioief H - der andere König von Marocco , aus dem geschlech»tederAlmohades,- kam an. 1196 nach seines Vaters Abdulmumentode zur regierung. Nachdem er die Könige von Tunis und Bugiaseine Vasallen in ihre» Herrschaften veste gesttzet und beschützet bat«te, kam er an. r 1 sZ^mit üoooo reutern und mehr als 100000 fuß»gängern hinüber in L-vanien , und zwar auf anhalten der Mauri»schen Könige daselbst, welche ihm zu huldigen sich erboten, im faller sie von dem loche der Christen erlösen wolle; als er aber sahe, daßer stärker als sie war, bemeisterte er sich ihrer Herrschafften- DieChristen thaten ihm zwar anfänglich einigen schaden, letztlich abererhielt er unterschiedliche Vortheile über sie. Allein bey belagerungVerstirbt Santaren, welche er plötzlich überrumpelte, würde ermit einem vfeile verwundet, welches ihm den lod zuzöge. Hieraufhuben die Mauren die belagerung auf, und die aus Aftica gievgenwiederum hinüber in die Barbarey. Sein söhn,Jacob Almansor,succedirte ihm an. 117LtUca llb. 2.

Joseph / Römischer Kayser, ein söhn des KayserS Leovoldi,von.Elevnora Magdalena, einer tochter Philippi Wilhelmi, Chur »fürsten zu Psaltz. Er ward gcbohren den 16 (>6)jul- an. 1678, undbekam ausser dem «amen Joseph, nachfolgende: Jacobus., Jgna»tius, Johannes, Antomus, Eustachtus. Zur Obrist. Hofmeistermverordnete man ihm eine verwittwete Gräfin von Breuncr,aus demGräflichen Hause Nothafft, zum Obrist-Hofmeistcr aber an. rüg;Carolnm, Tbeodorum Ottoncm, Fürsten von Salm. Zum mtor-iriLkvre in kumanioribuz Sc rheoloxicis ward ihm ein weltlicherGeistlicher, namens Franc. Ferd. von Rümmel, gegeben, welcheraus einem Adelichen geschlechr in der Ober.Pfaltz entsprossen war,und nachmals von ihm die würde eines Bischoffs und Fürsten vonWien erhielt. In poücici» unterwieß ihn sonderlich der Baron Wa»gner von Wagenfelß. An 1687 den 9 dec. ließ ihn sein valer (dochso,daß er sich auf seine lebens-zett die würckiiche regierung vorbehielt)auf emem zu Preßburg angestellten Reichs-tage zum Könige i» Un»gärn crönen, wobey die Ungarische crone, in ansehung der männ»lichen nachkommen des Kaysers Ferdinandi I, vor erblich erklärt,auch zugleich die claiisul von dem; 1 articul des Königs Andrcä llean. 1222 ( vermöge deren ein jedweder Ungarischer Edelmannmacht bekam , wen» ein König die lanbes-pnvilegis verletzen solle,die Waffen wider denselben zu ergreiffen) aufgehoben ward. Den24 >an. an- i6yc> erwehllcn ihn die Churfürsten zu Auglyurg zumRömischen Könige, nachdem vorher der König von Frankreich ,Ludovicus XlV, solche würde vor seinen Dauphin zu erlangen, sichgar sehr bemühet gehabt- Zwey tage hernach erfolgte an eben dem«selben ort die solenne crönuug. Den 24 ftbr. a». 1699 vermählteer sich mit der an. 167; den 26 april gebohrnen Printzeßm, Wilhel-mina Amalia, einer tochter Johann Friedrichs, Hertzogsvon Hans»ver, nachdem vorher auch einige ablichten theils auf des Kbmgsvon Dänemarck, Christiam V, Printzeßin, Sophia Hedwig, theilsaber auf des Marggrafen von Auspach, Johann Friedrichs, Prin»tzcßiii, Wilhclmiuen Charlotten, gemacht worden. Von gedachtergemahlin hat er nur folgende; kinder bekommen i)Mariam Io»ftpham Benedictam Anloniam Theresiam Taveriam Philippmam,gebvhrcn den 8 dec. an- 1699; 2) heopoldum Joserhum Johan»nein Thadbanm Antonrum Narcissum Jgnativm Tavcrium Phi»lippum, gedohren den 29 oct. an-1700 und gestorben den 4 aug.an. 1701; ;) Mariam Amaliam Josepham Amiam TheresiamCvrdulam, gcbohren den 22 oct. an. 1701. Den 26 jun. an. 1702rcisete er von W>m ab, um die Reichs, armee wider die Frantzosinzu commandiren; da er denn die vestung Landau , nach einer har»ten belagerung bcn9stpt. zur Übergabe nöthigte, und im nov. zu-rück nach Wien kam. Weil die Frantzosen das nächstfolgende jährdieser vestung sich wieder bemächtigten,so gierig er den i stpt.a.i7->4abermai in eigner perso» zu selbe, und brachte es weit, daß ge-dachter ort den 2; nov. capituliren muste, worauf er den 17 dec.wieder zu Wien anlangte. Den 9 may an. 170s starb sein vater,und also trat er nicht nur die Kayserliche würde, sondern auch dirregierung von den Königreichen Ungarn und Böhmen , ingleichenvon den übrigen Oesterreichischen erbländern in Teutsch land, ivürck-lieh an. Er fand sich aber gleich anfangs in 2 sehr schwere kriegeverwickelt,den einen in Ungarn, und den andern gegen Frankreich .Was den ersten anlangt, so war der Fürst Franc. Leopoldus Ra-goczy einer verrälhercy wider den Kayser Lcopoidum beschuldigt,und an. 1701 nach Neustadt in gefängliche hasst gebracht, den 8oct. aber desselben jahrs mit list daraus befreyet worden ^vorauferrn Ungarn und Siebenbürgen , einen grossen aiibang bekommen,und mit beyhüiffe Nie. Borezeny, der Grafen Caroli, Ant-Ester-hast und Fsrgatsch, inglcichcn des Ozkay, dcs Bezcredv und ande-rer, es dahin gebracht hatte,daß der «röste theil der erwehntcn land»schafften, nebst sehr vielen wichtigen ortern und vestungen, worunterNeuhäusel selbst sich befand, theils gezwungen, theils srcywilüg,sich an ihn ergaben, welches alles man damit entschuldigte, baßauf andre art die von den Teutschen auf vielfältige weise, beydesin religions.lind in weltlichen fachen, gekränkte fteyhciicn und rech- -tc der Ungarischen nation nicht erhalten oder wieder hergestelletwerden könten. Franckrcich unterstützte diese kvlLlcomemcn mitgeld und aufandre weise. Hingegen Engeiland und Holland liessensich angelegen seyn, diese unruhen beyzulegen, weswegen man auchöfftere conferenzcn anstellte, und an. 1706 eine» drey monallicheitstillstand jchloß. Allein die tractalen zerschlugen sich allcnuil frucht»loß, und die widrige Parthey machte hier und da progressen, thatauch sonderlich durch öfftere sirciffcreym an den Mährischen,Sie»'ermärckischcn und Oesterreichischen gräntzen groiien schaben. Ja,

an. 1707 kam es so weit, daß man zu Onoth den Fürsten Ragoczy

zum Fürsten in Siebenbürgen erklärte, und in Ungarn ein m-cr-