^ Andern theils erlangten die Kaystrliche troup«
ven unter chren Generals- Guidonc von Stahrenbcrg, Siberl Hei»steril/ Rabutin, Cusani, Kriechbaum/ Löffelhvltz, Palfy/Slcinvlste,Birmono und andern / nach und nach grosse Vortheile über die miß«vergnügte,waren in den meisten treffen,sonderlich in dem bey Trent.schin, sv den; aug. an. 1708 vorfiel, ihnen überlegen, und erobertendie meiste verlohrne platze, biß endlich, nachdem 011.1710 den r; septNenhäusehunb zu amange des jahrs i7"Caschau wieder einaenom»wen worden, den 29 april des letztqedachccn jahrs ein vergleich er»folgte,welcher auch,obgleich Nagoczy vor seine person denselben nichtannahm,sondern lieber dastand räumte,den bißherigen krieg in Un.gärn völlig cndigic.Dcr krieg mit dem Kdnige von Franckreich wardaher» entstanden,daß dieser letztere,nachdem an. 1700 den 1 nov derKönig von Spanien , Caroluskl- ohne leibes.erben mit tobe ab.gegangen, dessen Reiche und landschafften, unter dem vvrwandeeines von ihm hinterlassenen testaments, vor seinen cnckel, Philip,pum, Hertzog von Anivu, m besitz genommen hatte; ungeachtetder in Teutschlaiid befindlichen Ocsterreichischm linie ein unstreiti-ges Vorrecht zu gedachter erbschafft zukam. Es hatten aber so wohlLeopoldus, als Jostphuö, allbereit an. 170; den 12 sept. ihr rechtaus Spanien dem Ertz-Hertzoge Carolo, einem jünger,- bruderIosephi, abgetreten, welchem zu der Spanischen Monarchie würck»lich zu verhelffev man schon zu Leopold, zeiten, mit beystand desTeutschen Reichs, der Engeländer, der Holländer, des Königsvon PortugaU und des Hertzogs von Savoyen, eyfrig bemühet ge«weftn war; worzu auch, sonderlich nach der bey Hochftädt den i;aug. an. 17S4 wider die Frantzosen erhaltenen grossen viüsrie, Mviel Hoffnung hervorzuthun anfieng. Diese nun vermehrte sich durchsehr merckwürbige progreffen unter Iostphi regierung; doch fastam wenigsten durch die Reichs »armce. Denn an. i/vs verlohrman Crvmveissenburg, und wiewohl Drusenheim nedst Hagcnaueingenommen wurden, so fielen doch Las nächstfolgende ,ahr diese2 örcer wieder in Frantzvsische Hände, und der Marschall cle Villarsbeschwerte die Pfaltz, nebst den benachbarten örtem mit grossencontribulionkn. An. 1707 machte es eben derselbe in diesem punctnoch ärger, bis ihn endlich die Reichs-annee, unter bem com-mLnllo des Churfürsten von Hannover , sich zurück zu ziehen nö-thigte. Die folgende jähre gieng auf dieser feite wenig vor, ausserbaß an. 1708 den Frantzosen ein ausFreyburg gemachter anschlagmißlunge; da sie einige allda in der dcsatzung ligende Schweitzer.Officiers meynten gewonnen izu haben, baß sie von selbigen beynacht sollten in das schloß eingelassen werden: anstatt diese Schwel»tzer die Frantzösische Versuchungen sogleich dem Cvmmendanten vonHarrsch entdeckt, dieser aber zu empfahung der Frantzojen solcheaustasten gemacht hatte, daß wo sie ankommen wären, ohne zwei»fel dieser anschlag sie viel bstits wurde gekostet haben. Allein ob»schon der Marschall VillarS um selbst bey ausführung des an»sthlags gegenwärtig z» seyn, im herben Winter von Paris nachBreysach kommen war, und noch den tag zuvor sich mit allem fcr»tig gemachet hatte; so erhielte er doch noch vor nacht wind, wiedie sachenjanderst beschaffen wären, als er vcrmcynet, und giengealso dieses so wohl wichtige als gefährliche undernehmen ohne derFrantzosen schaden ab. Im folgenden jähre geschahe von Teutscherseilen ein stärckerer versuch , da der Kaystrliche General Mercl miteinem ziemlichen Lorpo Reuterey von der Reichs-armee an derLauter heimlich über den Schwartzwald mit grosser eil ruckte, undehe sichs jemand versehen konte, durch das Baßlische gebiet, (>ve.gen dessen sich doch beyde kriegende theile mit der gesammten Eyb»gnoßschafft einer festen Neutralität verglichen hatten, und allwo invertrauen auf diesen verglich, und gegebene ficherheiten, die sonstauch an sich selbst gar nicht schwäre passe unverwahrt waren gelas-sen worden,) ins Ober-Elsaß einbrach, und darinnen eine druckeüber den Rhein schlug«. Dieser unvermuthete streich hätte fürFranckreich sehr gefährlich seyn können, wo die Teutsche Haupt-amiee an der Lauter zugleich wäre über Rhein gegangen, und sichausber rechten seitett dieses flusses bis an die druck hinauf gezogenhätte, um so mehr, weilen damahle» auch der Hertzog von Sa»vollen mir 40000 mann bis an bei, Rhone,stuß durchgedeungen war,auch in k'rsncke Lomkö ein ftarcke auftuhr auäbrechen lvllte, ver»mittelst dessen, wie das gerächt gienge, sich daherum, gleichsamim Hertzen von Franckreich, eine macht von mehr als 80000 maiisollte fest setzen. Indessen geriethe doch die fach in kurtzem sehr ubrl,und ward der darauf gebaute grosse anschlag bald an ansang zu was.stk. Die haupt-urfach ist wohl, weilen die armee an der Lauter,durch verschiedene zufalle gehinderet, allzulangsam anruckte, dieFrantzosen hingegen keinen augenblick versäumte», den ttomre o„Lourg mit starckcn trouppen auf das Mercische Lorpo iosgehen zulassen, welcher dann solches bey Rumersheim gäritzlich schlug, undwas nicht getödet oder gefangen warb, in groster confuston undmit eylfertigster zerreissung ihrer gemachten drucke wider über»Rhein jagte. Hingegen gieng in den Niederlanden alles desto glück-licher von statten, wobey der Printz Eugcnius, als Kayserstcher,derHertzog von Marlborough , als Englischer,und der Herr von Ower»kerk, als Holländischer KenerLlLmu;, einen unsterblichen rühmerlangten. An. 170; ward Huy verkehren, aber auch bald wie»der den Frantzosen abgenommen / den >8 tul. paßirle man die stind»liche linien bey Tirlemont, auch fast zu gleicher zeit m Flandern ,und hierauf folgte die eroberung von Sout Lecuwen. An. 1706den may wurden die feinde bey RamelliesundIudorgne geschla.gen, und in eben derselben csmxsgne die stavte, Lovcn, Brüssel,Mrcheln, Antwerpen, Gent» Oudenarde, Ostende , Meenen,Dmdermonde, Aekh, nedst unterschiedenen andern, eingenom»wen. An. 1707 gieng auf beyden theilen nichts wichtiges vor. An.:?p8 machten sich die Frantzosen meister von Gent und von Brug.Ze; allem hasse in dem treffen bey Oudenarde den n -ul. den knr»
tzern gezogen, busseten sie nicht nur die gemeldete s städte wiedersie musten auch die stadt Rysscl nedst der citadelle anvre AUurte übergeben» Dieses dewvg sie, an. 1709 frjedens.vor»ichlage zu lhnn, welche aber, weil man sie rächt aufrichtig fand,kelaesweges verhinderten, daß man nicht Tournay und MvnS er»vverryatte, nachdem vorher den 10 sept. unweit diesem letzern ort,em sehr blutiger sieg wider sie behauptet worden. An. 1710 über»n^gman den 21 april die feindliche linien bey Pont L Vendin, wor»feste vrter Douay, Btthune, 5. Venant und Aire in derAllurten Hände fielen. In Spanien erklärte sich an. 170;, nachder eroberung von Barcellona, der gröste theil von Catalonien undvon dem Königreich Valencia vor das hauß Oesterreich . An. 170Sward der Hertzog von Anjvu von der belagerung von Barceüov«mit,0 grossem verlurst abgetrieben, daß auch Aragonien und Ca»stillen grvstcntheils der Oestcrreichischen parkhey zufielen; allemman prvsequirte den sieg nicht, auf die art, wie es hatte geschehe«können oder fvllen, daher man noch in eben demselben jähr eine»grossen theil der gemachten conqueten wieder verlohr. AIs hernachdas folgende jähr den 2; april die wichtige Macht bey Almanza vonden feinden gewonnen ward, mufien sich sehr viel Plätze, und da»runter auch Lerida , aufs neue an dieselbe ergeben. An. 170z folg»ten sonderlich Tortosa und Denia diesem exempel, welches durchdie von den Engeländern geschehene eroberung der insulMinorcaeiniger Massen ersetzt ward. An. 1709 bemächtigten sich die feindeder stadt Alicante , hingegen des Kaysers und des Königs von Spa»nien Carvli Ul General, GrafGmdo von Slahrenberg, der stadtBalaguer. An-1710 war ltztgedachter König so glücklich, daßerben rü jul.bey Almenar, und den ro aug. bey Saragossa, die ar»mcen des Hertzogs »ou Anjvu.aus dem selbe jchlug, worauf er selbstvon Madrid besitz nahm, auch einige zeit allda verbliebe, und sichjlim König ausrüsten liesse. Allein weil indessen Phllippus starckensuccucs von Franckreich durch Navarca erhielte, die Portugiesengegen die gemachte Hoffnung sich mit Carolo nicht conjungirtcn,undMdcrlich auch die lebensmttlel sehr knap wurden; mußte man sichendlich zum ruckmarsch gegen Ärragonien entschliessen. Wobeydann wgleich die grosse schwärigkeit sich ereignete, daß sich die trup»pcn, eben um noch genug Proviant zu finden, von einander theilenmußten ; massen die feinde daher gelegenheit nahmen das Engli»sche äerackernem unter dein General Stanhope in Brihuega ein»zuschliessen, und nach einer ernstlichen gegenwehr, da der ort garnicht fest war, zu knegsgefangenen zu machen. Der GrafGmdovon Srahccnderg wäre inzwischen zurück marschiert, in Hoffnungdie Engellänber z» entsetzen, geriethe aber dadurch selbst samt Kö-nig Carolo m grosse gefahr, wer! ihme die viel stärckere und allve»reit sieghaffie armee des feinöes nun samenlhafft auffden hals fiele»Das treffen geschahe bey Villa-Vieivsa, in welchem durch die guteconcluire des commandirenben Generals, und rapfferkeit der meistentruppen,nach schon geschlagener Reuterey, das meiste fußvolck deSfcinvs gefchlagen, und die armee nur mit verlurst der bsZsxe, ausswelche die feindliche reuterey zu allem glück der alliirten, so gleichnach erhaltenem vertheil gefallen wäre, durch einen merckwürdi»ge» marsch ohne sonderbaren schaden vor dem immer nachfolgendenscmd bis m Arragonren und Catalonien geführet ward. AufdieseSname die nun an zahl so weit Überwegende feindliche macht wiederdergestalt überhand, Saß an. 17 r 1 den 2? tan. auch die stadt Giro«na sich an sie ergeben muste. Ausber feite vsn PortugaU gieng indiesem kriege nicht viel besonders vor, als daß die Portugiesen an»170; Albuguerque, und an. iT-oüAlcantara eroberten, hingegenan. 170; Babawz vergebens belagerten, und an. 1727 Scrpa,Mvura unb Ciudadrvdrtgv verlohren, auch an. 1709 unweit Ewaseine Niederlage von dem lptarciuis äe Pay erlitten. In Italien warben rüaug. an. 170z bey Cassano eine action vorgegangen,wovon sich beyde theile, doch die Kaystrliche mit dem besten recht,den Vortheil zueigneten, welcher hingegen in der action bey Calci»nato den 19 april an. 1706 den feinden zufiel. Wider den Hertzogvon Savoyen war die Frantzöstsche macht dergestalt angewachsen,Laß an. 1706 seine residentz-stadt Turin in der äussersten gefahr stund,in des Hertzogs 6e is Feuillade Hände zu fallen. Allein es verthct«bigte sie nicht nur der Graf von Dann mit grosser tapfferkeit, son«der« es erhielt auch der entsatz, welchen der Printz Evgenius zuge*führt, den 7 sept. einen sv herrlichen sieg, daß die feinde mit sehrgrossem Verlust abziehen, und ungeachtet um eben dieselbe zett ihrGeneral Medavi wider die von dem Erb»Printz von Hessen-CaMbey Lsttißlione clells Lrivere commanbirte Kaystrliche und Hesiilchetrouppen glücklich gewesen war, das gantze Maylandstche, unsfast alles, was sie in dem obersten theil von Italien inne gehabt,theils mit gemalt, theils aber vermöge einer im mart. an. <707 ge«schloffenen capitulation, räumen muste». HieraufwarbdasHer«tzogthum Mayiand dem Könige von Spanien , Carolo Ul - gege»den, doch daß der Hertzog von Savoyen Aieffandna, Valenza,Lomellino und V»l cli Sesia, nebst deren zubehörungen, so wo!als den Mantuanischen antbeil des Hertzoglhums Montferrat, vorsich dekain. Die Italiänische ReichS. Vasallen, '''MderbeN üw'rentz, Parma, Genua und Lucca , muste» nachgchends dem Kay«ser starcke comribuiioa« erlegen, und >n der . mitten des ,ahrs 1707
aiena ein Kavstrlich llerackement nach dem Königreich NmpvliS,
so auch in chrtzer zeit durch die gute Malten des Cardmalö Gnma»ni, des Grafen von Martinrtz und des Grafen von Dann, der
bothmäßtqkeil des Hertzogs von ANiou voMg entzogen ward, beywelcher expedilivn die den sept. erfolgte eroberung der fcstuimKaeta, und darinnen geschehene gefangennehmnng des von demckrerkoac einaesttzten Vice-Ikd, Hertzogs von Estalona,und midrZ Kssen, das merckwürdigste war. /In eben diesem,ahr ^727 belagerten die Alliirten die stadt Toulon in Provence ,Wen sich aber genöthigt,^>wstibe^nachdem sie von dem -s 1«!. bis