Band 
Zweyter Theil
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. s r/ UM zu sehen, wir es mit ihnen stüude, so würben steems, tbn zu todten; sie wurden aber durch Rüben von ihrem vor»haben abgehalten, und warffcn ihn in eine leere grübe. Als aberindessen ein Haussen Jsmaeliter von Gilead kamen, und hinab inEgypten reistten, zogen sie Joseph auf einrathen seines bruderSJuda wiederum aus der grübe, und verkauffken ihn den Jsmaeli»lern um ro siiberlinge, welche ihn mit in Egypten zu dem Pottphar,des Pharao Cammerer und Hofmeister, brachten. Dieser setzte ihnüber sein hauß und jeine guter. Sein weib aber warf ihre äugenaufJvieph , und muthece ihm böse dmge zu. Da sie nun öfftersihre unkeuschheit durch gebehrden gegen ihn verspüren lassen, weitesie solche emsmahls mit ihm, als sie gantz Meine war, ausüben,fastete ihn bey dem rocke, und muchete ihm einen beyschlaff an; erwolle aber solches nicht thun, und ungeachtet sie ihn bey seinem klei»

Le erwischcte, ließ er doch solches in ihrer Hand zurücke. Diesesverdroß sie dergestalt, daß sie vorgab, Joseph hätte sie mit gemaltschänden wollen, worüber er dann in das gefängniß gelegct wurde.Weil er aber gnade bey dem aufseher des gefängniffes fand, so wur»den ihm alle gefangene unter seine Hand befohlen. Als nun derschencke und decker des Königs in Egypten, weil sie sich an ihremHerrn versündigt hatten, in das gefängniß, wo Joseph war, ge»leget wurden, so traumere ihnen beyden ein gewisser träum. Jo»seph legte ihnen solches aus, daß nemlich der schencke wiederum zuseinem vorigen amte,der becker aber an den galgen komme» würde;welches auch geschahe, und wurde der schencke wieder defreyet. Jo»seph bat diesen zwar, wenn es ihm wohl gienge, solle er seiner ge»dencken, aber er vergaß ihn. Nach - jähren träumcte dem Pharaovon sieben fetten und eben so viel magern kühen,inglerchen von siebenvollen und eben so viel versengten ähren.Da wurde nun Joseph ausdem gefängniß gelassen, dem Könige diesen träum auszulegen, wel»che deutung dahin gieng, daß sieben gute, und sieben böse jährekommen würden; darum gab er dem Pharao einen rath, er sollein vorrath getreybe aufschütte» lassen. Dieses gefiel dem Pharaosowohl, baß er ihn über gantz EgYPtenland setzte. Als nun dietheuren jähre kamen, dakauffle jederman bey Joseph getrcyde,undJacob,da er dieses erfuhr,sandte seine söhne gletchfais dahin,daßsie dessen einen vorrath einkauffen selten. Jojcph, ihr bruder, ken»riete sie gleich, er stellete sich aber an, als wenn er sie vor kund»fchaffter des lanves ansehe. Sie wollen sich rechtfertigen, undsagten dem Joseph, von was vor einem geschlechle sie wären, undwie sie noch einen kleinen bruder zu banse hätten. Er sagte aber zuihnen, sie sollen, damit er. dcsiomehr versichert seyn tönte, einenUnter ihnen zum gessel bey ihm lassen, und indessen ihren jüngstenbruder holen, befahl auch, daß man ihre lacke mit gctreydc füllete,und einem jegliche sein gelb in feinen facke nebst der zehrung auf denweg wieder gebe- Simevn blieb indessen zurück als ein gefange»ner, biß ste aus Canaan wieder kämen. Da ste nun m»t ihremjüngsten bruder Bemannn wiederum bey Joseph ankamen, fo tra«kürte er sie insgesamt herrlich, ließ ihnen auch ihr gelb vor das ge«träyde m ihre fäcke, und feinen silbernen decher in des jüngsten sacklegen. AIs ste aber auf ihrer rückreife nicht weil von der staot kom«mest waren, fchlckte Jofcph feinen baußhaiter ihnen nach, weichetsie als uNdüNckbare wiederum zurücke dringen solle. Endlich gaber sich ihnen zuerkennen, und nachdem er sie seiner liebe gnugsamversichert halte, bat er sie, baß sie feinen vater Jacob in Egyptenbringen möchten, welcher Mich aN. r;L9 dahin kam, unvan.a;4§daselbst verstarb. Joseph hatte sich verhevrathet mit der Asmath,der tvchtcr Potiphera, des Priesters zu On , von welcher er denManasse und Ephraim zeugelc. Als er nun merckte, daß fein en»de bald würde herbey kommen, so befahl er den kindern Israel, daßsie seine gebeme tu das land Canaan bringen sollen. Er starb endlichim i ic>jähre feines alters, nachdem er 8-> jähr m Egyvten regierethalte. ; I fegg. ck»/>«e» 5 . 10. I. 2 Anricju. c. I,

2. »nn. V. P. kill.ps-

triLrck. ?. r exerc. ro,

8. "Joseph / der lungfrau Maria vertrautet, uttd eist vfieg«Vater Jesu. Er war ein söhn Jacobs nach dem Matthäo, und einsöhn Heil nach dem Luca. Und zwar war er ein söhn Jacobs nachder natürlichen orbnnng, nach der gesetzlichen aber em söhn Heu.Als er gewahr wurde, baß seine verlobte, die Maria, schwangerwar, wolle er sie heimlich verlassen; es erschien ihm aber ein en»ge! im träum, und sprach zu ihm, er solle Mariam nicht ver«lassen, denn das in ihr empfangen wäre, käme von dem heiligestGeiste. In dieser zeit hatte der Kaystr Augustus in feinem Reicheeine allgemeine schatzung ausgeschrieben, und weil Bethlehem dasHaupt des stammes Davids war, so kamen Joseph und Maria da»hin, um sich des Kavstrs befthl zu unrcrwcrffen und ichatzen zulassen. Dieser ort war aber fo klein, und kamen fo viel lenke da»hm, daß Joseph und Maria keine Herberge finden kunken; dahermusten sie sich in einen stall verfügen. Da geschahe es nun, daßMaria den Meßiam zur welt gebahr. Weil aber Heroves dieseskmd Jesum wolle umbringen lassen, fo erschien ves nachts dem ^o»seph em engel rm träum, welcher ihm sagte, er solle dasselbe unddessen mutter zu sich nehmen, und in EgYPtenland fliehen. DaHerobes gestorben war, offenbahrele ihm dieser engel abermals mrmem träume, baß sie wiederum in Judäam kommen losten. DieEvangelisten,neiden weder weiter von seinem leben, noch von jel»nein tode etwas. Doch halten einige U-rre^ davor, er sey stets un»verheyrathet geblieben, ; ae

temp. sävers. llelviü. Lc jov. 1.1 cke lulln,

virx. c. 7. /«,< cpill. aci ^nlt. in »nnslwus po»

ülico-ecclettsllicis t. i.

Joseph von Arimathia / ein RathSherr zu JMiMein. Ersührcle diesen naiiien vo» seinem gedurls.orle Arimalhia, wlnJi'hüg auf dem gebürge Ephraini gelegen, und vormals Ramalha

ios

geheissen, woselbst auch Samuel grdvhmi. Er kam stach Jesü«salem , kauffte sich daselbst mit gütern an , und ward allda m bellgroßen Rath aufgenommen. Er war irnl darbe» als Christus vovden HohenpriesterCaiphasgeführetwurde; weiter aber ein heim«licher junger Christi war, wolle.er in seine Verdammung nicht wil»"gen. Nachdem Christus an dem creutz gestorben, bat cb P>la»tiim um den leichnam Jesu, weichen er auch erhielte. Hieraufwickelte er ihn in ein rein ieinwand, legte ihn in seilst eigen neugrad, welches er in einen festen hatte hauen lasset,, undwältzereeinen stein vor des grabes thüre. Es wollen einige vorgeben, baßer nach diesem ms gefängniß gesetzet, aber durch einen engel wie«der befteyet worden. Jedoch hätten ihn die Jüden nebst der heiii»gen Magdalena, 8. Martha und Lazaro aufem schiff gesetzet, unvden welle» übergeben. Dieses wäre in Provence angelandet, volldar Joseph in Engelland gegangen. Andere sagen, daß, nachdemer es mit den Aposteln gehalten, ley er endlich zu Jerusalem ge>storben, sein leichnam aber sey zu Caroli zeiten durch Form«uatum, Patriarchen von Jerusalem , als er sich wegen der Sara«cencn von dac weg begeben, mit in Franckreich gebracht, und da«selbst beygesetzet worden. -7. -5. 2;.

kill. l. I c. 21. ckE. exercl

kill» crit. smibaroniLnis p. 28 tegcz. t/r/tr,rnemoir, pour, 5ervirll lchill. eccleüall.r. i.

Joseph / genannt Barsabas / zubenamet der gerechte ^einer von den 7r jüngern Christi, welcher zugleich nebst Matthia,dargestellet wurde, um des erhencktm Judä platz zu erfüllen. Eint«ge wollen, daß es eben ver sey, dessen cap. 4, ;6 gedacht, und we!»cher Joses Barnabas genenncl wird, indem einige cowcez Josephlesen; allein solches hat schlechten gründ, indem der letztere nochdarzu mit dem zunamen nicht Barsabas, sondern Barnadas bristet.

1,2;. 4, ;6. Lc L»/v»«», sci K. I.

Arne ÄNtiHu. spoll.

Joseph/ Zachariäsohn, eist Jüdischer Hauptwann, wurdevon Juda Maccabav in Judäa gelassen, als selbiger in Gilead zie»hen meiste, um allda wider die Aminoiiiter zu streiten. Als er vollJudä und seiner brüdern tavffcrn thaten hörete, wurde er begie»ng, seine tapfferkeit gleichfalls sehen zu lassen, aber er ward vollGorgia geschlagen, i Ack-«. s.

Joseph / ÄnUpatri oder Antipä söhn, Und Herodis des grossenvruver. Er deftiibirle die festung Mascala wider Antigonuin, desHyrcani bruder, als selbiger wider diesen wegen des FürstenthumSkrieg führte, und cvmandirte nachgehends einige von seines bruderskrouppen. Es gav ihm selbiger den rath, daß er sich in keine gefahrbegeben solle; allein da er nichts destowcmger gegen Jerichomarschirle, wurde er daselbst von Antigoni trouppen angegriffeneund in der schlacht getödtet. Autrgonus ließ-ihm den kopff abhauen,ungeachtetPheroras, desJosephs anderer bruder- zo ralencevor sei»nen gantzen cörper gebotren hatte./^/^. l. 14 »mig. Iuü.c.rs.r?.^Joseph I , Patriarch zu Constantinopel, wurde an. 1419 nachEnlyymiv, oder wie andere tagen, an. 1424 erwählet, und warzuvor lvletropoliksnus oder Bilchoff zu Ephesv gewesen. Er zogmit dem KayserJohanne 5 'sl«ologo aufbas conciiium nachFerra»ra, kam so dann nach Florentz, und starb daselbst den 9 jun. an«I4jy plötzlich. l. I c. ckroü.^»e«,8^/-

2--«, Kur. kill, Loac. lblorevt» vkroü«

ecctes 6r^c.

Joseph it» vvek wie ihn andere Nennen, Zoasäph i, Patri«arch von Cvnstankinvpel, lebte um das jähr Christi 1460. DisHistorien, schreiber berichten, daß ein gewisser bedienter des Türcki»schen Kaysers, welcher der Christlichen religion zugethan, und ingrossem ansehen bey Hofe gewesen, sich von seinem rechtmäßigeneheweib zu scheiden - und eines Atheinensischeii Fürsten witkwe zubiyrathen, im sinne gehabt, welchem sich dieser Patriarch hierin»Nen widersetzet habe. Dieses machte den bedienten bei Massen ra«send- daß er dem Patriarchenden bart abzuscheren befahl, wel«ches der gröste scdimpff ist, so man im Orient einer geistlichen per«son anthun kaN. Meist der Patriarch ließ sich alles dieses sticht an»ftchren, sondern voll vielmehr gantz freywillig seine Hände undfüsse, ja auch den kopff dar, ehe er solche fünde zulassen wolle. Dar»auf wurde er abgesetzt- und eist ander - mit stamm Marcus Tylo«carabes attseine stattzstmPatriarchett gemacht.^»/,lurco-tEc«i. I Lc r. AN. 1461 n. 17. ckron. kb»

clef. (rrsec. p. ;4 z 5egg.

Joseph m.vder Joasüpy Il>folgte drinZiösthflö äst. ic;c.Er hatte einen sehr hochmüthigen gcist- wbrübcr er mit seiner clcri«sey vieles zu schaffen bekam, wie er denn auch ver simonie über«wiesen wurde,wodurch er sich vollends dergestalt verhaßt Machte-daßer gar abgesetzet wurde, und Metrophsnes a» seine stelle kam. 0»«-

ckron. 1urco-6r«e.

ckron.tzccl. 6rsec.

Joseph/ (derbster) ein sehr berühmterCapstciner, jjebpü»benzu Paris den 4 nov. an. 1577- Nach seinem passen - des da-mals regierenden Königs Heimeiln bruder, demHertzog vo»Alencon ward er Franciscus gemufft. Sein vater war Johannesle Clerc au Tremblai , ämb»t5»i!eur zu Venedig , Cantzier ves bc«sagten Hertzogs von AleilcvN lind l?re6cieür aux reguöres cl u ?Alsi5beydem Parlament zu Paris , welcher an. 1587 gestorben; seinemutter aber Maria 6e >s Fayette- eine enckelin Claudii üe ia Fayet«te, Herrn von Saint Romain, dessen bruder, Gübertus, Mac«schall von Franckreich gewesen. In seiner ersten jügend zeigte esschon ein vortreffliches naturell, und studircc anfangs zu Paris istdem cvileLio ste Loncourt. unter Galandiü und dem gelehrtenSchottländer Triton. Hernach genoß er mit sonderbarem sncceß51 weil. Hhhhbb » W