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^DwvintzenderdisseitsTiger nebst einigen gräntz-festungen,"'OrUlirer Singara und Nistbis die vornehmsten waren/ abirat, sovon den Römern noch nie geschehen. Der elende zustand der armeenach dem tod Juliani mochte wohl die fach in etwas entschuldigen;allein es ist doch dabey sehr glaublich / die forcht daß, wo maniaiiger in Asten bliebe / jemand anderer steh in Occident zum Kay'ser aufwerffen möchte / habe wohl das meiste dabey gethan; wiedenn sonderlich die Heydnische scribenten dieser zeiteir deßwegensehr ungehalten auf Iovianum sich erzeigen. Im übrigensorgte dieser Kayser sehr für das aufnehmen der Christlichen reli»alvn- ließ die gotzcmtempel zufchliessen, und verbot/ daß man dense!»den nichts mehr opffern folte: Vor allen dingen rief er die inselend versagte Blfcdöffe wieder zurück/ und versicherte die ketzer,baßer niemand leiden wvlte/welcher in der kirehe unruhe und zwietrachtstifflen würde. Er besaß aber den Kayserlichen thron eine gar kur-tze zeit/ indem er den i7ftbr. an. ;ü4 zii Dadastunum zwischen Ga»lallen und Bithyiiie» dieses zeitliche gesegnete/ nachdem er 7 mona»te und rr tage regieret hatte. Man fand ihn tod in seinem bette /nachdem er durch den rauch der kohlen ersticket worden / welcheman in feinem zimmer angezündet hatte, um felbiges zu erwärmen;wiewohl andere sagen, daß er in einem nemgetünchten zimmer ge»lege» / oder sich im essen überladen gehabt. Von feiner gemahlinCharitas, des Lucilljam tochter, hatte er cmen söhn, welchen er zumCollege» in dem Bürgermeistermmte inachle. Ammianus Mar»cellmus will / daß er dem wein und der unzucht sehr ergeben ge»Wesen. /VTir-'re///»«,- lik. 2;. lib. 10. ckoc-'sreL
lib. z . >1^,4. lib. ü. !ik. 8>
W«,r lil>. z. *
IovinianuL,cin gewisser Münch unterdes Ambrosii infpectionin der vorstadt von Mayland. Er fieng, wie man berichtet, an.;8r an zu lehren, daß fasten und andere gute wercke der bnssc nichtsnütze wären; daß der jungfräuliche stand nichts besser wäre, alSder eheliche; daß nur eine belohmmg der seligen im Himmel wäre;daß Christus kein warbafftiges fleisch an stch genommen; baß diegetaufften von dem teuffel nicht köntcn versucht werden, und wasdergleichen mehr .Zu Rom beredete er viele Nonnen, den geistli«chen stand zu verlassen, und stch zu verehlichen, vorgebend, daß sienicht besser seyn könten - als «Lara, Sufanva, Anna. Daraufwurde er von dem Pabst Siricio, wie auch durch ein von Ambro»sto zu Mayland gehaltenes Loncilium verdammet. Als er aberhierdurch sich nicht auf andere gedancken bringen lassen wolle, wur-de er von dem Kayser Theodosto aus Rom verwiesen. Weil er a»der dessen ungeachtet noch immerfort seine Versammlungen ausser«halb der statt hielte,so wurde er an. 412 von dem Kayser Honvno ineine lnsül verwiesen, allwo er starb. ep. 4.2.
lle k«r. csp. 82. 7 /,. !>!,. i Lc 2 aomrL lovin.
c. 17s.an. L. ;82, ;s>2,402. chr»,se-'«§ borest 87. t/s-Kitt. ecclett lib. -ch.
Jovinus, ein berühmter und erfahrner cspikLw aus einem deredelsten stämmen unter den alten Galliern entsprossen. Er wurdean. 412 zu Mayntz zum Kayser erkläret, da der tyranne Constanti»nns zu Arles belagert wurde. Gvar König der Alanen und Gnu.dicarius, der Burqundicr Cavitaine, thaten das vornehmste zu sei»ner erdöhung. Er nahm seinen brudcr Sebasrianum zum College,,an. Allein sie genossen solcher würde nicht lange; - denn als in demfolgenden jähre Athaulphus, der Gothische König, welcher es ,on.sten mit Jovini parthey gehalten , eben durch diese erhebung Se-dastiani,"welche ohne sein vorwissen geschehen war / entrüstet, unddurch Dardanum einen heffkigen ftind Jovini iwch mehr erbitteret,mit Kayser Honorio friede und bündmß schlösse, und jolchem zu»folg ein starckes volck aus Italien anführte, ward SebastianuS baldzu Narboiine erschlagen-"Jovinus hingegen lebendig zu Valentiagefangen, und als er Dardauo überliessen worden, von solchem alsein redest gelobtet an. 41LKr». 1 Lc //«tE mckron. I. 7. I. 12. *
Jovius, (Paulus) ein berühmter historien'schreiber, war an.'48; zu Evmo m Italien gebvhrcn, und wurde nach des vatcrs kv-dc von dem ältesten bruder Bcncdicto Jovio wohl erzogen. Vondcu kcnn er aufdie aca^emiezu Pavla/ studirte daselbst meaiemLw,meng aber nach Rom , that daselbst einige euren, und wurde vonLeone X in den Päbstlichen pallast aufgenommen. Adrianus VI wachte ihn zum OanOnico zu Comv/ und Clemens VH , nm wel*chen er stets seyn muste, zum Bsschoffe von Nucerien. Inder ero»berung Rom, durch die Kayserlichen, hatte er viel auszustehen,undveriohre dabey verschiedene bücher seiner Historie, wovon er her»nach nur die kurtzen lummans ausaegeben , die andere muste erdurch eine ziemliche summe gelds, welche ihme doch aus initlei»den dazu verehret wurde, von einem Spanischen Ossicrer, der jie er-beutet/wieder loß kauffen.KayserCarl der V, als er ihm sein buch vondem M'ipninae der Türcken dedictret/machte ihn zum Iutker undcomlle und eben wegen dieses buchs soU er auch von dein
Türckischen Kayser grosse geschencke bekomm haben. Seine marnerzu erzehlen ist klar und angenehm genug; aber sein ttiluL garnicht rein noch correct. Endlich da er das Bißlhum §omo,foer suchte, nicht erhalten kunte, gieng er aus Verdruß nach ^lorentz-woselbst er den ii vct. an. i;;2 verstarb. Er führte stch eben nichtzum besten auf, lebte üppig, und machte wenig werck von der from»migkeit. Cardanus will ihn gar vor einen Hermaphroditen halten.In seinen schrifflen war er partheyisch, nachdem cs ihm bezahletwurde. Denn man sagt von ihm, er habe eine stählerne und einegüldene fcder gehabt, wie er denn von Francnco l eine grosse pen»ston bekommenznachdem ihm hingegen solche von dem RcichsMarschall Montmorency unter Henrici H reg'erung/ingezoaen worden,
ließ er gegen selbigen seine affecten ziemlich spure». Er war fon»
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IHrEEMd suchet, was mir im.
14M angehöret, über alles zu erheben.Seine schrtfften flnd-
H,K°N2 lu, kempo>-- 5 ;commennrii lle rebm Tuocif;vi«Im^.,0,^^ l uroc. vir« Xll Vicecomirurn inelliol. elossis virorum illuttr. eloZm virorum lloÄonum; lletcrip-o Lriianni«; 8con«^ IU.'beim«, llelcriplio Xlottovi«; lle KomLv. pittikur. lib
l i. kliescr. merkoll Kilt'
^ rkeair.
^oura / so vor aikers Gyarus auch Gvaros biefl, ist eine klei.ne Mjul IN dem ^rcKipelsZc,, wohin die Römer Ihre meist'» Übel»thatcr, jo etwas begangen, zu verweisen pflegten, weil es ein wüsterund unangenehmer ort war, und dahero gar woh zu ei em aZna.n ß gebraucht werden kunte. Hiervon ,st das ssnchwön Sän.
,D-e,e insul wird anitzo von nie-mand als etlichen armen sischern bewohnet, lull. in iHcc
Lnnzl, z c. 69 lib, io. lsrvr. 1. /'LrL/i,' ,,ir
/tpoll. lib. 7 c. i ü. 2- »
Joyce / stehe Iosstus.
Joyeufe/ lat. Laullioss, ein flecken in Vivarez, gegen diegrantzen von Languedoc und Givauba» zu. Sie führet den tituleines Hertzogthums, und eine edle familie in Frankreich hat da-her ihren titul.
. ^s^euse / ein altes Adeliches geschlecht in Franckreich, wel«cheo von Gindmie, Herr» zu Joyeuse, der an. 125; gestorben/^herslammet- Die vorfahren desselben sollen Gaudentii geheißen,und die,en namen von Aelii, Grafen von Aquitamen , söhn Gau»dentlo vekommen haben. Bernhard, Herr von Joyeusc, hinter»netz Randonem l-, von dem Ludwig!, der stch im krieg sonderlichhervor that. Er vermahlte sich an. 1; 79 mit Tiburge, Frau von0., /Üwier, und brachte dadurch selbige Herrschafft an seinkiauß.^ym lvlgte fern söhn Randon II, welcher bey dem Dauphin Caro»Io unh Ccimmerherr/ undnnch dic'jem Oonverneur ui D^u*phuie ivurde. Diesein folgte sein söhn Ludwig II, welcher au.142;von reu Engelandern i» der schlackt bey Crevanc gefangen wurde.Der König gab ihm hierauf eine jährliche pension, und machte an.i4?2 me Herrjchaßk Joyeuse zu einer Vicomre. Sem söhn Tan»negui folgle ihm. Dieser starb an. ,486, und verließ Wilhelmum,von dem 10 son; Caroium , Mt von Chambon, welcher an. 148;zum Buchoff von 8. Flour ernennet ivurde, und Ludwig von Io»yeuie, Herrn von Botheon, Bauzac, Rochefort, Grasen vonGrandpre, rc. Er war König Ludwigs des Xi Caimuerherr,und Caroli VIl! Genera! > Lieutenant bey dem Avuvememem vonParis , 1-le lle krance, Beauvaisis, Champagne, Brie, Ga»l»w s und Vcrmandvis, Couvemeui- von Mouzon und Beaumvutin Argvnne, welcher den 4 wart. an. 1498 verstorben, und vonidm stammen die Grafen von Grandpre her. Wilhelm der l aberfetzte das gefchlecht fort. Er war des H; rtzvqs von Bourbon Rathund CammerVerr, und starb aii. >49;. Seme söhne waren Caro»lus, von dem so fort; Ludwig, Bischoffvon 8. Fwur; Wilhelm,Bnchoffvon Alelh und Abt von Chambon; Jacob, Genera! Abtzu 8. Antoine in Viennois; Th-baldus, Rhodiser Ritter, undJohannes, von dem so fort; Carollis folgte dem vater, und starban. ,;;2. Sein ältester söhn Ludwig kam in der schiachl bey Pa»via um, der andere Jacvbus folgte zwar dem vater, starb aber an.154s ausser ehe, bahero folgte ihm sein netter, obiger Johannes,Vicornre von Joyeuse, Herr von 8. 8Luveur und Arqueü, Gou-verneur von Narbonne und Ritter von dem Königlichen orden. Erstarb an. i;??, hinterlassend Johann Paul, der ohne erben ver.starb, und Wilhelmum li, Marschall von Franckreich. Dessensöhne waren Annas, Hertzog, kmr und Admiral von Franccrckch;Franciscus, Cardinal von Franckreich; Heinrich, Gcafvon Bou.chage, nach diesem Hertzog vv» Joyeuse und Markchall von Franck»reich, von welchen allen hernach; Antonius Scivio, Mauheser.Ritter und Groß. Prior von Toulouse , und nach diesem Hertzogvon Joyeuse, welcher den 20 oct. an 1592 in dem kleinen fluß Tarnumkam; Georgius, Vicomie von 8. Didier, starb an. i;8s amschlage; Honoratus starb gar jung, und Claudius, Herr von 8.8'suveur, kam MI. r;87 in der schlacht bey Contras um. Derstamme ist mit Hertzog Heinrich an. -603 abgegangen. Seinehinterlassene tochter Henrielte Catharine hat an. i6n j» zweyterehe den Hertzog Carl von Gnise gehcyrathet, und an. iSsü dieseszeitliche gesegnet- Darauf hat ihr dritter söhn LouiS den titul vonJoyeuse'angenommen, dessen stamme an. 1675 mit feinem groß»söhn Frantz Joieph auch ausgeblühek. sllllir.
sux rnem, lle t^Llleln. Orr/v rsbl. §sne»I. lle la maikou )o) Suke.
Joyeuse/ ( Annas von ) Hertzog und ?s>r von Franckreich,Ritter von den Königlichen orden, Öbrister Canunerjuncker, undLouverneur der Normandie . Er war Wilhelms II > Mcomtenvon Joyeust und Marfchalls von Franckreich, söhn,von Maria vonBatarnay. König Henrich III von Franckreich machte ihn an.,;8i z»m Hertzoge und l'air diests Königreichs, und vermählteihn 2 monat hernach mit Margaretha von Lothringen , ,einer ge»mahlin jüngsten fchwester. Nachgebends wachte er ihn zum Ad-miral von Franckreich und zum 6ouvemeu>- in der Normandie .An. 1587 gab ihm der König das cominsnllo üver die armee, foer in Guienne wider die Hugonotten schickte, woselbst er nach einemlangwierigen widerstände bey IVlom 8. Lloi 2 rcgimcnter nieder-hieb, ohne einem einigen davon quartier zu geben, erhielt,auchnach diesem einige Vortheile. Als er nach der zeit mit des Königsvon Navarra armee zu fechten commandiret worden, wolle er den
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