Band 
Zweyter Theil
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986 ire iri irrn

halten, und Nestor» lehre verfluchen würde. Weil er aber diesesnicht thun wolle , wurde es an. 448 abgesetzt. Er schrieb hierauf

cvmmeruLrium cle rcbv5 in ss-nocio Lpüeiina sc in orieme rorc> ge-

ttis, worinnen er die gantze Historie der Nestorianischen controversaus den ergangcucnacten vorstellte/ worvon aber nichts mehr alsnur ein theil in Lateinischer spräche übcr,etzet / übrig ist / welchenChristianus Lupus edirek hat. /ecsts conc. Lpbes.

a,2,e./VÄts/r^ ^/««»,/er. bild. äu dlelloriL-

nistne, Lcc.

Irenäus/ von Tyro, ein Chaldäifcher scribente/ welchemEbed Jesu ; büchervvn der kirchen.historie zuschreibet, die Haupt«sächlich von des Nestor« Irrthümern handeln. LLeck/?/« cLkLi.

Icripr. LbaicI.

I8.Liq^R.LH/st, V0N pax > und , princep8» wäre«

Hauptleme über die soldaten, welche in den städten der RömiichenProvintzen lagen, und haben diesen namcn daher, weil ste friedehalten, und allerley Unruhen beylegen sollen. Die wurden vonden Oecurionibuz erwehlet, von dem kr»'6cle oder Vice- Ks aberconfirmiret. Indessen weilen diese Officiers eben wie die heut zutag fast eben ihre stelle verwelkende schergemhauptlcute, ihren ge«wall offt sehr mißbrauchten, und wohl selbst raubercyen verübten,so wurden sie von den Kayscrn Honorio und Theodosio abgeschafft;«der nachmals durch Justmianum von neuem hergestellt.

cle ms^istr. mauicip» c. >8. 11. 2, izj. üb.

-72. *

'Irene/ eine Kayserin zu Cvnstantinopel, war LeontslV ge«mahim und Constanlini Vlll inulter, welcher bey seines vatcrs to-be nur >0 jähr alt war. Sie führte also die regierung gantze y jähr,und hielt au. 787 das andere Niceuische i-'oncilium, welches die bil«der-verehrung bestätigte, die sie anfalle wege wolle zu stände ge-bracht wissen, auch sich zu solchem ende allerhand nicht gar rühm-licher practicken bediente; worunter vorncmlich zu zehlen, baß sieden damaligen Patriarchen Paulum zu abtrettung seines sitzes ver-mocht, und an dessen platz Tarasium erhoben; der biß dahin einLay gewesen, aber lhro im übrigen völlig ergeben, und zu ausfüh«rung deren gefaßten Vorhabens durchaus bequem war. Als aberConstantmus sein völlig alter erreichet / wolle er seine mutier nichtlänger an der regierung lassen theil haben, und regierte 7 iahr al-leine. Dieser schimpft aber verdroß die Kavscrin dcrmaffen, daßsie sich ihres sohnes mit list bemächtigte, und ihm die äugen aus»siechen ließ, nachmals auch gar dessen tod beförderte. Sie regier-te hierauf? iahr,r monalc und tage biß den letzten oct.a».8or,daNicepdorus sich zum Kayser auswarft,und sie auf die msulMiivlener erwnß allwo sie nach einigen monatc aus kumer starb-AIS CarolusIvl sich im Occident sehr mächtig machte, suchte sie selbigen mit derHoffnung einer heyrath, um dadurch das Morgenlänbische Kaystr»thum zu erlangen, zu speisen, und waren seine Abgesandten gleichzu der zeit,da Irene von Nicephoro abgesetzt wurde, zu Constanlino«pel, um bemeldte heyrath zu bewerckstclligen. in comp.

rorn.;. Le Aeil. Lranc. üb. 4. cap. 41»

Vienn. in ebron. Fe/r/^bist. Lon.

üsnrinopolit. bistor. imaginurn. *

Iris / Thavmä und Electrä tochter, lind Ver Harpyl'N fchwe«sier. Die wird von den poeten zu der göttin Juno boten gemacht,gleichwie Mercunus des Jovis böte ist, wodurch ohne zweifel die-ses angedeutet wird, daß der regenbogeN (welche bedeutung dasWort lrii hat) ein böte der luffl, und Thavmä tochter, das ist, einewunderbare würckung sey. in rbeogon. 1.2 ine-

ramorpk.

Iris / ein fluß in Klein-Asien , entspringt in Cappadocien anden gräntzen von Klem-Armenien , und gehet in die Provintz Pon-tum. Er nimt ohnfcrn der stadt Comana den Varo und Ceraunüzu sich, den Lycum aber ohnfern Amasia, und giesset sich endlich indas schwache meer. /cLs,/,«,. ^/er,«L

Irmengard, flehe Hermengavd.

Irmenfeul/ war eine zu dem götzendienste gewledmete stille beyden alten Sachsen . Es war selbige bey Ehrcsburq in Westvhalenan einem wäidgen unter dem freyen Himmel gesetzt, und pflegtendie alten Sachsen ihren vornehmsten gottesdicnst dabey zu verrich-ten. Kranzius will, daß es ein bild von echt gewesen, ingestaltei-nes streitbaren mannes, in dessen rechter Hand man eine sahne miteiner rost, in der lincken eine wage, auf der brüst einen bär, aufdem schilde aber einen löwen gesehen. Dahero einige davor halten,es sey selbige dem Marti, andere dem Mercurio, Herculi oder Apol-lini zu ehren aufgerichtet worden. Und mag sonderlich für die ersteweynung angeführet werden,daß MercuriuS imGriechischellei-mesgebeissen. Allein man kan aus dem Adamo Bremensi darthun,daß es nur bloß eine von holtz ausgerichtete seule gewesen, zumal diealten Teutschen ohne dem nur wenig götzcn-bilder zu haben pflegten.Auch scheinet der name so wol als die übrigen umstände an die Handzu geben, daß tuest seule dem allen Teutschen Helden Arminio zu eh-ren aufgerichtet worden. Es wurde aber dieselbe an. 772 von Ca»rolo M. zerstöret, datier» heut zu laae fälstblich vorgegeben wird»daß man selbige noch in der klrche zu HilbeshetM an statt einesjeuchterS brauche, //-v,en/7 üb. 1 c. 6. stier,-er. /tc/e.

p. 2 c. z. /t>.r,,,rrr 8zxon. I, L c. 9.or>A. 8axon. üb. s. Iiinenstils. cle statua /ir»

ra»in. *

Irmentrud / die erste qemahlin Kaystrs Caroli calvi ^bem siean.84; angetrauet wurde. An. 8H6 lnßer sie zu Soüions crö-neu. />) D'e war eine mutier Caroli, Königs in Aq»,tarnen, undLudvvici La.bi, und starb an. 869. c ) -r) cle äisteol. LI.

irm irn irs irr

I>ucl. instn. Serkr».-m. 866. Ooncä. >5«^'». ap.

roirr. i. r) ^nnsl an. 869

Irmingex/ (Joh.Jac.) von Zürich , gebvhren an. i?88.Sem vater wäre Ulrich dieses namens, Prediger zu Frauenfelb.Nachdem er seine stuäis eine weile zu haust gewichen, reiste er aus-ser landes, um stlbige auf fremden acabemien fortzusetzen, da erdenn sonderlich unter Goclcmo zu Marpnrg gute proZrelw! gc-macht.Nach einer ? lährigewabweseuheik kehrte er wiederum zurückin sein Vaterland, und wurde, liacbdcme er eine weile in der Lateini­ schen schule gcdienet, an. 1618 viaconuz zu 8. Peter in Zürich /ferner an. 1620 Pfarrer daselbst, und endlich an- 1L4? Einrisses undPfarrer zum groften Münster. Er starb den 2? sept. an. 1649. ErWare ein guter IbeoloZur, lreflicher Redner, und gelehrter Pott,und gäbe viele beydes teutsch und lateinische carmms. ,m druck her-aus, darunter l/rbii lÜLur. Ie4unimenrum Le IVlufsrum Tig. rno-nimenkum ; Livium Herculiz; Ein teutscher tractat von der büß,glauben und gedult; Homsn« kalipbaez MnorauruL; hat auchsich selbst ein schönes Christliches epsteclium gestellt. *

Irmtraud/ eine alte Adliche famllie am Rheine, deren stam-schloß Irmtraud in der Grafschafft Nassau-Hadamar liegt.- Gode-brecht von Irmtraud Iebte an.iz z9. Von dessen nachkommen bliebGildrecht m einer Dchweitzer-schlacht, und hinterließ Johamiem,welcher an. i?8; als Burggraf zu Mayiitz, und Naffauischer Hof-meister, verstorben. Llebmulh war die letzte Aebtißiu zum Gnaden-that in dem Naffauischcn, und hatte einen bruder, namens PhilippWolff, welcher das obgedachte stamm-schioß Irmtraud verkauff.te, und zu anfange des iz-stcali, als Gmeral-Quattiermelster, zuEmden mit tode abgieng. Sein söhn wurde ihm etliche jähre vor-her vor seinem gcsichte, als Rittmeister erschossen. Philipp Wolffhat an. 1708 gelebel, und seinen stamm mit; söhnen fortgepflan-tzek. vom Kl'.ein. /.cicl. rab. 4;.

Irmtraut/ siehe Erntraut.

Irnerius / ein berühmter Rechtsgelehrter von Bononien,war seiner geburt nach ein Teutscher, oder wie andere wollen, einMayländer, wurde aber lstcckessor z Bononien. Ob er nun wolanfangs bloß die Philosophie lehrte, so ficng er doch nach diestm aufder Mathildis bcfehl an, des Kaystrs Justiniani rechte, deren al-tes M8mm damals wieder gefunden wurde, zu lesen; wie er dennauch die solennitälen, so bey creirung der Ooüorum vorgehen, ein-führte. Er brachte die büchcr dcrJustimaneischen rechte in dieordnung, wie wir solche heut zu tage habe», zog die aukbemic^ ausden Novellen, und instrirte stlbige dem cocüci, lieg sich auch sehrangelegen sey», seine zuhörcr wohl zu unterrichten. Er starb end-lich um das jähr 1190. cbrcm. csrrl.i.LF-.

cle ce^no Icsi. /§, virse )Ltc>runc- in

cstsl. vir. ill. cle ei. IeA. interprer. üb. 2. ii

clonori boioAneli. cle moraii rbeol. cle c>ci^. Airiz

kicrrn. Icneclur. tbestr. p. 781. l^lioge

err. Irner. Irneciur non errsn5. Irnerim

non VLpulanr.^/e. cle orcu Lc prc>§c. juri; civ.

Irnis/ Jornico, ist ein schöner flecke» des unten am 8. Gott -harbts-berg gelegenen Liviner.chals; Es haben an. 1478 um Mar-tini, an diestm ort s°o Eydgnossen gegen izooo Meyiandcr geschla-gen , sie in die flucht gejagt und deren 1400 niedergemacht.üb. 9. 27 z. clefcript. Helv. p>aZ. ;87. aonal.

Helvek. ps§. 4Z8- *

Iron/ oder Iran / eine kleine stadt in der Spanischen ProvintzBijcaya, an den gräntzen von Franckreich, in dem Pyrenäischengebürge, an dem fluß Bibassva, gelegen. Es ist nichts merckwüi!'diges darinnen, ausser einer schöne» kirche.

18.0(^1/018, gewisse völcker in Canada , in Nord-America, wel-che wild, und annoch im hcydenthum leben, wiewol die Frantzosenund Engelländcr immer einige zum Christlichen glauben zu bekehren,und sie durch die kricgs.exei-cmL abzurichten sich haben angelegenseyn lassen. Den Europäischen Nationen, unter deren bothmaßig-keil sie stehen, haben sie jederzeit viel Verdruß angethan. A». -709tebellirten ste wider die Frantzostn, welche daraus einige kricgs.schiffe mit 2000 mann von 8. Malo dahin absegeln liessen. An.1710 kamen 4 von ihren Kexuii; oder vornehmsten Regenten nachEngelland, und baten bey der Königin Anna, theils um schütz wi-der die Frantzosen, theils um Priester, zur ausbreitung des Chri-stenthums , und wurde ihnen in beyden bcnstand versprochen. Lin-ie». rur beut. bild. com. r, ,/e /.sei /IrnerjcL. bist.

/(wer.

Irrland / lat. llibernis, von den allen Juverna, Jerna oderIris, von den einwohnern Irisch, Ivcland und Erm genannt.Man führt diesen namen her von dem Jrrländischen werte Hier,welches den abend bedeutet, weil diese insukEttgelland gegen abendgelegen; dahero es von den alten das westliche Britannien genen»net wurde, wovon sie eine besondere ste absondert, weiche der ca»Nal 8. Georg» ober das Jrriändlsche meer genennct wird. Woselbiges am engsten ist, erstreckt es sich auf ;o Englische meist». Esist diese insul auf der westlichen sttte von EngeUand gelegen, ;ooEnglische meilen lang, 120 breit, und auf alle» stiren mit meer um-geben- Gegen abends und sonderlich gegen den westlichen ocernumzu, ist die luffl sehr dicke und feuchte, weil sie aber ossc durch diewest-winde gereinigt wird, und über biß vom morgen biß gegenabend zu m dieser msul viel Hügel und berge sind,ist sie gar nicht un-gesund , sondern allezeit sehr rcmperirt. Jedoch findet man, daßdie fremden mit dem durchlauffe und der rothen rühr styr beschwertwerden, dargcgen ste stch aber eines anten elinerS, weiches wiederaustrocknet, gebrauchen. Der erbdoden ist lehr fruchwar, >edochgiebt es mehr graß und v>eh-weydc als ackerva». An ewige» orten.