Band 
Zweyter Theil
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nach Ludovici VII tode die vonmmdschafft nicht ihm, sondern derjungen Königin Vetter, Philippo, Grafen von Flandern , anver»trauet ward. Indem nun zwischen diesem letzrern, und dem ge»Lachten Wilhelms grosse strcitigkeiten entstanden, und Jsabella sichihres vettern,hingegen dleKömgllche frau niutter sich des oonCham»pagne annahm, so kam es endlich dahin, daß jene von ihren, ge»mahl sehr hart und verächtlich tractrrt, auch endlich gar genöthigtward, an. i -8; sich von Hofe hinweg und nach Senlis zu begeben.In währenden diesem exlüc, ließ sie, ungeachtet ihrer jugenv,eine gar »«gemeine klugheit und dabey eine so grosse ftöm»migkeit spühren, daß auch einige sie deßwegen unter die Hejli«ge gezehlt haben. Dannenhero odschon ihre feinde es so weitzu bringen suchten, daß der König sich gäiitzlich von ihr schiede, sorichtete dennoch ihres vatcrs und anderer verbitte, wie auch ihre ei»gene snbmissivn, so viel aus, daß sie an 1,84 oder i,8; völlig wie»der zu gnaden angenommen ward. Sie änderte hierauf ihre vori»

erfolgten tobe machte zwar der König MphonsusV in Portugall?der sich mit vdbemeldter Printzeßin Johanna verlobet hatte, prä»tension auf die crone, allein nachdem selbiger an. 1476 bey Torogeschlagen war, wurde er gendthiget, an. 1480 friede zu machen,und Castilten an Jsabeüen zu überlassen. Sie regierte demnachmit ihrem gcmahl gemeinschassllich, wolte auch in alle» acten mitbenennet seyn. Sie war eine sehr heroische äame, saß öffters zuPferde, hatte einen grossen eyfer vor die Catholische reiigion, undbeförderte dannenhero die Inquisition. Sie trug nicht wenig bey,daßGranaba von den Maurenerobert, und America durch Co»luwdum entdeckt wurde, zu welchem ende sie, weil die kammevdurch den Granadischcn krieg gantz erschöpffet war, von dem 8 e-crekario 8. Angelo 17000 ducaten gegen eine schnür perlen cntleh.net; aus welcher ursach die neuerfundene länder so wohl vonihr, als ihrem eydam Philipps, gegen ihren gemahIFerdmandum,als eigen, behauptet wurden. Sie starb den 26 nov. an. 1504, und

äe maümen, ließ daS mr-recks des Grafen von Flandern fahren, hinterließ ihrer tochter, Johanna, so mrt dem Ertz'Hertzvg Philip,kalff die von Cvucv und von Montmorcncy verfolgen, und verei» po von Oesterreich vermählet war, ein reiches erbe. Dann von an»

^ welche sie gebohren hatte, wäre Johanms des

nigie sich hingegen mit denen von Champagne, wodurch sie ihresgemabls vollkommene liebe und Hochachtung sich erwarb. An.1187 gcbahr sie demselben Ludovicum VIII. und an. 1190 brach«te sie zwiliingc aufdie wett, muste aber darüber ihr leben lassen,nachdem sie ungefehr 22 jähr alt worden, IM. äelrim-

ce t.2 x.204,206.

'Jsabella/ Königin von Portugall, war eine tochter des'nigs von CastiUen und Aragonien , Ferdinand! LscKolici > undward von dessen gemahlin Jsabella , den 21 oct. an.,1470, zu Du»ennas, nicht weit von Valladolid, gebohreu. Den 18 apr. an«1490 ward sie an Alphonstim, des Königs von Portugall, Joban»nis II- Cron-Printzen versprochen, und den 2S nov. desselben jahrszu Estrcmoz nut ihm vermählt. Ungefähr ein halb jähr hernach,da dieser ihr gemahl in der gegend von Smitaren mit einem ge»wissen Cavallier, namens Juan äeMeneses um die wette reitenwolle, stnryke er von dem pserde und muste bald darauf daran ster-ben. Jsabella ließ sich hierauf wieder zu ihren eitern in CastiUenbringen. Nachdem aber Johannes II ohne erben an ,49c gestor»den,und seines vaters bruder sohwEmanuel, ihm in demKömgreichPortugall succediret,vcrmählte dieser sich mit ihr den letzten stpr.an.1497 zu Valenzia lls Alcantara. Wenig tage nach dem beylagerstarb ihr eintziger bruder Johannes, wodurch sie, weil dessen hin-terlassene schwangere gemahlin eine unglückliche niederkunffl hatte,die nächste anwartung zu den vielen Königreichen ihrer eitern be»kam. Auf dieser letzter» verlangen reistle sie auch an. 1498 mitihrem gemahlin Casttiien und in AragSmen. In dem ersten vondiesen beyden Königreichen ward sie den 29 apr. mit grossen solcn»nitäten, alskünffttge erd-Königin, gehuldigt. Bonden Stän-den des andern Reichs verlangte ihr vatec, Ferdinanous Latt-oll-cur, den l4jun. zu Saragossa , eine gleichmäßige erkiärung. Alleinsie machten grosse schwierigkeilen bargegen, und unterdessen gedahrdaselbst Jsabella den 2; aug. einen Priutzen, welcher Michael ge»nennet ward. Eine stunde nach solcher entbrndung starb sie, undward zu Toledo , in dem Nonnen-klosier von 8. Jsabella begraben««" . . - - ' - - . ... - .

deren Anderen, , . ^ ..

einige Printz schon an. 149? zu Salamanca verstorben, als ibmenur ein jähr zuvor Kaysers Maximiltam rochier Margaretha bey»gelegt worden- Die älteste tochter Jlabella, eben wie auch diedritte, namens Maria, welche beyde nach einander«», Emanucl,den König von Portugall verheyrathet gewesen, wäre auch schontod, so wohl als der von der ersten gcbohrene Portugiesische PrmtzMichael. Johanna wäre die andere tochter, und also rechtmäßigeerbjn. Die letzte endlich hieß Catharma, so zu erst an den Engli-schen Prwtzen Arthur»,,,, und nach dessen tobe an seinen bruderHeimcum Vil l-aber unglücklich genug, vermählet worden, tv/--

bitt. llsspsn. üb. 24. bild. rer. s keräinsnäcr

Le Iksbella §etl. *

'Jsabella Clara Eugenia / Jnfantin aus Spanien und Gu»bernanliN der Niederianoe. Sie war Königs PHUippi II aus Epa»nien, tochter, gcbohren den 12 aug. an. 1 ;6S. Sie wurde an. > ,97an Ertz'Hertzog Aidertum von Oesterreich vermählet, und bekamDie gesammten Niederlande nebst Burgundien zum heyraths gute,dedunge sich aber, daß nach absterben ihrer postecität d,e landschass»ten wieder an Spamen fallen sotten. Jedoch wird vorgegeben,daßsie durch gewisse medicamenten zuvor unfruchtbar gemacht worden«Nachdem ihr gemahl an. ,622 verstorben, nahm sie die regierungan, ließ unter Don Jnnigo äe Borg!« Sluys IN Flandern bela-gern , muste aber mit grossem Verluste wieder abziehen, und hatteein gleicbes Unglück vor Bergen obAoom. AIs sie nach diesem bettNiederlanden etliche jähr mit grogem eyier vorgestanden, fiel siein ein hitziges fieber, woran sie den r vec. an. röz; im 68 >adre ihresaiters verstarb. 6»ve»srmsles. vom dlieclerianclikcliM

llnegs. ärmsten, bitt. rnersl!» scbau«

bübae.

'Jsabella / Königin von Hungarn, siehe Johannes SigiS»Mundus Fürst ilt Siebenbürgen .

'Jsabella, von einigen auch Melisante genannt , die jüngste

Ihrem hinterlassenen jungen Printzm leisteten hleraufden 22 seht. wchur Bawuim t V Königs von Jerusalem , hcyralhete erstlichdie Aragonier den evenmal.hulbiguugS'eyv, dergleichen bald her» Mttednm, Herrn der vessung Thoron; nach dem tode aber ihres

' ' ' .".festen ichwester DiMa, einer gemahlin Gmbonis von Lusignan

der durch dieselbe Kvnig zu Jerusalem worden, ließ sie sich an.r >9«den Marggrafen von Momftrrat, Conradum, bereden, daß siesich von ihrem gemahl scheidete, und diesen Coiirgdlim hevraihe»le, der hierauf an das Königreich Jerusalem eine» anspruch mach»le, aber einen vergleich mit Gmdone von Lusignan eingehen muste,baß er erst nach demselben sliccediren solle. Ais er aber noch vorGmdone an. 1192 starb, heyratbete Jsabella Henrlcnm Grasen vonChampagne, welcher den anspruch wider Guiconem erneuerte,auch endlich erhielt, daß Guido mit Cypern sich begnüge» muste,bahrngegen er König zu Jerusalem wurde. Er starb aber a». - - 97,unb hieraufvermählre sich Jsabella zum vierdlen male mit Emeri»co von Lusignan, Kömg in Cypern, des offtgedachten Gmdonisbruder und Nachfolger, wordurch beyde Königreiche Cypern undJerusalem vereiniget wurden, (stchevon allen diesem mehrere um-stände in den arttculn: Guido von Lusignan; Lonradus vonMvntserraG Henrrcus voit Champagne; Emericus von Lu-signan.) Lie yiilterließ aus der andern ehe eine tochter, namensMaria, weiche sich an Johannen, von Brteuue verheyratbete, desdeßwegen nach Einerlei von Lusignan tobe König zu Jerusalem wurve. (siehe Johannes von Bnenne.)

nach auch von den Castilianern zu Ocanna geschahe. Doch nach»dem dieser Michael nur 2 jähr alt worden, gieng er gleichfallsmit rode ab. Welcher Prmtz sonst, wo er länger gelebt hätte,das Spanische undPortugestsche Reich zuerst in einerPersohn wur-de vereiniget haven. Jsabcllä wittwer, Emanuel vermählte sichnachgehends an. r-zoo mit ihrer schwester Maria, und, da auchdiese nach vielen jähren gestorben, mit der dritten schwester, Jo»hannä und Philipp, I von Oesterreich tochter, Eleonore», WM,.-».»Kill. rlc Lssisnns. bitt. gen. ci'Hss-sgne« 9-

epic. äs lL5lnll. Aorruguctsr.

"Jsabella oder Elisabeth von Franckreich, Königin von Spa-nien . Sie war Königs Hcnrici H tochter, von Catharma vonMedices, gebohren den 2 apr. an. i;4r zu Fontainebleau . Siewar anfänglich dem Könige Eduards VI von Engellanv verspro-chen. Nach dessen tode ließ des Königs Philipp» II von SpanienPrmtz, Carolus , um sie werden. Weil aber sem vater ebenwittwer wurde, nahm er sie vor sich selbst. Dieses war eine dervornehmsten Ursachen mit,daß Carolus mit seinem vater zerfiel. Diewurde also durch den Cambresischen frieden an den König Philip»pum versprochen, und mit selbigem den 22 jnn. an. n; 49 wer»mahlet. Es wollen aber einige vorgeben, daß sie den söhn mehrgeliebet als den vater, und sey das heimliche Verständniß durch ei-nen aufgefangenen brief entdeckt, auch Carolus deshalb«, hinge-richtet worden. An. 146? kam sie an die Frantzösischen gräntzen»und besprach sich daselbst mit ihrer Mutter und mit ihrem brüverdem Könige Carolo ix. Sie starb endlich den ; oct. an. 1468 zuMadrid im kmd'bette, nicht ohne Vermuthung empfangenen giffts,und wurde von den Unterthanen sehr beklagt. Sie hinterließ 2tochter, Jsabellam Claram Eugeniam, Ectz-Hectzog Albrechtsgemahlin, von der hernach; und Catharinam, Hertzog Carl Ema«nuelis von Savvyen gemahlin. ///,EEs vi« äs-rnes illuttr« tilld. gen.

Issabella/ Königin von Castilien , war Jshannis II, Königsvon Casullen und Lion tochter, von Ellsabcth, Printzeßin ausPortugall, gebohren den 2; apr. an. 1441. Sie wurde von denSpanischen Ständen den 19 oct. an. 1469 an Ferdinand,»,, V,Kömg von Aragonien , vermählet, mil dem bedinge, daß nachihres bruderS Henrici l V rode die Castllnmsche crone an sie faltensolle. Ob nun gleich Henricus I V solches gerne verhindert hätte,well er seine emgcschvbene tochier Johannam auf dem thron habenwolle, so muste er es doch geschehe!, lassen. Nach dessen an. 1474

(borc wikb geneniiet 1) ein köre in dem Hollän»bey Hertzogenbusch, 2) ein anders m demFlandern , deySiuys, hart an berste, welche bey»»amen von der an. rSz; gestorbenen Gubernantiwmcn^Elcben Sttederlanben, Jsabella Clara Eugenia, bekom»

"Isäus , gebürtig von Cbalcis, und ein discipul des Lvsias, wasgleichfalls ein redner,von welchem noch zehen reven vorbanden sind/aus 54, die er würckllch ge>chrieben , va anne lonslen vor zelten indie 64 beygelegt wurden. Seme wohireoenheu, seuer uns nach»druck sind von denen besten kenneren in bei» allcrlbum sehr astnmrkworden. Aber noch wehr hat jemen rühm ausgebrellel >e.n lehr»jünger Demoscheiies, welcher wmc gar vieles zu e-auaen gepavthat. Auch »oll dieieS zu Jsäi ruhn, dienen, oaß er t»e deeeviam»kett zu erst gebraucht, M-luche Handel und raipMagc wvvl vauatvorzustellen, da solche vorher tast nnr allein zaw zanck uno vvr ve»ne» gerichten gcdraucht worden. I. /- inr>r. z v. 7z.

clc 10 oi ac, c. 64,26z

/ ver svvnJikiki z

Oved, und.Davids pMrstvttkde^