Band 
Zweyter Theil
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99O isa isb Lsc

-855 gebohren, und starb an. 2974» Die Grifft gedruckt seineränroffte. ?r^LcLNNLÜ V. 1 .

jsaura/ (Clemenlia) eine gelehrte vrme zu Thoulvuse, lebteM> das jähr Cvristi i;r;.Man sagt, daß sie die ftühUngs-spiele oder«r )eux üo^Lux,welche alle jähr iin map zu Tboulouse gefeyert wer»ven< gestiffiet habe, wobey man ihr zu ehren eine oralion hält, und>yr marmorsteinern bild, soaufdem rathhause stehet, mit blumenrrvnel. Auch wird vorgegeben , daß sie ein gewisses cspi»I ver»ordnet, um von dessen Interesse, denjenigen, welche die beste Grifftverfertigen, jährlich einen gewissen preiß auszutheilen, welchesdurch die Schoppen zu Thoulouse geschieht. Nichts desto wenigeraber geben etliche vor, daß gar mit einander keme wiche persv» mder Welt gewesen jey. inelos. tfilemenr. Is-mr. < 7 ,rre/. ine-

moirez cie IxLNßueäoc.

jsaurra / eine Prsvintz in klein.Asien, so anjetzo ein stück vonCaramanien ist. Sie stösset an Pampbilien und Cilicien , erstrecketsich biß an das meer, und ist eine rauhe gebürgige gcgend, indemsie meistentheils auf dem gebürge Tauro gelegen. Die Hauptstadtdieser landschafft ist Jsaurasonsten auch Isauriopolis genannt.Ammianus nennet sie Claudiopolis, und berichtet Thcvenot, daßsie anjetzo Saura heisse. Die Isaurier waren vor zeiten ein sehrbarbarisch, kriegerisch und aufrnhrisch volck, daher sie öffftrs indas Römische gebiete einfielen, auch viele raubercyen verübten,wurden aber von denRömischen Generalen zum gehorsam gebracht,zumalen von dem Servilio, welcher daher den namen Isauncusbekam,'wiewvl sieannoch unter den Röniischen Kapiern viel unru»he angefangen haben. I.; c. 4. 1. ir.

ll- > c. 27. I. z c. L, !. ; c. 2;. üb. 6. c. z.

I. 14. dc,//^tt nor. orb. svkig. I. c. ü,

jsboftth, einer von des Sauls söhnen, regierte achtbalb jährüber die 10 stamme nach dem tobe seines valers. Er hatte die Cronedem Abner dem söhn Ncr zu dancken, welcher ihn nach deS Saulstobe vor das Oberhaupt erkennen lassen, und wider die macht Da»vids vertheidiget hatte. Allein Abner setzte wieder von ihm ab,schlug sich zu David, und machte, daß die übrigen stämme ihm zu»sielen. Einige zeit hierauf wurde Jsboleth von Baena und Rechob,welche Rimmons, des Bcrvlhiters aus den Andern Benjamin, söh»ne waren, ermordet. Diese brachten sein Haupt zu dem KönigeDavid, eine belohnung darvor erwartend, allein er ließ sie um«dringen, und Jsbosekhs Haupt in Abnrrs grab zu Hebron begraben.Welches geschahe im jähr der weit 2987» s ä'se». r,4.

1. 7 anrG c. 1 8c 2.

jsburg/ist eine veste stadt an den Reußischen und Litthauischcngrantzen, welche an. 1569 durch die Polen von den Moscowiternerobert, aber bald darauf von den letzter» wieder hinweg genom»men worden.

jscha, eine stadt in der Bulgarey, nicht weit von Nicovolls,wo der fluß Jscha in die Donau fällt. Sie wird sonst auch Blida .genannt.

jschel / ein feiner LanLes»Fürstlicher marckffecken in Ober»Oe»sierreich, bey dem Ursprünge des flusscs Traun und dem Kalstädler»sce gelegen, ,st wegen des faltzes, so allda gesotten wird, gar be»kannt.

jscher/ ein sinß in Elsaß , welcher in dem sogenannten Rietlan»-e entspringet, und sich bey Rhema» in den Rbein ergcust.

jschta / lat. Lnsria, lnkulr, eine kleine insul auf deinTossamschen meer, zu dem Königreich Neapolis gehörig, nichtweit von der stadt dieses namens. Sie ist reich an Mineralien, wemund fchwcftl, und hat auch eine gme vestung, welche an. 1707 andie Kaystrlichc» übergegangen. Zu Königs Caroli II von Sicilien zeiten entzündete sich an. i;oi der l»iter>irrdische schwefel, und ver»brannte einen grossen theil der insul, dadurch viel menschen und vichverdürben. Man stehet noch jetzo die Wahrzeichen darvo», indembey Creinata anf2 meil weges kein graß noch bäume wachsen. Esgehöret diese insul den Marggrafm von Pescara . I.; c. 6.

-teilt. dke?.p. p. 88- nor. orb. sirr. 1.1 c. 10.

jschia/ eine bevcstigte stadt und cim-telle, auf einem erdreich,welclics ein dämm a» die insul Ischia hänget- Lie hat einen Bi»schoff, der unter das Ertz-BiGoffthum zu Neapolis gehöret; wieauch guten wemwachs, warme bäder, go>d«m>d alaumdergwercke.

jsdegerdes oder Jsdigerdes / ei» König in Persien , Vara»Nis lV söhn, welchem er an. 400 folgere. Er war wegen seiner tu»gend dermaßen beliebt, daß, ungeachtet er ein Hcybe war, ihndennoch der Kavser Arcadius bey seinem absterben an. 408 zu seinessobnes Theodolit des lungern Vormund bestellete. Weil er nun scinKönigreich nicht verlassen, und also nicht in eigener person diesenjungen Printzen erziehen helffen kunte, sandte er einen hierzu ge»schickten mann, namens Antiochnü, dahin. Dieser Jsdegerdesschloß mit den Römern ein hundert» jähriges bündniß, welches zuausbreitn«-, des Christlichen glaubens in Persien viel beytrug.Denn, nachdem der BiGoss von Mesopotamien , Waruthas, ingcsanbschafft z» diesem Könige gcschickek worden, dcfreyete er ihnvon einer beschwerlichen kranckheu, und seinen söhn von einer teuf,feilschen desitzung. Weil es uun einige von den Pecsiamschen Prie»stern hefftig verdroß, daß sich der König so gnädig gegen die Chri-sten erzeigtte, verbargen sie eine gewisse person in dem tempel, wo»rinnen der König die sonne anzubeten pflegte, welche unter wäh»rendem opffer schreyen musie, daher wegen seinergunstgegen dieChristen soitc abgesetzt werden. Dieses vcrunrnhigte den Isdeger»Dem heffliq; allein nachdein Marutbas den betrug entdecket halte»ließ der König unlerschiedliche von den Priestern umbringen.Nichlsdesto weniger fieng er an, die Christen zu verfolgen, well sie eine»

tempel, Wvrivnen die Persianer das stucr angebetet, niebergerM«hatten. Er starb an. 421. 8-^rs^ r. 7. l. 8.üb. 14.

jsdcgerdes / ein König der Perser und des Cvsrhois enckchwurde den 16 jun. an. s,2 durch Ottmann, der Saracenen Für»sten, umgebracht. Dahero fangen die Perser von leidiger zeit ihrejabrzahl an, welche sie biß an. i°>79 brauchten, da Albu Arsalan,König der Perser, eine andere anfieng. ä^/^cle Men-j. remg.

ckronol. cle äo-ffr. rewx. ja

epüernsnäibus kerssrui«.

jft/cin ßuß im Hertzogtbum Lüneburg,welcher bey Schweimb»ke im kirchspiel Hanckhensbiittel enkspriligt, und nimt so bald un»weit Wollersdorffdas aus den, Stöckmer. reiche bey der Stockemer«mühle lind Slöckum Verrinnende wasser ein, gehet ferner anfM.Jsenhagen, wird baraufunweit Wunberbüttel durch die Jögaen»bcck vermehret, fleußt hernach aus Warenholtz und Giffrhvrn vor.bey, nacher Weserholtz, durchkrümmet die kahle Brockcs-Heyde,durchläufst etliche wälder und die unfruchtbare ebne Avpelberg,streckt sich ferners in die schönen Käßdorffcr.wiestli, rinnt auf Käß«dorff, Gamsen, und nachdem sie unter der Hohelicks.drücke fort»gegangen, vertheilet sie sich in verschiedene kleine arme / welche sichmit eben dergleichen aus der Aller herkommenden wassern vcrmr»Gen. Der haupt-strohm aber gehn ferners, biß er endlich sei»crystaü-helles wasser auch in die Aller verstecket. *

jstlin; Es sind zwey gcschlcchter dieses namens in Basel ge»Wesen, die aber nicht scheinen einen gemeinen Ursprung gehabt zuhaben, wie bann auch ihre waapen gantz unterschieden sind. Dasjögenaiinke ältere geschlecht hat hervorgebracht Heinrich, der schonan. 1294 Pfleger im svital gewesen. Hligen, des Raths, an.i,,?.Chuiio, desGerichts, a>i. i,8°. Heinrich, des Raths,an. 141.4.Peter des Augustiner-ordens und beGt>vater der closier»frauen iinKlmgeiilha!, an. 14,7, welcher neben andern seines ciosters indem streit wider die Beginen grossen eyfer bezeugt hat. Heinrichward Odrister.Zmjfstmeistcr, än. 1471, und als er von der stadtBasel zudem wichtigen peinlichen Proceß, welcher in Breysachwider Petern von Hageubach, HertzogS Caroii von Burgund ge»wesenen Land > vvigl im Etsaß, angestellt ward, lind der her»nach Hertzog Carlen zu einem der vornehmsten vonvänden seineskriegs wiLer'Oesterrcich und die Schwcitzer hat dienen müssen, ver»schickt worden, ward er von dem Oesterreichischm Land-voigt, dersich da als kläger anfführote, zum fürsprech erbelten. Jacob I»stlin war an. i?c-4 Land-voigt zu Farnspurg. Kurtz nach diesemist diß geschlecht in Basel ausgestorben; doch so, daß ein äst davonsich in der IHancKe ksoirue gesctzct, und noch biß auf diese Pitden abelstand erhalten hat; Wie auch das Jselische geschlecht indem Canton Glarus , welches ebenfals seil eniigen hundert jährensich in denen meisten ehren.ämtern dasigen standes hervor gethan,auch viel ansehnliche Officicr. stellen in Frantzösischen kriegs-dien»sten erlanget hat, seinen Ursprung von diesem herleitet, lind des»wegen den alte» Jstlischen waapen beständig führet. Das andereoder jüngere geschlecht hat zum stamm» vater Heinrich Jftlin, deran. i;ü4 vp» Rvsenfeld aus dem Würtembergischen gen Basel ge«zogen. Dessen cnckel Johann Jstlin/ des Raths, starb an. 1497,und wird von ihme als envas rares angemcrckt, daß er mit Gierehe.franen Agnes Mennlin in die 59 jähr im ehestand gelebt- Leon»hard Jseji» ward Land-voigt auf Homberg, an. 1472, und aufMönchenstein an. 1482. Matthias, des Raths, au. 1491. JohannLucas. des Ratbs, starb an.i;6o. Ulrich, O. und Lroteflor )uris,auch 87i,-j,cuL der stadt; Johann Lucas, des Raths, an. i;74.Lucas, Hauvtman» in Franckreich, und sonderlich unter demOuc ckAIencon in den Niederlanden , ari.i;8o,lind ill den folgendenjähren. Ludwig, O. GA;, kroteüor und ^nclicur; Johaim Lud»wig, Land.voigt auf Homberg, an. 1579, nachmals an. 160;.Rcichs.voigt; Johann Lucas, des Raths, Drcyerherr und Oe-pmsl, starb an. 16,2 im 80 jähr feines alters; ein anderer gleichesnameuS, des Raths, an. 1607. Emanuel, Pfarrherr zu Liechstalund desselbigen Capitnls OecLnu5, au. 1611. Hans Lucas, desNathS, an. iLzs.Gcrwauus Jftlin, Schultheiß, an.?i. Rein»hard, zu gleicher zeit LrotetLr Lrlüce!, Christoffves Ratbs. Drey»zehner und Dreyerherr, starb an. 1719. Hans Lur des Gerichts,verstorben an. 1707. Dessen söhn, Jacob Christopb Jstlin, vorma»lcn kroselloi- IÜU. Lc elocz. zu Marpurg , und dieser zeit kroketlorDbeol. in Bafel, sss/sf/s Lssel- ctirön. §L evlis-

püis Lafil. ,V 7 ö't 7 . *

jftlin, (Ulrich) krosessor ßuris zu Basel 1 ward ill dieser stadtgebohren an. 1524. Sein vater war Hans L»x Jstlin, des Raths.Die miitter Elisabeth Bärin, eine Gwcstcr Ludovict Beri, Lmk.'rüeoi. Probsts im stiffl zu 8. Peter, auch Tbum-Herren in derHohen'Stifft Bafel, dcr Erafmi grosser freund, und auf dem rc.liaions»gesvräch zu Baden in dßr Schweiß Präsident gewesen.Ulrich Jstlin selbst legte den ersten gründ seiner studien zu Basel unter Johanne Opvrino und Simone Grynäo; folgte sonderlichdenen damal noch neuen und raren exempeln, Älciati, Zasii, undBonifacii Amerbachii, welche denen Römischen rechten aus einervcrnünfftigcn sttten-lchr und Philosophie, so wohl als aus genauerUntersuchung deren alten biftoric» und gewohnhciten ein stecht anzu-zünden suchten. Diese studien setzte er z» Paris , Valence und aufanderen Frantzösischen Universitäten fort, gienge hieraufnach einerkurtzcn verweilung in seinem Vaterland, ferners in Italien ; da ihmsonderlich Alciatus wegen seines trefflichen geistcs und schöner wis-ftnGafft sehr währt hielte, auch nachdewe er selbigem an. 1;4?den Ookkor-krantz selbsten ertheilet, von jolcher zeit an in genauerfreundschafft und beständigem brief-wechstl mit ihme gestanden.Als er hierauf gen Basel zurück kommen, hcyrathete er Faustinam

Amer»