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ö/s furtreflichen Juristen und BaßliiMn^vnnacil ckmerbachst tochtcr, erhielte auch eine Juridische pro»deren er si> wohl im steig und eyfer , als in der Methodeunv gelchicriichxeit der jugend die Rechte nett und klar beyzubcin»gen, in die fußstavffen der vdgenaunren Zani, Alciati und A«merbachii gar rühmlich träte. Die grosse von ,hme gesckwpffreyoMing wurde durch,einen frühzeitigen tod unterbrochen; mästener ichon an. 1564 im 40 jähr seines alters an der pest verstorben.
Er hinterließ 2 söhne, Ludwig, von deine hernach , und Lucam,Hauptnzann in ^ranck reich, und unter dem Öuc st'Aüncon in denNiederlanden , jamt mehreren töchtern, welche in die besten ge»schlechter der stadt verheyrathct, seine nachkommenschafft biß aufviele zeit lehr zahlreich gemacht haben. E'L'. -««-ÜE.
I'ro1oj,oA,. vilir )L. 6erm. Latel. ckron.
P-L/e/,E üs in orar. tun. äi-tta Aast. Isslio. L«^r»r vit«
kros Lalil. *
^seltit / ( Ludwig ) ein söhn des vorhergehenden, ward geboh«reu an. 1^9 den 2 n,l. Er verlohre zwar seinen valer gar frühzeitig,als er noch mcht gar das sünffte jähr erreichet, halte aber durchgöttliche Vorsehung das glück, so wohl von ftiner Mutter, FauslinaAmerdachm , alS deren bruderBasilio Amcrdachen , so ohne km«der war, eine fumefliche aufferziehung zu empfangen, und wirdthms von denen, so gleiches alrerS gewesen, das zeugnus ertheilet,daß sich die bey der jugend sonsten so gemeine fehlere niemahls anihme verspüren lassen. Bey so guten Neigungen , gutein unterricht,und fähigem gehst, nähme er bald in denen wisseuschafften sehr zu,dergestalten, daß, als ihne sein mütterlicher Oncle Basil. Amer»bachius nachdeme gen Bourges zu Cujacio geschickt, dieser grosseJurist ihm eine sonderbare liebe und achtung zeigte. Die geschick»lichtest, welche er sich da erworben, und der rühm, den ihm Cu»jacius beylegte, waren eine ursach, daß man selbigem zu Basel schon damahlen eine juridische Profession aufflruge, welche der be«rühmte Hippolytus L Lolliku-, aufgegeben hatte. Allein sein VetterAmerbach, so wohl als er selbst , wünschten noch mehrere zeit fürseine prival.smdien, und sonderlich zu einer neuen reise, die er inItalien thun wollte, zu erübrigen, als welche letstece ihme beydesfür seine juridische ttustia, und zu Vermehrung der wiffenschafft indenen antiquitäten sehr ersprießlich erachtet wurve. Der erfolg de«stätigle solches vollkommen und langte er an. 1589 mit erhaltenensehe rühmlichen zeügnuffen vieler Italiänischen gelehrten zu Hauseau. Wornach lhme so wohl der tstul des UoÄorL« allda mitge»theilet, als auch die juridische Profession aufgetragen warb, wel»che letstere ihme sein vctker Amerbachiuü um dem 8/nä>cLc der stadttu seidigen fürs gemeine Vaterland ziemlich wett aussehenden zeltendesto besser abwarten zu können, mit gröstcr freude abträte. Alle,die selbiger zeit gelebt, geben Lubovico Jsclio das zeügnuß, daßsein fleiß und geschickilchkeik im docieren, mit ungemeiuer leutselig»keil gegen allen studirenden, zu dem stör, in welchem die BaßüscheJuristen Facultät, sonderlich gegen dem ende des 16 und im an»fang des 17 secuü gestanden , k!N grosses beygetragen habe., Erzeigte eine ungemeine scharsssiunigkeik und wiffenschasst t» erläutc»rung der dunckelen, schwären, oder sonst wider einander zu streitenscheinenden orten der Römischen gesätzen. Der gesamimen Bur»gerschafft wäre er sehr nützlich im raihgeden, und gütlicher ent»scheiduug oder vergleichung deren streitigkeiten, welches ohne zwei»sei der gröste nutze ist, so ein wahrer Rechtsgclehrlec der mcnlchll»chen gefellschaffl bringen kan. An i;98 ward er 8>nst,cu5 der stadt,und leistete auch in diesem amt bey sehr gefährlichen läusten sehrgrosse dünste. Neben dem allem war seine frommtest, und grosseftcygebigkeit gegen den armen jeberman erbaulich. Durch den tobeBastln Amervachii ward er ein bcsttzer der berühmten Amerbachi»sehen Bibliochec, so wohl als deren surtrestlchen gemählben, altenmüntzen, und anderen antiquitäten, weiche er so wohl durch eige»neu steiß und auffwenbung vielen koslens ansehnlich vermehrete, alsdurch willigste auslehnung deren raresten büchern, und vorweisungaller darinn befindlichen merckwürbigkeltcn dem gemeinen nutzensehr rühmlich widmete. Alles zusammen ist eine ziemliche zeit nachfeinem wd von der Obrigkeit erkaufst, und der hohen vchul zu Ba»sei zugeeignet worden, allwo diesclbige büchere anuoch den anjehn»iichsien theil der gemeinen Bibliothec ausmachen, und nicht min»der von dem steiß dieses Jsein und der 2 vorigen besitzeren und ver.mehreren derselben Bomt- und Basil. derer Amerbachen, als vonvergüten fähigkeit, welche sie ssehadt, die besten büchete wohl zukennen, ein klares zeugnuß ablegen, Ludwig Jselm starb an. 1612im 54 jähr seines alterS an einer hefftigen chvlick, in deren schwer»tzen er eine sonderbare geduit, standhafftigkeit, Verachtung allerweltlichen dingen, und jehnung nach der ewlgkeil verjpüren lassen,daß niemand ihne in solchem zustand besuchet, welcher nicht garsehr dadurch erbauet worden. 7 »/«^» >n Orm. tun.
cliccL kuä. Ilelio , /. /. Ocla /tlcsica in.ejurst.inorrem »
all ksnc Ostsrn noch. *
'Isenbard, soll ein Herr zu Aktors in Schwaben unweit derReichS'stadr Ravensberg / wo nun das kloster Weingarten , gewe»scn seyn, Warim söhn, der bey Carolomanno, Königs Pipinidruder, ö/lajar clcimu; gewesen. Er und sein bruder Warinus IIhatten den hetl. Otlmarüm Abt zu S. Gallen im gefängmß sterbenlassen, darüber sie in Caroli lvl. Ungnade gerathen. Es trug sichaber zu, daß Carolas aufder jagd wegen eines auer-wchsen in gefahrkam, wovon ihn unser Isenbard befreyet, und zur belohnung mchtallem pLräon, sondern auch der Kayserm schwester Jrmentrudzur geinahlin erlanget. Dieser Jrmentrud ward von euier armenstauen, berste schuld gegeben, sie tonte von emeni manne nicht; kinder auf einmal bekommen haben, arigewunschet, baß sie jöviel kinder bekommen möchte, als monare un jähr waren. Die»seö geschahe, und Jrmentrud ließ aus schäm " vondenkindem
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Schertz tragen, daß sie sollen ersäufft werden. Ist.,,darb begegnete der bedientm, welche auf befragen, was sie trüge,zm antwort gab, es waren wolpe oder junge Hunde. JsenbardcuiEux.und kam darüber hinter die gantze fache, machteanstalt, daß die r 1 Ander heimlich erzogen, und da sie in etwaserwachien, bey seinem gedurts-tag der mittler unversehens vorqe»stellet wurden; wovon sie damals so viel schrecken, als nach erlana»ter Verzeihung freude gehabt. Die «amen dieser kinder, davonder zu erst zurück behaltene Welp oder welph zum andrucken ge«nennet worden, sind folgende-. 1) Welp oder Wels,isstamm-vacerder folgendm Grafen zu Morff. 2) Cuno, der Hertzoge zu Fran»cke«- l) Thassi o, der Grafen zu Hohenzvllern. 4) Ebo, derGrafen von Hestigenberg : z) Werner, der Grafen zu Loggen»bürg. 6) Gebelhard, der Hertzoge in Allemannten. 7) Eber.hard, der Grafen von Eberstein . 8) Arnold, der Grafen vonOettmgen. 9) Bertholt» , der Grafen zu Wölpe. 10) Ade!»dert, der Grafen zu Kalw. n) Heinrich, der Grafen zu Ca»tzenelenbogen. ir) Rudolph ein Bischoff zu Würtzburg. Dochdiese erzehlung dienet mehr zum lliverEmenr, als das jemanddieselbe vor Wahrheit halten solte. Nicht gewisser ist die andere,da man spricht, Jjenbard hätte bey einem feldzug urlaub von Ca«rolo gebeten, weil seine gemahlin niedergekommen wäre, daraufder Kayser gesagt: es verlohnete sich wohl der mühe, um einesjungen wolp oder Hundes willen , so nach Hause zu eilen. Jftn»bard habe geantwortet, das kind solte zum andencken diesen na»men behalten, und der Kayser tauf.zeuge seyn. Damit aller gutendinge drey seyn mögen, fehlet es auch nicht an der dritten fabel,da einige die gemahlin Jsenbards aus dem geschlecht der RömischenCätiilorum oder Catilinarum herleiten wollen. Diese erzehlungensind bey ü. Lucslinc, IN Kitt. HziloLnssica und andern dergleichenneuern scribenten, nicht aber bey den alten zu finden, aus denenwohl so viel bekannt, daß an dem Carolingischen Hof ein oder mehrJsenbarbi gewesen, davon auch einer Carölum ^l. aufder jagt voneinem auer>ochsen errettet, deren zeugniffe Fetter in der genealvgi»schen Historie des Braunschwcig«Lünedurgischen Hauses c. 1. p. canführet.
Isenburg/ siehe Ysenburg.
^senburg / stehe Eisenburg bey Ruffach.
^scndick / lat. issnLcum, eine kleine aber feste stadt in demHolländischen Flandern an der seecküste gegen Bierfliet über. DieHolländer eroberten sie von den Spaniern, und haben sie schon vielejähre besessen. Sie ist drey niesten ostwärts von Sluys, eben soweit gegen abend zu von Sas van Gent , und 4 südwärts von Mit»teldurg entfernet- LeiZium.
'Isenguien/ lat. lüZenium, einschloß in Flandern , 2 weislen nordwärts von Courtray , so der familie von Vilnoa ben Gra»fen. tstul ziehet, welchen König Philipp H an. i;8r dem ort erst»mals gegeben hat.
'Istnhagen / ein Jmigfcaucn. Clostcr im Hcrtzogthmn Lüne«burq im Zeller«district gelegen. D>e Pfaltzqräsin Agnes ist dessenstiffterin. Den platz hat sie an. 124; dem Hertzog Orro, gegen undfür ihr leibgeding am Gvßlanschcn BergwerckS zehnden abgetan»scher. Sie hat darauf an. 1246 erstlich ein Closier für Cistertzcr»Mönche zu allen Jsenhagen an der Jse gedauen, unter angedungAbt Arnolds des Closters Riddagshausen, welcher 12 Mönche ausseinem Closier dahin geschicket, und ihnen Dethmar zum ersten Abtfürgesetzet hat. Weilen aber die gelegenheit des orts wegen demworast ungesund wäre, so wurde das Closier nach Hannigsbütkekund endlich wieder von dar weg an den heutigen orth zwischen derIst und dem Hagen versetzet, daher es auch den nahmen bekom»men. Als nun an. 12,9 dieses Closter durch eine stuers-brunsteingeäschert worden, und BsschoffJohann l zu Hildesbeim denenarmen Mönchen, das Closter Ueckhenrode (minmchro Marien»rode) unfern der stadt Hildesheim eingeräumet, ist Jsenhagennach dessen wiebererbammg ein Jungfrauen»Closter worden.Die erste Aebtißm hat Gest geheißen und der erste Probst Helmcke,Massen es unter der aufsicht einer Acbtißin und eines Probsts gestan»den ist bis an. i4;o. Es ist aber an. i;88 , da die schlackn beyWinsen an der Aller geschehen, auch in gründ verheeret worden.Es ist in diesem Closter «»noch ein Marienbild den von, Creutz ge»nommcncn Jesum in der schoß haltend, vorhanden, so innwendighob! ist, und vor diesem in der Capelle zu Steinbccke gestanden,welchem viel wunderwercke in den alten zelten zugeschrieben worden,also daß die dahin wallende Pilgrim in die geöffnete stiten des Je»sus-bildes gelt und gold geworffen, auch sonsten allerhand geopffert,"welches dann dem Closter wohl zu statten kommen ist. I.L.L.
Lrsstr-bekckr. 1 lkeil p. ; 6 i Lc ; 8 o. *
^seo/ eine kleine stadt in dem gebiete der Venetianlschen land^schmfl Brestia. Von derselben wird ein gewisser see ä'Iseoqcnennet, welcher ungefähr isooo schritte lang, und nach demunterschied der örter 2000, zooo oder 4000 breit ist. Die emeheiffte davon liegt in dem rei-rirono von Bergamo , die andere aberin dem Brescianischcn. Der fluß Ogllo gehet mitten htndurch.Bey den alten hat er l-scus Ssbmur gehclssen. 8cksuz-Isir clesin IlLÜer, p. ;4Ü,
^fer / lat. Mra, ein fluß in Bayern , welcher an den Tyrolstschen grantzen entspringet, von dar nach München, woselbst einebrücke darüber ist, ferner nach Freysingen, Landshut , rc.zulauffckdie Amber und andere flüsse mehr zu sich nimmt, endlich aber m dieDonau fället. 2 -^--» iriner. Lerin.
"Xsere / lar.Mrs, ist ein fluß in Franckreich,welcher aufdem ge«bürae von Tarantaise in dem kirchsvlele Tlgnes entspringet, undbey Montmeiüan m Savoyen vorbey läufft, allwo fle die Aire em»
Pfangt