Wamerdat bekommen, weicher behauptete-baß der alcoran geschaf»ren und nicht ewig wäre, wie die andern Türcken glauben, weicheHwar mcht die copeyen oder abschrifften des alcorans, sondern nurdas original im Himmel, welches Gott selbst geschrieben, vor ewig
MuLN. äe ernpire Occonian.
"Ißland, eine instil auf dem Eismeer gegen Norden zu, welchevon einigen vor der alten Thule gehalten wird. Sie wurde zuerstvon dem CapitainNadocco entdecket, welcher sie Schneeland neu»riete. Nach diesem entdeckte sie an. 874 ein Schwede, namensGardarns, etwas genauer, welcher sie Gardashoim nennete, sonachScluvedischer spräche,0 viel ist, als Gardaschisul. Hierauf kamein Norwegischer see»räuber, namens Floccus, hinein, welcher sieWand, das ist Eisland nennete. Als man sie erst entdeckte, warsie gantz wüste, wurde aber hernach von den Norwegern mit ein»wvhuern besetzt. Die beyden beste» städte in der insut sind Holaund Lchalhoit, welche zugleich Bischöfliche sitze sind. Ausser den«selbigen sind nicht 6 oder 7 andere städte in der msul. Die einwoh»ner halten sich insgemein in den holen der berge auf. Der Lou-verneur des Königs von Dänemarck resldtrt aufdem castel Bestode.Diese msul ist ungefehr 144 teutsche meilen lang und 6; breit. Inden längsten tagen ist fast gar keine nacht; hingegen wenn die sonnein den steinbock tritt, so währet der lag auch mir eine kurtze zeit, dielufft ist über alle Massen kalt, und der boden insgemein bergichtund unfruchtbar. Jedoch an etlichen orten, wo der erdboden ebenist,siebtes so herrliche wiesen und vreh'tcifften, daß man dem Vieh,wenn man es darauftreibet, sein futter gleichsam abmessen muß,weil sie sonst bersten wüsten- Es ist auch da die butler in solchermenge, daß sie gleich dem kalck auf grosse Haussen zusammen ge»schlagen wird. Sie haben kein brod, brauchen auch kein andervieh als Pferde und rind.viede, und die ochsen haben keine Hörner;daneben giebt es daselbst falcken und weisst bären. Ihre Hunde sindsehr klein, und werden den Malthesischen gleich gehalten; so wird-man schwerlich auch einige bäume darinnen finden, ausser wacho!»der-sträuche. Im übrigen giebt es allhier; sehr hohe berge, welcheoben auf den spitzen immerfort mit schnee bedeckt sind, und gleich»wohl zuweilen feuer-flammen und steine ausstehen, der höchste dar»unter ist Hecla, die andern beyden heissen das creutz und Helga. ImHecla giebt es reiche schwefei-adern, womit die kaufflesste einengrossen Handel treiben. Es giebt auch einen brunnen auf dieser m»sul, mit rauchendem wasser, durch dessen aufsteigende dünste alles instein verwandelt wird. Ein anderer brunnen ist daselbst, von des»ftn wasser alles, was daraus trincket, sterben muß. Ein anderernicht weit vom Hecla, der alles verbrennt, was man hinein wirfst,ohne flachs und hanff nicht. Eiü anderer der alles in eisen verwan»delt, wovon ein Frantzoß an. 16;; eine probe gemacht hat. Einanderer färbet weisst wolle» schwach. Hingegen ein andererschwache wollen weiß, und noch ein anderer schmecket als bier, undmacht die lcute berauscht. Die einwvhner dieser msul gaben vor»zeitcn an Witz und verstand keiner nation in den nördlichen gegendmetwas nach , wie solches unter andern die Historie ihres lanves be»zeuget, welche sie in ihrer spräche vers-weise geschrieben haben.Hvrnius berichtet, daß diese instil zuerst von Haraldo dem schönenaus Norwegen an-874-mit volck besetztworden,unddaß an.y82Eri»cus Ruffus, ein grosser berühmter mann, von hier eine colovie inGrönland gebracht habe. Vor alten zeilen waren sie dem götzen»dienst sehr ergeben, und beteten den Jupiter unter des Thors, denMercurium aber unter des Odins »amen an. Um an. 1000 aberwurde die Christliche religion eingeführet, wodurch ein innerlicherkrieg entstund, welcher gantze 20 jähr währte. Unter dem KönigChristian» III von Dänemarck wurde m dem 17 ttculo die refor»mativn hiestlbst eingeführet. Was sonst von einigen und sonder»sich von Bleskenio den einwohneren dieser insul schuld gegebenwird, daß sie der zanberey sehr ergeben, winde verkauften, ihrejunge töchtercn sich den fremden ohne schamhafftigkeit lassen anbie»ten, ist ohne gründ, und sonderlich von Arngnmo Jona so gründ»sich als schärft widerlegt worden. Man zehlel nun darinnen beydie;;o Evangelische Pfarreyen, deren Vattorei die gröste ehre vondem einfältigen volck gemessen. König Christian 1V hat die bibelin ihre spräche übersetzen lassen, welche von der Norwegischen soweil unterschieden ist als die Holländische von der Teutschen. DieIßländer werden sehr alt, und findet man, die 100 auch biß i;o;ahre haben. eclcia. cie Icksnciis.
Ich-Ici«, cie IckAncli». /r»-r bitt. Ickancl. relsrion
cklckancl. annal. prsess Ickancl. LuroxsriLker Rcrolä V. r
p. 252. *
I8I.L O'L880X4Nl0dl. siehe Antiscoti-
I8I.L 6e kK.^LL lat. Inkul» Vranci«, eine kleine Provintz inFranckreich , welche sich zwischen den flüssen Marne und Oyse,längs an dem nördliche» ustr der Seine hinunter erstrecket. Dasxouverneinemcls l'Icke c!s Vrance aber ist eines V0N den 12 Aenersl-xouvernemencs in Franckreich, welches gegen norden an die Pl»cardie, gegen Westen an die Normandie , gegen luden an das Zou.vememsnr von Orleanois, und gegen osten an das von Champagnegräntzet- Es wird eingetheilt in 10 kleine landschafflen, welcheskyliss, die Icke cie Vrsnce an sich selbst, l-c ttrie Vrancoitt, eintheil von Gastmols, l'Hurepoix, le Manwls, le Vexin Francois, leBeauvaisis, le Valois, u- r^oiffonnois und le Livnnois.
I8I.L VILO, oder Ile vieu, auf Teutsch die Gottes instil, liegtaufdem Aquitanischen mecr, ungefehr 2 meileu von der küste derFrantzösischen landschafft Poitou. Von einigen wird sie I'lle-l'oeutL, oder die Eyeränsul-genannt, weil die wilde gause da.selbst in grosser menge sich einzusinöen und ihre eyer zu legenPflegen.
I8UL VL 6LI.L, siehe Agulha.
rsm 99z
!8l.L , (Jourdain äel-) war, wie einige davor hasten, ein an»verwandter der Grafen vvnFlcmdern, hatte sich aber in Gasconieirniedergelassen, allwo er eine befreimdlin des Pabsts Johannis XXI!geheyrathet. Wrewvhi er nun sich zum hauvt einer räuberischenrotte aufgeworffcn, und mit derselben die umliegende gegendcn aus«geplündert, auch dabey mit entheiligung der kirchen, mit sthändunsdes fraueuzimmers,M!t ermordung fast alles dessen, was ihm in dieHände fiel, und mit andern gar abscheulichen verbrechen, den grau-sam um tod offters verdient hatte, so war er Loch unter der rcgiernn«des Königs Philippi V, in ansehunq des oberwehnten Padsts, im»wer verschont geblieben. Allein sobald CaroluS I V die regmunavon Franckreich angetreten, und Jourdain sich unterstanken, einenKöniglichen gerichts-bedienten, indem er sein amt exerckrcn wolle,zu todten, ließ ihn der Vrevott von Pariß bey dem kovffe nehmen,und zu dem galgen condemnirm, welches auch, ungeachtet derPäbstlichen vorbitte, sowohl durch das Parlament, als von demKönige selbst bestätigt, und an. i1 würcklich vollzogen ward.
kjtt. cle Ickcmce lvrn. 2 p, Z7«.
Islenos, siehe Antiochier.
Islip, oder Gislip/ vor alters Ghistlip genannt, ist ein feinerflecken in der Englischen Provintz Ortordshire, an dem zustimmen,-uß der Cherwell und der Rea, zwischen Oxford und West flock off.wärls gelegen. Der König Eduardus, welchen die Engelläuderden dekenner beynamen, ist daselbst gebohren worden. Ll-Wcke-,',
Lrirannis. clelic cle V Lagl. p. ;yi.
'Jsmael, ein söhn Abrahams von der Hagar , welche eine magddieses Patriarchen war, wurde L. Ivt.2124 gebohren, da sein vaterschon 86 jähr alt war. Sara, des Abrahams weit», beredete ihn,daß er den Jsmae! mit seiner mutier solle von sich flössen, welchesauch an. 2144 geschahe, da er ihnen demi brod und wasser mir aufden weg gab. AIs aber dieses aufgezehret war, warfsie den knabmunter einen bäum, und setzte sich gegen über von ferne. Da erschienihr ein enget, zeigte ihr in der nähe einen brunnen, und versichertesie, daß ihr söhn solle ein grosses volck werden. Als nun Jsmaelin dem stände war, sich zu verheyrathen, gab ihm seine minier einsEgyptierin zum weibe, von welcher ihm 12 söhne gebohren wurden»Von diesen kommen die Araber, Jsmaeliter, Saracenen und anderevölcker her. Mahomet rühmet sich in seinem alcoran, daß er vondem geschlechte Jsmaels herstamme. Es starb aber Jsmael imr;7 jähre seines alterS an. 2261. 16,17 logg I. r
sniig, c. iL. Teo-rrs/kil,. snn. Kittor. Vacri.
srck« park. 2 exercirat. 6.
'Jsmael, des Nathaniah söhn, aus dem stamme der Jüdl»schen Könige. Er erwürgte verrätherischer weise den Gedaiiah,welchen Nebucadnezar lvl. ,447 zum Louverneu, über das lau-Juda gesetzt hatte, und flöhe hierauf in Egypten, führte auch denJeremtam und Baruch, die ihn hiervon abhalten wollen, gcsan»genmitsich hinweg, /e,. 40,41. l. iL c.n»
an. rn. ;447-
'Jsmael I. der erste Sophl in Perficn, war eines kleinen HermeSiec-Aldar genannt, söhn, vonUsmicaffans tochler, lwd stiffletean. 14SS das Königreich Persien . Er fieng an den alcoran andersals bisher geschehen, zu erklären, führte sein geschlechc von Hall,Mavomets schwieger-schmund hielt alle diejenigen vor ketzer,welchenicht stmer erklärüng des alcorans beypflichten würden- Er starban. 1522, nachdem er viel siege wider seine feinde erhalten, unddadurch sein Reich bestätiget hatte. Er ermähnte öfflers die Cbnst»lichen Potentaten, daß sie sich mit ihm wider die Türcken vcreinisgen möchten. Er hinterließ 4 söhne, siehe Tequeaydar. ,Kill. Vers. I. 10. snt» Pure. lib. is,
,/s AckckEs/r«,.
'Jsmael ll > oder SchachJsmael/ Sovbi in Persien , folgtean. 1576 dem Tamas inber reglerung nach. Er kam aus dem ge»fänglllsse auf den thron, und ließ 80 stmer brüder hinrichten, umseine regierung dadurch in sicherheit zu fetzen. Allein er regiertenurajahc, indem er von einer seiner schwestern, Peria genannt,mit gisst vergeben wurde, weil er allzusehr zu der Türcklichen re»ligion geneigt schien, welche die Persianer vor unrecht halten.L.rsri Kitt. Vers
Issny / lat. Ikni-c, eine Schwäbische Reichs.stadt im Algöwgelegen. Einige »vollen den «amen von eisen, weilen sie nach demAlgöwlschen clialectt Eisni gmennet wird, lind ein roßwisen imWappen führet, andere von der EgYPtsschen gbttm Isis, welcheselbiger enden ehemals verehret worden seyn solle, die meisten undverständigsten aber von dem nächst bey der stadt entspringenden undhart vorbey fließenden wasser, die Mmach genannt, herleiten.Dasalterlhum belangend hat sie solches gemein mit andern benachbar-ten städten, welche ihren Ursprung von den Römern und derselbenlagern haben, wie die dastlbst ehemals gefundene steme, mu»-tzcn, und andere Römische merckmablen beweisen. Um das ichs1040 soll Manegoidus Grafvon Beringen das klostcr c>-ci. c>. Ke-necl. dastlbst gestifftet habe», Mit welchem aber bald daraus bisstabt in große zwistigketten und krieg gerathen. d,ß selbige an. 121sdurch die Triichsessm von Waldburg und Kordorss, welche oa«mabls die herrchafft Grauchburg, worinnen Yßi» gelegen, ichns-weiß von den Grafen von Vmngen und Nellenburg ee,cpen, da«hin gelädiget worden, daß das gottshauß kein gut oder erde m dcvstadt gewinnen und haben, und wann Lemstwen eines durch Gor!gegeben wurde, ,ewiges rn jahrsftu't wiederunr zu ve» canssen ichut»dlg >eyn iblie. In welch und ander» rechten und sreydeittl. inehedst stadrJtznl hrunach durch Kaystr Rubvlpyuia, A-ocemm unbHemrich ausdruckiill, auf die stadt Lindau verreyri »voe.ea ut.Nachdem haben die Grasen von Beringen die stabt unv yemchassrU theil. Kkkkkk Trau«)»