Band 
Zweyter Theil
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Trauchburg samt der Castenvogtey über das kloster dem Tmch«Mn Johannes von Waldburg um 190 marck silbers, dessen en.ae! aber Otto Truckfeß von Waldburg an. 1 ;6s der stadt ihre frey»Veit um yaoo pfund guter Heller verkauffet; wiege dann auch ineben leidigem >ahr vom Kayfer Carole IV unter die freyen Reichs»Itadte/ und in des Heil. Röm. Reichs schütz und schirm dergestalrenaufgenommen worden/ daß sie alljährlich auf Martini 100 pfundvoller richten »nd bezahlen solle/ welche Reichs-ßeuren anfänglichvonKayferSigismundo an die vouHaimenhoffen,nachgehcnds abervon Kayfer Maximilian» I der stadt feibsten von neuem eingesetztund verpfändet worden. Es soll dieses ehemals ein schöner orthgewesen / und deshalbenklein Augspurg genannt, durch die vielefeuers.brüiistc aber sehr verderbet worden ieyn / weilen an. 1284die gantze stadt, an. 1401 wiederum die helffte, an. cs;i drey viertelund erst an. 1721 in 2 mahl aufeinander em schöner theil der stadtverbrennen. Vor diesem hatte sie einen grossen leinwalb-handel /und starckc weherschaffl, welche sich öfflers wider den Magistratempöret/ biß an. 1598 die fache aus dem gründ verglichen wurde.Svnsten ist der Rath/ welcher jaus 1 s persohnen, als 2 Bürgermei.ster / 2 Stadt.amman und 15 andern Rathsfreunden bestehet, unddie gantze burgerschafft, von zeit der reformatwn an und noch purEvangelisch gewesen; und bat das heilsame reformalions-werck all»da insbesondere befördern helffen/der berühmtePauIFagius,welcherdahin an. 1527 zum ?r«cepror der Lateinischen schul und an. 1^7zuin Pfarrer beruffen worden, nebst dem Peter Büffler des Rathsdaselbst, einem grossen freund der gelehrten, welcher beshalbenauch den Ambrosium Blaurermn von Eostany dahm beruffen, undauf seine kosten eine Hebräische buchdruckerey auszerichtet, darin»nen mit hi'ilffbcs Ellas k.ev,m emes teutschen und gelehrten Judens»den er von Venedig kommen lasten, viel Hebräische bücher gi.druckt worden, die sich sämtlichen noch auf der kirchen bibliolhecallda befinden. Jßni ist auch eine von den 4 mahlstelten des freyKayserl. Land gerichts in Ober-und. Nicder«Schwabe», welchesalle monat daselbst abgehalten wird- Diese Nachricht ist aus Lovl.stadt Jßni cantzley asto eingefchickelssvorden. Noch mehrerer undausführlicherer bericht ist zu finden m k>»/.' snnsl. ckconlc.

Luev. Lc/. /<»-/>/?/,. cle civil. Irnzi.

I'. i p. 761. kssicil. cle,, Keick^-srckijvr.

ele monstk kierm. (Icrm. 8scr.

Lrskenkssl. Lcc. *

^Isocrates / ein berühmter Griechischer Redner. E« war im; >8 jähre nach erbaunng der stadt Rom zu Athen gcbohren, da Lv»simachlis kririor dnjölbst war. Sein Vater handelte Mit mnsicali»scheu lnstrumentc», souderllch flöten > die er durch leine leibeigenein grosser anzahl verfertigen liesse, und haue damit viel erworben,daher er em ziemliches auf seinen söhn wandte. Leine lehrmeisterwaren Prodicus, Gorgias und andere, die er aber an gelehrsam»kell und bercdtsainkeil bald überlrast. Er war anfänglich gefon»nen einen öffentlichen Redner abzugeben; da es lhine aber hierzuan hertzhaffligkeit, so wohl als an einer starccen stimm mangelte,wendete er allen seinen fieiß darauf, daß ex andere unterrichtete-Er liesse fichs dabey sehr wohl bezahlen, wolle von keinem lehrjün»ger weniger als tausend äraclims; nehme», sonach unserer müntzfast Hundes! bajoirr oder fünfforrsthalcr ausmachen. Er pflegtedabey zu sagen: er fordere nur tausend clrschmsi; wo aber jemandihme wolle die hertzhaffligkeit zu reden und eine starcke helle stimme,so wie er feine» lehrssingcrn die rede-kunst, beybringen, deine«re er bereit zehen tausend clcscstmsz zu geben. Indessen ward erdurch dieje gute bezahliing, von welcher er nichts liesse abbrechen ,was auch immer einige vorwcnden mochten, überaus reich; da«hero ihme.die Athenienser, wie sehr er sich auch darwidcr sperretc,die last aufflegten/ eine galeere in semem kosten anszurüsten; alswozu man in schweren kriegen die reicheste bürgere anzuhaltenpflegte. Im übrigen halte er eine so groffe liebe vor sein Vaterland,daß er nach empfangenem bericht von der nieberlag, so die Athe»nicnscr bey Cbäronea von. dem Macedoiuschen König Philippo er»litten, aljöbalb den schluß gefaßt, fiel) zu tode zu hungeren; daherer auch am 4 tage hernach,eben als man die bey Ehäronca crschla»gene gemeinsamlich begrübe, vcrichiebcn ist- Doch wäre er kamahlschon yc> oder nach anderen gar ic>c> jähr alt. Er hatlvmciiie«dene Oiziloii« hinterlassen, von welchen aber nur noch wenigevorhanden find. virse orscor. <7rce>'i> lib. ; cle orsr.

^sola / lal. Lekulum, eine kleine stadt in Calabria olcrs jnNeapolis, nebst einem Bischoffchuin, unter den Bischoffzu t^>. Se»veriuo gehörig.

/ lat. äliemm, eine stadt m Jstrien, ain 6oit'o cll Trie»sie, ant euicr kleinen insul, welche durch eme brücke an das festeland gehangen wird-

^sola / eine kleine stadt in der Geschafft Anghiera in demHerbvgtbum Mayland, welche der fluß Ovesca gantz umgiebet, unddaher den namen einer insul bekommt. Etwas besser unten am- Anza liegt ein städtgen gleiches namens.

"Hsola clella 8csls. ein artiges und wohlbewohnteS städtgenzwischen der Vc>llsc>>8. Andrea lind dem kleinen fluß Tejone,in demgebiete der Venetianischen landschafft Verona . Die Scaligeri ,öder die berühmten Herren -teils 8csla. haben es ehemals gedauet,und indem sommer sich allda aufzuhalten pflegen. 8cksux>>. äes

t/ieZr in Iksl. P. zsz.

^sola cle! krencipe. siehe Antigonia.

'Isola/ (Franciscus clelb) hat sich durch seine Gesandschafftenan verschiedenen Höfen in Europa bekannt gemacht. Er war von

Lso

BesaNho«, und begab sich in Kayserlickie Lienste um das jabrVon dieser zeit an suchte er mit dem grösten eiftr das Kayferlicheinrerette zu befördern, und unterließ Nichts, was nur einiaer was»scn zu erreichung vieles entzwecks dienen konte. Er war nicht mehrals ;o jähr alt, als ihm von dem Kayfer Ferdinand» IH die stelleeines Residenten in Engellanb zu bekleiden aufgetragen wurde. Erwüste sich hierbei) mit solcher geschickltchkeit aufzuführen, daß ma«an dem Kayftrlichen Hof für nöthig befand, ihm noch 4 jähr diesebedienung zu überlassen. An. iSüs war er Lnvo^L cx-raorcHnsi-ean dem Hofe des Königs Philippi IV in Spanien . Gleichwie eraber mit dem munde das Oesterreichische inrerell'e beobachtete, al»so that er auch mit seiner geschickten jeder. Hiervon kau unterandern genügsames zeugniß geben sein tractat, welcher unter demtitul: bouclier ä'ersc Lc cle julkice, heraus gekommen, darinnener alle diejenige xr-ksenttoneL, welche Franckreich meinem bucheunter dem titul: clroirs cle Is kleine sur äiverr eksk; cle >s monsrck«

cl'Lssggne sn. 1667, gegen Spanien gemacht, sehr gründlich wie»»erlegt, auch dabey die grosse gefahr zeiget, welche gantz Europa bevorstehe, wo man Franckreich also wurde lassen um sich greiffen,und einen Nachbarn nach dem andere» verschlingen. Er soll sichauch in mehrern schrissten wider Franckreich gar wohl signalisirethabe»; wiewohlen er davon Urheber zu seyn immer geläugnel; nurdaß er sich zu dem vdgcmeldken bouclier ä'ecsc verstünde. Hier»durch nun machte er sich bey den Frantzvsen sehr verhaft, und such»ten sie alle gelegenbeit hervor, ihn in ihren schafften auf das Hess«llgste durchzuziehen. Unter alle» aber hat wohl am artigsten undauf eine gar empfindliche arc Vcrjus, so nachgehends unter denFcantzöKschen gcvollmächtigten bey den Ryßwickischen friedens»tractalm sich an 1697 befuiiben, wider ihn geschrieben, Haupt«sachlich aus der ursach, weil er den L- Jsola für den smorern derwider thue ausgegangenen schrissten hielte, die den titul hatte: tisu-ce LU Verjur. Wegen seiner Verdienste wurde ihm die würde ei»nes Barons gegeben , und würde er wohl wegen feiner staais-klug«bell den Niemägischen srlebcns'.tractatcn beygewohnt haben, wo»ferne er nicht noch vor angehung derselben gestorben wäre. Imübrigen giebt man von ihm vor, daß er viel besser damit umzugc»hen gcwust, eme kciegs flamme zu unterhaiien, als selbige zu«scheu. Hierzu trug nicht wenig bey, daß er, nach einiger bericht,allerhand verdächtige briefe an die Höfe geschickt, welche er aufgc»fangen haben wolle. Als er gejändter in Polen war, suchte erdaselbst, gleichwie anderswo, das Oesterrecchische lmereike aufalle weise zu befördern, darüber er aber sowohl bey dem Königeals hauptsächlich bey der Königin , die einem Frantzösifchen Prin«tzen auf den thron verhelffen wolle, in groffe Ungnade verfiel.Man will ihn auch vor den vornehmsten Urheber angeben, daßder Prmtz Wilbelmus von Fürstenberg in Eöln währender fric»dens'iractaten den i4febr. an. 1674 in verhafft genommen worden-*

'Isolani / (Iacobus) ein Cardinal gebürtig von Bononjen ewar anfangs ein berühmter Rechlsgelehcler, nachdem er aber fss»ne ft-u veriohlc'n, nahm er den geistlichen stand an. JohannesXX,machte ihn an. -41z zum Cardinal, ließ ihn auch alsStatthalter zu Rom , woselbst er durch des Königs LadiSlai vonNeapolis völckcr gefangen genommen wurde; jedoch kam er durchdes Iacobi Sforliä Vermittelung wieder loß. Philippus Maria,Hertzog von Mayiand, machte ihn zum Louverneur von Genua ,und er wurde in verschiedenen andern Verrichtungen gebraucht,bis er den 19 febr. an. 14; i zu Mayland verstarb, cle

clsr. legum inwlp. bibi. ttcuion,

'Isolam/ (Johaun Ludwig, Graf) General derCroaten,war-aus einer samilie, so ihren Ursprung aus der stadt Nicosia mCypern, und zwar vom gefchlechc Lusignan, so lange das König»reich Cypern beherrschet haben soll. Einer aus dieser samilie kamzu stlidiren nach Bvnonien, heyrathete auch daselbst, und ließ sichallda häußlich nieder, dessen kinder den namen Jfolani vo» derinsul Cypern angenommen haben sollen, wie Pompejus ScipioDolsi meldet. Den Grafen- titul erlangte er von der an sich gebrach«ten Grafschafft Minerbio, welche ihn, aber an. is?2 von demPabst Elemente VHI entzogen worden. Aus diesem geschlechtewar Graf Johann Marcus Jfolani, Graf Hcrculis söhn, der sichin den Ungarischen krieg zum dienst Kayfers Rudolphi U wider dieTürckcn begebe», i» Eroatien einige gükcr an sich gebracht, undan. is--8 im Türcklfchen gefängniß, darein er bey eroberung Sml«wcissei!burgc.geralhe» , zu Constantiiippel gestorben, dessen jvhndieier GrafJohann Ludwig Jiölani gewesen, der die Herrschaft»ten Eych und Friedstein durch Kayfers FerdinanbiH gnade a» sichgebracht und besessen. Er war in feiner jugcnd in Kayfers Rndol«phi ll kriegs.diensten wider die Türcken, imd warb von denselbenan. iüc>2 gefangen, entkam aber durch hülffe eines Welschen, undlalvirte sich in Siebenbürgen , continuirte hernach bey solchemKayscr und dessen Nachfolgern Kavstr Malthia und Kayfer Ferbi«nanvo ll feine bimste, biß er über ein regimmt Croatcn Obrisierworden. Nachdem er den Böhmischen und Pfältzifchen krieges«expeclikiombus bcygewohnel, war er unter des Hertz,ogö zu Fried»land armce an. c säü, als von selbiger Graf Ernst zu Mumsfelbnach der Niederlage bey Dessau verfolget, und nach Ungarn gerne»ben worden , da er nebst dem Obristen Pechmann die Wagenburgbey Ungarisch Neustadt, die mit Mannsfelbifchm dragonern de«setzt gewesen, erobert. An. c6;o befand er sich unter dem HertzogSavelli in Pommern , und an. cL;i in der Wacht bey Leipzig,nach welcher er in Eroatien einige Werbungen anzustellen gesendet,und den sämtlichen Croatcn mit einer höhern autoricat vorgesetztworden. Er litte an. isza an seinem regimml durch Hertzog

Recn.