Band 
Zweyter Theil
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platz finven sich auch Wahrsager / welche dem vvlck um ein geringesihrkünfftiges glück.oder unglück vorhersagen. Bey demKönigl.

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Bernhards zu Dachsen cinsak, bey Silbach schaden, und wohn«

gch?chlem Hertzo^ marstall ist ein artiger thurm", der'vön unttn bifoben^Äer

unter Qbristen Taube köpffen von wilden geissen oder andern wilden thkeren, welche dekund Dei ne acha^ entsatz wie. König Mamas in einer e.ntzigen jagd soll gefangen haben, .gebauet

be'zEgeLLn.L«d., .«.d-antzdckk-m« «berdm

neralat über die Croaten, und zog unter König Mdmando irr zuselbe, nahm Hochstädt ein, wohnte der Macht bey Nordilngen,und belagerung Regenspurg bey, eroberte Saltzungen und Ätey»nungen, that an. i6;6 den einfaü mit in Franckreich, und warunter des Generals Graf GaüaS armer folgends in Burgund , an-i6;? aberm Hessen , an. i6;s in Pommern , undcvntinmrte lernedienste biß auf leinen an., 640 im mark. zu Wien erfolgten tod-

Isolle / ein kleiner iluß im Hertzvgthum Bretagne in Franck»reich, der bey der stadt Cuimperlai vorbey in das meer geht.

^sonzo / lat. Ilonnus, ein ffuß, welcher auf den Karndtifchen

Alpen m L.eutichland entspringet, sodann durch Friaul nach Ita»tlen zu gehet, unterschiedliche siädte benetzet, und <; weilen süd.ost.Watts von Aquileia in den meer busen von Triefte fällt. Er ist son»derlich zu meicken, weil daselbst an. 48s der König in Italien ,Ovoacer, von dem Gothischen Könige Theodorico geschlagen wur.de; ,v dann auch wegen des steges, weichen die Türcken daselbst an.1^77 unter Azabenck, Mahomets des grossen Generale, widerIeremmv Novells, Grafen von Verona , einen derühmren krieges»Helden in damaliger zeit, erhielten, als welcher nebst seinem söhne,den meisten Officicern und ;ooo Veneticmcm in der Macht blieb;woraufdie Türcken 102 dörsser in brand steckten. llewr.

traliX. steter, Ic»Iise.

Ispahan oder Hispahan / auch Spahan/ Stahan, besserIsfahan nach PeciiMr aus sprach, lat-äpak». auch ^lpaba-mum, die Haupt«stadt in gantz Bersten, und Königliche res,denn,-liegt in der Provintz Erack oder Jerack auf einer ebene, an demflusse Scnderut. Sie soll ehemals Sipahan seyn benennet worden,nach Tamerlane aber den namen Ispahan erhalten habrn. Einigehalten dafür, baß sie auf den platz der stadt Hecatompolis erbauetsey. Niger hält sie vor das alte Ecbatana, andere vor die stadt A.spa, welche Ptvlemäus, Plmms und Slrado in das Parther. gebietsetzen. Ctzardm aber meynet, daß es wahrscheinlich die berühmtestadt Asvadana sey. Sie hat nebst den Vorstädten auf 8 Teutscheweilen im umfang, ist aber mit schlechten mauren und graben ver.sehen. Sie wird in r quartier eingetheilet, die als r widrige par»theyen immer an einander kommen. Der fluß Senderut verstehetdie stadt mir wasser, und wirb er durch canäle m die Königlichegärten und andere vornehme Häuser geleitet. Die Häuser sind mei«stenlheilS von gebrannten steinen vicreckiqt gebauet/ und 2, ; auch4 stocke hoch. Ihre fenster sind mehrentheils eben so groß als diethüren, und gehen mit denselben herunter aufvie straffen, habenaber keine gläsec, sondern nur höltzerne gitler mit öl gelräuckten pap»Pier verklebet. Die straffen sind sehr eng, krumm und nicht ge«pflastert. Der Meidan aber ist der schönste in gantz Perstcn. Erist 700 schritt lang und breit. An der west.seite, da des Königspallast dran stöst, sind zierliche gewölder, vor denselben aber findensich schöne bäume, deren äste allemal verhauen und wohl zugeschickt,ten werden, welches denn einen schönen prosseöl und schatten gie.bet. Es ist auch daselbst em bächlem von spring.wasser, welchesneben den bäumen in einen canal von gehauenen steinen läufst,dessen wasser sich zu beyden enden der bäume sainmlet, und vonbannen durch unterirrdffche wege hinweg geleitet wird. Um denMeidan herum hat ein jeglich handwerck und kunsi ihre besonderegaffen, welches überaus lustig zu sthen ist. Über diesen gallerienist ein gebäu, auf welchem die heerpaucker und fchallineyer täg»sich bey Untergang der sonnen, ingleichen beym aus--und einzug desKönigs musiciren muffen. Diese music wird von einem Kan re.giert, ist in allen Persischen städten üblich, und soll von Tamerla«ne eingeführet seyn. Des Königs pallast gehet auf den Meidanheraus, und ist mit einer hohen mauer umgeben. Über dem thorstehen 110 grosse und kleine canonen auf ihren laveten, und sind sievon Ormus dahin gebracht worden, als die Persianer diese stadtvon den Portugiesen eroberten. Des tages wachen an der äusser«sten pforte über; oder 4 mann nicht, des nachts aber i;, und vordem Königlichen gemach, welches sie Deka nennen, zo. Die an.dein fürnehmsten gebäude im Königlichen Hofe sind D»b cksne, dergrosse saal, m welchem der König mit seinen Kauen panguete hält,ferner vivan ckLne, in welchem er den Gesandten aubtentz giebt,und ÜLMM cliane, der frauenzimmer.saal, in welchem seine kebs.Weiber zusammen kommen unb für ihm tantzen müssen. Es sindauch etliche grosse gärten nebst schönen lust.häusern in diesem Hof zusehen, in deren einem das grosse ahllum -zilacapi, d. i. Gottes. Pfortgenannt, wohin die schuldner, todtschläger, rc-fliehen, die biebeaber wollen sie nicht lange darinnen leiden. Auf der andern feitedes Meidans ist auch noch ein freyheits-platz, wohin sich viele ein.wohner reciriret hatten, als Tamerlanes die stadt wegen ihrer re.öellion züchtigte. Hinter des Königs Hofist das schatz.hauß Labe.rick kali, somit mauern und vielen hoch zugeipitzten rundelen, auchmit einer starcken wache versehen ist. Am suder.theil des Meidansist die prächtige kirche des Schach Adas,die Schach Sefi noch wei.ter auSgezreret har. Sie ist dem Mehebi, dem letzten ihrer zwölffIwans, gewidmet, der bey Kusa in eine grübe gegangen seyn, unddermaleinst amAlv vferd reitend wiederkommen,und die gantze weckzum »lcoiLn bekehren soll. Mitten anfdem Meidan stehet eine bo»he stange« aufweiche man melonen und äpffel, auch wol,zuweileneinen silbernen tellcr mrk gelb leget, nach weichen der Komg mckftinen Kancn rn vollem curierzu Messen, und dabey grosse wet»ten, wer am besten treffen würde, zu setzen pfleget- Auf diesem

andern, ordentlich in einer reihe angenagelt, daß sie alle einanderberühren, die Hörner aber hervor stehen. Aus dem nvrder.theildes Meidans gehet man zum rechten Basar, woselbst eine grosseLsilerie. barinnen die köstlichen Waaren anzutreffen, wie bann die»se stadt der Handlung wegen nicht allein von den Indianern, Tar»tarn, Türcken, Armenianern, Georgianern unb Iüden, sondernauch von den Engelländern, Holländern, Frantzvstn, Jtaliänernund Svaniern besuchet wird. Sie wird vor die gelehrteste stadt ingantz Orient gehalten, hat auf z rooo Häuser, isr mosquecn, 48schulen, igoo caravanseras, bäder, ir kirchhöfe, und Chri-sten, Iüden, Mahometaner und Heyden zu einwohnern, die auf1 ivvooo geschätzt werden. Es giebt auch in der stadt; Münchs»klöster, in deren einem Spanische Augustiner. Münche, indemandern Italiänische Carmeiiter, und im dritten Frantzösische Ca»puciner oder Franciscaner sich befinden , in den Vorstädten haltensich auch Jesuiten auf. Unter den Vorstädten sind vier merckwür»big, darunter Zulfa die fürnehmste. Sie hat ;oc>c> Häuser und12 kirchen, und wirb von Armenischen kausieuten bewohnet, wel»che ihren tridut geben. Die andere vorsiadt jenseit des fluffes Sen»derut wird Tabris »bath auch Adas abatb genannt, well Schach»Adas selbige völcker von Tabris oder Tanns dahin gebracht. Has-sen abath ist die dritte Vorstadt der Gcorgianischeu Christen, undKebbrabath die vierte, der Kebbers oder ungläubigen. Sonst hatdie stadt Ispahan auch verschiedene schickfale gehabt. Von Ta«Merlanes ist ste zweymal.verwüstet worden, erstlich als er sie cinge»nommen, und hernach als sie rebelliret hat. Gleiche Verwüstungbat sie von dem Cboza wegen rebellion empfunden. Unter Schach »Jstnael I hat sie sich etwas erholet, Schach-Abas aber hat sie ihrengrößten Wachsthum und zierde zu dancken, als welcher den König»tichM sitz VVN CaßwiN dahin verlegt. Ht- /-» reike-besckiei-bung k. 2. reise beLkreibunK lib. /«DeeL-L, k. 1 lib. 4»

rom . 8. §«»/o» vv)'LZer äe ?erfe.

'Israel, ist der name, welchen der Engel des Herrn, oder viel»mehr versöhn Gottes selbst dem Jacob gab, als er mit ihm gerun-gen hatte. Nach dieser zeit wurden die nachkommen dieses Patriar-chen Jsraeliten genenner, und in 12 stamme eingetheilet. 6--«--»; 2 . »nrig. sei 6en?s. F/e«-

r- rnoeurz äes Itrseliker.

Issaschar, ein Patriarch und der fünfste söhn Jacobs von derLea, wurde M. 2288 gebohreu. Er war das Haupt eines stam-mes in Israel, der sich auf den ackerwau legte. 6-»,/. 49.

»im. kickor. kamarek. p»rt. 2 exercik. iF.

Issedon/ eine stadt in Scythien, welche jenseit des berges I»Maus, ,0 ein stück von dem gebürqe Taurus ist, gelegen war. Ei«nige neue erd.beschreiber halten sie vor den ort, so heute zu tage Er»racvram gcnennet wird, und in der grossen Tartarey lieget. Diealten scridenten qedencken noch eines andern Issedon in Scythien,weiches vor einerley mit Sucbur oder Synchum gehalten wird,und«n der Provlntz Tanquet oder Taju gegen Calhay zu lieget.

norir. orb. snrig. lib.c»p. 24»

'Isselstetn, eine uralte Niederländische Frevherrliche familie,von welcher Alhard an. 1179 dem thuriüer zu Cöln mit beygewoh»net. Jacob «st an. 147; Abt zu 8 . Pantalcon zu Cöln worden.Florian war an. isi9 Kavserlicher General wider Franckreich irrder Picardie, und an. i;;6 ward Florian Herr von Jsselstein übee8020 Spanier zum General bestellet wider die Frantzvsen. SchottsVmcentius Herr zu Linnegen, Pfand-Herr von Rurort, befandsich in dem comitat des Churfürsten zu Brandenburg , an. >6;8 aufdem Kayferlichen wahl.tage zu Fcanckfurt am Mayn. l^lSr.

'Isselt, (Michael von) von Amerssorr aus dem Mrechtrfcheckgebürtig, wurde von juqxnd auf zum studiren gehalten, und nachLövcn geschickt. Nachdem er sich in der Philosophie wohl umgefe»hen, legte er sich auf die theologie, und als er auch darinnen daSfeinrge gethan, predigte er znm öfftern vor die Pfarrherrc». AlsAmersfort in der Güeufen gewalt gekommen war, begab er sichnach Cöln, und von dar nach Nimweqen. Ais aber die Gueufmauch selbigen ort erobert, gieng er nach Hamburg , woselbst erbe«?Italiänischen kaufleute Prediger wurde. Er starb daselbst den 17vct. an. 1597. Seine schrifftcn sind: K'ttori» bell, Lolonienüs;kiüori» rerum memorsbillum in Lelßio; pLrscijsu; precum; ässreczuenre communione, Lee. bibl. Lel§. ärtien»

LeIZ.

'Issendorsip vorzeiten Edsielendorpe/ auch Etzelendorp?eine Adliche familie, welche vorzeiten das Erbschencken-aml in demErtz.Stlffte Bremen, und die Burgmannschafft zu Börde, nebstvielen freyheilen, besessen. Robertus lebte um das iahr 1197; des-sen urenckel, namens Heinrich, war an. iz zs unter dem-üllmmj-ttrsrore Maurrtiv Obrister und Drost zu Börde. Meinrich, einenckel des letzlern, hat an. i48r das ichloß Poggenmühlen erbauet-.Johannes war an. iSio Lanbrath in bem Ertz-Stifft Bremen ,und ein qroßvaker Mlchioris, Schwedischen Obrist Lieutenants,dessen ältlster söhn, Johann Christoph, eben die/e cKarZe an. i?oKbesessen. cbearr. nob. Lreiv.

Isssodun/ lat. Lxeiollmmm, eine stadt in Verry, zu der biö»ces von Bourges gehörig, wovon ste 7 biß 8 weilen entfernet ist»Sie lieat an dem kleinen flusse Thiol, ist ein nach aller Manier be»M,gier ort, somit einem castel, mauren, khmmen und grabeck' u theil. Kkkkkk» vrx»