Band 
Zweyter Theil
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9S6 iss ist

Versehen ist. Hugo von Die, so Päbstlicher Legate war, hielt an.1081 ein Lonciüum hierseldst. 2^-s^»S,. epilk. ^s^e»

^Issoire , lat. INodorum, eine stadt in Nieder.Auvergne , andem fiuffe Couze, 6 weilen südwärts von Clermont .

'Issus , eine stadt in dem östlichen theile von Cilicien , in Klein»Asten, Lajazzo,Ajazzo oder Jazzo genannt, nahe bey einem meer»busen gleiches namens, und nicht weit von dem berge Aman, unterTürckischer botmäßigkeit. Um diese gegend schlug Alexander dck.des Dar» krieges.heer, und an. 143s der Egyvtische Sultan denTürckischen Kayser, Baiareth H. Lajazzo ist jetzo ein Bischöflichersitz unter dem Ertz»Bischoffvon Tarso. Die stadt, Nicopolis liegt5 meilen davon, und ist nicht einerley mit diesem Issus, wie einigedavor halten, stehe Lajazzo . 67^/s üb. 14.nor. orb. sm.

"Istacher/war eine von den ältesten städten inPerstechso vorzeiteneine Königliche restdentz war, anitzo aber in ein dorffvmvandeltworden, aus deren ruin die stadt Ziaras entsprungen ist. Sie lageine weile von dem fluffe Arares, anjetzo Bendamir genannt«

Mein, ist ein Bischöflich»Baselisch dorff und Herrschafft ander rechten seilen deS Rheins, ; stund unter Basei gelegen, da diefelstn ihren fuß in das wasser hinein setzen. Es ist allda auf demfclsen 8. Bits capell- Vor altem stunde auch allda am gestad einFrauen.closter,welches BischoffLnlhold zu Basel an. 120s gestifftethat, darinnen etwan -6 Nonnen gewöhnet haben. ObderCa-pellen istein vestesberg.schloß gestanden, welches an.t;8;Immervon Ramstein ( welcher in zweyträchtiger wähl wider WernherSchaler zum Bischofs;» Basel erwöhlt worden) für ;ooo fl.pfands»weiß einbekommen, daß er vom Bißthum abgestanden. Diesergäbe sein Pfand Ertz-Hertzog Lüpolden von Oesterreich , und die»ser stellte es Burckhard Mönchen von Landskco» zu. Als nuN bisstadt Basel an. 1409 mit dem Ertz-Hauß Oesterreich in krieg gern»then, und der Innhaber dieses schlosses sich gegen die Baßler feind-sich erzeigte, giengen diese um Martini mit ;ooo mann für Istein /beschossen , bestürmten, eroberten und besetzten das schloß/ welchesauch der stadt indem an.i4n zuEnstsheim erfolgten frieden, über»lassen, hernach abgebrochen, die quaderstein nacher Basel geführtund am Riechemer.thor dastlbsten verbauen worden. Der qewese»ue pfands.innhaber BUrckhard Mönch von Landskron bekäme vomHauß Oesterreich dafür die pfanvschafft auf die Herrschafft Lauser.Lang hernach hat Bischofs Caspar zu Rhein, Istein psandsmeißübergeben an Hermann von Evtingcn , der wolle das schloßwieder aufbauen, allein die stadt legte stch darwider und verhinder»te es. Le 6,^ cbron. Lsstl, 8t»,»A) lib. 12 psg. 400 b. Le

402. *

Isterle/ stehe Historie.

, oder iSIHlVlicä, waren gewisse Griechisch^schau.spiele, welche man alle drey jähr dem Neptuns, oder wie an»dere wollen, dem Melicerto zu ehren gehalten, welcher letztere stch,wie die fabeln melden, in die see gesturtzk, und hierauf in einenmeer.gott verwandelt worden, Es war eine von den 4 grossen ver-sammlungeu in Griechenland , wobey die berühmtesten Ubiern ihrekiinst und fertigkcit im Muffen, ringen/ wringen, Wersten,auch wohlin dem faustgefecht, so csettuz und pancrarium genemiet worden,ferner indem Wettrennen, sowohl aufeinzelen Pferden,als mit zweyund vier bespannten wagen, und in den letzteren zeiten auch in ver»schiedenen stücken der mustc, beredsamkeit rc., sehen liessen. Diebelohnung, welche den überwindern gegeben wurde, war anfäng»lich eine crone oder ein krantz von sichten; sovanN empfienqen sieauch einen palm- zweig, wurden durch das freudige zuruffen der gan»tzen Versammlung beehret, auch wohl bey ihrer rückkunfft in ihrVaterland mit grossen ehrbezeugungen eingeholet. Viele Griechischestädte hatten denen auch hernach lebens lang entweder ihre ernch»rung in dem sogenannten kr^-meo aus dem gemeinen seckel, oderauch gewisse qeld.summcn, verordNel; wie dann schon Solon diesejährliche penston für die stadt Athen auf einen überwinder derIstmischen kampf.spielen zu hundert drachMen, und der Olyimplschen zu fünffhundert gesetzet hat, da solche vorher noch mehr ge.Nossen , aber zuletzt durch ihre grosse anzahl dem gemeinen wcsenwaren beschwärlich worden. Sssyphus, König von Corinth, sollsie ungefähr i;;ojahr vor Christi gebllrt einaesetzt haben. DenNamen hat man ihnen von dem lükmo oder der meer»enge zll Co»rinth gegeben, allwo sie ordentlich begangen wurden, 8s/-sl^sser itkNmionl«», AAonittics. Lrreci» keris-

l», *

isi'ülvlvs, bedeutet einen schmalen strich landes zwischen LMeeren, durchweichen 2veste länderzusammen gehencktwerden,oder eine halb. msvl mit dem vesten lande verknüpfst ist. Die Teut-schen nennen es eine meer-enge. Das Griechische wort best!eigentlich so viel, als der nacken, oder dasjenige, was den kopff mitdem leibe zusammenfügt. Sofern die bedeutUNg einer erd»enge bey den Griechen hat, setzen dieselbe diesem wort entgegeneine meer-enge, oder einen schmalen strich mcers, zwischenzwey vesten ländern. Die berühmteste fünffikkini sind 1) der zwi»sehen Egvpten, Arabien und Palästina, durch welchen Africa undAsten aneinander beugen; 2) der von Corinth zwischen Morea undLivadien ; ;) der von Panama zwischen dem iwrdUcheN und lud»liehen America ; 4) der zwischen Malacca und S>am in Ost-Jn-dien; ;) der von Cassa, zwischen dem Lkerkonelo Tsurics, und derCrimmlschen Larlarey. Den Ittkrnum von Cornilb hat man voralterS, und insonderheit zu des Kaysers Neronis zeiten zu durchste-chen und dadurch aus Morea eine vollkommene insul zu machengesucht, welches «der niemals angegangen, auch zu der zeck, da

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man die ersindung der schleusten noch nie gehabt, schlechterdingsunmöglich gewesen.

Mhuanfius / (Nicolaus) Vlce - ksisnnu; des KönigreichsUngarn , war aus einem guten Adelichen Ungarischen geschlechte-und stubirte in seiner jagend zu Padua wie auch zu Boiioiüen in I-talieu. Hierauf begab er sich unter dem Grafen Nicolaö Serjniin krieges-dienste, wurde der Kayser Maxintiüani Ik imd RndolphiII 8ecrelLriu5 beyder Ungarischencantzeley, folgendsUngarischerLand.Richter, endlich Kayserlicher Rath und Vics ssLlLkwus deßKönigreichs Ungarn. An. 157s wurde er an den Türckischell Ue»zier nach Ofen geschickt, die schlöffer Divmiam und Svscrock,welche die Türcken eingenommen hatten, wieder zu fordern, so eraber nicht erlangen kunle. Er wvhnte hierauf vielen kriegs-erpedi»tionen in Ungarn bey, sottderlich an. 1594 der belagerung vonStuhlweissenburg , und vielen andern. Er ward nebst dem Bi»schaff Stephans von Weitzen, und Barlholomäv Petzen an. 1593in Siebenbürgen gesendet, um dem mit Sigismundo Baihori ge»schlossenen vergleiche nach, die Huldigung in des Kaysers Rudol»phi ll nanien einzunehmen. In seiner anwesenhctt aber kam Si»gismulldus Bathori wiederum heimlich in Siebenbürgen , un-weit ihn gedachter vergleich gereuet hatte, nahm er die regierungselbst wieder an- gestattete gleichwol ihm und seinenneben.com»Missarien, wieder zurück zu ziehen. Er wurde hieraufzu den fric»dens.tractaten mit den Türcken gebraucht. Als er an. 1603 einereise zu Königs Matthiä in Ungarn Wahl und crönungs.tag nachPreßburg that, und an der Donau spatzieren ritte, rührte ihn derschlag, davon er auf der rechten feite gantz gelähmet ward. Erlebte zwar noch einige zeit bey gutem verstände, daß er sein ange»fangenes historisches werck continuiren konte; starb aber im 8°iah»re seines aliers ohne erben, als verletzte seines geschlechis. Seinegemahiin war Andreä Botts, Lanm jnDalmatien, Croatien undSclavonieii wchter. Er hat 6e rebu§ KunZaricis übros vonan. 1490 hjß Mof geschrieben, oder von des Matthiä Corvini tobebiß ausden Kayser Matihiam. Vüs operibus pr^lixa.

Mrien, Histerreich/ Istrta/ eine Provintz von Italien , un-ter der Venetianer gebiete. Sie liegt zwischen dem meer.busen vonTriefte, und dem von Quartier, stöffct an FriauI, die Alpen ,X-Iorire de ia Venä genannt, und das Adriatische meer, und istgleichsam eine halb- iiisuli Vor zeiten gehörte dieses land zu Illy»rico, welches eine Römische Provintz war; zu des Kaysers Augustezeiten überkam selbige an Italien , und an. 1190 unter derRepu»blic Venedig botbmäßigkeit, Es soll 2---, weilen im umfange ha»den, Es ist ein uneben und ungesundes aber fruchtbares land, zu»mal an wein und öl. Nicht weit von Triefte liegt ein castel nebsteinem berge, so die alten Pucinum genennet, so jetzo Proseck heisset,allda der edle Proseckcr Rheinfall wächset; auch giebt es einigemarmot-brüche allda. Es gehöret aber nur das land gegen demtneere zu seit an. nyoderRepublic Venedig, welche auch einestLouverneür daselbst hat, lind ziemliche einkünffte aus dem landeziehet, Einwärts in dem lande hingegen hat das hauß Oesterreichdie Grafschafft Mitterburg , Adelsberg oder Poskino, Triest undandere örter, welche zum Hertzogthum Crain gehören, und destfünffken theil desselben ausmachen. Die besten städte darinnen sindc-ipo ck'Jstrta - vorzeiten Justinopolis genannt, so im meer auf ei-ner kleinen insul liegt, Parcnzo, Pola, cmänuov3,rc. welcheallesamt den Venettanern gehören. Zu Pola findet man noch ei»Römisches LrnpbirksLtrum. ^/r«« üb. ;csp. 18. 8-<viLs lib. 7./'s,6e5cripr.ItLl. Le 67 ,Zeogr.

ropoZr. Itsl. 6°//^,,« not. orb. siil. üb. L c. 9-obre der klerrxoArb. Lrsin.

Malica / eine stadt in Spanien , erhielt von Scivione Africa»iio die stadt-gerechtigkeit - nachdem er feine krancken foldaien daselbsthinbringen lassen, dahero auch der ort den namen erhalten. Nachder zeit wurde es eine Römische colonie, auch des Kaysers Trajaniund Hadriani Vaterland; welche ihr eben dieses recht der pflantz»stadt ertheilt, weilen sie dasselbe dem recht eillrr freystadt, oder mu-nicipü, so sie schon vor langen» hatte, sechsten vorzöge. Unter de-nen ersten Römischen Kayser» hatte fle nebst noch mehreren Spa»Nischen städten das recht äherne müntzen zu prägen, vergleiche»noch viele stücke gefunden werden. Man hält davor, daß es ästdem ort gestanden, wo heute zu tage Sevilla ls Vieja liehet, dasalso von diesem orte nichts als etliche alte gemäuer noch übrig sind.^.6e//.I. iüc.ij. cle llsspgn. 1.8 e. 2 /Vs»-

Hiss>sr>. c. 17. t'is/L,«, de numm. coion. not-

orb. ant, 1.2 c, 1. *

'Italien - eines der schönsten theile von Europa , Vorzelteiiwurde dieses land von dent Saturno, welcher dahin geflohen ley»soll - als ihn Jupiter vertrieben, Saturnia, von den alten einwoh-nern Oenotria oder Ausonia, und von den Griechen Hespcria, rve»es selbigen gegen abend gelegen, benennet. Woher es aber Italic»heiffe, sind verschiedene Meynungen, indem einige davor hallen,daß es eigentlich Vilalici zu nennen, von des Herculis kalbe, io da-rinnen verlobten, aver durch dieses gantze land vergebens gesuchekworden; oder von dem alten Griechischen Wort welche»einen ochsen bedeutet, weil es dergleichen sehr viel in dem lande ge-geben, Sicherer ist es, solchen von einem, namciis Jtalus , oekvon etlichen vor des Ulyssts eiickeh von andern vor einen Konig vo»Sicilien, oder auch vor einen andern ausgegeben wird, herzmuy-ren- Sonst wird es auch Argessa, Cbbne, Caniesene gencnncl,wiewol jeder dieser dunckelen namen nur bey einem cinzelen »rsm-mLlico anzutreffen, die solchen aus allen Griechischen scribente»wolle» bergelcitet haben; wobey doch leicht einige irrung mcig im-tergeloffen seyn; als da Ttetzes sd l.)'copbi-. vers. ,2;» die be»ie-mung Argessa anführet, HesycymS das wort Chvne aus einem ge-