Band 
Zweyter Theil
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wissen Äntiocho Epiphäne- nnd Macrobius auf das zeugniß desProtarchi vön Tratles, den »amen Camesene. Was die situativ»anlanget - so präsenttret es sich wie ein stiefel, und erstrecket sichvon dem thal Aosta an biß in die äusserste gräntze von Calabrien ,an die roo Teutsche weilen und drüber- Die breite hingegen er»strecket sich in dem obersten weile auf anderthalb hundert, untenaber an etlichen orten kaum auf ;o weilen. Es stöffet oben anTeutschland, die Schweitz und Franckreich, sonsten ist es überallmit Wasser umflossen. Gegen morgen hat es das Adrmtische meer,gegen abend das Ligustlscde und Tvscamsche, gantz unten das S>»titanische. An gedürgen finden sich die Alpen , welche Italien vonFranckreich, der Schweiß, Tcutschland und Illyrien scheiden;nachmals ist das Apenninische geburge, welches mitten durch Ira»lien der länge nach gehet, der bcrg Masso ohnferN SUessa, Bat»baro zwischen Bajä und Pozzuolo, Vesuvius zwischen Rapdli undNola, welchen die einwohncr mome ch övlnwa nennen, In AMlien ist der berg Gargan, fönst 8. Angelt genannt. Die vornehm»sten flusse find der Po, welcher aus den Alpen entspringet- und istdas Adnatische meer messet, nachdem er eine unredliche meNge an»derer Misse;u fich genommen; die Etsch , so aus Tyrol kömmt, Undsich in das Adriatische meer ergeust; der Arno Messet durch dasFlorentmische in das Tbscanische Meer; die Tiber fließt fast MittMin Italien bey Rom in das Toscanische meer. Ferner der Gariglia»vo , Leßia, Oglio , Minciö, Tanaro , Taro, Netto, Silaro, dieDo»rea, Adva, Tredia rc. An seen hat es den ste von Perugia , von Bol»sena und von Braccianv iM Florentintschett; den see vön Como,Iseo , KsgMare und äi Garda in dem obern theile von Italiens den Fucinersser - nnd denvdn Fvndi in Lsmpagnä L ldows. Wist aber dieses Reich Nach unterschied der Heil eingetheilet worden.Der obere theil wurde anfänglich von seinen etnwvhnern Galliägenenmt, Um solches von dem älteren - und noch heutigen Gallien zu unterscheiden; 6Ma LiüäM?. uNd Lirerior nenilich in ansehungder Römern und Italiänern , sodann Tvgach, weil die einwohnetNach erlangtem RömlscheN burgerrecht, gleich den Römern togartrugen, und dadurch von den Galliern renseirs der Alpen leicht zuerkennen waren, endlich auch wegen ihrer läge 8ubsipMs und c,r.cuwpLä-rna geheissen. Der untere theil aber, weit er von den Grie»chen bewohnet, wurde kriech msgns benennet- Nach der zeit,da sich verschiedene völcker in Italien vest gesetzet, wurde es in vielProvintzen eingetheilet, und eine jede von einem besondern volckebeherrschet; denn da findet man Ltguriam, Jnsubriam, Histriam,Ümbriam, Picenum,Latium , Campaniam, Samnium, ApuliaM,Calabriam, Messapiam, Lucaniam, welche von den Carnis, He»trllscis, LatiniS, Sadinis, Piccntidus, Vestinis, Marrucinis , Pe»lignis, Marfis, Aequis, Volscis, Hirpinis, Samnikibus, A»Pults, Campanis, Caladvis, Saienlmis- Bruttiis und andernbewohnet wurden. Der erste König in Italien soll Ianus gewe»sen seyn, vem Saturnus, Picus, FaunuS, Latinus und Aeneas gefolget, von welchem letztem die Römer hergeführet werden. Alsaber selbige anfiengen, in Italien an macht zuzunehmen, wurffestsie ein volck nach dem andern über den Haussen, und machten sichMeister von gantz Italien - Diese beherrschten selbiges land biß zuansang des 5 lscull, da die WefstGotheN einbrachen, und fich derstadt Rom Nebst dem grösten theil von Italien bemeistertcn- Obfich nun gleich deren König Aistulphus durch seine gemahlt» Pla»ridiam des Kaysers Honorii schwester, bereden ließ, Italien zu verslassen, so brachen doch die Hunnen unter ihrem anführet Attila ein, und bauseten darinnen gar übel, girngen aber um das jähr4;; von dar wieder in Ungarn - Nach diesem demeistcrte fich O»doacer,der Herulorum König, Italiens , uuv legte seine residentzHu Ravenna an; allein er wurde von der Ost-Gothe» Könige Theo.dvrico mit list hingerichtet, und Italien vott, demselbigen eroberstDiesen überwand der KayserJustmianus, und brachte gantz Jta»lien wieder unter sich, welches aber zu des Kaysers Justin» lk zenenunter der Longobarden bothmäßigkeit kam- Dicst richteten umdas jähr unter Aldoino ihr Königreich daselbst an, dessen sitzjU Pavia war, und behielten die Griechischen Kayser nur erneu theilvon Italien noch übrig, welchen ste durch die Exarchen von Räveii»na regieren liessen, jedoch verlohnn sie mich selbiges im 8 Wcuio-

Als aber die Longobarden sich meistev von der stadt Rom zu Maschen suchten, rufste der PM Zacharias den Franckischen KomgPipinum zu hülffe, welcher auch in Italien kam-und den Longo»bardischen König AistulphuM zu paaren brachte- Nach Pwmr to»de mächte Defiderius eine unruhe, wurde aber von Carolo u«berwunden, und gefangen in Franckreich gebracht« Von der zeitan wurde Italien durch des Caroli Ick. Nachkommen beherrschet,

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Manluamsche/ Modenesijche und Parmesam sche gebim; mM-wen die Repudliquen Venedig , Genua und Lu cca. Nicht wttiiqeögiebt es verschiedene kleine Fürsten und Herren , als die von M»randvia, Castlglione, Guastaka, Monaco , Massa und anberc-Me aber nur ein kleines land haben. Die stävte find-in Italien grö»sten theils wohlgebauet, aber nach Proportion nicht gnugsain be»wohnet-, Die Archen und öffentlichen, ja auch die vornehmstenprwatchaMer sind Mit den köstlichsten schiidereycn sezieret. MaNnennet Rom die heilige, Napoli die edle, Florentz die schöne-Genua bre stbltze, Mahlünd die grosse, Ravenna die alte, VeNe»big die reiche, Padua die gelehrte, Bologna die fette, rc. Sonstist Italien eines der schönsten länder in der gantzen Welt, daheroes msgemei» das paravieß der weit, oder dir garten vonEuropckgenennet wird- Das land ist sehr fruchtbar an getreyde, wein -Sl, citronen, Mandeln-rostnen- Manna, qkanaten undben an»genehmsten früchten -Es giebt darinnen die schönsten bluwm,daherödie rakesten perfumen daselbstverftrkiget werden.Nicht weniger giebtes auch daselbst gantzeIüsmarin« walder, viel Vieh, fische, vögel-käse,saltz und andern Überfluß. Jedoch ist die butter ziemlich rar, attderen statt matt baumwi brauchet, davon aber das beste insgemeinVerführer witv- Von getreyde wächset nicht aller orten, zumal ittdein untern theile von Italien , so viel als vor die einwohner vbnnö»then ist, welcher Mangel aus Afrika und Stellten ersetzet wird.Disgebüvge und sonderlich das AvenUiNische giebt ritten grossen vor«rath von metallen und Mineralien, eisen, alaun, schwefel, agath ,auch etwas von gold und Wer, dahero auch verschiedene warmedäder darinnen zu finden- Auch bricht Man darinnen viel war»mor, alabastcv uNd andere schöne steine, sonderlich ist der weissmarmör von CarMä sehr schön, welcher häuffig Nach Franckreichverführet wird- So finden fich auch in dem gantzen lande viel re»liguien von den alten Römischen Monumenten- Ferner wird vielfette darinnen gemacht, und solche anderweit verführet. Dierufst ist zwar ziemlich temperiret, jedoch um Rom herum von demjumo anz oder 4 Monat lang höchst schädlich, dahero sich jevermartwohl davor in acht nimmt- Im sommcr ist die Hitze ungcmein groß»jedoch wohnen grosse Herren zu selbiger zeit in den Untern zimmern,welche die sonne nicht recht treffen kam Zu dem sind sie auch mitMarmor gepflastert ussmit kühlen jpriNgbruüeu versehen, auch theilsdie senster nnd thüren also eingerichtet, daß nothwendig durch de»reu öffliung eine frische lufft in das zimmer bringen Muß- Ihrestliitten-rechtlung fangen sie gleich Nach versonnen untergärig an,daher von einem Untergänge derselben biß zum anvern die uhr -4stunden schlüget. Die religlvn darinnen ist Catholisch, nur daßdie Jüden an einigen orten ihren öffentlichen gvtttsdienst halten»In oem VenetiallischenLebiete werben die Armeniarier und Grie»chen geduldet- Die emwbhNer sind insgemein höfflich, und vongutem verstände, jedoch mehrencheils nicht allzu aufrichtig- SieNeben äußerliche pracht und ceremvnieü, öb sie wohl zu hause sichgar genau und schlecht behelffem Sie mischen fich auch itt staatS»affairen, und reden gern davon, darneben find fie ziemlich beredtund starck - aber auch akgwöhnisch, rachgierig und grausam- Deckeinwohnern der vornehitisten städte giebt man ein besonders präbi«cat « Die.RöMer nennet man mtimi, weil fie gar veränderlichetthuMeurs find ; die von Ferrara hält man vor verschmitzt; die Bo»logneser vor wilde; die «spontaner vor arglistig; die.Perufianevvor kühn, und sofort- Ihre spräche belangend, so ist zwar diealte Lateinische das fundament dar;», welche aber durch die vie»len Barbarischen völcker, die m Italien eingefallen-gantz ver«dorben, und in den heutigen stand gesetzet worden- Der Losca«Nische dialect ist der zierlichste, dessen man sich auch an dem Romi»scheu Hose bedienet, wobey zu bemckcken, das in Töscanienbeydenen zierlichsten Worten und redens«arten eine ziemliche schlechteaussprach sich findet, welche hingegen die Romaner sehr wohl Mverbesseren wisse»- dahero das sprichwort entstanden: Amgua Ios-csna in bocca k^omsnL j die Toscanische sprach itt eiNem RvMt«schen mund- Solisten hat fast jede Provintz ihren besondern dia.leck- Ihren stUdien nnd wissenschafften nach kommen sie den altertRömern bey weitem nicht gleich- In der Historie sind sie zu leicht»gläubig, affettiren sehr, und find mchrentheils lob-redner. Zltder Poesie und den aNliüuitäten find fie ziemlich dsspomrt. JNson»derheitexcellirenste inder arcMreÄur, mufie und Mahlerey. L,-vrtt-n Irs-

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dergestalt, daß, weil Italien damals in das gebiete des Römischen ra,i, H »

Reichs und die Lombardey eingetheilet war, derjenige, welcher die -L' 7...^

Kayser.würde führte, zugleich das Longobarbische Reich bekam- "

Als aber der Carolingische stamm in Teucschland abgegangen, be»muheten sich zwar dieItaliäner. einen König ihres Mittels zu erwäh-len,nd erregten zu dein ende viele unrnhen; allein als sie von Otto»

Nea-l.gedämpffet wurden-und durch selbigen dieKayser.würde an dieTeutschen knin,ist dasLongobardischeReich und die Herrschaffl überItalien beständig mit der Kayser.würde verknüpfst geblieben. Weilsich aber der Pabst ein ziemliches rernrorium vorbehalten - die Nor »rnänner den untern theil von Italien behauptet - welches sie von derhaupt.stadt des Königreichs Neapolis geneneh und die von deNTeut»schenKaysern in dein obern theil gesetzten 6o»vLrneurr sich der ihnenanvertrauten lande bemeistert, und darinnen erblich gemacht, auchdie Republic Venedig durch ihre kriege Milchiger worden,und ande«ke grosse städre ihre frcyheit durch geld erkaufst, so ist nunmehröItalien in v,cle Staaten getheilet, jedoch dergestalt, daß der oberetheil oder bre Lombardei ) noch bis dato unter des Teutschen Reichs6^7.nun,, darinnen befindliche meistens Italiänische

-K-E, irw- lesli«. tceipr. rar- kiss Lminm.

IlLliL regnaritv- inüZn. irili- Ich!- IVL-Sr-idÄ, rer« Ich!»

Nor- orb. rmt» ckt7«Drr Mtrock. all vor. ker» litchc- reise» <?,4-Drr tkessurus antig. It»I- ttelice» äs l'Ichjie.

cllsrluln IlaiicuM. *

^terius, (Petrus ) ein Cardinal und Bischofs von Ma, mapVon Perigordgebürtig- und einer der vornehmsten Rechlögelehr«ten seiner zeit- Er wurde anfänglich Abt in Gascogne, aber vottInnocentio Vi den 17 sept-.an. ijöi zum Cardinal gemacht. Ur»banus V machte ihn zum Bischoss zu Alba. Er starb aveLden 1 s Maji an-1)67 zu Avlgnon, woselbst er in der Dominicaner-kirche begraben liegt - und auf seinem epichMo wird er üc-Lor is°gum egregias benennet- Lc in InnocetU!L>

VI- kch!!-ourp, LL bitt. iles Lsrci-

LsU- Llrritt.-

^chacck, eine insu! auföem Ionischen meer nahe bey Cephalö-

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gebiete stehet und dtt darinnen befindliche meistens Italianifcve Nien', heut zu tage -lo!» ciel Compare .... ^ ^

Fürsten d,e iehen von den Teutschen Kaysern suchen müssen» Es nennet» Die Türcken nennen ste Piacchi ober Theacht, Dionysius