Regent, nach diesem aber kam die reqicmns an die Hohenpriester.AlMochus Eviphanes verfolgte die Jüden aufdas äusserste,welchesaber gclegmheit gab, daß sie sich wider ihn empörten, und dieHasmonäer zu ihren Fürsten annahmen, welche sie von der gewaltder Syrer befreyeten. Selbige regierten in Iudäa biß auf JukiCasaris zeiten, welcher Antipatrum in Iudea einsetzte, gleichwieAugustus Herodem. Nach dessen tode wurde Archelaus Herr vonIudäa, welcher aber wegen verübter grausamkeil aufanklag seinerUnterthanen im y jähr seiner regienmg nach Vienne in Franckreichrelegiret, und Indem zu einer Römischen Provtntz gemacht wurde.Agrlppas lvl^or erhielt zwar von dem Kayser Callgula Judeamwieder und behielte es unter Claudio, biß er starb, worauf das landnach diejes Kaysers Verordnung wiederum zu einer RömischenProvintz wurde. Es suchten sich auch die Jüden gegen ende derLegierung Neronis von dem Römischenjvche loß zu machen, wur»den aber unter Vespasiano nach eroberung Jerusalems vollendsunterdrücket, und will Josephus behaupten, daß in demselbigcnkriege i i ooooo Jüden umgekommen, und 87000 als sclaven ver»kausst worden. Zu Kaysers Adriani zeiten rcvollirten sie unter ih«rem anfuhrcr Barcochba abermahls, und meyntea sich wiederumHerren von Jerusalem zu machen, wurden aber geschlagen, unddarauf m alle lande zerstreuet. Nach der zeit ist Iudäa unter derRömer bothinäßigkeit blieben, hiß es bey der lheiiung der Rinn»scheu mouarchie unter das Griechische Reich gekommen. Die Sa«racenen dcmeikerten sich dieses iandes rn dem 7 teculc», und obgleich durch die angestellten creutzfahrlen leidiges von den Cbristenmehrenlheiis wieder war erobert worden, so vertrieben doch dieSaracener die Christen indem i; teculo völlig daraus, und besitzenes noch, /s»
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'Juden oder Jüden / ein eigenes volck, fd ehemahls Gottesvolck genennet wurde. Sie stammen von des Jacobs söhne,Juda,her, und lebten nebst den andern stämmen Israelis erstlich in demlande Canaan, zogen aber nachgehends mit ihrem vaker Jacobin Egvvccn, und wohnten in dem lande Gosen. Als sie aber da»selbst mit schwerer dienstbarkeit geplagt wurden, führte sie Gott,nachdem sie auf dessen beschl das passah gehalten, durch Mosen mitstarcker Hand aus Egyplcn durch das rothe meer, und bracyte siein das land, welches er ihnen verhe>ssen hatte. Allein well siesich an Gott versündigten, gab er sie m ihrer feinde bände, bißsie endlich durch die gantze wett zerstreuet wurden. Was nun dieheutigen Juden amangcl, so theilen sie ihre gesetze nur ccremonienin ; gatliinqcn ein : die erste gattung begreifst m sich alle geböte desgeschriebenen gesttzcS, so ui den z düchcrn Mosts enthalten; dieandere hält in sich die geböte des mündlichen gc,etzes> welche die vonihren Radbinen zustimmen getragene satzungm si,>die sie die gedo«
. teder weisen leute nenne»,und im Talmud zu si-en sind; die drittegattung fasset ihre gebrauche m sich. Unter diesen werden die - erstengatlunge» von allen Jüden durchgehenbs angenommen, sie seynauch an welchem orce der Welt sie wollen; was aber die gewöhn,heilen betrifft, so sind sie darinnen nach den vrttrn, da sie wohnen,von einander unterschieden. Ihr ganyer gottesdieust bestehet heutzu tage allein in gewissen gebären, die sie in ihren schulen verrichten,gestalt sie nach der Zerstörung ihres tempels zu Jerusalem nichtrmvr opffern dürsten. Sie erkennen 7 grund-ariicul ihres glau»bens, welche folgende sind: 1) Vag Gott einig und ewig sey. r) Daßdieser Gott allein anzubeten ley. ;) Daß nicht nur allein Prophetengewesen seyn, sondern auch derer noch seyn können, 4) Daß Mo»ses der gröste unter allen von Gott unmittelbar erleuchteten und ge»triebenen Propheten gewesen, und daß sein gesetz nach allen gebo»ten von Gott gegeben worden, z) Daß ermelbtes gesetz umvan»delbar sey, und daß man weder etwas darzu setzen noch davon thunsolle, auch nicht könne, ü) Daß ihr Meßias als noch zukunfftig zuerwarten sey, welcher der mächtigste unter allen Konigen auf erdenseyn werde. 7) Daß Gott am ende der zeit die todten erwecken, unddarauf sein allgemeines gericht erfolgen werde. Es waren vorzei»te» unterschiedliche fetten unter den Jüden, worunter die vornehm»sien die Samariter, Essäer, c^adducäer und Pharssaer waren.Heul zu tage sind die ansehnlichsten die Rabbanilen und Carallen.In der Türekcy giebt es zweyer.'ey Jüden,nemiich solche, die in demlande gedohren sind, oder einheimische, und fremde, welche letzterealso genennet werden, weil ihre vorfahren aus Spanien oder Por»tngall gekommen sind. Die ersten unter dielen tragen lurbans oderHunde von unterschiedenen färben, wie die orientalischen Christen,und sind von seidigen an nichts anders unterichieden, als an ih»ren schuhen,welche schwach oder violet-draun sindda hingegen dieChristen rothe oder gelbe schuh tragen. D>e ausländische» Judentragen auf dem kopffe eine gewisse mutze, die wie ein SpanischerHut ausstehet, aber keinen ranb hat. Sie sind von den andern meinigen religions-gebräuchen oder ceremonien unterschieden, undhaben ihre sonderbaren begräbmsse. Diese werdeii bauffenwesse mden meisten Türckischen städte» gefunden, und sonbeeirch an dengrossen handels.örtern, als zu Smyrna, Aleppo , Grandcairo,Theffaionich, rc. Sie sind mehrentheils Wechsler, Wucherer, zoll»ner oder gleits.leute, mäckler, apotheckcr, achte und oollmct,eher.Sie können einem von allen waarm, so in einer stadt anzutreffen,Nachricht geben, und deren güte und vreiß gantz eigentlich deine»men. Die andern morgenländischcn völcker, als die Griechen undArmenianer, können sich hierein nicht fo wol schicken /weswegensie sich dann hierinnen der Jüden bedienen wusjen. Man findet«mige örter in der Türckey / da sie die emwvhner nicht leiden wol»
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der Groß. Sultan - ihnen i» allen gegenden seineswohnen erlaubet. Die Ursache dieses Haffes ist bis^ iheen schuldnern und sclaven aus»^"^en und morgenländischen Christen erzchienI datz sie alle char-frevtage, um ihieu «bscheuvor der Christlichen religion an den lag zu legen, einen Christlichen rclaven ermorden , ledoch so , daß sie dieses sehr gehe-m hielten,nachdem sie unterschiedliche mal wegen dergleichen abscheuiicherthat nachdrücklich gestrafft worden. In Occident sind dergleichenMordthaten beydes an sungen kindern und alten leuten verübt,mehr«malen denen Juden erwiesen worden z wie dann auch verschiedeneärgerliche lehren dahin gehen, weiche von etlichen ihrer iehrcrngelneben werden; wiewohl darum weder geschlossen werden ka»,noch sonsien glaublich ist, daß dergleichen alljährlich geschehen so,,te. Der ermordimg deren ihres eigenen volcks so wohl erwachse,ven als noch lungcn kindern, welche einige liebe zur Christlich nreligion an sich mercken lassen, sind noch mehr erempel vorhanden,als von der vvrgemeidten gattung. In Spanien wurden die Zu«den zu Fcrdiuandi l-srllollci zelten vertrieben, welches unter Pht»lippl Urcgierung auch in Portugal ! qeschahe.Aber inFranckreichJ»tasten,. Teutschland, Holland , Enacllcmd, und zumal in Polen und Bohmen werden sie gedultet, ihnen auch ihre synagogen ver»stattet. /»E,.
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äs lurguie; stitt. critica. vec. reü. 6^/,<?»,,, »,« Forcsüc.
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still, ä« ss-itz. enrclecstces ^uäenrkum ll. 2 c. *
"Judex / (Matthäus) einer der vornehmsten scribenten von deincenrurur. iVs-ißäevuegenühus. Er War bw ar sept. a». isaZ iltDippoltswalde in Meinen gebühren, und hatte von jagend auf justzum studiren, wanncnhero ihn sein Vater nach Dreßden iu die ,chli.le schickte. Er blieb aber Nicht lauge daselbst, sondern begab sichnach Wlttenberg, und von dar nach Magdeburg . Er war in ei.nem schlechten zustande, alS er bahrn kam und gantz entblößet vvmgelbe, jedoch gieng er vor den thüren singen herum, und brachtesich dadurch hin. Wal man aber an ihm anmcrckle, baß er einenguten kopff halte, nahm ihn ein Advocat zu seinem pr^cepror a»,und schickte ihn an. 1546 neost seinem söhne nach Wlttenberg. Erlegte sich anfänglich aus die rechte, änderte sich «der nachmais,und wurde an. i;4S dTsZ.ll-r, kehrte auch bald daraus wieder zu»rück nach Magdeburg , woselbst er anfänglich (.'cm-lleüoi-, undhernach Prediger zu r>. Ulrich wurde- In diestr stelle blieb er bißa». i;;y, in welchem jähre man ihn zum Uroteffore rsteoloxi-snach Jena bcrtess. Er wohnte an«i ;üc> dem colioguio zu Weimar ,zwischen Flacio und Strtgesto, bey. Indem er aber dem Singe»ito Nicht beypflichten wolle, wurde er nebst dem Flacio und Wi»gando zu ansang des ott. an. isüi abgesetzt, da er sich zwar »ochein halbes jähr zu Jena aufhielt, und von dar nach Magdeburg gieng; allein weil ihn der Magistrat baleldst auch nicht bullen wol»te, muste er mitten im wmtcr sich nach Wißmar wenden. Vonbar gieng er nach Rostock , um einer Promotion beyzuwohnen, starkaber daselbst den 1; may an. rzsg. Er war in derastrologie wohlerfahren, hat auch verschiedene uativiräten gestellet. Insonderheithat er an den 10 ersten Magdeburg,,chen cenlurien viel gehoiffcn,auch an der Übersetzung der z ersten cencurleu m die Teutsche ,prachsgrossen antheil gehabt: wie er dann ein stbr fleißiger mann war»Rechst dem hat er verschiedene schriffien hmlerknien, worunter sind:
en-t,raric>ne; epillolarum äommicslmrn ; coiVus cjoÄrjn»' ex novcrlellLmenro ; äe sillLpsioricir corrupreljL; äe Viüormi 8mAe!H cls-etsralione 6cc. kill:, eccl. psg. 770. nomenclaror
Uiotell.jenens. vir. kroteff.)enel,f./.,e/,e,v ckescr.
orslio äe vilalvlrmllsci juäicll. ä'sFrtts./Hnnoäuäi. sä kill. eccleff,snimsäverst pllll. Lc llillvr. p. ü p. 71.
^udia, die haupt.ßadt indem KönigreicheSiam, liegt aneinem der schönsten flüsse in gantz Orienr, so, daß die grösten schiffeim Hafen daselbst ihre waaren ausladen können. Ungeachtet sie ;Teutsche Meilen in ihrem umfange hat, so ist sie doch rings herummit vcsten mauren verwahret, und hat runde lhürme anstatt beedasteyen nach alter manler; die straffen sind lang und geraume, undver fluß, so um die stadt herum läufst, ist 2 mnsqueten-schüsse breit»Der Königliche pallast übertrifft an prachl alle andere m Indien ,und ist starck bevcstiget- An. 1648 versähe diese stadt ihre» Königmit,2000 mann wlder den König von Ava, und mit 2000 prausoder kädnen. äeic,-. tnäise.
'Judith , eine Jüdische wittwe von dem stamme Simeon, undeine chchler Merarr, des svhns Uz. Ihr mann hieß Manasses, starbaber in der gersten«erndle in der stadt Bethiilia, und Judith wasnoch sehr jung, als er ihr entrissen wurde. Sie war sehr schonund reich, dabey aber harte sie bey jederman ein gut gerächte, daßsie Gott fürchtete, und kunte niemand übel von ihr reden. Als nunHoloftrnes, der Felb.Hauplmann von Assyrien , die stadt Btthu»lia, darinnen sich Judith aufhielt, belagerte, merckle er, daßausserhalb der stadt gegen mittag ein brunnen war, welcher durchröhren in die stadt geleitet wurde, da ließ er diese röhren abhauen,um dadurch die belagerten desto eher zur Übergabe zu bringen. Siehatten sich auch schon re,olv>rl, solches zu ihn»; allein Judllyschmückte sich aufs herrlichste, gieng aus der stadt, ,un0 rammdas feindliche lager. Holossrnes ward wegen ihrer schonheit gegensie entzündet, nahm sie mir sreuben auf, und befahl, baß man sienach ihrem verlangen, ; tage aus und ein solle gehen lagen, ihrgebet zu Gott zu thun- Holoftrnes wurde minimelst noch mehr Mihre schonheit entzündet, und war ftöuch »ui ihr. Er blieb auch,nachdem er mehr als sonst gelruncken hatte, mit ihr allem m verkammer. Als nun Hwvftrnes iruacken in seinem bette lag undLt theil, 2 UM schllcss,