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Hierauf ward ihm die erziehnng des Prrntzm Carl EmanuM vo«
Er starb an. 16,9 zu Meßina. Man haticnie lchrissten zu Lucca IN 12 zusammen drucken lassen. lournLl
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lULv^l, war bey den Römern, wenn man 2 spieffe oder auchoaicten in die erde steckte, und oben einen quer drüber legte. WannDie Romer und andere alle Italiänische völcker ihre feinde gezwun.gen ,ich zu ergeben, und solche mit schimpffwvlten nacher baust sehr.nn'" Wicbe nach abgelegten Waffen , auch wohl theils
kktdern, unter dergleichen lugo durchgehen. Die Römer hattenanderen dergleichen schimpff zum vfftern angethan. Aber da esauch ihnen von den Dämmern bey denen lö genannten kurculis^suciini5, auch in der nachfolgenden zeit »och einmal von Jugur»tha in Asrica begegnete, wäre es ihnen gantz unerträglich; wie siees dann auch mit der grösten schärffe gerochen habe».l.Lr,. l. ; c. 28. öcc. ^
. . ^cigurlha/ ein König in Numidien , der Römer felnv, wardes wiagugia enckel von dem Manastabal, welchen er mit einer
eru^u der Er wurde an seines vettern Micipsä Hofe
erzogen,der >h»e zivar anfangs lehr lieb hatte,aber auch bald,wegen
Fähigkeit zu formten, unb stnderlich fürfeine lohne gesahckich zu achten anfieng. Aus diestr ursachIchickleerlhne.mit denenhulffs-truppen, welche erben Römerengab, in Hoffnung, fein muth wurdeihn allda bald aufreiben. AIs aber diese Hoffnung fehl schlug, und^ugiirlha zwar vor Nnmautia grosse ehr einlegte, und von Scipio»ne, jo auoa commandirle, gar ungcmeine zeugnuß feiner tapffer»teil davon trüge, aber lrannoch frisch und unbefchädiget nacherhaust käme; änderte Micipla fein vorhaben, und weil ers einmahlnicht uocr das Hertz bringen konnte, solchem wegen einer uuge»misten gefahr heimlich ober öffentlich das leben nehmen zu lassen;wolle er nun mchen dene durch gutthaten dergestalt zu gewinnen,das inn haust vielmehr eine stütze an ihme haben möchte.Er nähme thue deswegen an kmdüstalc an, fetzte dene auch im te«stamenl »leben feinen zweyen söhnen Adherbal und Hiemp»sal zum erbe ein,und befähle ihme diese bestermassen vor feinem ende.Allein, wie viel auch Jugurtha versprach, so wäre er doch finnes,das wenigste zu halten. Zwar ward ihme anfangs einiger anlastzur ftindlchastt von, Hicmpfa! gegeben, der sich auf alle weife miß»vergnügt wegen der vältcrlichen Verordnung, in kävor des Jugur«lyä erzeigte, und diesem solches bey allen gelegenheiteu nicht ohnevorwurff dessen unehrlicher geburt zu verstehen gäbe. Jenernun eben sowohl von ehrgeitz als rachgierd brennend , säumte sichnicht, und wüste feine fach so wohl anzustellen, daß Hiempstil, eheer sich einiges auffatzes besorgte,überfallen und ermordet ward. Wienun Adherbal hieraus bald fchlvste, was auch er zu gewarten hätte,käme es zum krieg zwischen ihm und Jugurtha , worinnen dieserletztere, als der sich schon vor langem heimlich dazu gerüstet, undsonderlich die besten kriegsleuthe des ianves an sich gehänget hakte,gleich tm ersten treffen einen völligen sieg erhielte. Adherbal flöhenach Rom , und bäte um hütffe. Allein als Jugurtha gesandtendrav geid.unter die Römische Rathsherren ausfliegenMffen, wardMein der rod HiempiaiiS bald verziehen, und im übrigen 10 de»putirte iinNuimvien geschickt, das Reich zwischen ihme und demAdherbal zu theile». Diese liessen sich ebenfalls grösten theils beste»chcn, und erkannten hleranfdem Jugurthä dasjenige stück von Nu«midien zu, welches an Mauritamen gräntzet, unb wegen kriegen»scher arl der emwohneren, ihne, wo er von neuem krieg wider Ad»herbalcin anzufangen, und dene gantz aus dem weg zu räumen imsinn hatte, am meisten bewaffnen unb vcrstärcken konte. In derthat säumte sich derselbige nicht, und liesse seine kriegsleuthe m Ab»herbails land beute machen, der Hoffnung , seidiger wurde sogleichmit Heeres kraffl ausziehen, und also dein krieg selbst einen ansangmachen. Da aber dieser sich still hielte, und sich entschloße, weilener doch an kräfflen zu schwach, feine klägte» schlechter dingen anden Römischen Rath gelangen zu lassen, welcher beyden ernstlichbefohlen halle, friede zu haltenzwolleJugurtha in verlaffmig auf leinein Rom erworbene freunde endlich es wagen, für den Urheber derHändeln angesehen zu werden, wo er mir seine» nachbarn übemHaussen werffen, unb sich allein meister von beyden reichen machenmochte. Er fiele also mit emer starcken armee dem Adherbal» msland, daß dieser sich auch wider seinen willen, wo er nicht l» we»mg tagen all sein land und leuthe verliehren wolle, muste zur wehrsteilen. Mein er ward bald geschlagen, und von seinem feind mder stadt Ctttha belageret- Da thaten zwar anfangs die sich da»sechsten meistens wegen der Handlung aufhaltende Römische bur»gere lapfferen widerstand; es kamen auch zum zweyten mahl Rö-mische gesandte an, den Jugurtham von allen feind,eeMkeilen abzumahnen. Doch wiese er diese bald zurück. Und, dieRömische bürgere, weiche biß dahin C>rlha vornemllch be,chutzcthatten, als sie alle Hoffnung des entsatzes veriöhren sahen, vermoch»ten Adherdalem, daß er sich nur mit andingung eines sicheren av»zugs ergäbe- Jugurtha versprach zwar alles; aber erhielte nichts.Adherbal ward unter harter Peinigung gelobtet. Und was sonst mder stadt war, auch die Römer nicht ausgenommen, von demNumidischen knegs-volck niedergemacht. Diese that war zu grobund wurde sonderlich das Römische vostk so sehr darüber entrüstet,daß der Rath fast gezwungen, ben krieg beschließen muste. DerBürgermeister L- Eaipurmus Bestia, gieng schleunig mit cmcr ar»mee in Africa über, unv setzte anfangs dem Jugurtha scharffgenugzu. Bald aber liesse er sich neben Aenulio Dcauro, der als,emGeneral.Lieutenant mitgezogen, aber jonsten zu Rom dw dahinin dem Rath grösten gewait gehabt, mit geid bestechen, und mach»ten einen bemiattchm vergleich, da sich Jugurtha zum schein er«gäbe, einige eiephanten, plerde an Eqipnrnium ausllefferte.
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Aber im übrigm in seinem so wohl als in des Adöerbaks land asteHerrschaffl , io, wie zuvor behielte. Es mangelte auch im Römi«jchen Rath nicht an solchen leuthcn, welche entweder von Jugur«Iva durch destechung gewonnen, oder sonsten an des Scauri un!)k.alpurnti parlhcy hangend, daS geschehene bestätigen wollen-Allein das Römische volck und insonderheit dessen Vorstände«, die'Iribum pleb>8, stiessens endlich um; wie man dann selbigen 1 n-bums das lob geben muß, Laß ihnen zu dieser zeit, da die Raths»Herren sich durch geschencke und faccivnen gar zu sehr blenden liessen?die ehre und der nutzen des Vaterlandes immer am meisten ange»legen gewesen, und durch solchen ihren eyfer, oder nur, weil derRath ste forchten muste, viele dem Stand sehr schimpffliche undschädliche beginnen sind gehindert und unterdrücket worden. Wieman nun die sachmil ernst treiben wolle,wmdeJugurtha unter vcr»sprochenem sicheren geleit nach Rvm geruffcn, da er vielleicht nochleidenttiche bedingnüssen vom Römischen volck hätte erhallen mö»gen, wo er seine mit gewissen Römischen Rathsherren gemachtepracticken an den lag geben wollen. Mein dieser, an statt solcheszu thun, suchte vielmehr seiue Parthey durch auStheilung grossesgeld-summen noch mehr zu verstärken. Und als ihme inzwischennoch ein anderer Numidier, namens Maffiva, in ben weg käme?welcher als ein würcklicher enckel desMassinissä von dessen söhn demJulussa, bey dem Röm. Ralh um das Reich Numidien anhielte;wäre Jugurtha noch so küdn, daß er ihne durch den Bomilcareinen seiner vornehmsten dieneren, in Rom umbringen liesse. Alleinhierdurch, verderbte er seine fach beym volck vollends, baß er sichbald gemuffigct fand, unverrichteler fachen davon zu ziehen; wie»wohl er sich noch immer Hoffnung machte, durch sein geld endlichbey den Römern durchzudringen; solle auch bey seinem wcgge»he» aus Rom , da er sich offt wider gegen der stadt umsähe, gespro-chen haben: die stadt seyc fcyl, und werde ihre herrschafft und frey»hell bald verlieren, wo nur einer käme, der reich genug wäre, nmste zu kaussen. Es geriethe ihme auch in fernerer fortsetzung deskrieges einige zeit ziemlich wohl; Massen der an statt Calpurnii wi-der thue gesandte Römische Feldherr Sv-PosthummS Albmus sich?wie gemeiniglich dafür gehalten ward, ausgleiche weist, wie seil!Vorfahr, bestechen ließ, und den krieg sehr schläfferig führte, dlßer wegen regiments-geschäfften zurück nach Rom muste; da bannsein bruder Äuius Posth. Aidinus, deme er indessen das coiriwsn-clo übertragen, die fach noch ärger machte, sich von dem Kö»rüg, so aus listvor ihme wiche, in unwegsame örtere ziehen liesse?an weichen seidiger bey ersehenem Vortheil, und nachbeme er vor»her viele Römische soldaten und bcfchlshabere durch geld heimlichgewonnen, die Römische truppen unversehens überfiele, und nach»deme er fie mit Verlust aus ihrem lag» gejagt, den rest gezwun-gen , sich.unters joch bringen, oder darunter durch führen zu lasssen ( siehe grad vorher lu^um ) unb sodann mit schliessungj einesfrlebens auß Numidien ihren abzug zu nehmen. Hierdurch wüchsedie Verbitterung des Römischen voicks nur mehr an; wie dann dergeschlossene schimpffliche dund alsodaid verworffe», und der kriegwider JugurlhamQuinto Cäcillo Metello anbefohlen ward.Durchdiesen mann name nun des Jugurthä Untergang seinen ersten an-sang. Dann neben dem, daß er wider sein Vaterland und Pflichtauf keine weise zu gewinnen oder zu bestechen war; so verstünde esauch den krieg fürlreffiich wohl, und mangelte es ihme noch überbis nicht an Ilst und verstand, dem feinde durch dessen eigene kün»ste, abführung seiner dieneren und befthlshaberen, stifftung aller-hand verrälhereye» rd. zuzusetzen. Nachveme er aljö zuforberst dievorheco sehr zerfallene kriegs-zucht unter der Römischen armee irrAfrica hergestellet, gieuge er mit der armee in Numidien , be-setzte die stadt Vacca; schlüge Jugurtham am fiuß Muthul, wodieser gehoffet hatte, die Rvmerc an einem unbequemen ort durchHinterhalt zu schlagen; verwüstete nachbeme das land, und zwangeeinen grossen theil von des Jugurthä Unterthanen, sich a» die Rö«mere zu ergeben. Zwar mochte er die stadt Zcuna, eine der bmmso Jugurtha hatte, nicht eroberen, da sich dreier hart neben ihne ansicheren orten postirct, und so offt die Römere stürmten, ihr lageevon der ander» stiren angriffe. Auch hatte noch Jugurtha dasglück eine durch Metellum wider ihne angesponnene höchstgefahr»ltche verrätherey, als worinnen vornemllch auch Bomilcar, stillvornehmster Kriegs-Obecster verwickelt war, zu entdecken, unb bellletzten zu tddten. Allein er halte sich schon zuvor zu leinem grossenNachtheil eben von dem Bomilcar bereden lassen, unterm schein denMetellum zu einem frieden zu bewegen, leidigem alle seine cleHan»ten, auch eine gute anzahl pferde und wassen, belieben ben Römi-schen überiäuftern auszuiiefferen: da indessen, weilMecellus übendieses ihne zu sich rüffle, um noch mehrere befehle zu empfange»?uno er hingegen nach allem vorgegangenen nicht wagen wolle zu er»scheinen, derkrieg nichts destoweniger fvrlglenge; zu welchem aberJugurtha von dieser zeit an bey weitem nicht mehr, wie vorhergerüstet war. Es gieuge ihm auch von dem an alles zurück. Diestadt Vacca, somit erschlagung der Römischen bey stchgehablmbesatzung wiederum Jugurthä parlhey nehmen wollen, wurde nachverflieffüng wenig tagen von Meteiiv wider eroberet, und die bür-gere wegen ihrer treuloßigkell niedergemetzelt; Thal«, aufwei-chen ort er sich insonderheit verliesse, gierige auch über, unv kamallda ein theil seiner schätzen in des femdes gewait- Jugurthamuste endlich seine zufluchr zu den Geluiiern, und sonderlich zu Boc-cho dem König von Mauritanicn nehmen, welche er auch Mang»glücklich auf seine feite brachte. Jedoch auch dieses mochte ihmzuletzt wenig heiffen. Marius, weicher rüdesten Metello zum Nach-folger in der provintz war bestimmet worden, setzte ihme nicht min-der zu < verwüste« das land, so es noch mit ihm hielte, schlügeJugurtham stidst bey der stadt Cirtba, eroberte bald darauf deswichtigen platz Capsa durch plötzlichen Überfall, terner ein festesschloß am fluß Muiucha, so von ewigen selbst Miiucha genenuekU theil- Liiiii-r wird?